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#1

Sahra Wagenknecht - Couragiert gegen den Strom

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.09.2017 13:47
von franzpeter | 9.008 Beiträge

Sahra Wagenknecht - Couragiert gegen den Strom -

Was können wir heute noch von Goethe lernen?

Sahra Wagenknecht: Goethe war einer der frühesten Kapitalismuskritiker. Wenn man
den "Faust", vor allen Dingen "Faust II" liest, entdeckt man, dass das ein
unglaublich prophetisches Werk ist.

Goethe hat auf der einen Seite natürlich die Potenziale des Kapitalismus
gesehen, Reichtum zu schaffen, Wohlstand zu schaffen, aber eben auch die ganzen
Gefahren dahinter.

Faust ist ja zum Schluss quasi der Gebieter über einen Weltkonzern und dieser
Weltkonzern expandiert weiter und Faust hält es nicht aus, dass ein kleiner
Hügel nicht zu seinem Besitz gehört. Weil er aber eben alles beherrschen will,
wird er am Ende dadurch zum Verbrecher: Er schickt Mephistopheles und lässt die
alten Leute, Philemon und Baucis, verbrennen.

Und Goethes "Faust" enthält auch die prophetische Beschreibung: "Krieg, Handel
und Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen". Also Welthandel und
kriegerische Konflikte um Rohstoffe, das gehört schon für Goethe alles zum
Kapitalismus dazu. Also, da steckt unheimlich viel drin, was man entdecken kann
und entdecken sollte.


NDS 14. September 2017

Ein großer Fehler der Linkspartei: Sie hätte Sahra Wagenknecht zur
Kanzlerkandidatin machen sollen.

Albrecht Müller

Dann wäre der Anspruch auf den politischen Wechsel sichtbar geworden. Dann wäre
die fortschrittliche Alternative personalisiert - was angesichts der Neigung
vieler Menschen, die Politik wie den Sport und die Unterhaltung an Personen
festzumachen, nur eine Konzession an diese Gewohnheit gewesen wäre.

Am Beispiel eines Interviews mit Sahra Wagenknecht, dessen Verschriftung unten
folgt, will ich sichtbar machen, wie berechtigt diese Personalisierung und die
Nominierung als Kanzlerkandidatin gewesen wäre. Hoffentlich ist man beim
nächsten Mal klüger und lässt die parteiinternen Eifersüchteleien beiseite.

Übrigens: Auch die Linkspartei ist in Gefahr, von innen heraus zermürbt und
entleert zu werden, wie wir das bei den Grünen und der SPD erlebt haben. Die
Unterwanderung von potenziell fortschrittlichen Parteien gehört wie die
Lobbyarbeit und die Propaganda zu den Methoden, mit deren Hilfe sichergestellt
werden soll, dass die neoliberalen und militärisch orientierten Kräfte die
Oberhand all überall auf der Welt behalten. Ich verweise auf den gestrigen
Beitrag "Ein Politbüro für den Kapitalismus?" So fragte der "Spiegel" im Blick
auf das mächtige "Council on Foreign Affairs" (CFR)
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=40074> .

Hier aber nun zunächst das Video
<https://www.youtube.com/watch?v=9MEaAYanT_M&feature=youtu.be>
mit Sahra Wagenknecht und hier das verschriftete Interview. Wer sich genauer
informieren will, sollte sich Wagenknechts Buch "Couragiert gegen den Strom
<https://www.westendverlag.de/buch/couragiert-gegen-den-strom/?utm_source=NDS&utm_medium=Banner&utm_campaign=Wagenknecht>
" vornehmen:

"Wenn ich ehrlich sein will zu mir selbst, muss ich mich auch politisch
engagieren und deswegen habe ich damals dann 1990/91 damit angefangen."



Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der LINKEN, im Gespräch über ihre Politik,
ihr neues Buch, Goethe und die Zukunft


Politisch gegen den Strom zu schwimmen kostet Kraft und Mut. Woher nehmen Sie
beides?

