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#1

Universum vor dem Urknall

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.05.2013 16:16
von franzpeter | 8.079 Beiträge

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Dienstag, 23. November 2010
Beweise für ein Universum vor dem Urknall entdeckt?
Konzentrische Ringe in der kosmischen Hintergrundstrahlung | Copyright: Penrose u. Gurzadyan
Oxford/ England - Nach derzeitiger Lehrmeinung entstand unser heutiges Universum vor 13,7 Milliarden durch den sogenannten Urknall aus dem Nichts und dehnt sich seither fortwährend aus. Kein Geringerer als der bekannte und hochgeachtete Mathematiker, theoretische Physiker und Kosmologe Sir Roger Penrose glaubt nun, gemeinsam mit seinem Kollegen Vahe Gurzadyan in den Messdaten der kosmischen Hintergrundstrahlung Beweise für Aktivitäten vor dem Urknall gefunden zu haben und sieht damit seine Theorie einer sogenannten "konformen zyklischen Kosmologie" (Conformal Cyclic Cosmology, CCC) bestätigt.

Die CCC-Theorie widerspricht der Vorstellung des Standardmodells der Kosmologie, wie sie im Rahmen der sog. Urknalltheorie die zeitliche Entwicklung des Universums nach dem Urknall beschreibt und keine Explosion in einem bereits bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität bezeichnet. Stattdessen sollen jeweils neue Universen durch ihren Urknall zyklisch aus dem jeweilig gealterten Vorgängeruniversum entstehen.




In den Messdaten der kosmischen Hintergrundstrahlung der NASA-Sonde WMAP (Wilkinson Microwave Anisotropy Probe) und dem Ballon-Teleskop "BOOMERanG" ("Balloon Observations Of Millimetric Extragalactic Radiation and Geophysics) haben die Forscher konzentrische Ringe mit deutlich niedrigeren Temperaturschwankungen entdeckt (s. Abb. o.). Bei dieser Hintergrundstrahlung handelt es sich laut Urknalltheorie sozusagen um das Echo des Urknalls, genauer gesagt um Mikrowellenstrahlung aus der Zeit von 300.000 nach dem Urknall selbst. Die konzentrischen Kreisstrukturen halten die Forscher für Spuren Gravitationswellen von einst zusammengestoßenen Schwarzen Löchern in jenem Universum, das unserem Universum vorangegangen war.



Für bisherige Urknallkosmologien, so Penrose und Gurzadyan, stelle die Existenz dieser Ringe ein grundsätzliches Problem dar, da die Temperaturunterschiede zufällig verteilt sein sollten, statt derartig geordnete Strukturen anzunehmen (s. Abb.).

Sollten sich die Beobachtungen von Penrose und Gurzadyan bestätigen, würde dies die bisherige Urknalltheorie über den Haufen werfen. Zuvor erwarten Beobachter jedoch schon jetzt eine langwierige und hitzig geführte kontroverse Diskussion der Grundlagendaten.

Den Artikel von Penrose und Gurzadyan finden Sie als Anlage

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell./ arxiv.org / physicsworld.com


Dateianlage:
Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

RE: Universum vor dem Urknall

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.05.2013 16:19
von franzpeter | 8.079 Beiträge

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Dienstag, 19. Juni 2012

Neue Theorie stellt Standardmodell der Kosmologie in Frage

Memphis (USA) - Die Struktur, die das derzeitige kosmologische Standardmodell als "kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung" bezeichnet, gilt als "Echo des Urknall" und damit als einer der Hauptbelege für die Urknalltheorie. Entsprechend soll es sich bei dieser Struktur (s. Abb. o.) um eine das ganze Universum erfüllende isotrope Strahlung im Mikrowellenbereich handeln, die kurz nach dem Urknall entstanden ist. Ein US-Wissenschaftler hat nun eine gänzlich unorthodoxe Erklärung für die den ganzen Himmel durchziehende Struktur geliefert und würde damit das derzeitige moderne Standardmodell der Kosmologie auf den Kopf stellen.

