GKR-Forum

a_6.jpg a_6.jpg

#1

„Juno“ schwenkt erfolgreich auf Umlaufbahn ein

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.07.2016 10:41
von franzpeter | 9.173 Beiträge

Im Jupiter-Orbit
„Juno“ schwenkt erfolgreich auf Umlaufbahn ein
Die kritische Phase der Jupiter-Mission hat mit einem Erfolg begonnen. Die Nasa hat die Sonde „Juno“ in eine Umlaufbahn eingefädelt. Doch wird sie mehr über den gigantischen Sturm auf der Südhalbkugel erfahren können?
05.07.2016



© AFP

Die Nasa-Sonde „Juno“ ist in einer Umlaufbahn um den Jupiter eingetreten.


Der Jupiter hat Besuch von der Erde: Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte Nasa-Sonde „Juno“ bei dem Gasplaneten angekommen und am Dienstagmorgen erfolgreich in eine Umlaufbahn eingeschwenkt. Das technisch heikle Manöver glückte offenbar wie vorgesehen: „Wir sind drin“, rief der Chefentwickler der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa, Scott Bolton, am Kontrollzentrum in Pasadena. Das Manöver zum Einfädeln der Sonde in die Umlaufbahn sei „das Schwierigste, was die Nasa je gemacht hat“.

Die kritische Phase der rund eine Milliarde Euro teuren Mission hatte damit begonnen, das Haupttriebwerk von „Juno“ für rund 35 Minuten lang zu zünden, um das Raumfahrzeug abzubremsen und so in einen Jupiter-Orbit zu zwingen. Dieses Manöver war von den Nasa-Experten als besonders spannend bewertet worden, ein Gelingen galt keinesfalls als gesichert. Nach dem geglückten Manöver brach im Nasa-Kontrollzentrum Jubel aus.


„Juno“, benannt nach der Gattin des Göttervaters Jupiter in der römischen Mythologie, soll unter anderem den Wassergehalt in der Jupiter-Atmosphäre erforschen. Außerdem erhoffen sich die Forscher von den Daten der Sonde Aufschluss darüber, ob der Gasplanet mit seinen gigantischen Wolkenbändern einen festen Kern aus schweren Elementen besitzt.



Dazu soll die Sonde den Jupiter 20 Monate lang umrunden und sich dabei dessen äußersten Atmosphäre-Wolken auf bis zu 5000 Kilometern nähern. Keine andere Raumsonde hat den bei weitem größten Planeten unseres Sonnensystems bisher so eng umkreist. Auf ihrer Bahn um Jupiter wird „Juno“ einer hohen Strahlung in dessen Atmosphäre ausgesetzt sein.

„Junos“ Reise zu dem Gasriesen ist auch ein Flug in die Anfänge des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren: Unter den acht Planeten gilt Jupiter als der erste, der sich nach Geburt der Sonne gebildet hat. Jupiter bildete sich also aus einem Großteil der Materie, die bei der Entstehung der Sonne übrig geblieben war.


Junos Ahnentafel
Junos Ahnen: 1965 entdeckte ein Student des Caltech während eines Ferienprojektes, dass eine nur alle 175 Jahre wiederkehrende Planetenkonstellation es zwischen 1975 und 1980 erlauben würde, Sonden durch „Swing-by“-Manöver im Gravitationsfeld des Jupiters innerhalb von Jahren (statt Jahrzehnten) weiter zum Saturn und zum Pluto oder zu Uranus und Neptun zu schicken. Diese „Grand Tour“ wurde von der Nasa vorbereitet, aber 1971 gestrichen.


Mit Hilfe der Nasa-Sonde wollen die Forscher zudem mehr über das extrem starke Magnetfeld des Jupiter erfahren und über den sogenannten Großen Roten Fleck auf der Südhalbkugel des Riesenplaneten - einen gigantischen Sturm größer als die Erde, der seit mehr als 300 Jahren beobachtet wird.

Der Jupiter weist einen Durchmesser von knapp 143.000 Kilometern auf und umkreist die Sonne in einer Entfernung von 740 bis 815 Millionen Kilometern. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Der Jupiter ist der sonnennächste der vier sogenannten äußeren Planeten, zu denen auch Saturn, Uranus und Neptun gehören. Die Erde zählt mit Merkur, Venus und Mars zu den inneren Planeten.


Quelle: AFP


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 7 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Luche1937
Forum Statistiken
Das Forum hat 2955 Themen und 13442 Beiträge.

Heute waren 2 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 71 Benutzer (12.03.2015 19:47).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de