Der Staat im Staat: Wie Beamte das Leben in Donezk erschweren 13 Juni 2026 14:52 Uhr
Nicht Frontlinien, Artillerie oder Drohnenangriffe stehen diesmal im Mittelpunkt, sondern ein Problem, das viele Bewohner Donezks seit Jahren beschäftigt: Machtmissbrauch, Inkompetenz und Vetternwirtschaft in den Behörden. Ein Beitrag aus der Reihe "Donezk-Tagebuch: Frühstück unter Bomben".
Zitat Zuallererst müssen Menschen anhand ihrer Kompetenzen für die Stellen ausgewählt werden – Nepotismus muss Konsequenzen haben. Zum anderen müssen Sanktionen für Machtmissbrauch der Beamten eingeführt werden, ebenso wie eine kostenlose Rechtsvertretung für Bürger.
Der Straffreiheit der Beamten muss ein Ende gesetzt werden. Jede falsche Darlegung der Rechtslage zum Nachteil der Bürger muss konsequent mit Abmahnung und anschließender Entlassung geahndet werden. Einstellungen ohne ausreichende fachliche Qualifikation dürfen nicht folgenlos bleiben.
Darüber hinaus müssen die lokalen Medien viel häufiger über Machtmissbrauch durch Beamte berichten. Keine Angst vor Selbstkritik: Selbstreflexion ist bekanntlich der beste Weg zur Verbesserung.