Wie Gerrit Verschuur von der University of Memphis auf dem Jahrestreffen der "American Astronomical Society" (AAS) in Anchorage darlegte, hält er die Struktur nicht für das Echo des Urknalls sondern für einen Abbild unserer direkten lokalen interstellaren Nachbarschaft. Demnach würde die Struktur der kosmischen Hintergrundstrahlung nicht das Universum, wie es etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall ausgesehen hatte, abbilden sondern die Art und Weise wie vergleichsweise nahe kalte Wasserstoffwolken vor wenigen hundert Jahren angeordnet waren.

Wie "DiscoveryNews.com" berichtet, stößt Verschuurs Theorie in der naturwissenschaftlichen Gemeinde erwartungsgemäß auf derartiges Unverständnis und Widerstand, dass seine Arbeiten dazu, die der Wissenschaftler bereits seit mehren Jahren publiziert, größtenteils ignoriert werden.


Tatsächlich zeigen die Radioemissionskarten, die der Wissenschaftler seit Jahren von unserer direkten interstellaren Nachbarschaft bis in eine Entfernung von nur wenigen hundert Lichtjahre erstellt hat, bemerkenswerte Übereinstimmungen mit der Struktur der kosmischen Hintergrundstrahlung, die andere Wissenschaftler 13,7 Milliarden Lichtjahre entfernt wähnen.

Während Verschuur die Leistung des NASA-Mikrowellen-Weltraumteleskops WMAP (Wilkinson Microwave Anisotropy Probe) beim Abbilden der Temperaturschwankungen in der Hintergrundstrahlung von 2001-2010 durchaus anerkennt, unterstellt er jedoch, dass das wissenschaftliche Team der Mission beim Auswerten der Daten die Vordergrundstrahlung nicht abgezogen habe und die WMAP-Daten dadurch kontaminiert seien. Zugleich stellte er fest, dass seine Karten des kalten Wasserstoffs im nahen interstellaren Raum mit Falschfarbenmuster der WMAP-Karten der kosmischen Hintergrundstrahlung übereinstimmen und veröffentlichte zwischen 2007 und 2010 mehr als hundert auf den beiden Karten übereinstimmende Punkte (s. f. Abb.).


Auch er selbst, so der Forscher, hätte wohl diese Übereinstimmung als Zufall abgetan, hätte er nicht ebenfalls entdeckt, dass kleine interstellare Wasserstoffwolken miteinander kollidieren und dadurch Elektronen dazu drängen hochfrequente Radiostrahlung abzugeben. Als dann auch diese buchstäblich vordergründigen Strahlungsquellen mit dem Muster der WMAP-Karten übereinstimmten, war Verschuur sich sicher, auf etwas Unglaubliches gestoßen zu sein.

Offenbar, so vermutet der Wissenschaftler, habe das WMAP-Team von der Verteilung dieser Phänomene noch nichts geahnt und sie deshalb auch nicht versucht, aus den Daten herauszurechnen. Zudem vermutet Verschuur, dass auf diese Weise noch zahlreiche andere elektromagnetische Verunreinigungen nicht erkannt und dadurch Teil der WMAP-Karten wurden.

Sollte Verschuur Recht haben, so kommentieren die "DiscoveryNews", würde dies das kosmologische Standardmodell grundlegend erschüttern und belegen dass zumindest einige der Strukturen, wie sie auf den WMAP-Karten als Urknall-Echo abgebildet werden, als solche gar nicht existieren.

Kritiker von Verschuurs Theorie erklären die herausgearbeiteten Übereinstimmungen der WMAP-Karten mit Verschuurs Radioemissionskarten der Wasserstoffwolken im nahen interstellaren Raum als "bloßen Zufall". Es sei nicht das erste Mal, "dass Forscher in zufälligen Fluktuationen der kosmischen Hintergrundstrahlung ein Muster zu erkennen glaubten, nur um später eines Besseren belehrt zu werden", kommentieren die Astrophysiker Kate Land und Anze Slosar, die 2007 eine Analyse von Verschuurs Daten im Fachmagazin "The Astrophysical Journal" veröffentlicht hatten und diese darin als rein zufällige Übereinstimmungen bezeichnen.

