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#1

Weltraumteleskop Kepler könnte fremde Super-Zivilisation entdeckt haben

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.10.2015 22:29
von franzpeter | 8.182 Beiträge

Weltraumteleskop Kepler könnte fremde Super-Zivilisation entdeckt haben

Oktober 14 2015
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...-haben20151014/

New Haven (USA) – In den Daten des NASA-Weltraumteleskops Kepler haben zivile Mitglieder des Projekts „Planet Hunters“ einen Stern entdeckt, der von zahlreichen Objekten umkreist wird, die – obwohl es sich schon um einen reifen Stern handelt – den Stern erst seit vergleichsweise wenigen tausend Jahren umkreisen. Genau dieses Merkmal könnte auf eine technologisch hochentwickelte Zivilisation um den Stern hindeuten. Astronomen des SETI-Projekts, die nach Signalen außerirdischer Zivilisationen suchen, werden den Stern schon in den kommenden Monaten mit Großteleskopen ins Visier nehmen.

UPDATE: Der entdeckte Stern KIC 8462852 ist rund 1480 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Kepler selbst sucht nach kleinsten Schwankungen in der Helligkeit von mehr als 150.000 Sternen in den Sternbildern Schwan und Lyra. Entsprechend wiederkehrende Schwankungsmuster deuten auf dortige Planeten hin, die diesen Stern umkreisen und bei einer Passage auf einer Linie mit Kepler, dem sogenannten Transit, das Licht ihres Sternes minimal abdunkeln.

Da die Datenflut von Kepler so groß ist, dass es Jahrzehnte dauern würde, wenn sie nur von professionellen Astronomen ausgewertet werden würden und weil Computeralgorithmen bedeutende Muster und Signale übersehen können, haben Forscher um Tabetha Boyajian von der Yale University das Projekt „Planet Hunters“ (PlanetHunters.org) ins Leben gerufen (…GreWi berichtete). Hierbei stellen die Astronomen den Hobby-Planetenjägern Kepler-Datenpackete zur Verfügung, die diese dann visuell auswerten und auffällige Lichtmuster den Astronomen automatisch melden können.

2011 haben gleich mehrere private Planetenjäger dann mehrfach einen auffälligen Stern gemeldet: Der Stern „KIC 8462852″, bzw. sein Lichtmuster unterscheidet sich von allen anderen bislang in den Daten entdeckten Sternen: „Wir hatten bislang noch nie so etwas gesehen“, zitiert „TheAtlantic.com“ Boyajian. „Es war wirklich sonderbar. Zunächst dachten wir, es könnten durch die Bewegung des Teleskops selbst verursachte schlechte Daten sein. Doch wir haben alle möglichen Fehlerquellen überprüft.“

Laut einem von Boyajian und Kollegen vorab auf „ArXiv.org“ veröffentlichten Fachartikel über den Stern, spricht sein Lichtmuster für eine große Masse an Materie, die den Stern in enger Formation umkreist. Diese Materiemasse ist groß genug, damit sie einen von Kepler messbaren teil des Sternenlichts blockiert.

Während die Astronomen zunächst an eine Staub- und Gasscheibe dachten, wie sie für gewöhnlich noch junge Sterne umkreist und aus der heraus sich später Planeten bilden können, zeigte eine Analyse der Infrarotabstrahlung dieses Sterns, die gerade durch solche heißen protoplanetaren Scheiben besonders stark sind, dass es sich offenbar eben nicht um ein solches Szenario handelt sondern der Stern schon älter ist.

Eine weitere erste Schlussfolgerung aus den Beobachtungsdaten legt nahe, dass die den Stern offenbar umkreisen Objekte – welcher Natur auch immer sie sind – den Stern erst seit vergleichsweise kurzer Zeit umkreisen, da sie sonst schon längst von der Anziehungskraft des Sterns zusammengepresst oder an diesen heran gezogen und von ihm verschluckt worden wären.

Während die Astronomen um Boyajian in ihrem aktuellen Artikel noch ausschließlich natürliche Erklärungsmöglichkeiten – darunter ein „kürzliches“ Kometen- oder Asteroidenbombardement, einen Zusammenstoß zweier planetarer Körper oder aber auch weiterhin einen Defekt der Beobachtungsinstrumente – diskutieren, stellen sie zugleich fest, dass derzeit noch jede dieser Möglichkeiten so gut wie alle anderen sind.

Auf jeden Fall müsse es sich aber um einen selbst nach kosmischen Maßstäben sehr seltenen Vorgang handeln, da in den von Kepler anvisierten 150.000 Sternen bislang kein vergleichbares Muster gefunden wurde.

Von dem Autor des Atlantic-Artikel, Ross Andersen, auf die Entdeckung und den Artikel angesprochen, gestand Boyajian zudem ein, dass der Artikel bislang ausschließlich „natürliche Szenarios“ erläuterte, dass man durchaus aber „auch andere Szenarios“ in Betracht ziehe.

Tatsächlich arbeitet Boyajian schon jetzt gemeinsam mit dem Astronom Jason Wright von der Penn State University und Andrew Siemion, dem Direktor des SETI Research Center an der University of California an einem Fachartikel über eine „alternative Interpretation“ des Lichtmusters von KIC 8462852.

Wright selbst sucht schon seit 2012 nach Signaturen für künstliche Megastrukturen außerirdischer Hochzivilisationen, mit denen diese fernen Zivilisationen gewaltige Energiemengen ihres Sterns dadurch „ernten“, dass eine große Anzahl an gewaltigen Kollektoren, sogenannte „Dyson-Sphären“, den Stern sehr dicht umkreisen oder sogar teilweise umhüllen (…GreWi berichtete 1, 2, 3).

