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Yanis Varoufakis – Der Ursprung der Wirtschaftskrise in Europa und der Welt

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.02.2016 17:55
von franzpeter | 9.174 Beiträge

Yanis Varoufakis – Der Ursprung der Wirtschaftskrise in Europa und der Welt

08. Februar 2016 (von actvism) Yanis Varoufakis war der eigenwillige griechische Finanzminister der "Umsturzzeit" Griechenlands, als die Wahl der Hellenen über Nacht die Linke (Syriza) an die Regierung brachte, die europäischen Regierungen samt EU vor Schreck nur noch über ihre eigenen Füße stolperten und die Volksabstimmung ein schmetterndes NEIN! gegen die Pläne der Troika setzten. Der Druck auf Griechenland wuchs ins Unermeßliche. Varoufakis warf das Handtuch. Man hörte fast nichts mehr von ihm. Jetzt hat er ein kurzes Interview mit seiner Sicht auf die Dinge gegeben.


In diesem Video interviewt acTVism Munich Yanis Varoufakis, weltweit anerkannter Ökonom und ehemaliges Mitglied des griechischen Parlaments. Als Finanzminister im griechischen Parlament (27. Januar 2015 – 6. Juli 2015) erlangte er enorme Popularität. Er verließ den Posten jedoch, als er herausfand, dass die griechische Regierung sich dazu entschieden hatte, das Sparpaket der Troika zu implementieren – entgegen der Stimme der griechischen Volks, das mit überwältigender Mehrheit dagegen gestimmt hatte (OXI). Dieses Interview nimmt die Geschichte des globalen Wirtschaftssystems unter die Lupe sowie die Veränderungen, die es nach dem zweiten Weltkrieg durchlief und stellt die Verbindung zur aktuellen Wirtschaftskrise her, die über Europa und die Welt hinwegfegt.
◾ Gibt es so etwas wie eine „Griechenlandkrise“?
◾ Sind Renten, Sozialleistungen und hohe Löhne der Grund, weshalb wir einem wirtschaftlichen Rückgang entgegensehen oder spielen tiefer liegende Faktoren eine Rolle?
◾ Was ist die Geschichte des globalen, kapitalistischen Systems? Wie beeinträchtigt es Staaten und Individuen heute?

Diese Fragen und mehr werden im folgenden Video beantwortet.

actvism stellt auch eine Verschriftung des Interviews zur Verfügung:

Yanis Varoufakis: Der Ursprung Wirtschaftskrise in Europa und der Welt

Zain Raza: Yanis Varoufakis ist ein weltweit anerkannter Ökonom und ehemaliges Mitglied des griechischen Parlaments. Er war sieben Monate lang Finanzminister und trat zurück, kurz nachdem die griechische Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit gegen die Fortsetzung der Sparmaßnamen stimmte, welche ihr von der Troika auferlegt worden waren. Er ist außerdem Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Athen und Autor mehrerer Bücher, das aktuellste davon „And the weak suffer what they must? Europe’s Crisis and America’s Economic Future.“ Yanis Varoufakis, danke, dass Sie heute bei uns sind. Es ist mir eine große Freude!

Zain Raza: Ich würde gern mit etwas historischem Kontext beginnen. In Ihrem Buch, „Der globale Minotaurus,“ schreiben Sie, es gebe keine Griechenlandkrise. Vielmehr sei Griechenland ein Symptom einer größeren Veränderung in der Geschichte der Weltwirtschaft. Denken Sie, Politiker und Bürger sollten ihr Verständnis der Krise überdenken? Und können Sie uns anhand der Geschichte helfen, dies zu verstehen?

