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Weißhelme erhielten 2016 den alternativen Friedenspreis

in Aus der Welt der Wissenschaft 21.02.2017 17:56
von franzpeter | 9.685 Beiträge

Da stoße ich doch auf den neuesten Bericht über Weißhelme in Syrien und die Nachricht, dass diese „Hilfsorganisation den alternativen Friedenspreis erhielt.
Nehmen wir mal einen Ausschnitt aus dem Artikel der süddeutschen Zeitung vom 17.12.2016, „Wen Rußlands Bomben in Syrien treffen“
http://www.sueddeutsche.de/politik/krieg...effen-1.3297423

Aber bis auf diese Ausnahmen fallen die syrischen und russischen Bomben nahezu ausschließlich auf Gebiete, die von Rebellen gehalten werden. Allein in Aleppo sollen in den vergangenen Monaten 1207 Zivilisten, darunter 380 Kinder getötet worden sein. Das geht aus einem Brief hervor, den die syrischen Weißhelme gemeinsam mit anderen Bürgerrechtsgruppen an einen Untersuchungsausschuss der Vereinten Nationen schickten. Die Weißhelme hatten in Aleppo bis zuletzt versucht, nach den Bombardements Verletzte aus den Trümmern zu ziehen. Erst vor wenigen Wochen wurden sie für ihr Engagement mit dem alternativen Nobelpreis geehrt.

und den Ausschnitt aus Spiegel online „Weißhelme retten Kleinkind aus Trümmern“ vom 21.02.17 Hierin werden die Weißhelme als Helden dargestellt!
http://www.spiegel.de/politik/ausland/sy...-a-1135515.html
In beiden werden die Weißhelme als Helden dargestellt.

Und nun die andere Seite der Medaille:


(abgesehen mal von Lawrovs Anfrage an die UNO zu Weißhelmen und Medikamenten https://de.sputniknews.com/panorama/2017...enten-hysterie/ und Wer sind die syrischen Weißhelme
https://de.sputniknews.com/panorama/2017...enten-hysterie/)

Nun der Auszug aus dem Artikel des renommierten schwedische Konfliktforscher Jan Oberg, Direktor und
Mitbegründer der »Transnationalen Stiftung für Friedens- und
Zukunftsforschung« (TFF) in Lund.


„Ich habe keine »Weißhelme« getroffen, Angehörige dieser angeblich humanitären Organisation. Ich traf auch niemanden, der sie in Aleppo gesehen hat oder dem von ihnen geholfen wurde. Doch, wo waren sie wenn nicht hier in Ostaleppo, um Zehntausenden nach der Befreiung aus vier Jahren Hölle Hilfe zu leisten?

Man fragt sich, warum eine gutherzige humanitäre Organisation,die mehr als 100
Millionen Dollar Unterstützung aus den USA und anderen NATO-Mitgliedsstaaten
plus Japan
erhielt und angeblich Zehntausende Syrer aus Ruinen rettete, genau zu
der Zeit die Flucht ergreift,
als auch die abhauen, die die Leute hier
Terroristen nennen.

Syrien: Wo sind jetzt die westlichen Medienkonzerne und Hilfsorganisationen?

Und dann noch
Auf einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen unter dem Motto „Gegen Propaganda und Regimechange in Syrien“ entstand ein kleines Video, das sich weltweit verbreitete, und ein solches Korrektiv darstellt.

Ein junger, norwegischer Reporter fragt, lässig und selbstsicher zurückgelehnt, eine kanadische Journalistin, wie sie denn begründen könne zu behaupten, daß die westlichen Mainstreammedien in der Berichterstattung über die Geschehnisse in Syrien lügen. Und man habe doch internationale Organisationen vor Ort. Was sie denn zu diesen sagen könne. Eva Bartlett, die kanadische Journalistin braucht etwa zwei Minuten, um das dem Herrn mit der selbstsicheren Körperhaltung exakt darzulegen (Wir setzen den deutschen Text noch einmal als Transskript darunter):
Frau Bartlett schreibt bei der Frage des Norwegers mit, dann hebt sie ihre Erwiderung an, bleibt ruhig, aber bestimmt. Sie eröffnet höflich mit den Worten „Es gibt bestimmt ehrliche Journalisten im sehr kompromittierten Medienestablishment“. Dann beantwortet sie die Frage nach den seriösen, internationalen Organisationen, die doch vertrauenswürdig sind und vor Ort über die Lage berichten. „Sagen Sie mir, welche sind in Ost-Aleppo vor Ort?“ Der Fragesteller hat keine Antwort. Eva Bartlett: „Ich sage es ihnen. Keine.“

Sie fährt fort: „Diese Organisationen stützen sich auf die ‚Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘. Diese sitzt in Coventry, England und besteht aus einem einzigen Mann. Er stützt sich auf kompromittierte Gruppen wie die Weißhelme.“
Und sie setzt gleich nach: „Reden wir über die Weißhelme. Sie wurden 2013 von einem britischen Ex-Offizier gegründet. Sie wurden von den USA, Britannien, Europa und anderen Staaten mit 100 Millionen Dollar finanziert. Sie geben vor, in Idlib und Ost-Aleppo Zivilisten zu retten. In Ost-Aleppo hat aber noch niemand etwas von ihnen gehört. Ich sage niemand – und denken sie dabei daran, daß jetzt 95 Prozent Ost-Aleppos befreit sind. Die Weißhelme geben vor, neutral zu sein. Dennoch tragen sie Waffen und stehen auf den Leichen syrischer Soldaten. Und ihre Videoaufnahmen enthalten Kinder, die in verschiedenen Berichten auftauchen. Das Mädchen Bana taucht an zwei verschiedenen Orten in verschiedenen Monaten auf. Sie sind also nicht glaubwürdig. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist nicht glaubwürdig. Nicht genannte Aktivisten sind nicht glaubwürdig. Ein, zwei Mal vielleicht, aber jedes Mal – nicht glaubwürdig. Ihre Quellen vor Ort die gibt es gar nicht.”
[siehe aus der Welt der Wissenschaft: "Syrien: Wo sind jetzt die westlichen Medienkonzerne und Hilfsorganisationen?"]

[b]Soweit die gegensätzlichen Darstellungen.


Wem glaubt man nun?
[Dazu fällt mir nur ein, Obama erhielt den Friedensnobelpreis. Danach erfolgten unter seiner Präsidentschaft mehr Angriffskriege als je zuvor.]


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 21.02.2017 18:08 | nach oben springen


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