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Real Game of Thrones

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.01.2017 22:24
von franzpeter | 9.152 Beiträge

telepolis/broeckers.com 14./15. Januar 2017

Real Game of Thrones

Die unsichtbaren Meister der Intelligence erklären dem neuen König den Krieg

Mathias Bröckers

Das Real Game of Thrones, der Krieg gegen den Cowboy, der nach Jahrzehnten der
Yankee-Herrschaft kurz davor steht, ins Weiße Haus einzuziehen, ist in eine
entscheidende Runde gegangen.

Nachdem die alten Herrscher auf dem Schlachtfeld der Wahl verloren hatten, weil
der Herausforderer die meisten Wahlmänner hinter sich versammeln konnte, blieb
ihnen nur noch, eine geordnete Übergabe der Macht zu gewährleisten.

Und während der neue König aus den reichsten Männern des Landes und erfahrenen
Generälen eine Regierungsmannschaft aufstellte, der das Parlament zustimmte,

hielt der scheidende König eine ergreifende Abschiedsrede vor seinen Untertanen
und verdrückte ein paar Tränen im Knopfloch.

Auch wenn er in seinem letzten Amtsjahr 26.172 Bomben
<http://blogs.cfr.org/zenko/2017/01/05/bombs-dropped-in-2016/>
[1] abwerfen ließ und damit einen persönlichen Mord-Rekord aufstellte, galt er
ja als friedlicher Kerl und wollte seinem Nachfolger keine Steine in den Weg
legen.

In den Tiefen des Königreichs aber grummelte es, die mächtigen Meister der
Intelligence mochten sich mit dieser Niederlage nicht abfinden.

Dass weder ihr Netzwerk von Lauschern, Spionen und Agenten, noch das der Herolde,
Trommler und Einflüsterer es geschafft hatte, ihre Kandidatin durchzuboxen, lag
ihnen nicht nur im Magen. Sie fürchteten auch einen schweren Machtverlust, da
der neue König schon mehrfach deutlich sein Missfallen über ihre Arbeit
geäußert und zudem angedroht hatte, ihr seit Jahrzehnten liebevoll kultiviertes
Spezialfach des regime change abzuschaffen und nicht mehr dauernd über andere
Länder herzufallen.


Deshalb, so hatte er verfügt, brauche er auch nicht mehr die täglichen
Briefings der Meister, sondern würde sie nur noch einmal die Woche empfangen.


So etwas tut man nicht ungestraft und schon warnte der berühmteste Herold, die
alte Tante "Times": "Könige, die sich mit den Meistern anlegen, leben
gefährlich" - und erinnerte damit an die magische Kugel, der einst der beliebte
König Jack, den alle nur JFK nannten, zum Opfer gefallen war. Nachdem er
angekündigt hatte, das Büro der Meister der Intelligence "in tausend Stücke zu
zerschlagen und in alle Winde zu zerstreuen".

Jacks korrupte königliche Leibwache hatte den Heckenschützen damals freie Bahn
geliefert, weshalb der neue König jetzt sicherheitshalber schon mal seine
eigenen Leibwächter
<http://www.salon.com/2016/12/19/donald-trumps-private-security-team-will-follow-him-to-the-white-house/>
[2] mitbringt.

Aus der New York Times vom 19. 12. 2016

Er weiß, dass mit den Meistern nicht zu spaßen ist - sie haben nicht nur Augen
und Ohren überall im Reich und besitzen "Kompromat" über fast jeden und jede,
sondern kontrollieren auch die wichtigsten Lautsprecher und Einpeitscher. Sein
hochmodernes Zwitscher-Gerät, dank dem er alle seine Freunde im Volk jederzeit
erreichen kann und auf Herolde wie "Times" nicht mehr angewiesen ist, kommt gegen
die mächtige Orgel der Meister allein nicht an.

Und bevor der Neue nächste Woche inauguriert wird, haben sie noch einmal alle
Register hochgefahren, um zu zeigen, wer in Brainwashington D.C. die Hosen an
hat.