Yanis Varoufakis: Stellen Sie sich vor, wir wären in South Dakota oder Delaware im Jahre 1930 und diskutierten die Delaware-Krise oder die South-Dakota-Krise. Es wäre absurd! Natürlich litten die Bewohner South Dakotas, natürlich war der schwächste Teil der Vereinigten Staaten von Amerika in einem schlimmen Zustand, aber die Krise war eine Krise des globalen Kapitalismus und vor allem des US-amerikanischen Kapitalismus. Ohne den New Deal von Franklin Delano Roosevelt, und ohne den zweiten Weltkrieg, der, wie man leider sagen muss, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage steigen ließ und die Krise beendete, die durch den Kollaps des Finanzsektors im Jahre 1929 ausgelöst wurde – ohne diese Faktoren hätte sich die Krise fortgesetzt. Ähnlich ist Griechenland das schwächste Glied
in der europäischen Kette, und darum der erste Dominostein, der fiel – zum Leidwesen der griechischen Bevölkerung. Von einer Griechenlandkrise zu sprechen ist jedoch ein Missverständnis, eine Fehldeutung der Ereignisse.


Es gibt eine Krise, die Krise der Eurozone, und sie nimmt viele verschiedene Formen an. Hier in Deutschland beispielsweise, wo wir uns gerade unterhalten, äußert sie sich in Form von negativen Zinsen. Wenn Sie also Rentner sind, ist Ihre Rente in Gefahr, weil sie Ihr Geld nicht mehr investieren und Zinsen dafür kassieren können, um Ihr Kapital für schlechte Zeiten in ihrer Rente zu vermehren. In Ländern wie Irland gibt es eine duale Wirtschaft: dort gibt es Iren, die mit Facebook und Google etwas anfangen können und die sich relativ gut schlagen. Den anderen, die das nicht können, geht es sehr schlecht. In der aktuellen Situation ist Frankreich über alle Maßen verschuldet, das Haushaltsdefizit kann nicht im Zaum gehalten werden, ohne größere soziale Spannungen zu verursachen und möglicherweise Marine Le Pen zur Präsidentschaft zu verhelfen – all diese Entwicklungen sind Teil derselben Krise. Solange wir dies nicht als eine einzige Krise betrachten und versuchen, die Ursachen der Krise sowie mögliche Lösungswege zu erkennen, befinden wir uns auf dem Pfad der Leugnung. Der Preis dafür ist, dass Europa der kranke Mann oder die kranke Frau der Weltwirtschaft ist.

Zain Raza: Sie weisen auf den Fall des Bretton-Woods-Systems hin sowie auf die Tatsache, dass Amerika zu einer verschuldeten Nation wurde, welche die Kapitalüberschüsse der Welt aufsog und – wenn Sie so wollen – den „Recycler“ der Arbeit und des Vermögens der Menschen spielte. Und dass es dieser von Wall Street ausgespielte Recycling-Mechanismus war, der zur heutigen Eurokrise geführt hat. Ist das eine akkurate Beschreibung?


Yanis Varoufakis: Ja, aber lassen Sie mich das in meinen eigenen Worten wiedergeben. Der Kapitalismus benötigt einen Überschuss sowie einen Recycling-Mechanismus (genau wie der Planet die ökologische Regenerierung benötigt), der den Überschuss, oder den Profit, wenn Sie so wollen, in Bereiche investiert, in denen ein Defizit herrscht, wo die Nachfrage gering und die Arbeitslosigkeit groß ist. Wenn es diesen Recycling-Mechanismus nicht gibt, scheitert der Kapitalismus. Diese Recycling-Mechanismen sind ein wesentlicher Bestandteil eines jeden größeren Staates, oder sie waren es zumindest über die vergangenen 200 Jahre:
Deutschland hatte sie, Großbritannien hat sie. Denken Sie an Yorkshire als Defizit-Bereich und London als Bereich mit Überschuss. Sofern die britische Regierung diese Überschüsse nicht recycelt und von London nach Yorkshire umverteilt, bricht die englische Union zusammen. Dasselbe gilt auf globaler Ebene.
Die Amerikaner verstanden dies sehr gut, weshalb sie nach dem zweiten Weltkrieg Bretton Woods ins Leben riefen. Bretton Woods hatte zwei Säulen:
Erstens, stabile Wechselkurse, die den Wert des Geldes in der globalen, kapitalistischen Wirtschaft regelten.
Zweitens, Recycling. In den ersten 10 bis 15 Jahren des Bretton-Woods-Abkommens „recycelten“ die Amerikaner ihre eigenen Überschüsse. Sie waren ja auch die einzige Nation mit Überschuss. Europa lag nach dem zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche.
Und die Amerikaner – denken Sie an den Marshallplan. Der Marshallplan wird gerne als Wohltätigkeitsübung gesehen. Es gab ein philanthropisches Element, ein geopolitisches Element, das die Sowjets vom Herzen Europas fernhalten sollte. Aber aus ökonomischer Sicht, aus makroökonomischer Sicht war die Absicht des Marshallplans, den Europäern die Dollarüberschüsse aus Amerika zu geben, so dass sie amerikanische Exporte kaufen konnten.