Wenn man sich die Welt anguckt, acht Superreiche haben mehr Vermögen als die
Hälfte der Weltbevölkerung,
dann ist das doch krank und es zeigt auch, dass
diese Wirtschaftsordnung krank ist. Selbst in einem Land, das so reich ist wie
Deutschland, wo die Wirtschaft brummt, wo die großen Unternehmen mehr verdienen
als je zuvor, gibt es immer mehr schlecht bezahlte, unsichere
Arbeitsverhältnisse. Die Menschen haben Angst vor Altersarmut. Wir haben
miserabel ausgestattete Schule für unsere Kinder und ich finde das darf man
nicht hinnehmen. Man darf sich nicht damit abfinden und das ist für mich auch
die Motivation hier etwas zu ändern.


Kann man in Zeiten großer Koalitionen und des neoliberalen Mainstreams Politik
gegen den Strom machen?

Das ist nicht nur möglich, sondern eigentlich die Aufgabe demokratischer
Politik, dass sie eben nicht für die oberen Zehntausend sich einsetzt, sondern
für die Interessen der Mehrheit. Aber, man braucht natürlich das Rückgrat,
sich wirklich mit den Mächtigen, mit denen die die Konzerne lenken, mit denen
die an der Spitze der Banken stehen und vor allen Dingen mit den großen
Eigentümern von Kapital, anzulegen und dieses Rückgrat fehlt leider den meisten
Politikern
. Und vor allem muss man aufpassen, dass man sich nicht kaufen lässt.
Gerade Parteispenden an große Unternehmen oder aber die Verlockungen durch
lukrative Aufsichtsratsmandate das ist gekaufte Politik und die setzt sich dann
eben nicht mehr für die Mehrheit ein.


Stichwort "gekaufte Politik" - werden Politiker zu schlecht bezahlt?

Ich glaube, daran liegt's nicht, aber es ist natürlich für manche Leute
lukrativ, sich am Ende der politischen Laufbahn nochmal das ganz große Geld zu
sichern, indem sie ihre Adressbücher versilbern.
Und ich denke, es ist immer ein
Problem, wenn sich in den Händen von Wenigen riesige Vermögen zusammenballen,
weil dadurch immer die Macht entsteht, auch das politische Geschehen zu
beeinflussen und am Ende ist das mit Demokratie einfach nicht vereinbar.

Handeln Politiker aktiv oder werden sie getrieben?

Ich glaube, es gibt in allen Parteien Politiker, die sich ganz ehrlich,
couragiert und engagiert, zum Beispiel in ihrem Wahlkreis, für bestimmte Dinge
einsetzen. Aber wenn es um die Bundespolitik geht, dann nehmen natürlich
bestimmte Lobbys massiv Einfluss, und zwar Lobbys, die auch eine Kampagnenmacht
haben, die auch Macht über Medien haben.
Wir haben es ja jetzt aktuell wieder
gesehen, wie zum Beispiel eine Forderung, die vor wenigen Jahren von den meisten
Parteien noch unterstützt wurde, nämlich die Forderung nach einer
Vermögenssteuer, wie diese Forderung durch eine massive Pressekampagne so
diskreditiert wurde
, dass noch nicht einmal mehr die SPD sich traut, diese
Forderung in ihr Wahlprogramm zu schreiben. Das heißt, wenn man sich mit diesen
Mächtigen anlegt, muss man natürlich auch damit rechnen, dass man von den von
ihnen dominierten Medien Gegenwind bekommt. Ich glaube, das wollen viel Politiker
nicht. Vor allem haben wir folgendes Problem: Es gibt nicht Wenige, die gehen
nicht in die Politik, weil sie tatsächlich etwas ändern wollen, weil sie
politische Überzeugungen haben usw, sondern weil sie einfach zufällig in eine
bestimmte Partei geraten sind
und dann gucken, wie sie sich da irgendwie
durchwinden und das ist natürlich kein gute Voraussetzung für verlässliche
Politik.

