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#1

Plastik-Flut eindämmen!

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.08.2017 08:52
von franzpeter | 9.152 Beiträge

Plastik-Flut eindämmen!

Unsere Meere werden zur Müllkippe - Fische und Seevögel sterben mit Plastik im
Magen. Endlich will die EU-Kommission gegen die Plastik-Flut vorgehen. Doch
bisher sind die Pläne dürftig, und die Kunststoff-Industrie versucht, sie noch
weiter abzuspecken.
Mit einem europaweiten Appell fordern wir die EU auf,
konsequent gegen Plastik vorzugehen.

Hier klicken und gegen Plastikmüll unterzeichnen
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...YoIbybOmFXWylSU

Lieber Peter Schaffarth,

ein Wal strandet in Norwegen, er ist vollkommen abgemagert. In seinem Bauch: 30
Plastiktüten.[1] An Plastik verhungert - so ergeht es auch jeden Tag unzähligen
Seevögeln, Schildkröten und Fischen. Sogar in winzig kleinen Partikeln ist
Plastik eine Gefahr für das gesamte Ökosystem: Mikroplastik bleibt für
Jahrhunderte in der Natur, Tiere nehmen es auf - so landet es auch auf unserem
Teller. Selbst im menschlichen Blut ist Plastik nachweisbar
.[2]

Europa ist weltweit der zweitgrößte Plastik-Produzent - bis jetzt. In den
kommenden Wochen entwirft die EU-Kommission ihre Plastik-Strategie.[3] Das
könnte ein großer Wurf werden oder eine herbe Enttäuschung. Die EU will das
Müllproblem bekämpfen. Doch hinter den Kulissen kämpft die Hersteller-Lobby
für ihre Interessen - zum Beispiel gegen ein Verbot von Einweg-Plastik
. Es liegt
an uns, ob sie damit durchkommt.

TTIP, CETA, Glyphosat - die EU-Kommission hat nicht ohne Grund ein ziemlich
ramponiertes Image. Dieses würde sie gerne aufpolieren.
Darin liegt eine Chance:
Wir können der Kommission jetzt zeigen, dass die Plastik-Frage das Zeug zum
Mega-Thema hat. Deswegen starten wir gemeinsam mit unseren Partnern als erstes
einen europaweiten Appell. So zeigen wir: Hunderttausende fordern eine starke
Strategie gegen Plastik.

In wenigen Wochen berät sich die EU-Kommission mit Herstellern und
Umweltverbänden in Brüssel. Diese Zeit nutzen wir: In einem zweiten Schritt
machen wir unseren Protest auf Großplakaten in der ganzen Stadt sichtbar - am
Flughafen, an der Bahnstation im Europaviertel und vor der EU-Kommission. Die
Flächen sind begehrt: Wir müssen sie so schnell wie möglich buchen. Die
Plakate wirken nur, wenn tausende Menschen unterzeichnen. Bitte unterstützen Sie
die Aktion und unterschreiben Sie jetzt unseren Appell!

Klicken Sie hier, um gegen Plastikmüll zu unterzeichnen
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...YoIbybOmFXWylSU


Eingeschweißte Gurken, Einwegflaschen, Mikroplastik in der Sonnencreme -
Kunststoffe begegnen uns praktisch überall in unserem Alltag. Seit den
fünfziger Jahren wurden weltweit über acht Milliarden Tonnen Plastik
produziert. Nur ein kleiner Teil davon wurde recycelt, fast 80 Prozent befinden
sich jetzt als Müll in der Umwelt oder auf Deponien.[
4]

Selbst die verstecktesten Winkel der Erde, wie die Arktis, die Tiefsee oder
unbewohnte Inseln, sind mit Plastikmüll übersät.[5] Plastik verrottet nicht -
es zerfällt allenfalls zu Mikroplastik. Doch auch dann bleibt es gefährlich:
Die winzigen Stückchen werden von Plankton aufgenommen[6], von Fischen gefressen
und landen somit in unserer Nahrungskette. Eine Bedrohung für unsere Gesundheit:
Denn viele Plastiksorten tragen giftige Zusatzstoffe mit sich.[7]


Jetzt liegt es bei der EU, effektive Lösungen gegen Plastikmüll zu
beschließen. Dabei sind drei Punkte zentral:[8]

- Die EU muss gegen den Verpackungswahnsinn vorgehen, damit der Verbrauch
insgesamt zurückgeht. Es müssen Gesetze zur Reduktion von Einweg-Plastik und
Mikroplastik her.

