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Neues aus der deutschen Lückenpresse:

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.10.2016 21:43
von franzpeter | 9.152 Beiträge

Neues aus der deutschen Lückenpresse:


Norbert Häring 04.10.2016

Die unerhörte Selbstkrönung der Sahra W. - Anatomie einer Umdeutung

Foto: Reuters

Sahra Wagenknecht nutzt ihre Talkshow-Popularität aus, um sich ohne Rücksicht auf den Zeitplan des Parteivorstands selbst als Spitzenkandidatin der Linken zu nominieren. Gegen diese parteischädigende Egomanie regt sich Widerstand aufrechter Parteifunktionäre.

Das erfahren wir beinahe gleichlautend aus allen Medien, von der linken Junge Welt bis zu Spiegel Online. Mit den tatsächlichen Abläufen hat das ganz wenig zu tun. Wie konnten nur fast alle Medien gleichzeitig so versagen?


Eine Spurensuche. Was war geschehen?

Am Montag den 26. September fand turnusmäßig eine Beratung des geschäftsführenden Parteivorstands der Linkspartei mit den Landesprechern statt. Thema sollte laut Einladung die Auswertung der jüngsten Landtagswahlen sein. Eine Woche zuvor war, wie in diversen Medien berichtet, die Wahlkampfstrategie von Geschäftsführer Matthias Höhn im Parteivorstand abgelehnt worden.

Die Wahlkampfstrategie für die Bundestagswahl wurde deshalb, für die Teilnehmer wenig überraschend, von der Parteivorsitzenden Katja Kipping in der Sitzung ebenfalls angesprochen. In der damit eng verwandten Kandidatenfrage hatte der Landesvorstand Rheinland-Pfalz sich auf die Paarung Wagenknecht, Bartsch festgelegt, und damit ein erstes Pflöckchen eingerammt.

Auch dieses Thema rief Kipping auf. Die Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch waren eingeladen und anwesend, was die Parteivorsitzenden Kipping und Rixinger den Teilnehmern mit Blick auf die Debatte der Wahlkampfstrategie erklärten.

Kipping legte dar, es gäbe verschiedene in Frage kommende Varianten für die Spitzenkandidatur, neben der Duo Bartsch-Wageknecht auch ein Viererteam zusammen mit den beiden Parteivorsitzenden Kipping und Rixinger und das Duo Wagenknecht-Kipping.

Wagenknecht und Bartsch erklärten sich daraufhin zur Kandidatur bereit, schlossen aber die Vierer-Variante kategorisch aus. Diese Variante habe sich schon einmal, beim Wahldebakel der PDS 2002 als untauglich erwiesen.


Soweit der Ablauf, der sich Anhand von Beschreibungen von Teilnehmern und später sicherlich auch des Protokolls nachzeichnen lässt.

Aus dem Wagenknecht-Lager ist zudem zu hören, dass Kipping und Rixinger zu diesem Zeitpunkt aufgrund vorheriger Aussprache bekannt gewesen sei, dass Wagenknecht und Bartsch die Vierervariante entschieden ablehnen.


Und das machten die renommierten (Online-)Medien daraus?

Die Ablehnung von Wagenknecht und Bartsch gegen diesen Selbstkrönungsversuch Kippings deutete das Kipping-Lager dann - gar nicht mehr legitim - mithilfe willfähriger Journalisten um in einen Überrumpelungsversuch von Wagenknecht und Bartsch.


Ziel dieser Desinformationskampagne dürfte es sein, Wagenknecht zu schwächen und auf einen Mitgliedsentscheid zuzusteuern, bei dem die Parteimitglieder über Einzelpersonen statt Spitzenteams abzustimmen haben.

Dann wählen die durch verzerrte Information entsprechend eingestimmten Mitglieder vielleicht Kipping hinter Wagenknecht auf Platz zwei.


Lesen Sie mehr dazu unter: http://norberthaering.de/de/27-german/ne...ing#weiterlesen


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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