Hat sich Politikmachen verändert, seit sie dabei sind?

Ich denke, es hat sich längerfristig gesehen schon etwas verändert. Politik
wird viel stärker medial gemacht. Das Debattenforum beispielsweise ist ja vom
Bundestag in die Talkshows verschoben, was natürlich ein Problem ist. In den
letzten Jahren hat neben den Talkshows die Bedeutung der sogenannten "Sozialen
Medien", also Twitter, Facebook usw., extrem zugenommen. Jeder, der politisch
etwas erreichen will, bedient inzwischen diese natürlich auch. Nur, er bedient
damit natürlich auch Konzerne mit einem unkontrollierbaren Algorithmus. Bei
Facebook habe ich zwar im Griff, was ich einstelle. Aber ich habe nicht im Griff,
was der User tatsächlich sieht. Das entscheidet der Algorithmus von Facebook.

Insoweit sind das eben einfach auch noch mal ganz neue Mechanismen. Umgekehrt
gilt allerdings auch: keiner kann mich dort zensieren, ich bin nicht davon
abhängig, ob ARD, ZDF oder eine Zeitung der Meinung ist, meine Meldung ist gut
genug, um davon zu berichten. Ich kann alles dort einstellen, was ich einstellen
will. Es gibt also Vor- und Nachteile, aber es ist eben tatsächlich ein neues
Medium seit einigen Jahren, das es vorher so gar nicht gab.

Ist die SPD noch zu retten?

Das wüsste ich auch gern. Ich habe schon seit Jahren immer wieder gedacht, okay,
jetzt ist das Limit erreicht, jetzt fängt sie sich wieder. Auch damals, als
Frank-Walter Steinmeier die 23 Prozent erreichte, da dachte man doch, irgendwie
muss die SPD doch verstehen, dass wenn sie gegen ihre eigenen Wähler Politik
macht, wenn sie Renten kürzt, wenn sie Löhne drückt, dass das natürlich nicht
goutiert wird. Die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne wählen eben nicht SPD
und trotzdem haben sie immer weiter gemacht. Auch als Schulz nominiert wurde gab
es ja bei vielen zunächst einmal die Hoffnung, dass er die SPD wieder zu einer
sozialdemokratischen Partei machen würde. Er hat dann aber in den
darauffolgenden Monaten alles dafür getan, diese Hoffnung zu zerstören. Der
traurige Endpunkt war das Umjubeln von Starredner Schröder, also ausgerechnet
des Agenda-Kanzlers auf dem SPD-Parteitag und das alles unter dem Slogan "Zeit
für Gerechtigkeit". Absurder geht's nicht.
Also, insoweit: ich weiß es nicht.
Zumindest gibt es bisher keine Anzeichen dafür, dass sie wirklich wieder zu
einem Kurs zurückfinden will, der ihr Anerkennung bei den Leuten garantieren
wird, weil sie sich wirklich für ihre Interessen einsetzt. Sie setzt sich gegen
ihre Interessen ein, nach wie vor.

Die wichtigsten Dinge, die Sie in Deutschland ändern würden?