- Plastikprodukte müssen frei von giftigen Zusatzstoffen, langlebig und
recycelbar sein.

- Es muss deutlich mehr Plastik gesammelt und recycelt werden, damit es nicht in
der Umwelt freigesetzt wird.


#Die EU kann einen riesigen Beitrag für eine Welt ohne Plastikverschmutzung
leisten. Doch dafür muss sie jetzt konsequent bleiben und darf sich nicht von
der Plastik-Lobby weich machen lassen. Nicht nur das Pariser Klimaschutzabkommen
hat gezeigt: Wenn Europa sich nicht rührt, passiert nichts. Jetzt muss die EU
eine effektive Plastik-Strategie beschließen - dann werden ihr die anderen
Staaten folgen. Bitte unterstützen Sie unseren Appell und unterschreiben Sie
jetzt!

Jetzt klicken und gegen Plastikmüll unterzeichnen
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...YoIbybOmFXWylSU

Herzliche Grüße
Dr. Gerald Neubauer, Campaigner

PS: Pro Minute werden weltweit rund eine Million Plastikflaschen produziert.[9]
Jede dieser Flaschen kann zur Todesfalle für Fische oder Vögel werden, wenn sie
ins Meer gelangt. Bitte helfen Sie uns, den Tod von zehntausenden Tieren zu
verhindern!

Unterzeichnen Sie hier gegen Plastikmüll
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...YoIbybOmFXWylSU

[1] "Wal hatte 30 Plastiktüten im Magen", Spiegel Online, 2. Februar 2017
[2] "Bisphenol A, In unserem Blut fließt Plastik", Wirtschaftswoche, 30. Oktober
2013
[3] "Roadmap, Strategy on Plastics in a Circular Economy", Europäische
Kommission, 26. Januar 2017
[4] "Globale Statistik: Plastik-Welt", Spiegel Online, 19. Juni 2017
[5] "Die Tiefsee ist ein Endlager", Zeit Online, 18. Juli 2017
[6] "Wer Fisch isst, konsumiert Mikroplastik mit", Die Welt, 1. Juni 2015
[7] "Bisphenol A, In unserem Blut fließt Plastik", Wirtschaftswoche, 30. Oktober
2013
[8] "Open Letter: Rethink Plastic’s summer challenge for the commission",
Rethink Plastic Alliance, 10. Juni 2017
[9] "A million bottles a minute: world’s plastic binge ‘as dangerous as
climate change’", Guardian, 28. Juni 2017

--

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Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

Plastik-Flut erreicht Brüssel

in Aus der Welt der Wissenschaft 10.08.2017 20:02
von franzpeter | 9.152 Beiträge

Hingucker im EU-Viertel

Ein toter Albatros mit Plastik im Magen - zu sehen mitten im Brüsseler
EU-Viertel. Bevor die Kommission über ihre Plastik-Strategie entscheidet,
fordern wir mit eindrucksvollen Plakaten strikte Regeln gegen die
Kunststoff-Flut.


Ermöglichen Sie die großen Plakate mit Ihrer Spende!
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...rrKUULBLQv77Mc3

Lieber Peter Schaffarth,

wenn EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und sein Umweltkommissar
Karmenu Vella im September ins Brüsseler EU-Viertel einfahren, trifft ihr Blick
auf große Plakatwände. Darauf ein toter Albatros - verhungert an dutzenden
Plastikteilen im Magen. Im Büro werden die beiden Politiker direkt auf die
großen Plakate angesprochen. Immerhin hängen die Bilder samt Botschaft in ganz
Brüssel. Juncker und Vella wird klar: Sollten sie keine starke Strategie gegen
die Plastik-Flut beschließen, haben sie ein Problem.


