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#1

Krieg in Syrien - Aleppo

in Aus der Welt der Wissenschaft 29.11.2016 17:43
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Krieg in Syrien

Die Lage im syrischen Aleppo ist nach Angaben der Vereinten Nationen angesichts verschärfter Kämpfe höchst besorgniserregend. Die "willkürlichen Bombardements" aus der Luft im östlichen Teil der Stadt hätten viele Zivilisten getötet und verletzt sowie Tausende vertrieben, sagte Uno-Sprecher Stéphane Dujarric. Im östlichen Aleppo lebten 275.000 Menschen unter "entsetzlichen Bedingungen" und benötigten dringend Unterstützung. Humanitäre Helfer hätten die Gegend seit Juli nicht mehr betreten können.

Die letzten Lebensmittelrationen des Welternährungsprogramms seien den Betroffenen vor gut zwei Wochen ausgegangen. Auch Vorräte von Partnerorganisationen neigten sich dem Ende. Die Uno stünde bereit, die Betroffenen umgehend zu versorgen, sagte Dujarric in New York.

Am Montag hatten das syrische Regime und Verbündete weitere Teile der Rebellengebiete im Osten der Stadt eingenommen. Sie beherrschen jetzt den kompletten Norden der bislang von der Opposition gehaltenen Viertel. Damit haben die Regimegegner innerhalb weniger Tage mehr als ein Drittel ihres Gebiets in der Stadt verloren. Sollte das Regime den Osten Aleppos vollständig einnehmen, wäre das ein massiver Rückschlag für die Rebellen - sie würden ihre wichtigste Bastion in Syrien verlieren.
Doch selbst falls es so weit komme, werde das nicht das Ende des Kampfes gegen Machthaber Baschar al-Assad bedeuten, sagte George Sabra vom Hohen Verhandlungskomitee der Rebellen dem Sender BBC. "Aleppo ist ein wichtiger Platz für die Revolution, aber es ist nicht der letzte Platz."

Unter den Einwohnern in Ost-Aleppo herrschten Panik und Verzweiflung. Tausende Zivilisten waren auf der Flucht vor Kämpfen und Luftangriffen. Sie flohen nach Angaben von Aktivisten in Stadtteile unter Kontrolle des Regimes und in von Kurden gehaltene Viertel. Andere suchten im Südosten Aleppos in Rebellengebieten Schutz.

"Der Menschen in Aleppo willen ist eine sofortige humanitäre Feuerpause notwendig", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Viele der Geflüchteten seien schwer verletzt, ohne noch die geringste Chance auf überlebensnotwendige medizinische Hilfe zu haben. "Diese Tragödie muss ein Ende haben. Dafür tragen das Regime und seine Unterstützer, allen voran Russland und Iran, die größte Verantwortung."

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU) und die Grünen-Politikerin Franziska Brantner als Vorsitzende des Unterausschusses "Zivile Krisenprävention" wandten sich mit einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung und die EU. Ihre Kernforderung: Neue Sanktionen der EU gegen Moskau und die Einrichtung einer Luftbrücke nach Aleppo.
aar/dpa/Reuters

Quelle:s.o.

Kommentar:
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU) und die Grünen-Politikerin Franziska Brantner als Vorsitzende des Unterausschusses "Zivile Krisenprävention" wandten sich mit einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung und die EU. Ihre Kernforderung: Neue Sanktionen der EU gegen Moskau und die Einrichtung einer Luftbrücke nach Aleppo.

Es wurde wiederholt festgestellt, dass Sanktionen nichts bewirken, außer die eigene Wirtschaft zu schädigen..
Luftbrücke - damit die ihrer Geiseln beraubten IS Kämpfer Zielschhießen auf Flugzeuge machen können?
Wie wäre es mit Sanktionen gegen die USA und Saudis? Durch ihre Unterstützung von Al Quaida und deren Nachfolgerorganisationen zieht sich der Krieg in die Länge. Und alles deswegen, weil sie ein Regime Change wollten (Baschar al-Assad). Warum ist wohl jedem halbwegs klar.
Diese Forderung dient vor allem der eigenen Profilierung.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 29.11.2016 17:46 | nach oben springen

#2

Än3emark zieht 7 F-16 Bomber aus Anti-Is Koalition zurück

in Aus der Welt der Wissenschaft 03.12.2016 23:45
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Die dänische Regierung zieht nach einem Medienbericht zufolge ihre sieben F-16-Kampfflugzeuge aus der von den USA geführten Anti-IS-Koalition im Irak und in Syrien zurück.



© REUTERS/U.S. Air Force/Technical Sergeant Kevin Wallace/Handout (BRITAIN - Tags: TRANSPORT MILITARY ...

Der Sender TV2 berichtete am Freitag, damit reagiere Dänemark auf die Verwicklung seiner Kampfflugzeuge in einen verheerenden Luftschlag auf syrische Regierungssoldaten am 17. September. Bei der Attacke waren nach Angaben oppositionsnaher Beobachter 80 syrische Soldaten ums Leben gekommen. Eigentlich hatte der Angriff der radikalen Miliz Islamischer Staat (IS) gegolten.

Das US-Militär hatte in dieser Woche erklärt, seine Untersuchung habe ergeben, dass "eine Reihe unbeabsichtigter menschlicher Fehler" für den Angriff verantwortlich sei. An dem Angriff seien Kampfjets der USA, Dänemarks, Großbritanniens und Australiens beteiligt gewesen, die 34 Präzisionsbomben abgeworfen hätten. Die von den USA geführte Koalition kämpft nach eigenen Angaben gegen den IS in Syrien und im Irak, nicht aber gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad.

Quelle:MSN

Kommentar:

Zitat
... nicht aber gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad.



Change in Syrien - noch Fragen?


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 03.12.2016 23:49 | nach oben springen


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