Derzeit ist das europäische Weltraumteleskop "Planck" damit beschäftigt, ein noch detaillierteres Bild der kosmischen Hintergrundstrahlung zu erstellen, das die Daten früherer Missionen wie WMAP und COBE bei Weitem übertreffen soll. Nicht zuletzt Verschuur erhofft sich von diesen Ergebnissen endgültige Klarheit über die Wertigkeit seiner Theorie. Sollten - wie dies Verschuurs Kritiker erwarten - die Daten von WMAP und Planck übereinstimmen, so würde dies nahe legen, dass Verschuur seine eigenen Radioemissionsdaten überinterpretiert hätte...


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

RE: Universum vor dem Urknall

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.05.2013 16:22
von franzpeter | 8.079 Beiträge

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Paris (Frankreich) - Wissenschaftler der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA haben die bisher genaueste Karte der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, also der fossilen Strahlung aus der Zeit des Urknalls, präsentiert, die mit Hilfe des europäischen Weltraumteleskops "Planck" erstellt werden konnte. Während die neue Karte einen Großteil des bisherigen kosmologischen theoretischen Standardmodells bestätigt, rütteln andere mit dieser Karte gewonnenen Erkenntnisse zugleich an einigen Grundfesten unseres derzeitigen Verständnisses über das Universum.

Das Bild, das die neue Karte zeichnet, basiert auf den Daten der ersten sich über 15,5 Monate erstreckenden Beobachtungen von Planck und stellt so die erste, den gesamten Himmel umfassende Abbildung der ältesten Lichtstrahlung im All dar, die ihren Abdruck am Sternenhimmel zu einer Zeit hinterließ, als unser Universum gerade einmal 380.000 Jahre alt war.

"Zu diesem Zeitpunkt bildete das Universum eine heiße, dichte Suppe aus zueinander in Wechselwirkung stehenden Protonen, Elektronen und Photonen bei einer Temperatur von etwa 2700 °C", erläuterte George Efstathiou von der Universität Cambridge auf der heutigen ESA-Pressekonferenz. "Als Protonen und Elektronen sich zu Wasserstoffatomen formten, wurde das Licht freigesetzt. Durch die Ausdehnung des Universums wurde auch dieses Licht bis heute auf Mikrowellen-Wellenlängen ausgedehnt und besitzt eine Temperatur von gerade einmal 2,7 Grad über dem absoluten Nullpunkt."

Die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung weist jedoch winzige Temperaturunterschiede auf, die sich mit Regionen von geringfügig abweichender Dichte in der Frühzeit des Universums decken und so den Keim für alle künftigen Strukturen, nämlich die heutigen Sterne und Galaxien, in sich tragen.


Dem kosmologischen Standardmodell zufolge entstanden diese Fluktuationen unmittelbar nach dem Urknall, sind damit noch älter an die auf der Karte abgebildeten Strukturen selbst und wurden dann innerhalb eines kurzen Zeitraums beschleunigter Expansion, auch Inflation genannt, auf kosmologische Ausmaße ausgedehnt.

Planck wurde konzipiert, um genau diese Fluktuationen des gesamten Sternenhimmels mit bisher unerreichter Auflösung und Empfindlichkeit zu erfassen. Die Analyse der Eigenschaften und der Verteilung dieser Urstrukturen auf dem Planck-Bild der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung ermöglicht nun Rückschlüsse in Bezug auf die Zusammensetzung und Entwicklung des Universums von seiner Entstehung bis zum heutigen Tag.

Insgesamt, so Efstathiou weiter, stellen die "mit der neuen Planck-Karte gewonnenen Erkenntnisse eine eindeutige und zudem die bisher präziseste Bestätigung des kosmologischen Standardmodells dar und setzen so neue Richtwerte für unser Bild von der Zusammensetzung des Universums."

