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Wann kann die Dornfingerspinne gefährlich werden?

in Aus der Welt der Wissenschaft 03.08.2016 12:25
von franzpeter | 9.085 Beiträge

"Sie war schon immer da"



Wann kann die Dornfingerspinne gefährlich werden?

Dornfingerspinnen lauern vor allem auf Waldlichtungen und Ackerflächen

Die Ammen-Dornfingerspinne ist Europas gefährlichste Giftspinne und wurde mittlerweile auch in Berlin und Brandenburg gesichtet.
Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) warnt: "Fühlt sich die Spinne bedrängt, beißt sie zu." Wir klären mit dem Parasitologen Professor Dr. Heinz Melhorn alle Fakten zur Giftspinne.

Warum taucht diese Spinne plötzlich bei uns auf?
Eigentlich war die Spinne schon immer da, das Problem ist aber, dass die Forschung dieser Spinnenart nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt hat. Dass die Spinne jetzt aufgetaucht ist, ist Zufall. Normalerweise sieht man die Tiere nicht, da sie nachtaktiv sind. Gefährlich wird es aber, wenn Fußgänger im Gras die Schlafnester der Spinne streifen und die Weibchen Angst um ihre Junge haben - dann könnten sie zubeißen.


Sollte man Felder in Zukunft meiden?
Menschen, die beispielsweise für ihr Kaninchen Gras mähen, sollten dabei vielleicht Handschuhe und lange Hosen tragen. Generell ist es aber ganz selten, dass diese Spinnen Menschen angreifen. In den letzten 20 Jahren gab es 14 oder 15 Fälle, die uns bekannt sind.



Woran merke ich, dass ich von einer Spinne gebissen wurde?
Alle Spinnen haben zwei Hauer und injizieren damit Gift in andere Insekten, die sich dadurch innerlich auflösen. Als Mensch merkt man gar nicht, dass man von dieser Giftspinne gebissen wurde. Es sei denn, man erkennt die Spinne an ihrem besonderen Aussehen. Wenn sich ein Stich entzündet, sollten sie aber einen Arzt aufsuchen. Grund zur Panik besteht jedoch nicht: Es gibt keine Spinnen in Deutschland, die für Menschen wirklich lebensbedrohlich werden könnten.



Das Nervengift, das die Spinne ihrem Opfer injiziert, führt beim Menschen zu brennenden Schmerzen und Schwellungen an der betroffenen Körperstelle. Der Biss ist vergleichbar mit einem Wespenstich. Es können allerdings Überreaktionen auftreten - etwas extreme Schwellungen, Übelkeit, Fieber oder Schüttelfrost, bis hin zu Erbrechen, Lähmungen und einem Kreislaufkollaps

Die Dornfingerspinne ist ungefähr 1,5 Zentimeter groß und zählt damit zu den größten Spinnen Mitteleuropas. Zu erkennen ist sie an der auffälligen Körperfärbung. Der Vorderkörper ist rotorangefarben, das Hinterteil meistens gelb bis olivgrün.


(Quelle: wetter.de)


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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