Damals, als man gegen den Saddam ziehen wollte, hatten 16 Großmeister der
Intelligence bestätigt, das dieser Massenvernichtungswaffen besitzt - und
jetzt, wenige Tage vor der feierlichen Krönung, bestätigen 17 Großmeister,
dass der neue König eigentlich eine Marionette des ultrabösen Herrschers Putin
sei. Dieser hätte ihn einst in sein Dunkelreich gelockt, zu perversen Orgien
verführt und ihn seitdem in der Hand.


Fünf Jahre verwandte er, ihn zu formen und vorzubereiten, dann sandte er seine
Agenten aus, überall im Lande das üble Gift der "Fake News" zu verbreiten und
schickte unsichtbare Häscher, um die Post der Vizekönigin Hillary zu erbeuten.
Die ließ er dann, "auf verschlungenen Wegen", einem weltbekannten Piraten
zukommen der sie dann dem Volk präsentierte - und ihr alle Chancen nahm, die
Wahlschlacht zu gewinnen, weil offenbar wurde, wie kalt, korrupt und
kriegslüstern die Vizekönigin war.

So hievte der raffinierte Ultraböse den unflätigen Cowboy nicht nur auf den
Thron, sondern wird ihn künftig wie eine Marionette steuern und die Fäden im
ganzen Königreich ziehen. Mit dieser Geschichte
<http://www.informationclearinghouse.info/46209.htm>
<http://www.informationclearinghouse.info/46209.htm> erklärten
[3] die Meister der Intelligence aus den Tiefen des Staats
<http://www.informationclearinghouse.info/46211.htm>
<http://www.informationclearinghouse.info/46211.htm> [4] dem
forschen neuen König den Krieg.

Sie veröffentlichten ein Dossier über die perfide Manipulation der Wahl und der
Unterstützung des neuen Königs durch den Ultrabösen.

Sie konnten dafür keine Beweise vorlegen und sagten, als solche verlangt wurden,
dass ihr Geheimgeschäft es leider nicht zuließe, "Quellen und Methoden" offen
zu legen. Und dass die Autorität von sage und schreibe 17
Intelligence-Großmeistern, die sich seit Jahrzehnten rund um die Uhr für
Sicherheit der Bevölkerung einsetzen, ja wohl genügen müsse, die Wahrheit
dieser Geschichte anzuerkennen.

Die Leute draußen im Lande kratzten sich am Kopf: War nicht "Glauben" schon vor
Jahrhunderten im ganzen Königreich abgeschafft und durch "Wissen" ersetzt
worden?


Musste nicht jeder vor Gericht Beweise und Zeugen vorbringen für seine
Anschuldigungen?


War es nicht auch den Herolden und Einpeitschern seit langem verboten, Gerüchte
und Vermutungen einfach als echte Nachrichten in die Welt zu setzen?

Und hatte man diese strengen Regeln nicht gerade deshalb eingeführt, weil
falsche Nachrichten und Behauptungen der Meister der Intelligence in der
Vergangenheit so oft zu schrecklichen Kriegen geführt hatten?


So war es doch. Und jetzt sollte man den unsichtbaren Meistern wieder einfach nur
Glauben schenken und nichts mehr wissen dürfen? Und das alles nur, weil der neue
König gesagt hatte, der Ultraböse sei eigentlich gar nicht so schlimm und er
würde mit ihm schon klarkommen?


Die Leute verstanden es nicht und beschlossen, sich erst Mal Popcorn zu holen,
für die nächste Folge im Real Game of Thrones ...


Quellen:

http://www.heise.de/-3596350
<http://www.heise.de/-3596350>
http://www.broeckers.com/
<http://www.broeckers.com/>

Links in diesem Artikel:

[1] http://blogs.cfr.org/zenko/2017/01/05/bombs-dropped-in-2016/
<http://blogs.cfr.org/zenko/2017/01/05/bombs-dropped-in-2016/>
[2]
http://www.salon.com/2016/12/19/donald-t...he-white-house/
<http://www.salon.com/2016/12/19/donald-trumps-private-security-team-will-follow-him-to-the-white-house/>

[3] http://www.informationclearinghouse.info/46209.htm
<http://www.informationclearinghouse.info/46209.htm>
[4] http://www.informationclearinghouse.info/46211.htm
<http://www.informationclearinghouse.info/46211.htm>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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