Dies dauerte bis Mitte bzw. Ende der 1960er-Jahre an, als Amerika keine Überschüsse mehr hatte. In Washington DC war man besorgt: „Wie können wir weiterhin unsere Vormachtstellung halten, wenn wir keine Überschüsse mehr zu recyceln haben?“ Die Antwort von Menschen wie Paul Volcker war ebenso simple wie kühn: „Wenn wir unsere eigenen Überschüsse nicht wiederverwerten können, weil wir keine mehr haben, recyceln wir eben die Überschüsse anderer. Ab den Siebzigern, nach dem Kollaps, der willentlichen Zerstörung von Bretton Woods durch die Amerikaner, die Bretton Woods überhaupt erst kreiert hatten, begann die zweite Nachkriegsphase. In dieser Phase agierte Amerika wie ein riesiger Staubsauger: es saugte die Exporte aus Deutschland, Holland, aus den Öl exportierenden Ländern, Japan und später China auf. Und wie bezahlt es seine Schulden? Indem Wall Street die Profite der ausländischen Unternehmen aufsaugt.


Amerika „recycelte“ also das Geld, den Überschuss anderer Leute, und es tat dies auf eine prächtige und kühne Art und Weise – bis 2008, als die Finanzblasen, die durch diese Kapitalströme nach Wall Street aufgebläht wurden, platzten. Seither ist der Recycling-Mechanismus weltweit kaputt und wir haben eine globale Krise. Weil wir versucht haben, hier ein Mini-Bretton-Woods für Europa zu kreieren, jedoch ohne Recycling-Mechanismen innerhalb Europas, sind wir der kranke Mann bzw. die kranke Frau der globalen Wirtschaft.

Zain Raza: Es geht also nicht um Sozialmaßnahmen oder unflexible Arbeitsmärkte – das ist also die Ursache der Krise, wenn ich Sie richtig verstehe?

Yanis Varoufakis: Lassen Sie mich ein einfaches Beispiel geben, denn wenn Sie das nicht mit simplen Worten erklären können, verstehen Sie es nicht. Vergleichen Sie Nevada mit Irland, zwei Staaten, die sich in Sachen Ästhetik sehr stark unterscheiden: Der eine ist grün, der andere ist eine Wüste. Aber was die Bevölkerungszahl angeht, gleichen sie sich mehr oder weniger. Die Wirtschaft basiert auf niedrigen Körperschaftssteuersätzen für Finanzunternehmen und Immobilien – ähnlich wie in Irland. Nun vergleichen Sie, was 2008 in Nevada und Irland passiert ist, und stellen Sie sich vor, dass die Dollarzone der USA wie die Eurozone gestrickt sei. Was wäre mit Nevada passiert? Ich sag’s Ihnen: Wenn Amerika so strukturiert wäre wie Europa, sprich katastrophal, wäre Folgendes passiert:
Das erste, was sowohl in Nevada als auch Irland schief lief, waren sinkende Immobilienpreise. Preise kollabierten, Bauunternehmer verloren ihr Geld, sie konnten die Banken nicht bezahlen, die Banken gingen bankrott – richtig?
Der Unterschied: In den Vereinigten Staaten gab es die Fed, die Federal Reserve, und die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation), welche die Banken in Nevada retteten. Hätte
Nevada sich das Geld aus dem Ausland leihen müssen, um die Banken zu retten und die Bauarbeiter zu bezahlen, so wie in Irland, wären der Staat Nevada, die Banken Nevadas und die Wirtschaft Nevadas den Bach runter gegangen und es hätte einen Dominoeffekt durch die gesamten Vereinigten Staaten gegeben. Das ist genau das, was in Europa passiert ist.
Wir haben eine gemeinsame Währung, aber wir haben keine dieser Recycling-Mechanismen, die den Schock absorbieren können – Mechanismen, welche die Vereinigten Staaten über einen Zeitraum von 150 bis 180 Jahren entwickelt haben.

