GKR-Forum

a_6.jpg a_6.jpg

#1

Kaja Kallas und ihr Vater – Die Geschichte einer Wendehalssippe

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.03.2024 06:13
von franzpeter | 17.378 Beiträge

Kaja Kallas und ihr Vater – Die Geschichte einer Wendehalssippe
21 Mär. 2024 07:45 Uhr

"Scharfe Kritikerin des Kreml", "die Frau, vor der Wladimir Putin Angst hat"… Die deutschen Medien übertrafen sich diese Woche mit hochtrabender Lobhudelei auf Kaja Kallas, die Regierungschefin des kleinen Estland. Anlass, Person und Phänomen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Von Anton Gentzen

https://freeassange.rtde.live/europa/200...-und-ihr-vater/

Zitate

Erstaunlich ist besonders im Fall Estlands, dass sich dort in fast zwei Jahrzehnten nach dem Zerfall der Sowjetunion niemand an den Denkmälern und dem Schulunterricht in russischer Sprache gestört hatte. Solange Politiker an der Macht waren, die die angebliche "sowjetische Okkupation" selbst erlebt und daran dem nationalistischen Narrativ zufolge "gelitten" hatten, war die Existenz dieser Dinge eine Selbstverständlichkeit und niemandem ein Dorn im Auge. Auch gute und für beide Seiten einträgliche Handelsbeziehungen mit dem großen Nachbarn waren unter den Fittichen der älteren Generation Realität.

Kaum kommt jedoch eine Generation an die Macht, deren "Leiden" in der Sowjetunion maximal darin bestanden haben kann, dass der Brei im Kindergarten nicht süß genug war, werden Konflikte vom Zaun gebrochen, Handelsbeziehungen zerstört und den Symbolen des Antifaschismus der Krieg angesagt. Was ist das? Ein ähnliches "Ich-räche-meinen-Opa"-Syndrom, wie wir es von Annalena Baerbock und Ursula von der Leyen kennen?



"Als Russland Estland besetzte, deportierten sie Esten nach Sibirien und brachten Russen in das Land. Meine eigene Familie wurde auch nach Sibirien deportiert."

Entweder liegt Tallinn in Sibirien (Spoiler: Nein, tut es nicht) oder Kallas erzählt Märchen über ihre Familiengeschichte, denn als der kleine Siim geboren wurde, war seine Familie nicht in Sibirien, sondern in der estnischen Hauptstadt.


Der einzige in der Familie von Kallas väterlicherseits, bei dem die Sowjetmacht jeden Grund für Repressionen gehabt hätte, ist der Großvater von Siim mütterlicherseits, der Urgroßvater von Kaja. Eduard Alver hieß der Mann und war in der Zeit der ersten unabhängigen Republik nicht nur Polizeipräsident des Landes, sondern auch noch Vorsitzender der estnischen Faschisten und ihres Bundes. Will die Ministerpräsidentin ihn also rächen?
Da ist nur ein kleines Problem: Eduard Alver starb im August 1939, ein Jahr vor dem Beitritt Estlands zur Sowjetunion. Die Sowjetmacht konnte ihn keinen Repressionen mehr unterziehen, so sehr sie es auch gewollt hätte


Was an Kaja Kallas Legende wahr ist, ist die Geschichte ihrer Mutter. Diese war Tochter eines Mitglieds der estnischen "Selbstverteidigung" Omakaitse, einer Organisation, die während der deutschen Besatzung von 1941 bis 1944 mit Hitlers Truppen kollaborierte und Hilfstruppe der SS war. Omakaitse betrieb die Todeslager für Juden, unter anderem das KZ Jägala.

Quelle: RT-DE


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 22.03.2024 06:26 | nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 6 Gäste sind Online

Forum Statistiken
Das Forum hat 707 Themen und 2761 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 285 Benutzer (25.12.2023 04:00).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen