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#1

Den Monster-Konzern verhindern

in Aus der Welt der Wissenschaft 02.06.2016 22:48
von franzpeter | 9.008 Beiträge

https://www.campact.de/monsanto/appell/t...tm_medium=Email

Den Monster-Konzern verhindern

Bayer will Monsanto kaufen, um noch mehr Profit mit Glyphosat, Gentechnik und patentiertem Saatgut zu machen. Doch der Deal wankt – und wird zum Fiasko für Bayers Ruf. Wenn wir jetzt dranbleiben, können wir einen Megakonzern verhindern, der unser Essen kontrolliert.
Unterzeichnen Sie jetzt gegen den Mega-Deal

Lieber Peter Schaffarth,

Bayer will den Agrochemie-Konzern Monsanto für 62 Milliarden US-Dollar kaufen. Es entstünde ein riesiges Monopol, das die Industrialisierung unserer Landwirtschaft mit Pestiziden, Gentechnik und patentiertem Saatgut vorantreiben will. Doch der Deal wackelt: Gab sich Bayer-Chef Werner Baumann letzte Woche noch euphorisch, sagte er gestern: „Die geplante Übernahme von Monsanto wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon.“ [1]

Jetzt haben wir Chancen, diesen Marathon vorzeitig zu beenden. Die geplante Übernahme ist ein Image-Desaster für Bayer: Die Aktionäre sind entsetzt und der Aktienkurs fällt. Rating-Agenturen warnen vor Schulden. Doch Monsanto fordert noch mehr Geld, als Bayer bisher geboten hat.


Letzten Sonntag verkündete Baumann im Interview, dass er sich mit Umweltschützern an einen Tisch setzen will, um die „Chancen“ der Fusion zu besprechen.[2] Diese Einladung nehmen wir an – und wollen uns schon nächste Woche mit der Bayer-Spitze treffen. Auf den Tisch legen wollen wir mindestens 200.000 Unterschriften unter unseren Appell gegen den Deal.



160.000 Bürger/innen haben schon unterzeichnet. Jetzt benötigen wir dringend auch Ihre Unterstützung!
Unterzeichnen Sie hier den Appell

Seit einigen Monaten ist unter den Agrochemie-Konzernen weltweit eine Fusionswelle in Gang. DuPont hat Dow geschluckt. Chem-China kauft gerade den bisherigen Pestizid-Marktführer Syngenta. Jetzt will Bayer beim Konzern-Monopoly nachziehen. Das Kaufangebot ist eine Milliarden-Wette darauf, dass scheitert, wofür wir alle kämpfen: die Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft. Denn nur wenn Monsanto und Bayer noch mehr Profit mit Glyphosat, Gentechnik und patentiertem Saatgut machen, lohnt sich die Fusion überhaupt.

Bereits jetzt kontrollieren lediglich fünf Konzerne etwa 95 Prozent des europäischen Marktes beim Saatgut für Gemüse. Bei Mais-Saatgut sind es 75 Prozent. Gelingt Bayer der Monsanto-Deal, entsteht der weltgrößte Saatgut- und Pestizidhersteller. Schon jetzt macht Bayer jede Menge Druck auf unsere Politiker/innen – und es ist absehbar: Nach der Monsanto-Übernahme wird die „Interessenvertretung“ für Gentechnik und giftige Pestizide noch viel stärker.

Doch Bayer hat die Rechnung ohne uns gemacht. Eines der größten Geschäftsfelder von Monsanto könnte bald wegbrechen – es ist der Verkauf von Glyphosat. Allein mit diesem Pestizid erzielt Monsanto einen Milliarden-Umsatz.[3] Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir dafür gesorgt, dass die Wiederzulassung des Ackergifts in der EU auf der Kippe steht. Die EU-Kommission musste am vergangenen Donnerstag die Abstimmung über die Neuzulassung von Glyphosat erneut verschieben, weil es keine qualifizierte Mehrheit gab.

Dieser Erfolg zeigt: Wenn wir Bürger/innen zusammenstehen, können wir unglaublich viel erreichen – und auch den Bayer-Monsanto-Megakonzern verhindern. Bitte machen Sie mit!
Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell

Mit herzlichen Grüßen
Lara Dovifat, Campaignerin
Christoph Bautz, Campact-Vorstand

PS: Schon einmal arbeiteten Bayer und Monsanto zusammen. Von 1954 bis 1967 führten sie gemeinsam das US-amerikanische Joint Venture Mobay. Es produzierte Komponenten für das hochgiftige Entlaubungspestizid Agent Orange, eingesetzt im Vietnamkrieg. Noch heute leiden tausende Vietnames/innen unter Fehlbildungen und anderen gesundheitlichen Schäden. Jetzt müssen wir verhindern, dass die beiden Konzerne erneut zusammenkommen.[4]
Hier klicken und gegen die Übernahme unterzeichnen

[1] „Konzernchef Werner Baumann: Monsanto-Übernahme wird dauern“, Wirtschafts Woche, 1. Juni 2016, http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie...n/13670108.html
[2] „Warum ausgerechnet Monsanto, Herr Baumann?“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29.05.2016, Nr. 21, S.23
[3] „Wahrscheinlich krebserregend“, Handelsblatt, 15.4.2016, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...d/13454050.html
[4] „Monsanto-Übernahme von Bayer birgt Risiken“, Badische Zeitung, 24.5.2016, http://www.badische-zeitung.de/kommentar...-122366772.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

3 : 0 bei Glyphosat

in Aus der Welt der Wissenschaft 09.06.2016 16:36
von franzpeter | 9.008 Beiträge

Liebe Avaazer,

vor 18 Monaten stand Monsantos agrochemisches Imperium noch auf einem felsenfesten Fundament.

Jetzt, nachdem über 2 Millionen von uns 20 Kampagnen inklusive Millionen von Unterschriften, Nachrichten, Anrufen, aufsehenerregenden Aktionen, Treffen mit Entscheidungsträgern und Medienberichten durchgeführt haben...steht die Zukunft des "Monsanto-Modells" tatsächlich in Frage!


Soeben hat sich die Europäische Union geweigert, Monsanto eine Neuzulassung für sein Vorzeigeprodukt zu erteilen: das Pestizid Glyphosat. Das ist eine Riesensache - Glyphosat macht bis zu ein Drittel von Monsantos Umsatz aus!


"Wenn ich mir ansehe, wo wir zu Beginn dieses Jahres waren, und wo wir uns jetzt befinden, dann ist AVAAZ unbestreitbar die treibende Kraft im Einsatz dafür, Glyphosat ein Ende zu setzen."
Pavel Poc, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen des Europäischen Parlaments und führend im Kampf um Glyphosat.

Collage Monsanto model

Wir sind noch lange nicht fertig. Aber es ist ein bahnbrechender Erfolg, dass Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien die Grundlage des Geschäftsmodells von Monsanto anfechten.


Wir haben keine reflexartige Anti-Pestizid-Haltung gezeigt. Unsere Kampagne setzt sich dafür ein, die Zulassung aufzuheben, bis unabhängige Wissenschaftler erforscht haben, ob Glyphosat wirklich ungefährlich ist. Wir werden weiterhin kämpfen. Wenn die EU ein 18-monatiges wissenschaftliches Verfahren zur erneuten Begutachtung in die Wege leitet und wir sicherstellen können, dass dies ein wirklich unabhängiges Verfahren wird, dann könnten wir gewinnen!

Wir können die nächsten 18 Monate auch dafür nutzen, die Aufmerksamkeit auf die globalen ökologischen Auswirkungen des Monsanto-Modells zu richten. Dieses Modell verwandelt die Oberfläche unseres Planeten in giftige "Bio-Wüsten", in denen nur genmanipulierte Pflanzen von Monsanto wachsen können.


Genau wie beim Klimawandel und dem Pariser Klimaabkommen hat Avaaz Menschen zu diesem Thema in unerreichtem Umfang mobilisiert. Wir haben mit dem Kampf gegen Monsanto eine komplett neue Dimension erreicht und jetzt liegt es an uns allen, ihn in den nächsten 18 Monaten zu gewinnen.

Zuerst die Ölriesen und jetzt Monsanto. Wir nehmen es mit den Drachen unserer Welt auf. Aber wenn wir zusammenhalten und uns dafür entscheiden, daran zu glauben und zu handeln, können wir Unglaubliches erreichen.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Ricken, Alice, Bert, Pascal und das ganze Avaaz-Team

PS: Für mehr Hintergrundinformationen zu allen Taktiken, Treffen und der Geschichte von Avaaz’ Kampagnenarbeit im vergangenen Jahr gibt’s hier eine Zusammenfassung.

https://secure.avaaz.org/de/nothing_we_c...47bd93853543a0f


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

Neuer UN-Bericht: Konzernklagen auf Rekordhoch

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.06.2016 07:18
von franzpeter | 9.008 Beiträge

attac Österreich 10.06.2016

Neuer UN-Bericht: Konzernklagen auf Rekordhoch

Mit TTIP und CETA droht weitere Explosion an Konzernklagen


Ein neuer Bericht der UNCTAD* zeigt, dass sich die Anzahl der Konzernklagen gegen Staaten mittels Investitionsschutzabkommen weltweit auf einem neuen Rekordhoch befindet. Allein 2015 gab es weltweit 70 neue Klagen gegen Staaten, die Anzahl der öffentlich bekannten Klagen stieg damit auf insgesamt 696 an. In 52 Prozent der Fälle gewann dabei der Konzern oder es kam zu einem Vergleich.


Für Attac bestätigt dieser Trend auch die Warnungen vor TTIP und CETA: "Mit TTIP könnten 47.000 US-Konzerne (statt bisher 4.500) gegen 28 (statt bisher neun) EU-Mitgliedstaaten klagen. Damit wären 99 Prozent aller US-Investitionen in der EU abgedeckt - eine wahre Explosion an Konzernklagen gegen unliebsame Umwelt- oder Sozialgesetze würde die Folge sein", warnt Alexandra Strickner von Attac Österreich.