Quelle: http://quer-denken.tv/index.php/2092-yan...pa-und-der-welt


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

Neue Bewegung - Varoufakis will Europa retten

in Aus der Welt der Wissenschaft 09.02.2016 17:41
von franzpeter | 9.174 Beiträge

9. Februar 2016, 14:13 Uhr

Neue Bewegung
So will Varoufakis Europa retten


Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis will mit der Bewegung DIEM25 Europa redemokratisieren.

Er fordert, dass sämtliche Treffen der wichtigsten EU-Gremien live im Internet übertragen werden, alle Dokumente abrufbar sind, das Europäische Parlament eine massive Stärkung erfährt.

Als Partei sieht Varoufakis seine Bewegung nicht.

Von Thorsten Denkler, Berlin

Die Teilnahmegebühr für die Revolution beträgt zwölf Euro. Ermäßigt acht Euro. Allerdings gibt es - wenn überhaupt - nur noch Restkarten an der Abendkasse. Die Berliner Volksbühne wird ausverkauft sein, wenn der frühere griechische Motorrad-, Lederjacken-, und Hemd-nicht-in-der-Hose-Finanzminister Professor Doktor Yanis Varoufakis am Dienstagabend seine neue Plattform gründen will: die DIEM25. Ein Akronym für Democracy in Europe Movement, 2025, Demokratie in Europa Bewegung 2025.

Am Vormittag, ein Nebenraum der Volksbühne, der rote Salon. Rote Wände, rote Decke, rot der Samtvorhang vor dem Varoufakis sitzt und die Fragen der Journalisten in gewohnt geschliffenem Englisch pariert. Rot ist hier nicht nur eine Farbe. Rot ist eine Geisteshaltung. Links. Ziemlich stramm links sogar. Varoufakis ist Anfang Juli von seinem Ministeramt in Athen zurückgetreten, weil er die angebliche Erpressung seines Landes durch die Europäische Union und die Geldgeber nicht mitmachen wollte. Er kam damit aber wohl auch seinem Rausschmiss durch Regierungschef Alexis Tsipras zuvor. Er war zu links für das Linksbündnis Syriza.

Seitdem tingelt er als Vortragsreisender durch Europa. Die Volksbühne hat ihn gerne als Podiumsgast. Im Umfeld des Schauspielhauses bekommt er viel Zuspruch. Jetzt findet hier die Auftaktpressekonferenz zu DIEM25 statt.

Was also will Varoufakis? Irgendwie auf jeden Fall mehr Demokratie. Das Ganze soll auf eine komplette Neugründung der Europäischen Union hinauslaufen. Quasi ein EU-Reset. Ein totaler Neustart.

Wie das realpolitisch funktionieren soll? Unklar

Die Bewegung soll der "geteilte Albtraum" aller Brüsseler Bürokraten, Lobbyisten, Banker, der meisten EU-Politiker, der Euro-Gruppe und so fort sein. So steht es in einem sechsseitigen Manifest, das seit Anfang Februar online zu lesen ist.


