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#1

Stoppt Glyphosat! - Bund

in Aus der Welt der Wissenschaft 10.02.2017 13:26
von franzpeter | 9.011 Beiträge

Bund Newsletter

Lieber Herr Schaffarth,
mit einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gegen Glyphosat macht der BUND ab sofort Druck auf die EU-Kommission: Das wahrscheinlich krebserregende Pflanzengift darf nicht wieder zugelassen werden!

Innerhalb der ersten 24 Stunden konnten wir bereits über 100.000 Unterschriften sammeln. Wow, das ist großartig!

Glyphosat ist der Hauptwirkstoff im Monsanto-Produkt "Roundup". Das Gift wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und ist laut Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Es ist einer der Hauptverursacher des Artensterbens in unserer Agrarlandschaft.

Ende 2017 steht Glyphosat wieder auf der Tagesordnung in Berlin und Brüssel. Im vergangenen Jahr konnten wir durch unseren Protest die geplante Wiederzulassung für weitere 15 Jahre vorerst verhindern. Nun geht es darum, unseren Teilerfolg zu verstetigen und Glyphosat komplett zu verbannen!

Für die EBI gegen Glyphosat brauchen wir mindestens eine Million Unterschriften. Wir haben uns dafür mit mehr als 20 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus ganz Europa zusammengeschlossen und fordern: Stoppt Glyphosat!



Jetzt gegen Glyphosat unterzeichnen

http://newsletter.bund.net/ov?mailing=22...23RM9S0-17MX9R0


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 10.02.2017 13:26 | nach oben springen

#2

RE: Stoppt Glyphosat! - Bund

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.06.2017 09:28
von franzpeter | 9.011 Beiträge

Pestizid-Zulassung: EU-Parlament zweifelt an europäischer Lebensmittelbehörde

Die Verlängerung der Genehmigung des Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat bleibt ein hochumstrittenes Thema in der EU. Kern der Frage: Ist das Mittel, dessen vorübergehende Zulassung in diesem Jahr ausläuft, krebserregend, und wenn ja, wie stark?
Studien über Studien werden erstellt, internationale Organisationen und EU-Behörden bewerten die Risiken, aber eine eindeutige Antwort scheint es nicht zu geben. Vor allem im EU-Parlament wird die Harmlosigkeit von Glyphosat angezweifelt und die Unabhängigkeit der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA infrage gestellt. Diese hatte Glyphosat in Bezug auf Krebs als unbedenklich beurteilt. Das Parlament hat dazu nun eine Anfrage an die EU-Kommission gestellt. Diese plant, unter anderem auf Grundlage der EFSA-Bewertung Glyphosat für weitere zehn Jahre zu genehmigen. Die Antwort der Kommission stellte viele Parlamentarier nicht zufrieden.
„Die Bewertung der EFSA widerspricht dem, was die Internationale Agentur für Krebsforschung herausgefunden hat“, so Suzanne Dalle von der Umweltorganisation Greenpeace in Frankreich. „Diese hat Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Europäische Behörden verwenden gerne Studien, die von der Pestizidindustrie in Auftrag gegeben wurden, also von den Leuten, die diese Produkte verkaufen; und diese Studien werden nicht veröffentlicht.“

James Ramsay von der EFSA verteidigt das Vorgehen der Behörde: „Wenn ein Unternehmen ein Pestizid auf den Markt bringen will, muss es eine Risikoanalyse machen lassen. So etwas machen wir bei der EFSA gemeinsam mit Experten aus den Mitgliedsstaaten. Was Glyphosat angeht, so haben wir eine vollständige Risikoanalyse gemacht und die Gefahr für Verbraucher, Tiere und die Umwelt bewertet. Wir haben diese sehr detaillierten Sicherheitsuntersuchungen berücksichtigt sowie viele andere wissenschaftliche Daten aus der verfügbaren Literatur.“
Auch Gegenstudien nicht unumstritten
Dazu kommt, dass auch die von der Internationalen Agentur für Krebsforschung, einer Behörde der Vereinten Nationen, verwendeten wissenschaftlichen Daten teilweise unveröffentlicht und ebenfalls umstritten sind. Zumindest was die von der europäischen EFSA verwendeten Studien angeht, versuchen die Grünen im Europaparlament jetzt, vor dem Europäischen Gerichtshof einen Einblick zu erstreiten.
Glyphosat ist seit Jahrzehnten im Einsatz. Das Mittel tötet Pflanzen, die als Unkraut angesehen werden, lässt aber speziell genveränderte Nutzpflanzen am Leben. Vor allem das Unternehmen Monsanto wird in der Öffentlichkeit mit dem Stoff in Verbindung gebracht, der unter dem Namen Roundup weltweit an Landwirte und Gartenbesitzer verkauft wird.

