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Aggressiver Pilz zerstört Ahorn-Bäume

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.09.2016 08:35
von franzpeter | 9.009 Beiträge

Kölner Stadt-Anzeiger

Aggressiver Pilz zerstört Bäume

Von

HORST KOMUTH
p15.04.08, 00:00 Uhr
*

Das Bild am Kölner Ring in Lechenich prägen seit langem die großen Ahornbäume, die nun gefällt werden müssen.


Erftstadt-Lechenich - Ein todbringender Pilz ist bei einem Gutachten von Ahornbäumen in Lechenich entdeckt worden. Es handelt sich dabei um die so genannte „Verticillium-Welke“. Die Stadt kündigt an, die Konsequenzen zu ziehen und 25 Bäume am Kölner Ring zwischen Blessemer und Dr.-Josef-Fieger-Straße fällen zu lassen. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr müsse das Holz unverzüglich verbrannt und sämtliche Arbeitsgeräte desinfiziert werden. Das Gutachten eines Kölner Sachverständigenbüros hatte ergeben, dass die untersuchten, rund 30 Jahre alten Pflanzen nicht mehr zu retten waren.

Der Pilz kommt in der hiesigen Region relativ selten vor, berichtet Dr. Bernhard Arnold. Der ausgewiesene Baumexperte, der auch Mitglied des Naturschutzbundes ist, vermutet, dass bereits der Boden, mit dem die Bäume einst angeliefert wurden, infiziert war.
Verschiedene Symptome deuten laut Lechenichs Ortsbürgermeister Hans Oberhofer auf die Krankheit hin: Triebe, die nach dem Winter im Frühjahr zuerst neu ausgetrieben haben, zeigen plötzlich welke Blätter, obwohl die Pflanzen ausreichend Wasser erhalten. Die vormals grünen, festen Blätter bekommen eine fahlgrüne Farbe und werden schlaff. An dickeren abgestorbenen Ästen sei zu erkennen, dass sich die Rinde verändere. Darüber hinaus sei in dem Abschnitt eines dickeren Astes innen im Holz ein kleiner sichelförmiger Halbmond zu erkennen. Er deutet darauf hin, dass der Pilz bereits tief ins Gehölz eingedrungen sei und auch nach einem Rückschnitt weiter wuchere. Übliche Spritzungen gegen Pilze auf die Blätter der Pflanzen bewirkten nichts, da der Schädling im Inneren der Zweige geschützt sei. Abgeschnittene Pflanzenteile dürften nicht auf den Kompost oder gehäckselt werden, da der Pilz sehr ansteckend sei und über den Kompost weiterverbreitet werden könne. Das Ahornholz wird daher von der Stadt sofort weggebracht und verbrannt.


Nicht auszuschließen sei, dass der Pilz sich durch herabfallende Ahornblätter in benachbarten Gärten verbreitet habe. Anwohner müssten damit rechnen, dass bei ihnen in nächster Zeit Bäume eingehen könnten, so Ortsbürgermeister Oberhofer. Einzige Möglichkeit, den Pilz aus einem Bereich komplett zu entfernen, ist ein kompletter Bodenaustausch, erläutert Baumexperte Arnold. Laubgehölze, die nach Auskunft des Pflanzenschutzamtes Berlin resistent gegen den Pilz sind, seien Walnuss, Weide, Eiche und Birne. Bei einem Befall können auch die gegen diesen Pilz unempfindlichen Nadelgehölze nachgepflanzt werden. Im Herbst sollen nach Auskunft der Erftstädter Verwaltung am Kölner Ring Bäume nachgepflanzt werden. Allerdings nur elf Exemplare. Welche das sind, sei noch nicht entschieden.
– Quelle: http://www.ksta.de/13722524 ©2016

Anmerkung:
Bei meinen Nachbarn gibt es keine Ahornbäume.
Ich werde daher das Holz zerkleinern und selbst verheizen (heize ja mit Ofen und gelegentlich mit Nachtspeicherstrom).
Schön, das Nadelgehölze nicht erkranken, das wäre verheerend. Ich habe 10 - 20 Fichten und Kiefern, ein Nachbar hat etwa 20 Nadelbäume (20 m hoch)
Andererseits bin ich froh, dass ich den Ahorn vor dem Haus gefällt habe. Jedes Jahr keimen überall Ahornsamen aus. Und mehr Licht haben jetzt meine China-Gemüse-Bäume (der größte CGB ist jetzt an die 3 Meter hoch); Blätter kann man, wie der Name sagt, als Gemüse essen. Tipp für Herrn De Maiziere - Vorratshaltung !


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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