„Als mir (Boyajian) diese Daten zeigte, war ich davon ganz fasziniert, so verrückt sahen sie aus“, so Wright gegenüber Andersen (TheAtlantic.com). „Zwar sollten Außerirdische immer die letzte Hypothese sein, die man angesichts neueentdeckter Phänomene diskutiert, doch das hier sah genau so aus, wie das, was man erwartet, wenn es von einer außerirdischen Zivilisation erbaut worden wäre.“

Laut „Atlantic.com“ haben Boyajian, Wright und Siemion bereits Anträge auf Beobachtungszeit mit einem großen Radioteleskop gestellt, um den Stern nach Radiosignalen und Frequenzen abzusuchen, die mit technologischer Aktivität in Verbindung stehen könnten.

Sollten entsprechende Signale aufgefangen werden, so sei jetzt schon der Einsatz der Very Large (Telescope) Array (VLA) in New Mexiko geplant, um genau bestimmen zu können, ob es sich dabei um eine technologische Quelle handelt.

Wenn alles nach dem Plänen der SETI-Asronomen läuft, so könnten erste Beobachtungen bereits im kommenden Januar beginnen und schon im Herbst 2016 abgeschlossen werden. Im Falle eines Erfolges bei den ersten Beobachtungen könnte sich der Vorgang natürlich deutlich verkürzen: „Wenn wir etwas Bedeutendes finden, so könnte vom VLA auch eine spezielle Beobachtungszeit zur Verfügung gestellt werden“, erläutert Wright. „In diesem Fall wollen wir das natürlich direkt weiter überprüfen.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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franzpeter
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#2

RE: Weltraumteleskop Kepler könnte fremde Super-Zivilisation entdeckt haben

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.10.2015 22:51
von franzpeter | 8.182 Beiträge

Ferne Super-Zivilisation? SETI empfängt tatsächlich „sonderbare periodische Signale“ von KIC 8462852

Oktober 22 2015


Mountain View (USA) – Seit der Entdeckung des „bizarren Lichtmusters“ des fernen Sterns „KIC 8462852″, das neben natürlichen Ursachen auch auf eine gewaltige künstliche Struktur und damit auf eine hochentwickelte Zivilisation um den Stern hinweisen könnte (…GreWi berichtete), suchen Astronomen im Rahmen der Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenz (Search for Extraterrestrial Intelligence, SETI) nach Signalen von KIC 8462852 (…GreWi berichtete). Nur wenige Tage, nachdem sich auch das SETI-Institute mit der Teleskopanlage Allen-Telescope-Array (ATA) die Suche aufgenommen hat (…GreWi berichtete), berichtet nun einer der beteiligten SETI-Astronomen, dass tatsächlich ein erstes und vielleicht sogar intelligentes Signal aufgefangen wurde.


Noch liegen keine genaueren Informationen über die Art und Weise des Signals vor, doch aus einem Interview von „UniverseToday.com“ mit dem Dr. Gerald Harp vom SETI Institute, ergibt sich, dass es sich um ein „sonderbares periodisches Signal“ handelt, „das zwar möglicherweise natürlichen Ursprungs aber es eindeutig Wert sei, es genauer zu untersuchen“. Neben der natürlichen Erklärung, so betont „UniverseToday“, ziehe Harp aber auch „eine ferne intelligenten Quelle“ in Betracht.


Während ATA normalerweise Radiofrequenzen im Mikrowellenbereich von 1-10 Gigahertz auffängt (ein gewöhnlicher Küchenmikrowellenherd erzeugt Mikrowellen von rund 2 Gigahertz), suchen die SETI-Astronomen „KIC 8462852″ derzeit speziell auch nach Übertragungen eines noch breiteren Energiespektrums. Die Nachfrage, ob man auf diese Weise auch gewaltige außerirdische Energiequellen ausfindig machen wolle, wollte Harp nicht kommentieren.

Derzeit arbeite man am SETI Institute an einem wissenschaftlichen Fachartikel zu den aufgefangenen Signalen und hoffe, diesen schon bald veröffentlichen zu können. Auch die Webseite des Instituts „SETI.org“ werde „bald“ Informationen zum aufgefangen Signal veröffentlichen.


Derweilen spekuliert auch Harp weiterhin über die Natur des Lichtmusters von „KIC 8462852″ selbst: „Entweder sehen wir die das Ergebnis eines erst kürzlichen, gewaltigen Ereignisses, wie etwa den Zusammenstoß zweier Planeten – oder aber (das Produkt einer) außerirdischen Intelligenz.“ Die Kepler-Daten sprechen laut Harp dafür, dass um den Stern große Materialmengen in Form eines Ringes gruppiert sind.

Auch die American Association of Variable Star Observers (AAVSO) hat ihre Mitglieder in einem Warnhinweis zur Untersuchung des Stern aufgerufen. Gegenüber „UniverseToday“ zeigt sich auch die AAVSO-Astronomin Elizabeth Waagen vom ungewöhnlichen Lichtmuster von „KIC 8462852″ fasziniert: „Auf der Grundlage der uns bislang vorliegenden Informationen, passt (das Muster) einfach zu keinem bislang bekannten veränderlichen Stern.“

quelle: Grenzwissenschaft-aktuell


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franzpeter
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