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Robert F. Kennedy, Jr.: Die Terroristen sind nicht vom Himmel gefallen

in Aus der Welt der Wissenschaft 27.09.2016 17:41
von franzpeter | 9.714 Beiträge

Robert F. Kennedy, Jr.: "Die Terroristen sind nicht vom Himmel gefallen, und der blutig geführte Syrien Konflikt auch nicht."


NDS 27. September 2016

Die USA sind Russland propagandistisch weit überlegen.

Unterstützt von der deutschen Regierung, der Tagesschau, sogar von der TAZ, von Campact u.a.m.

Albrecht Müller

Auszug:

Transporter mit Hilfsgütern für Aleppo werden zerstört. US-Außenminister Kerry macht sofort die Russen dafür verantwortlich. Ohne Beleg. Der deutsche Regierungssprecher schließt sich dem an. Der Widerspruch der Russen geht im allgemeinen Getümmel unter.

Die USA nennen die Luftangriffe der syrischen Luftwaffe auf den Osten Aleppos eine Barbarei. Dem folgen die deutsche Regierung, die Tagesschau u.a.m..

US-Vertreter fordern eine Flugverbotszone. Dem folgt der deutsche Außenminister Steinmeier, ohne Rücksicht auf die Erklärung des Generalstabschefs der USA, dass dies Krieg zwischen Russland und den USA bedeutet.


Alles ist Barbarei - was in Syrien geschieht, was im Irak geschieht, was in Libyen geschehen ist und geschieht, was in Afghanistan und in Saudi-Arabien geschieht.

Und dennoch ist es möglich, in einer breiten Öffentlichkeit, die bis zur TAZ und zu CAMPACT reicht, zu verbreiten, die Russen seien schuld an dem Elend von Millionen von Menschen. Und es ist mithilfe von viel Propaganda und Lobbyarbeit möglich, so zu tun, als sei das Elend in Syrien das einzige Elend in dieser Region und als sei dort die Misere erst mit der Intervention Russlands ausgebrochen.

Die Terroristen sind nicht vom Himmel gefallen, und der blutig geführte Syrien Konflikt auch nicht. Jedenfalls begann letzterer nicht mit der militärischen Intervention Russlands.
Die NachDenkSeiten haben am 17. März 2016 einen bemerkenswerten und lesenswerten Text von Robert F. Kennedy, Jr. "Warum die Araber uns in Syrien nicht wollen" wiedergegeben. Dort heißt es in der Einführung:


"Auch da mein Vater von einem Araber ermordet wurde, habe ich mir die Mühe gemacht, die Auswirkungen der US-Politik im Nahen Osten und insbesondere die Faktoren zu verstehen, die zu manchmal blutrünstigen Reaktionen der islamischen Welt gegen unser Land führen. Wenn wir uns auf den Aufstieg des Islamischen Staates fokussieren und uns auf die Suche nach dem Ursprung der Gewalt machen, die so vielen Unschuldigen in Paris und San Bernardino das Leben gekostet hat, müssen wir möglicherweise über die einfachen Erklärungen von Religion und Ideologie hinausblicken. Stattdessen sollten wir die komplexeren Gründe in der Geschichte und im Öl untersuchen, die die Schuld - wie so oft - auf uns zurückverweist."


Auch wer verstehen will, wie es zu der großen Zahl von flüchtenden Menschen gekommen ist, kann nicht - wie beispielsweise die deutsche Bundesregierung - beim verheerenden Konflikt in Syrien anfangen.

Zum Gesamtbild gehören die Kriege von Libyen über den Irak bis nach Afghanistan, und jene südlich von Libyen in Afrika.

Zum Gesamtbild gehört die westliche Agrarpolitik und die westliche Ölpolitik mit ihren Auswirkungen auf die betroffenen Völker.

Und zum Gesamtbild gehört auch die Rüstungsexportpolitik.


Zum Gesamtbild gehört die US-Vorstellung von einer mono-polaren Welt, also der Vorstellung, dass es ein Imperium, das US-amerikanische, gäbe und geben dürfe und dass dieses auch den Anspruch erheben könne, darüber zu entscheiden, wer wo regiert, mit der Konsequenz, dann auch eine Politik des Regimechange betreiben zu können - ohne Rücksicht auf alle Gegebenheiten, ohne Rücksicht auf Verluste.


Wir machen es uns in der Regel zu bequem, wenn wir die Geschichte verkürzt betrachten. Wir werden zu Manipulateuren, wenn wir sie verkürzt erzählen. Siehe dazu auch unseren Artikel hier und demnächst ein Video zu dieser sehr gängigen Methode der Manipulation.



Zum vollständigen Artikel:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=35193#more-35193


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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