Ich denke, dringend ist die Wiederherstellung des Sozialstaates. Das ist ja noch
nicht einmal irgendwie eine sozialistische Forderung. Längerfristig möchte ich
eine andere Wirtschaftsordnung, längerfristig will ich den Kapitalismus
überwinden. Aber kurzfristig wäre ja schon viel getan, wenn man wenigstens
wieder für alle eine gute Krankenversicherung herstellt, dass man nicht mehr
zuzahlen muss, dass nicht der Arbeitnehmer alleine oder immer mehr von den
Beiträgen zahlen muss. Es wäre viel getan, wenn wir wieder eine
Arbeitslosenversicherung hätten, die wirklich vor einem sozialen Absturz
schützt und vor allem auch eine Rentenversicherung, bei der nicht
Durchschnittsverdiener sogar Angst vor Altersarmut haben müssten. Und dieser
ganze Riester-Unsinn, der ist doch gefloppt. Jeder weiß heute, dass das nur
Banken und Versicherungen reich macht. Also, warum gehen wir nicht den Weg von
Österreich, lassen alle einzahlen, auch Selbständige, auch Beamte und haben am
Ende eine gesetzliche Rente wie in Österreich, die aktuell 800 Euro mehr im
Monat beträgt, als in Deutschland. Das wären ganz wichtige Reformen. Dann
brauchen wir ein gerechtes Steuersystem, das nicht Geringverdiener und
Mittelverdiener belastet, sondern vor allem Superreiche besteuert und die
Vermögenssteuer ist auch ein wichtiger Punkt. Und außenpolitisch muss
Deutschland endlich wieder die Kurve bekommen und eine Außenpolitik machen, die
sich an den Traditionen Willy Brandts orientiert: also Friedenspolitik,
Entspannungspolitik, auch gerade gegenüber Russland. Das wäre ganz, ganz
entscheidend statt einer US-Politik, gerade jetzt auch unter Donald Trump,
hinterherzulaufen, die den Weltfrieden immer mehr gefährdet.

Wie kann man der Politikverdrossenheit begegnen?

Die Politikverdrossenheit kommt ja daher, dass die Menschen - und das ist für
viele sehr wichtig - das Gefühl haben, dass sich die Politik nicht mehr um ihre
Interessen kümmert und dass sie auch die Bodenhaftung verloren hat. Wenn Frau
Merkel den Menschen erzählt, Deutschland gehe es so gut wie nie zuvor und man
weiß aber real, das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung
errechnet, vierzig Prozent der Bevölkerung haben heute weniger Einkommen, als
Ende der 90er-Jahre, dann ist das eine Demonstration einer solchen Ignoranz
gegenüber den Lebensverhältnissen, dass man sich nicht wundern muss, dass
Menschen sich abwenden, dass sie das Gefühl haben, entweder wissen die Politiker
überhaupt nicht mehr, wie es ihnen geht oder aber, sie interessieren sich nicht
dafür. Ein Beispiel: Das Wahlplakat der CDU "Für ein Deutschland in dem wir gut
und gerne leben". Das ist doch eigentlich eine Aufforderung Frau Merkel
abzuwählen, denn in diesem Deutschland leben heute eben sehr viele Menschen
nicht mehr gut, sondern sehr unsicher. Sie haben einfach Angst, soziale Ängste
und andere Ängste. Frau Merkel aber nimmt sozusagen diese Plakatwerbung für
sich und die Aussagen werden öffentlich kaum in Frage gestellt.

Kooperation statt Egoismus - werden wir den Raubtierkapitalismus irgendwann
überwinden?

Erst einmal liegt ja der Raubtierkapitalismus gar nicht im Interesse der
Mehrheit. Selbst unter egoistischen Gesichtspunkten ist die Mehrheit eigentlich
Leidtragende des Raubtierkapitalismusses. Es ist aber auch ansonsten überhaupt
nicht Realität, dass Menschen so funktionieren, wie in der herrschenden
Ökonomie angenommen: Der homo oeconomicus also, der immer nur seinen Nutzen
maximiert. Unter dieser Annahme würde auch der Kapitalismus nicht funktionieren.
Ich meine, es gibt auch in dieser heutigen Gesellschaft ganz viele Menschen, die
sich ehrenamtlich engagieren, die sich für andere einsetzen. Und selbst in einem
Konzern, wenn dort nur Dienst nach Vorschrift gemacht würde, also nur das, was
abrechenbar geleistet werden muss, auch getan würde, wäre die Leistung eben
nicht da. Das heißt, Menschen sind soziale Wesen und Menschen leiden ja
eigentlich auch unter nichts so sehr, wie unter Einsamkeit. Menschen wollen ja
auch in einem Umfeld leben, in dem sie nicht das Gefühl haben, dass es riesige
soziale Spaltungen gibt. Und insoweit glaube ich, eine Gesellschaft, die nur auf
Isolierung setzt, auf Egoismus, die geht auch an den Bedürfnissen der meisten
Menschen vorbei. Und diejenigen, die heute ihren Egoismus exzentrisch ausleben,
auch in Form von Gier, in Form von schamloser Bereicherung, das ist ein Teil der
Oberschicht, das sind Leute an der Spitze von Banken, an der Spitze von
Autokonzernen beweisen einen völligen Verfall von Moral, der dahinter steht und
diesen Verfall findet die Mehrheit unserer Gesellschaft auch nicht gut.

