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Der gesunden Lebensmittel zuliebe und Unkrautvernichter von Monsanto

in Aus der Welt der Wissenschaft 03.06.2016 17:55
von franzpeter | 9.011 Beiträge

Der gesunden Lebensmittel zuliebe:

Preiswerte Gülle aus Holland und Unkrautvernichter von Monsanto

"Dabei stehe auch die Landwirtschaft durch Familienbetriebe für Nachhaltigkeit. "Meine Familie wirtschaftet hier am Standort seit über 300 Jahre. Die Fruchtbarkeit der Böden nimmt immer mehr zu", stellt Landwirt Kirsch fest."

Aha, die Fruchtbarkeit der Böden nimmt also immer mehr zu, kapiert! Merke: was "fruchtbar" ist, ist wohl auch "gesund".


Also dann, immer weiter die preiswerte Gülle aus Holland kaufen. Die Niederländer, die in ihrem kleinen Land nicht wissen wohin mit der Scheiße, bringen es sogar unseren deutschen Landwirten bis an die Hoftür und sind es so endgültig los. Monsantos Unkrauvernichter Glyphosat ist flächendeckend - streng nach Vorschrift - und bei ständiger Kontrolle (Wer? Eigenkontrolle?) zu nutzen.


Dann alles "nachhaltig" in die Böden bis an den Straßenrand und auf die Randstreifen der Bäche und Flüsse damit.


Ja, liebe Landwirte, das steigert "nachhaltig" den "pekunären" Erfolg. Darum geht es doch.

Das Grundwasser und die Gewässerreinhaltung ist eine andere Baustelle. In Schleswig-Holstein weiß man es - wissenschaftlich erforscht - schon seit Jahrzehnten, dass ausreichende Randstreifen an Gewässern diese nicht nur gegen schädliche Einträge aus den Feldern schützen, sondern helfen zudem die Flüsse und Bäche zu reinigen.

Auch die Artenvielfalt stirbt. Die Bienen sterben.

"Hauptursache des nach wie vor anhaltenden Schwunds der biologischen Vielfalt ist die industrielle Landwirtschaft mit massiven Düngungen, Pestizideinsatz und immer intensiverer Bodenbearbeitung", sagte der NRW-Landesvorsitzende des BUND, Holger Sticht."

Ja, "der Russe" kommt schon wieder, wie zu den alten rosigen CDU-Zeiten! Jetzt als Grüner verkleidet!

Alle Grundstückseigentümer, die ein Wohnhaus an Straßen haben, wissen es. Sie mußten ein Teil ihre Baulandes für Bürgersteige kostenlos an die Kommune abtreten. Das haben sich in der Vergangenheit auch schon die Kommunisten in der CDU - und natürlich später auch in der SPD - so ausgedacht.

Jetzt sollen auch Landwirte einen Randstreifen an Straßen umsonst abgeben. Umsonst? Nee, an Straßen könnte man doch irgendwann einmal mit Mehrheit im kommunalen Rat der Kommune den durch den Verkehr "versauten"Acker in "fruchbares"Bauland umwandeln. Wofür ist man schließlich noch in der Partei.

Ja, Pfui Teufel, diese Kommunisten!

FS




KStA/KR 29.05.16

Neues Naturschutzgesetz

Landwirte in Rhein-Erft fürchten um wirtschaftliche Existenz

Von Wilfried Meisen


Kerpen - Auf die rot-grüne Landesregierung ist Landwirt Stephan Kirsch (49) aus Kerpen-Niederbolheim derzeit nicht gut zu sprechen. Denn die Landesregierung arbeitet an einer Novelle zum Landesnaturschutzgesetz, das seiner Meinung nach die Rechte der Grundeigentümer beschneidet und Landwirte wie ihn in der Existenz gefährdet.

So sollten landwirtschaftliche Flächen entlang von Fließgewässern nicht mehr bewirtschaftet werden dürfen, andere ersatzlos in Naturflächen umgewandelt werden. Diese Woche wird die Gesetzesnovelle im Landtag noch einmal diskutiert. Agrar- und Grundeigentümerverbände machen dagegen mobil.

Eine Eule zeigt dem neuen Gesetz die Rote Karte. So sieht das Plakat der Initiative Naturschutz mit Augenmaß aus.

Kirsch selbst hat am Kreisel an der Bundesstraße 264 zwischen Blatzheim und Niederbolheim einen Planwagen aufgestellt, an dem ein Plakat der Initiative "Naturschutz mit Augenmaß" hängt. Eine Eule zeigt darauf dem neuen Landesnaturschutzgesetz die rote Karte. Kirsch macht bei der gleichnamigen Initiative mit, der sich zahlreiche Familienbetriebe aus dem ländlichen Raum angeschlossen haben sollen. Mitinitiator ist Max Graf Nesselrode aus dem Bergischen Land.

Kirsch selbst bewirtschaftet unter anderem Ländereien hinter Nörvenich am Ufer des Neffelbaches: Käme die Landesregierung mit dem neuen Naturschutzgesetz durch, müsse er in Zukunft einen 20 Meter breiten Schutzstreifen am Rande des Neffelbaches von jeder Bewirtschaftung freihalten, obwohl es sein Land ist. "Und zwar entschädigungslos." Dies komme einer Teilenteignung gleich, meint Kirsch und sagt: "Da ist der Kommunismus nicht mehr fern."


Kirsch betont dabei, dass auch ihm Naturschutz am Herzen liege. So gebe es jetzt schon klare Vorschriften, welche Pflanzenschutzmittel etwa in welcher Konzentration und in welchen Abständen in Gewässernähe eingesetzt werden dürften. Daran halte er sich. "Das wird ja auch akribisch kontrolliert." Wenn der Gesetzgeber nun aber meine, das reiche nicht aus, dann solle er doch den betroffenen Grundeigentümern auch ein attraktives Angebot machen, wie deren Schaden ausgeglichen werden könne.


"Da ist der Kommunismus nicht fern"

Überhaupt sei der grüne Umweltminister Johannes Remmel in Sachen Naturschutz übertrieben ehrgeizig. Er betreibe "Klientelpolitik" und nehme keine Rücksicht auf betroffene Landwirte. So habe sich Remmel das Ziel gesetzt, 15 Prozent aller Flächen in Nordrhein-Westfalen als Naturschutzflächen auszuweisen. Bundesweit liege dieses Ziel aber nur bei zehn Prozent. Jede Fläche, die für den Naturschutz reserviert werde, gehe aber für die landwirtschaftlichen Betriebe verloren. Das sei besonders im Rheinland schlecht, weil hier die Flächen aufgrund der Tagebaue ohnehin schon knapp und damit teuer seien. Schlecht sei auch, dass Naturschutzstiftungen in Zukunft ein besseres Vorkaufsrecht für frei gewordene Ackerflächen bekommen sollen. Dies schränke die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Bauern zusätzlich ein.

"Land ist unsere Lebensgrundlage", sagt Kirsch. Statt die Konfrontation mit den Landwirten zu suchen, solle die Landesregierung besser auf kooperativen Naturschutz setzen. Kirsch: "Ich will der Herr auf meiner Scholle bleiben."

Dabei stehe auch die Landwirtschaft durch Familienbetriebe für Nachhaltigkeit. "Meine Familie wirtschaftet hier am Standort seit über 300 Jahre. Die Fruchtbarkeit der Böden nimmt immer mehr zu", stellt Kirsch fest.


Quelle: http://www.ksta.de/region/rhein-erft/ker...istenz-24135392


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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