Die zentrale Idee: "Demokratisiert Europa! Demokratie kann kein Luxus sein, der nur den Gläubigern gegeben und den Schuldnern verweigert wird."
Ein Teil der Forderungen liest sich dann wie abgeschrieben aus Anträgen der an sich selbst gescheiterten Piraten-Partei. Sämtliche Treffen der wichtigsten EU-Gremien etwa sollen live im Internet übertragen werden.

Alle Dokumente sollen abrufbar werden. Auch alle Verhandlungs-Unterlagen zum geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA, TTIP, sollen öffentlich gemacht werden.

Gleichzeitig soll das Europäische Parlament eine massive Stärkung erfahren. Mehr Macht, mehr Kompetenzen. Andererseits soll es diese Macht wieder mehr mit den nationalen Parlamenten teilen.
Wie das realpolitisch funktionieren soll, steht in dem Manifest freilich nicht.

Alles bleibt so hinreichend unkonkret, dass kaum jemand nicht sagen könnte, dass das alles irgendwie eine nette Idee ist.

Alles also nur eine Utopie ohne Chance auf Umsetzung? Varoufakis verneint das nicht. Ja, das klinge alles sehr utopisch, sagt er. Aber was sei die Alternative? Eine Dystopie, ein sich selbst zerstörendes Europa, das jeden betreffen werde, wenn alles so weitergehe wie bisher? "Vielleicht wird diese Bewegung scheitern. Aber wir werden es versuchen", sagt Varoufakis.

Gianis Varoufakis; varoufakis



Offenbar eine Art außerparlamentarische Opposition

Die ganz große Masse erreicht Varoufakis noch nicht. Bisher sind es voll allem linke Künstler und Wissenschaftler, die sich der Bewegung angeschlossen haben. Wie etwa der italienische Denker Toni Negri, der britische Labour-Abgeordnete John McDonnell, der amerikanische Wirtschafswissenschaftler James Galbraith, die Kulturwissenschaftlerin Margarita Tsomou sowie Abgesandte der linken spanischen Podemos-Partei. Außerdem soll es noch ein paar Überraschungsgäste geben, hat im Vorfeld der kroatische Philosoph Srećko Horvat versprochen. Er organsiert die Vorbereitung zu dem Treffen und wird den Abend in der Volksbühne moderieren.


Dabei herauskommen soll zunächst ein paneuropäisches Netzwerk linker Intellektueller. Später soll es in allen Städten Europas von der DIEM25 organisierte Townhall-Treffen geben, offen für alle Bürger. Als Partei sieht Varoufakis seine Bewegung nicht. Er will die mächtigen Institutionen der EU offenbar aus der außerparlamentarischen Opposition heraus aufrütteln.

Warum seine DIEM25 schaffen soll, was alle anderen linken Kräfte in Europa gerade mit mehr oder weniger großem Erfolg schon versuchen? Varoufakis sagt, es wäre für ihn ein Traum, "wenn ich das nicht machen müsste". Aber es gebe keine linke Kraft in Europa, die dieses Großprojekt auf sich nehmen könne. Er vermutet, die Schuld der Linken sei aus der Zeit des Kalten Krieges noch zu groß, um selbstbewusst voranzugehen. Davon habe sich die Linke seit dem Fall des Eisernen Vorhanges nicht erholt. Sein Urteil ist klar: "Wir haben versagt als Linke."

Darum muss er jetzt ran. Varoufakis und seine DIEM25: "Wir starten heute Nacht!", sagt er. Zumindest dieses Versprechen wird er wohl einlösen können.

Quelle: sz

Anmerkung

Zitat
Die Bewegung soll der "geteilte Albtraum" aller Brüsseler Bürokraten, Lobbyisten, Banker, der meisten EU-Politiker, der Euro-Gruppe und so fort sein.



Ein löbliches Unterfangen!

Zitat

Ein Teil der Forderungen liest sich dann wie abgeschrieben aus Anträgen der an sich selbst gescheiterten Piraten-Partei.


Und dieser Satz ist ziemlich billig.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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