Allein TTIP würde mehr Investitionen schützen als weltweit alle bisherigen Investitionsschutzabkommen zusammen. Bisher sind rund 20 Prozent der globalen Investitionen mittels entsprechender Abkommen vom Investitionsschutz erfasst. Mit den neuen großen Handelsabkommen der EU und der USA (TTIP, CETA, TPP) würde dieser Wert auf rund 80 Prozent steigen.


Malmströms Investitionsgerichtshof: Klagerisiko bleibt unverändert

Studien belegen, dass auch im "reformierten" Vorschlag der EU-Kommission für einen "Invesitionsgerichtshof" (ICS) in TTIP und CETA die Konzernklagerechte gefährlich wie eh und je bleiben. Konzerne könnten Staaten unverändert vor Schiedsgerichten verklagen, wenn sie ihre Profitmöglichkeiten durch Gesetze und Regulierungen eingeschränkt sehen. (1)


Auch CETA muss abgelehnt werden

Auch mit CETA könnten tausende US-Konzerne über ihre kanadischen Niederlassungen Klagen einbringen. Attac fordert daher Bundeskanzler Kern und sämtliche Ministerinnen und Minister auf, CETA beim entsprechenden Ministerrat eine Absage zu erteilen.

Wirtschaftsminister Mitterlehner ist dabei an einen einstimmigen Beschluss der Bundesregierung gebunden, um das fertige Abkommen voraussichtlich noch im Sommer unterzeichnen zu können.

---

(1) Der Vorschlag der Kommission beinhaltet sogar noch weitergehende Rechte als bestehende Investitionsabkommen:

Durch den Schutz "legitimer Erwartungen" im Rahmen "fairer und gerechter Behandlung" bekommen Investoren quasi ein "Recht" auf unveränderte rechtliche Rahmenbedingungen.

Zusätzlich wäre auch jeder private Vertrag im Zusammenhang mit einer Investition durch die sogenannte "Schirmklausel" vor einem Schiedsgericht einklagbar. Die ICS-Formulierungen zum Schutz der staatlichen Regulierungsfreiheit verhindern keinesfalls horrende Schadenersatzurteile.

Schiedsrichter/Innen können sich stets darauf berufen, dass ihre Urteile technisch gesehen "nur" Strafzahlungen, aber keine Änderung der Gesetze verlangen. Details siehe: bit.ly/1Tqv49i


* Wichtigste Ergebnisse: UNCTAD: Investor-State Dispute Settlement:

Review of Developments in 2015: bit.ly/1PjOQO1



Quelle: http://www.attac.at/news/detailansicht/d...rekordhoch.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#4

EU-Kommission entscheidet über das Pflanzengift Glyphosat

in Aus der Welt der Wissenschaft 30.06.2016 09:00
von franzpeter | 9.008 Beiträge

EU-Kommission entscheidet über das Pflanzengift Glyphosat

Lieber Herr Schaffarth,

heute hat die EU-Kommission entschieden: Die ursprünglich geplante Wiederzulassung von Glyphosat für 15 Jahre ohne Auflagen ist geplatzt. Stattdessen gibt es eine Verlängerung der Zulassung um bis zu 18 Monate. Innerhalb dieser Zeit soll die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) die Krebsgefahr von Glyphosat neu bewerten.

Auch wenn dies bedeutet, dass Glyphosat noch bis zu anderthalb Jahren weiter verwendet werden darf:

Anderthalb statt 15 Jahre sind ein Riesenerfolg. Noch im März rechneten alle damit, dass das Pflanzengift ohne Debatte durch die Gremien gewinkt wird. Nun hat sich das Blatt gewendet: Jeder kennt Glyphosat und wer es einsetzt muss sich rechtfertigen!


Jetzt unserere weitere politische Arbeit mit einer Spende unterstützen!

Danke, dass Sie uns unterstützt und diesen Erfolg ermöglicht haben. Ohne Sie wäre dies nicht möglich gewesen!

Unabhängig davon, wie die Bewertung der ECHA ausfällt: Glyphosat ist hauptverantwortlich für das Artensterben in der Agrarlandschaft. Glyphosat steht im Verdacht hormonell wirksam zu sein. Glyphosat ist in der Landwirtschaft durch mechanische Verfahren ersetzbar. Und: Die Mehrheit der Deutschen will es nicht.

Das heißt für die deutsche Landwirtschaft: Sie muss umgehend den Ausstieg aus Glyphosat einleiten statt weiter ein totes Pferd zu reiten.

Beste Grüße

Miko Omietanski
für das Gemeinsam-gegen-Glyphosat-Team

PS: Danke, dass Sie dabei waren. Wenn Sie uns dauerhaft helfen möchten, können Sie das hier tun!


Bitte spenden Sie
für unsere politische Arbeit!


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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