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Sensationeller Kartenfund - kannte Marco Polo Amerika?

in Aus der Welt der Wissenschaft 29.09.2014 14:38
von franzpeter | 8.182 Beiträge

Montag, 29. September 2014
Sensationeller Kartenfund: 200 Jahre vor Columbus - Kannte Marco Polo Amerika?

Die als "Karte mit Schiff" bezeichneten kartografische Skizze, die angeblich auf Beschreibungen Marco Polos basiert. | Copyright: Library of Congress, Geography & Map Division


Washington (USA) - Ein Kartenfund in den Archiven des US-Kongressbibliothek sorgt derzeit für Aufsehen: Sollten sich die Pergamentkarten als echt erweisen, wären sie der Beweis dafür, dass der italienische Weltreisende und Entdecker Marco Polo schon im 13. Jahrhundert - und damit 200 Jahre vor Christoph Columbus von der Existenz der Küste Alaskas und jener Meeresenge gewusst hatte, die Asien und Nordamerika trennt und offiziell erst vier Jahrhunderte später von Vitus Bering entdeckt wurde.


Wie das "Smithonian Magazine" berichtet, handelt es sich bei dem Fund um 14 Pergamente, die zwar schon seit den 1930er Jahren im Besitz der Library of Congress der USA, doch erst in den vergangenen Jahren wieder untersucht wurden.


"Dieser Fund würde bedeuten, dass schon Polo von der Existenz der Küste Nordamerikas Kenntnis oder selbst von Arabern oder Chinesen davon erfahren hatte", kommentiert der Historiker Professor Benjamin B. Olshin von der University of the Arts in Philadelphia die Entdeckung. Olshin ist zugleich der Autor eines im November erscheinenden Buches über eben diesen Kartenfund mit dem Titel "The Mysteries of Marco Polos Maps" (Die Geheimnisse um Marco Polos Landkarten).


Professor Olshin selbst erforscht schon seit 13 Jahren die angeblichen Karten des Marco Polo und ist der erste, der sämtliche Angaben in den Dokumenten vollständig übersetzt und dekodiert hat. Zudem gelang ihm eine vollständige Rekonstruktion des Stammbaums Rossis tatsächlich bis zurück ins Venedig zu Lebzeiten Marco Polos.

Zu den weiteren erstaunlichsten Entdeckungen Olshins gehört auch der Hinweis auf den chinesischen Begriff "Fusang" mit dem im fünften Jahrhundert ein "Land auf der anderen Seite des Ozeans" beschrieben wurde und von dem Forscher vermuten, dass es sich um den amerikanischen Kontinent handeln könnte.


Hinweise darauf, dass es sich bei den Karten um Kopien von Originalen handelt, geben die darauf genannten Namen der drei Töchter Marco Polos, Fantina, Bellela und Moreta, im Form von Signaturen auf einigen der Pergamente. Diese Töchter, auch das geht aus den Dokumenten hervor - sollen die Karten auf der Grundlage von Briefen ihren Vaters nach dessen Tod nachgezeichnet haben.

Bellela beschriebt unter anderem von bis dahin unbekannten Begegnungen ihres Vaters mit einem syrischen Navigator, mit einer Gruppe von mit Lanzen bewaffneten Frauen in Hermelinpelzen und Menschen auf einer Halbinsel, die "zweimal so weit von China entfernt" gelegen sei und auf der die Menschen Kleidung aus Seehundhaut tragen, von Fisch und selbst in Häusern unter der Erde leben.

Nach Polos Tod, so vermuten auch andere Historiker, könnten seine Töchter anhand der Aufzeichnungen und Briefe ihres Vaters versucht haben, dessen Ruf und Ruhm aufrecht zu erhalten."

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: smithsonianmag.com


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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