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Warum weniger Essen das Hirn fit hält

in Aus der Welt der Wissenschaft 20.12.2011 17:10
von franzpeter | 8.079 Beiträge

20. Dezember 2011
Ernährung Warum weniger Essen das Hirn fit hält
Von Dirk Förger

Molekularer Mechanismus hinter diesem Effekt erstmals entschlüsselt
Rom (Italien) - Wer weniger isst, tut nicht nur etwas für seine Figur, sondern hält auch sein Hirn fit. Dagegen lassen Völlerei und Fettleibigkeit unser Denkorgan schneller altern. Ein Team italienischer Forscher fand jetzt in Tierversuchen heraus, welche Vorgänge sich dabei auf molekularer Ebene abspielen. In weiteren Experimenten wollen sie nach Wirkstoffen suchen, die die Hirnalterung verzögern, schreiben sie in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Science". Außerdem sehen sie einen Zusammenhang zwischen der nachlassenden Leistung des Gehirns und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.
"In unseren Studien haben wir zum ersten Mal einen wichtigen Botenstoff nachgewiesen, der hinter diesen Diät-Effekten steckt", sagt Giovambattista Pani von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom. CREB1 heißt dieser entscheidende Botenstoff im Gehirn, der bei Versuchsmäusen durch reduzierte Fütterung aktiviert wird. Er hat dann seinerseits einen fördernden Einfluss auf eine ganze Reihe von Substanzen, die sich positiv auf die Fitness des Gehirns auswirken. In den letzten Jahren hatten zahlreiche Studien - auch am Menschen - gezeigt: Fettleibigkeit ist schlecht für das Gehirn. Sie macht das Denkorgan langsamer, verursacht frühe Hirn-Alterung und fördert Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson. Dagegen hat ein Maßhalten bei den Kalorien die gegenteiligen Wirkung. Allerdings waren die präzisen molekularen Mechanismen hinter diesen Effekten bislang wenig bekannt.

In den aktuellen Versuchen erhielten Labormäuse ein Drittel weniger zu fressen als zuvor. Neben den bereits beschriebenen Wirkungen zeigten sie dadurch auch eine verbesserte Gedächtnisleistung und waren weniger aggressiv. Die Versuchstiere entwickelten keinen Diabetes und wurden nicht fettleibig. Wie wichtig CREB1 für den ganzen Prozess ist, bewiesen ergänzende Versuche mit Mäusen, denen der Botenstoff fehlte. Diese Tiere sprachen nämlich nicht auf die Diät an - und hatten beispielsweise keine erhöhte Gedächtnisleistung. Ganz im Gegenteil: Ihr Gehirn arbeitete wie das von viel älteren Tieren. Die zentrale Stellung von CREB1 im Gehirn ist auch daran zu erkennen, dass es ebenfalls an so wichtigen Funktionen wie Erinnern und Lernen beteiligt ist.

© Wissenschaft aktuell

Anmerkung:
Naja, bei Mäusen ist das vielleicht wichtig, die spielen ja auch kein Schach.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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