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Fregatte Hamburg: Gefährliches Sommertheater im Roten Meer

in Aus der Welt der Wissenschaft 09.07.2024 17:03
von franzpeter | 17.830 Beiträge

Fregatte Hamburg: Gefährliches Sommertheater im Roten Meer
9 Juli 2024 16:37 Uhr

Eigentlich war erzählt worden, die westlichen Kriegsschiffe im Roten Meer sollten die Angriffe durch die Huthi beenden. Das ist irgendwie nichts geworden. Aber es werden immer noch Schiffe dorthin geschickt; jetzt erst die deutsche Fregatte Hamburg.

https://freeassange.rtde.live/meinung/21...mmertheater-im/

Zitate

Egal. Nachdem Niederlagen nicht eingestanden werden dürfen, tun einfach alle so, als gäbe es sie nicht. Also muss dieser Einsatz unter dem hübschen Namen "Wächter des Wohlstands" weiterlaufen. Die deutsche Presse macht sich, nachdem einige Frachter mittlerweile gesunken sind, doch etwas Sorgen; der NDR fürchtet sogar ein "Himmelfahrtskommando". Kritisiert wird dabei vor allem, dass der Fregatte Hamburg, die inzwischen auf dem Weg nach Kreta ist, um erst einmal eine Runde Schießübungen zu absolvieren, nicht mit einem Radar zur Entdeckung von Anti-Schiffs-Raketen ausgestattet ist. Kein Problem, so ein Vertreter des Bundeswehrverbands, die anderen Schiffe im Verbund hätten ja diese Fähigkeit.


Allerdings ist das Problem nicht dieses Radar. Bezogen auf die wirklich gefährlichen Raketen ist es nämlich völlig nutzlos. Die Huthi haben vor einiger Zeit erklärt, sie hätten jetzt Hyperschallraketen; und da gab es so einen Vorfall auf der Krim, als US-amerikanische Raketen Badegäste und ihre Kinder attackierten, woraufhin von russischer Seite erklärt wurde, man könne genauso gut Gegner der USA ausrüsten – was das Arsenal noch erweitern könnte.


Hyperschallraketen ist ein ganz böser Begriff im Zusammenhang mit allem, was schwimmt. Weil es keine Abwehr gegen sie gibt, und das Radar, das angeblich so fehlt, könnte gerade noch vorab mitteilen, dass in wenigen Sekunden ein Einschlag erfolgt. In Wirklichkeit kann diese Fregatte, die eher auf Luftabwehr spezialisiert ist, gerade einmal zur Drohnenabwehr mit Kanonen auf Spatzen schießen.


Das Radar, das als so wichtig betrachtet wird, nützt auch nur gegen ballistische Raketen. Also so etwas wie die ATACMS, die gegen die Krim abgefeuert wurden. Warum? Weil Marschflugkörper, die die Richtung ändern können, eben nicht ab Abschuss auf eine Flugbahn festgelegt sind, die unabänderlichen physikalischen Prinzipien folgt. Aber selbst die mittlerweile auch schon ein Vierteljahrhundert alten russischen Jachont (deren Anwesenheit im Jemen inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden kann), fliegen mit mindestens 1,6-facher Schallgeschwindigkeit auf einer veränderlichen Flugbahn, Ausweichmanöver inklusive. Übrigens, das britische IISS hat im Januar ausführlich die bekannten Raketenmodelle der Huthi aufgelistet, und darunter waren auch bereits iranische Antischiff-Lenkraketen.


Und Hyperschallraketen? Die beginnen bei einer Fluggeschwindigkeit von Mach 5 oder 6.174 Kilometern in der Stunde, oder grob 100 Kilometern in der Minute. Da ist nichts zu wollen, außer vielleicht noch einem letzten Stoßgebet.


Also fährt die Hamburg los, begleitet von ein wenig Mediengeraune, das mit der zarten, völlig untertriebenen Andeutung einer Gefahr das Publikum schon einmal darauf vorbereiten soll, dass die ganze Geschichte auch schiefgehen könnte. Ein ziemlich dämliches Sommertheater.


Quelle: RT_DE


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 09.07.2024 17:04 | nach oben springen


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