Statt wie bislang vorhergesagt, besteht das Universum nicht zu 72,8 Prozent aus unbekannter "Dunkler Energie", 22,7 Prozent ebenso undefinierter "Dunkler Materie", die lediglich mit Gravitation interagiert und zu 4,5 Prozent aus "normaler" Materie, sondern zu 68,3 Prozent Dunkler Energie, 26,8 Prozent Dunkler Materie und 4,9 Prozent normaler Materie. Wenn auch nur gering, so bedeuten diese korrigierten Werte eine wichtige Grundlage für zukünftige Forschung, Arbeiten und unser Verständnis über die Zusammensetzung des Universums.



Dank der außerordentlichen Präzision der Planck-Karte konnten jedoch auch einige bisher ungeklärte Phänomene aufgedeckt werden, für deren Verständnis neue physikalische Erklärungsversuche erforderlich sein könnten.

"Die herausragende Qualität dieses Porträts, das uns Planck von einem noch in seinen Kinderschuhen stehenden All gezeichnet hat, ermöglicht uns, Schicht für Schicht bis zu seinem Ursprung vorzudringen, und macht uns gleichzeitig deutlich, dass unsere bisherige Vorstellung vom Kosmos alles andere als vollkommen ist. Voraussetzung für diese Entdeckungen waren die einzigartigen Technologien, die europäische Unternehmen für diese Mission entwickelt haben", so ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain.

"Seit 2010, als Plancks erstes den gesamten Himmel erfassendes Bild veröffentlicht wurde, waren wir damit beschäftigt, die Emissionen im Vordergrund, die den Blick auf das erste Licht des Universums bisher verstellt hatten, vorsichtig herausfiltern und zu analysieren, so dass sich die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung uns nun in ihren kleinsten, bisher unerkannten Details offenbart", fügt Efstathiou.

Zu den wohl überraschendsten Ergebnissen zähle die Tatsache, dass die Fluktuationen bei den Temperaturen der Hintergrundstrahlung auf großen Winkelskalen nicht den im Standardmodell vorhergesagten Werten entsprechen: "Ihre Signale sind nicht so stark, wie dies von der von Planck entdeckten kleinmaßstäbigeren Struktur zu erwarten gewesen wäre", so die ESA-Forscher.

Ebenfalls verblüffend ist die Asymmetrie der Durchschnittstemperaturen an den entgegengesetzten Hemisphären des Himmels, da dies der im Standardmodell postulierten grundsätzlichen Ähnlichkeit des Universums widerspricht, ganz gleich in welche Richtung man blickt.

Darüber hinaus erstreckt sich ein kalter Fleck über ein Areal am Himmel, das wesentlich größer ist als erwartet.

Bereits Plancks Vorgänger, die NASA-Mission WMAP, gab Hinweise auf die Asymmetrie und den kalten Fleck, jedoch schenkte man ihnen aufgrund der Zweifel an ihrem kosmischen Ursprung kaum Beachtung.



"Die eindeutige Erfassung dieser Anomalien durch Planck und somit durch ein zweites von WMAP unabhängiges Instrument lässt keine weiteren Zweifel an ihrer Existenz zu. Sie können nun nicht mehr als Messfehler betrachtet werden. Wir müssen sie als Tatsachen hinnehmen und nun nach einer plausiblen Erklärung suchen", bekräftigen Efstathiou und Paolo Natoli von der italienischen Universität Ferrara.



"Stellen Sie sich vor, Sie untersuchen das Fundament eines Hauses und stellen dabei einige Schwachstellen fest. Auch wenn Sie nicht sagen können, ob diese das Haus irgendwann zum Einsturz bringen, werden Sie zumindest versuchen, möglichst rasch neue Stützen zu errichten", erklärte bildlich François Bouchet vom Pariser Institut für Astrophysik.

