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Methusalem des Tierreichs

in Aus der Welt der Wissenschaft 10.01.2012 13:34
von franzpeter | 9.009 Beiträge

Dienstag, 10.01.2012, 12:40

Yale University

Die entdeckten Riesenschildkröten entstanden durch die Paarung von G. Becky and C. elephantopus. Auf der Galapos-Insel Isabela machten Forscher eine überraschende Entdeckung. Sie fanden Nachfahren einer seit über 150 Jahren ausgerotteten Riesenschildkröten-Art.
Am Fuß des Vulkans Wolf im Norden von Isabela, der größten Galapagos-Insel, stießen US-Forscher auf eine Überraschung. Sie fanden dort Nachfahren einer scheinbar ausgerotteten Spezies. Während einer Expedition im Jahr 2008 sammelten Biologen der US-Universität Yale Blutproben von über 1600 Schildkröten. Bei ihren Analysen stießen sie auf genetische Merkmale der Art Chelonoidis elephantopus, die seit über 150 Jahren als ausgerottet gilt. „Zum ersten Mal wurden neue hybride Nachfahren einer Spezies per Genomanalyse entdeckt“, sagte Ryan Garrick, der leitende Autor der Studie.

30 der entdeckten Schildkröten hätten sich in den vergangenen 15 Jahren gepaart. Da diese Tiere eine lange Lebensdauer haben, halten es die Forscher für möglich, dass sogar noch reinrassige Tiere der Art Chelonoidis elephantopus existieren. „Wenn es uns gelingt, noch lebende Exemplare zu finden, könnten wir sie in ihr ursprüngliches Habitat umsiedeln. Diese Tiere spielen eine Schlüsselrolle im Erhalt des ökologischen Systems auf der Insel“, sagte die Biologin Gisella Caccone. Wie die Schildkröten von ihrem ursprünglichen Habitat, der Insel Floreana, auf das 200 Meilen entfernte Eiland Isabela kamen, können Forscher nur raten. Sie vermuten, dass Walfänger die Tiere einfingen und sie als Proviant mitnahmen. Womöglich entledigten sie sich der Tiere wieder, indem sie sie über Bord warfen oder aber auf der Insel Isabela aussetzten.


Methusalem des Tierreichs
Riesenschildkröten sind selten und stehen deshalb unter Artenschutz. Sie gelten als die Methusalems im Tierreich, da sie die ungewöhnliche Fähigkeit haben, dem Altern zu trotzen. So wurde das Riesenschildkrötenmännchen Adwaitya angeblich 250 Jahre alt, bevor es 2006 in einem indischen Zoo verstarb.
Auch „Lonesome George“ kam zu Weltruhm. Das rüstige Männchen gilt als letzter der Art Geochelone nigra abingdoni. Sein Alter wird auf über 90 Jahre geschätzt. Bereits seit drei Jahrzehnten versuchen Biologen vor Ort, ihn zur Fortpflanzung zu bewegen, um den Fortbestand seiner Art zu sichern. Bisher hat ihm nur ein Weibchen gefallen. Bisher waren alle Hoffnungen auf Nachwuchs vergebens. Doch „Lonesome George“ kann sich Zeit lassen. Er lebt vermutlich noch mindestens 80 Jahre.
mb/Current Biology

Quelle: Focus online


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franzpeter
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