ESAs Solar Orbiter blickt in den „Motor“ der Sonne – und findet eine Überraschung
Bisher waren sie ein blinder Fleck. Jetzt liefert eine ESA-Sonde erstmals direkte Messdaten von den Polen der Sonne. Was die Sonde dort misst, stellt bisherige Annahmen der Forschung ernsthaft infrage.
Diese Beobachtungen sind mehr als nur akademische Grundlagenforschung. Der Mechanismus, den der „Solar Orbiter“ jetzt untersucht, ist der „Motor“ des 11-jährigen Sonnenzyklus.
Dieser Zyklus bestimmt die Häufigkeit und Stärke von Sonneneruptionen und koronalen Massenauswürfen. Dieses sogenannte Weltraumwetter kann massive Auswirkungen auf die Erde haben.
Starke Sonnenstürme können Satellitenflotten, wie die von Starlink, stören oder zerstören, globale Navigationssysteme wie GPS beeinträchtigen und im Extremfall sogar terrestrische Stromnetze und Kommunikationsleitungen lahmlegen.