Eine mögliche Erklärung für diese Anomalien wäre laut den Wissenschaftlern die Hypothese, dass das Universum in Wirklichkeit in einer größeren als der von uns beobachtbaren Skala nicht nach allen Richtungen hin gleich geartet ist. In diesem Szenario hätte das Licht der Hintergrundstrahlung einen wohl etwas komplizierteren Weg durch das Universum als bisher gedacht zurücklegen müssen, was zu einigen der ungewöhnlichen Beobachtungsergebnisse führen würde.

"Unser Fernziel sollte es sein, ein neues Modell zu entwerfen, das die Anomalien nicht nur vorhersagt, sondern auch zueinander in Beziehung setzt. Wir befinden uns jedoch gerade erst am Anfang und können noch nicht sagen, ob dies überhaupt möglich sein wird und welche neuen physikalischen Erklärungsversuche hierzu nötig wären. Es wird auf jeden Fall spannend", zeigt sich Efstathiou begeistert.





Von den beschrieben Anomalien einmal abgesehen stünden die Planck-Daten jedoch in erstaunlicher Übereinstimmung mit dem erwarteten, relativ einfachen Modell des Universums und ermöglichen den Wissenschaftlern damit, die einzelnen Steine seines Bauplans nun auch bis ins kleinste Detail zu beschreiben.

Zu guter Letzt lässt sich anhand der Planck-Daten auch ein neuer Wert für die Hubble-Konstante ermitteln, d. h. der Geschwindigkeit, mit der sich das Universum heute ausdehnt, nämlich 67,15 km/s/Megaparsec. Dies liegt deutlich unter dem derzeitigen, in der Astronomie verwendeten Standardwert. Aus diesen Daten lässt sich für das All auf ein Alter von 13,82 Milliarden Jahren zurückschließen.





"Mit diesen bisher präzisesten und ausführlichsten Karten des Himmelszelts im Mikrowellenspektrum schafft Planck ein neues Bild vom Universum und führt uns gleichzeitig an die Grenzen unseres Wissens, was die aktuellen kosmologischen Theorien angeht", so Jan Tauber, ESA-Projektwissenschaftler für Planck.

"Wir stellen eine erstaunliche Übereinstimmung mit dem kosmologischen Standardmodell fest, wenn auch einige rätselhafte Phänomene uns keine andere Wahl lassen, als gewisse grundsätzliche Annahmen zu überdenken. Wir stehen erst am Anfang eines neuen Unterfangens und sind zuversichtlich, dass unsere kontinuierlichen Studien der Planck-Daten weiteres Licht auf diese Rätsel werfen werden."

Bilder hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...enbart-ein.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#4

RE: Universum vor dem Urknall

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.05.2013 16:24
von franzpeter | 8.079 Beiträge

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Mittwoch, 22. Mai 2013

Multiversum: Liefern die neuen Planck-Daten zur kosmischen Hintergrundstrahlung den Beweis für weitere Universen



Chapel Hill (USA) - Im Gegensatz zur Vorstellung eines einzigen Universums, geht die Theorie eines sogenannten "Multiversums" davon aus, dass jenes Gebilde, welches wir als Uni-Versum betrachten, nur eines von vielen, wahrscheinlich blasenförmigen Universen im Innern eines Multi-Versums ist und sich diese Blasen auch berühren und miteinander interagieren können. Nachdem Forscher schon zuvor in den Karten der kosmischen Hintergrundstrahlung Hinweise auf eine eben solche Interaktion unseres Universums mit anderen Universen gefunden haben wollen (...wir berichteten, s. Links), glauben US-Wissenschaftler nun diese Beweise auch durch anhand der hochauflösendsten Himmelskarte der erst kürzlich präsentierten kosmischen Hinterrundstrahlung gefunden zu haben.