So könnte es laufen, wenn wir im September in ganz Brüssel große Plakate
aufhängen lassen. Denn dann will die EU-Kommission Hersteller und
Umweltverbände anhören und danach ihre Plastik-Strategie festzurren. Entweder
mit sehr strengen Vorgaben - oder von Firmen aufgeweicht. Die
Kunststoff-Unternehmen sind reich und bestens vernetzt. Mit den Plakaten haben
wir die Chance, den Lobbyisten die Stimmen von hunderttausenden Menschen
entgegenzusetzen. Sie und mehr als 202645 Menschen aus ganz Europa haben unseren
Plastik-Appell schon unterzeichnet.


Die Werbetafeln an den Haupteinfallstraßen nach Brüssel und rund um die
Gebäude der EU-Kommission kosten 30 Euro pro Tag. Geld, das perfekt eingesetzt
ist, denn die Plakate erreichen die Verantwortlichen ganz persönlich. Je mehr
große Plakate wir finanzieren können, umso beeindruckter werden Juncker und die
zuständigen Kommissare sein. Dafür brauchen wir jetzt Ihre Unterstützung. Denn
bis Anfang nächster Woche müssen wir die Plakatflächen schon buchen. Schon mit
5 Euro helfen Sie enorm!

Machen Sie unseren Protest mit Ihrer Plakat-Spende sichtbar
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...rrKUULBLQv77Mc3

Plastikmüll im Meer ist ein internationales Problem - im Wasser verschwimmen die
Grenzen. Die Einwegflasche aus England wird auf Sylt angeschwemmt, der
Plastikbeutel aus Bayern gelangt über die Donau ins Schwarze Meer. Einzelne
Länder können nicht viel ausrichten, solange ihre Nachbarn sich raushalten.
Doch die EU mit ihren 28 Mitgliedsländern und 500 Millionen Verbraucher/innen
kann einen Unterschied machen. Zumindest, wenn sie die Interessen von
Bürger/innen und Umwelt endlich wichtiger nimmt als die der Konzerne.


Um das zu erreichen, haben wir unseren Appell in einem europaweiten Bündnis
gestartet. Mit dabei ist unsere europäische Schwesterorganisation WeMove.EU -
außerdem Partner aus Österreich, Schweden, Rumänien und Irland. So machen wir
klar: Menschen aus ganz Europa verlangen effektive Regeln gegen Plastikmüll.


Dass politische Plakatwerbung richtig Eindruck machen kann, wissen wir von
unserer Kampagne gegen Gentechnik. Als das Gentechnik-Gesetz im Bundestag zur
Entscheidung stand, buchten wir viele dutzend Plakatflächen rund um den Berliner
Reichstag. Diese haben mächtig Aufsehen im Bundestag erregt, das wissen wir aus
Berichten von Parlamentsmitarbeiter/innen. Und am Ende wurde die Hürden für die
Gentechnik massiv erhöht. Auf diesen Erfolg wollen wir jetzt aufbauen. Bitte
helfen Sie uns bei der Finanzierung. Je mehr Plakate wir in Brüssel aufhängen
können, umso stärker werden wir wahrgenommen. Schon mit 5 Euro bringen Sie die
Aktion weit nach vorne!

Ermöglichen Sie die Plakat-Aktion jetzt hier mit Ihrer Spende
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...rrKUULBLQv77Mc3

Herzliche Grüße
Dr. Gerald Neubauer, Campaigner

PS: In Brüssel sind übrigens rund 20.000 Wirtschaftslobbyisten aktiv.[1] Die
Interessen von Bürger/innen und Umwelt gehen da schnell unter. Doch mit unseren
Plakaten rücken wir sie wieder ins Blickfeld. Bitte helfen Sie uns dabei.

Klicken Sie hier und spenden Sie für Plakate in Brüssel
https://www.campact.de/plastikmuell/appe...rrKUULBLQv77Mc3

Falls Sie das bevorzugen, können Sie Ihre steuerlich abzugsfähige Spende auch
direkt auf unser Aktionskonto überweisen:

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE16251205106980031201
BIC BFSWDE33HAN


[1] "Lobbyismus in der EU", www.lobbycontrol.de, August 2017

--

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Mit freundlichen Grüßen
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