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Jugend-Hormon macht Ameisen zu Giganten

in Aus der Welt der Wissenschaft 06.01.2012 16:13
von franzpeter | 8.075 Beiträge

DruckenSendenFeedbackMerken06.01.2012
Kampf-Insekten


Jugend-Hormon macht Ameisen zu Giganten

Eurekalert/ Alex Wild35 Millionen Jahre lang schlummerte die Kraft in den Genen der Insekten, ein einfacher Trick hat sie jetzt entfesselt: Biologen haben Ameisen mit Hilfe eines Hormons in wahre Giganten verwandelt. Mit riesigen Köpfen und beeindruckenden Zangen verteidigen sie ihr Nest.

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Montreal - Mehrere Millionen machen die Kolonie: Jeder einzelnen Ameise kommt in diesen sozialen Gebilden eine bestimmte Rolle zu. In der großen Gattung der Pheidole-Ameisen gibt es in manchen Familien nicht nur Arbeiter, Jäger und Sammler, sondern auch einige Soldaten. Ausgestattet mit überproportional großem Kopf blockieren die Elite-Insekten den Eingang zum Nest.


Trotz der großen Anzahl von Pheidole-Arten sind diese Superameisen in der Natur extrem selten. Ehab Abouheif und seine Kollegen der University of Montreal in Kanada haben die Pheidole untersucht und nun die Mechanismen identifiziert, die, einmal aktiviert, aus einen Sammler einen Soldaten machen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Science".

Bei zwei Pheidole-Arten konnten die Biologen zeigen, dass die Gabe bestimmter Hormone im Larvenalter aus normalen Ameisen gigantische macht. Die weitere Entschlüsselung des Genmaterials der Insekten soll nun wichtige Hinweise darauf geben, wie Lebewesen neue Körperkräfte entwickeln können.

Genetischer Schalter nach 35 Millionen Jahren umgelegt

Die Biologen um Abouheif hatten zunächst alle Gruppen der Pheidole-Familie untersucht. Unter den über tausend Arten fanden sie nur acht, in denen Super-soldaten für den Nestschutz verantwortlich waren. Die Idee, die Entwicklung des gigantischen Schädels auch in anderen Gruppen anzuregen, kam den Biologen, als sie in manchen Kolonien einzelne Insekten mit auffällig großen Extremitäten entdeckten.

"Wir stießen bei einer Sammlung von Insekten auf Long Island auf diese monströsen Vertreter", sagt Abouheif der britischen BBC. Die Wissenschaftler untersuchten die Erbmasse der Superameisen und konnten die entscheidenden genetischen Schalter identifizieren.


Jedes Ei, das eine Ameisenkönigin legt, kann sich theoretisch in jede Lebensform eines Staates entwickeln. Umgebung, Nahrung und Temperatur bestimmen, ob aus der Larve ein Mitglied der Arbeiterkaste oder ein Sammler wird, sagt Abouheif. Das Geheimnis der Superameise läge zu einem großen Teil in einer bestimmten Substanz im Inneren des Eis, den sogenannten Juvenile-Hormonen.

"Bei jedem Insekt aus der großen Pheidole-Familie, das zum richtigen Zeitpunkt mit dem Hormon behandelt wird, kann die Entwicklung der Superameise gestartet werden", so der Biologe. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass deren Urahn ein Supersoldaten-Insekt gewesen sein muss.

Der Biologe ist angesichts der Entdeckung selbst überrascht: "Das große Potential der Ahnen schlummerte 35 Millionen Jahre in den Genen der Ameisen. Dann findet man den entscheidenden Knopf und schaltet alles einfach wieder an."

nik/dpa

Quelle: Spiegel online


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franzpeter
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