Schon 2007 beschrieben die Forscher um Laura Mersini-Houghton von der University of North Carolina und Richard Holman von der Carnegie Mellon University im Fachmagazin "New Scientist" ihre auf der String-Theorie (Elementarteilchen wie Quarks und Elektronen sind durch winzige Fäden in einem zehndimensionalen Raum verbunden) basierende Idee (...wir berichteten). Demnach soll unser bekanntes Universum kurz nach dem Urknall durch Quantenprozesse mit anderen Univsersen (Paralleluniversen) verbunden worden sein, bis diese durch die gewaltige Ausdehnung unseres Universums in nach menschlich-kosmischen Maßstäben unendliche Ferne verdrängt wurden.


Auch in der erst im vergangenen März präsentierten vom europäischen Weltraumteleskop "Planck" erstellten neuen und bislang detailreichsten Karte der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung unseres Universums (...wir berichteten), die sozusagen das Echo des Urknalls vor rund 13,8 Milliarden Jahren darstellt, sollen die Beweise für ihre Theorie zu finden sein.

Während bisherige Modelle eigentlich vorhersagen, dass die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung im Universum gleichmäßig verteilt sein sollte, zeigt - wie schon ähnliche Messungen zuvor - auch die Planck-Karte einen stärkere Konzentration im Süden des Himmels und einen "kalten Fleck" , der mit derzeitigen physikalischen Modellen nicht erklärt werden kann.

"Diese Anomalien werden durch andere Universen erzeugt, die durch ihre Anziehungskraft bei der Entstehung unseres Universum durch den Urknall an diesen regelrecht ziehen", so die Wissenschaftlerin erläuternd gegenüber der britischen Zeitung "Sunday Times". Es handele sich um die ersten belastbaren Beweise für die Existenz anderer Universen.

Tatsächlich stützen auch andere Wissenschaftler die Theorie der Forscher. So zitiert die "Sunday Times" beispielsweise auch den theoretischen Physiker Malcom Perry con der Cambridge University mit den Worten, dass es sich bei den aufgezeigten Anomalien tatsächlich um echte Beweise für die Existenz andere Universen handeln könne.





Auch der Astrophysik-Professor George Efstathiou von der Cambridge-University erklärte gegenüber der Zeitung, solche Ideen könnten zwar heute noch verrückt klingen, doch sei dies angesichts der Urknall-Theorie noch vor drei Generationen nicht anders gewesen. "Später fanden wir dann jedoch genau dafür Beweise und bis heute hat (diese Theorie) nahezu unsere vollständige Vorstellung vom Universum verändert."

Die Beweise für ihre Theorien wollen die Forscher kommende Woche auf wie Konferenzen in Haye-on-Wye und in Oxford der Wissenschaftsgemeinde vorlegen. Schon jetzt darf sicherlich mit heftigen Reaktionen gerechnet werden.

Bilder hier: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...uen-planck.html


Anmerkung:
Hoffentlich wird bald mit der unlogischen Urknalltheorie aufgeräumt.
Schon immer heißt es in Köln und anderswo:
Vunn nix kütt nix!

Oder anders ausgedrückt:
Wenn ich das dazu Gesagte richtig verstehe, besteht die Lehrmeinung darin, dass vor dem Urknall nichts war [vorsichtige Menschen wie der Lersch sagen, das wir nicht wissen können, was vorher war, aber daran wird [Chaos sei Dank] bereits theoretisiert; und da kann sich auch der Zeitpfeil nicht umgekehrt haben. Oder wir wären bei Alice im Wunderland; oder bei der Umkehr von Ursache und Wirkung. Obwohl das bei der Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit ja eintreten soll …].
Nur etwas Nichts war nicht so nichts und das nichtse Nichts explodierte dann [Wittgenstein lässt grüßen].
Dieser Blödsinn kommt heraus, wenn man mathematisch zurückrechnet. Dann kommt man auf einen ‚Nullpunkt’.
Aber es wäre viel logischer, hier der Retroanalyse zu misstrauen und anzunehmen, dass der Durchgang vom Prä-Universum zum jetzigen Universum schon vorher bei einer großen Dichte geschehen ist, also nicht erst bei einem unsinnigen Nullpunkt.
.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 22.05.2013 23:11 | nach oben springen


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