Quelle: msn


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

Die Antwort der Bundesregierung:

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.09.2017 19:32
von franzpeter | 9.011 Beiträge

Die Antwort der Bundesregierung:

In der von Staatssekretär Peter Bleser, CDU
<http://www.peter-bleser.de/> ,
(Bundeslandwirtschaftsministerium) gezeichneten Antwort vom 29.06.2015
<https://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Downloads/01_Themen/05_Landwirtschaft/Pestizide/Glyphosat/150629_Antw_SF_RAR_Bericht_Glyphosat.pdf>
heißt es, dass die komplette Bewertung des BfR aus der Feder von
MitarbeiterInnen des Bundesinstituts stamme.


Umweltinstitut München e.V./The Guardian - 15.09.2017

"Glyphosat-Plagiat" des BfR

Zulassungsbehörde schrieb bei Glyphosat-Bewertung vom Hersteller ab

Glyphosate is the core ingredient in Monsanto's $4.75bn a year RoundUp
weedkiller brand. Photograph: Rene van den Berg/Alamy Stock Photo

München (ots) - Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat
signifikante Teile seiner Bewertung des Totalherbizids Glyphosat aus dem
Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Das berichten heute die britische
Tageszeitung The Guardian und weitere Medien.

Die Bewertung des BfR war die entscheidende Vorarbeit für die europäischen
Behörden EFSA und ECHA: Deren Schlussfolgerung, dass Glyphosat wahrscheinlich
nicht krebserregend sei, beruht in erster Linie auf dem Bewertungsbericht des
BfR und liefert die Begründung für die geplante Wiederzulassung des Wirkstoffs
in der EU.

Doch wie jetzt bekannt wurde, hat das BfR die Bewertung von wissenschaftlichen
Studien über die krebserzeugende, fruchtbarkeitsschädigende und
DNA-schädigende Wirkung von Glyphosat über viele Seiten wortgleich aus dem
Zulassungsantrag von Monsanto übernommen.
Genau diese Stellen sind nach
europäischem Recht entscheidend für die Frage, ob Glyphosat wieder zugelassen
werden darf oder verboten werden muss.

Dazu Sophia Guttenberger, Referentin für Landwirtschaft beim Umweltinstitut
München: "Wenn das BfR seine Bewertung an vielen Stellen eins zu eins beim
Hersteller abschreibt, dann kommt es seiner Aufgabe der unabhängigen
Risikobewertung nicht nach. Die Entscheidung, ob Glyphosat in der EU wieder
zugelassen wird, ist keine Lappalie. Sie hat Auswirkungen auf den
Gesundheitsschutz von rund 500 Millionen Menschen in Europa. Wir erwarten von
einer Bundesbehörde eine kritische Prüfung des Zulassungsantrags, kein
copy-and-paste."

An zusätzlicher Brisanz gewinnt das "Glyphosat-Plagiat" des BfR durch eine
Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage des Bundestagsabgeordneten Harald
Ebner:

In der von Staatssekretär Peter Bleser (Bundeslandwirtschaftsministerium)
gezeichneten Antwort heißt es, dass die komplette Bewertung des BfR aus der
Feder von MitarbeiterInnen des Bundesinstituts stamme. Dies stellt sich nun als
offensichtlich falsch heraus.

"Entweder weiß die Bundesregierung nicht, was das BfR treibt, oder sie hat den
Bundestag und die Öffentlichkeit bewusst belogen
. Das Vertrauen in das
Zulassungsverfahren droht in beiden Fällen wie ein Kartenhaus zusammenzufallen.
Wir fordern jetzt personelle Konsequenzen an der Spitze der Bundesbehörde.
BfR-Präsident Hensel sollte seinen Hut nehmen. Nur durch einen Neuanfang kann
das BfR wieder Vertrauen gewinnen," so Guttenberger.

Weitergehende Informationen:

Seiten 528 bis 551 aus dem Bewertungsbericht, wo es um die krebserzeugende
Wirkung von Glyphosat geht. Die orange Markierung zeigt die kopierten
Textstellen.
http://ots.de/UrdRD
<http://ots.de/UrdRD>

Anhang II, Teil M des Zulassungsantrags behandelt die toxischen Potentiale von
Glyphosat. Hieraus wurde abgeschrieben.
http://ots.de/DQgDz
<http://ots.de/DQgDz>

Die Antwort der Bundesregierung auf die oben genannte schriftliche Frage des
Abgeordneten Harald Ebner. http://ots.de/JndTE
<http://ots.de/JndTE>

Der komplette Bewertungsbericht. http://ots.de/aCQMi
<http://ots.de/aCQMi>

Pressekontakt:

Umweltinstitut München
Landwehrstr. 64a
80336 München

Sophia Guttenberger
Referent für Gentechnik und Pestizide
sg@umweltinstitut.org <mailto:sg@umweltinstitut.org>
Tel: 089 - 30 77 49 16

Fabian Holzheid
Pressesprecher, Vorstand
fh@umweltinstitut.org <mailto:fh@umweltinstitut.org>
Tel. 089 - 30 77 49 20
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