Eine Schlüsselsituation Ihrer Politisierung?

Im Grunde gibt's da zwei. Zunächst einmal war ich als Jugendliche eigentlich
mehr mathematisch-naturwissenschaftlich interessiert und gar nicht politisch. Ich
habe dann aber mit 16 Jahren angefangen Goethe zu lesen, klassische Literatur zu
auch andere Klassiker, und da habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben
überhaupt die Frage gestellt, warum sind Gesellschaften so wie sie sind, warum
beispielsweise, damals für mich, ist die DDR so ein versteinertes System
geworden, obwohl sie doch eigentlich mal andere Ansprüche hatte oder andere
Ideale dahinterstanden. Und da habe ich angefangen über gesellschaftliche Fragen
nachzudenken und habe dann natürlich auch später sehr viel Marx gelesen und
Rosa Luxemburg, aber dass ich mich wirklich politisch engagiere, das war erst das
Ergebnis der Wendezeit, also als ich plötzlich in der Bundesrepublik gelebt
habe. Ich wollte immer eine andere DDR, ich war nie besonders glücklich mit den
Verhältnissen, die ich in der DDR hatte. Aber ich wollte auch nicht im
Kapitalismus leben. Und als ich mich dann nach der Wende auf einmal in eben
dieser Bundesrepublik wiederfand, stand natürlich für mich die Frage im Raum,
welchen Lebensweg gehe ich jetzt. Vorher wollte ich eigentlich Philosophin
werden, wollte an einer Universität arbeiten und dann dachte ich, nee, also
irgendwo, wenn ich ehrlich sein will zu mir selbst, muss ich mich auch politisch
engagieren und deswegen habe ich schließlich 1990/91 damit angefangen.

Was können wir heute noch von Goethe lernen?

Goethe war einer der frühesten Kapitalismuskritiker. Wenn man den "Faust", vor
allen Dingen "Faust II" liest, entdeckt man, dass das ein unglaublich
prophetisches Werk ist.


Goethe hat auf der einen Seite natürlich die Potenziale des Kapitalismus
gesehen, Reichtum zu schaffen, Wohlstand zu schaffen, aber eben auch die ganzen
Gefahren dahinter.

Faust ist ja zum Schluss quasi der Gebieter über einen Weltkonzern und dieser
Weltkonzern expandiert weiter und Faust hält es nicht aus, dass ein kleiner
Hügel nicht zu seinem Besitz gehört. Weil er aber eben alles beherrschen will,
wird er am Ende dadurch zum Verbrecher: Er schickt Mephistopheles und lässt die
alten Leute, Philemon und Baucis, verbrennen.

Und Goethes "Faust" enthält auch die prophetische Beschreibung: "Krieg, Handel
und Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen". Also Welthandel und
kriegerische Konflikte um Rohstoffe, das gehört schon für Goethe alles zum
Kapitalismus dazu. Also, da steckt unheimlich viel drin, was man entdecken kann
und entdecken sollte.


Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=40095#more-40095
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=40095#more-40095>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

Demokratie braucht Konkurrenz und Medien, die diese Konkurrenz auch zulassen

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.09.2017 14:21
von franzpeter | 9.008 Beiträge

Wie "Qualitätszeitungen" sich nach der 'Haltet-den-Dieb-Methode' aus der
Verantwortung zu stehlen. FS


NDS 14. September 2017

Demokratie braucht Konkurrenz und Medien, die diese Konkurrenz auch zulassen

Von Jens Berger

Heribert Prantl

Heribert Prantl ist ein publizistisches Faszinosum. Bei bestimmten Themen, wie
der inneren Sicherheit oder dem Überwachungsstaat, ist das Mitglied der
Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung eine der klügsten Stimmen im klassischen
Journalismus.

Bei anderen Themen scheint ihm jedoch der Durchblick abhandengekommen zu sein.
Anfang dieser Woche überraschte uns Prantl beispielsweise mit einem
verstörenden Kommentar, in dem er ausgerechnet die Linken und die Grünen für
das Erstarken der AfD verantwortlich macht
<http://www.sueddeutsche.de/politik/gruene-linke-oder-die-afd-der-dritte-platz-wird-den-ton-angeben-1.3660081>
.
<http://www.sueddeutsche.de/politik/gruene-linke-oder-die-afd-der-dritte-platz-wird-den-ton-angeben-1.3660081>


Kernthese: Die Opposition habe es nicht geschafft, ihre Ideen der
Öffentlichkeit zu präsentieren. Und das sagt ein Chefredakteur, dessen Zeitung
Seit´ an Seit´ mit zahlreichen anderen "Qualitätszeitungen" alles nur
Denkbare tut, um die Linken und den linken Flügel der Grünen zu
diskreditieren. Das hat schon Chuzpe, lieber Herr Prantl. Für eine
ernstzunehmende Debatte disqualifizieren Sie sich damit aber.

"Üblicherweise wird der bisherige AfD-Erfolg der von Angela Merkel geführten
großen Koalition in die Schuhe geschoben […] Und das übersieht vor allem,
dass die parlamentarische Opposition, also Grüne und Linke, es in den
vergangenen vier Jahren nicht geschafft haben, Hort und Hauptanziehungspunkt der
Kritik an der Bundesregierung zu sein. Das Wachsen der AfD ist auch ein Ergebnis
des Versagens der anderen kleineren Parteien."

Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung

Nun, lieber Prantl, wie kommt es denn, dass Grüne und Linke es angeblich nicht
geschafft haben, "Hort und Anziehungspunkt der Kritik an der Bundesregierung zu
sein"? Könnte das nicht auch daran liegen, dass die klassischen Medien jede noch
so kleine progressive Kritik am Merkel-Einerlei bereits im Keim erstickt haben?

Ein schönes Beispiel dafür ist Ihr Kollege Thomas Denkler, der immer dann in
schräger Rhetorik über die Opposition herfällt
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=35969> , wenn diese ihren Job
macht, die Regierung kritisiert und die Lage des Landes nicht derart
naiv-rosarot darstellt.
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=35969>

Wenn Sahra Wagenknecht oder eine andere Stimme der Opposition Aufrüstung,
Spannungspolitik und NATO-Osterweiterung kritisiert, hagelt es regelmäßig
harsche Kritik von Denkler und seinem transatlantischen Kollegen Stefan
Kornelius.

Letzterer war auch stolz wie Bolle, dass die klassischen Medien in der
Ukraine-Krise mit einer Stimme sprachen
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=25559>
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=25559> - der Stimme Washingtons,
der Stimme der Kanzlerin. Kritisches von der Opposition hat da keinen Platz.
Heute wählen viele Protestwähler die AfD wegen deren Russland-Politik, die sie
als löbliche Alternative zur Spannungspolitik der Großen Koalition wahrnehmen
.

Dass es auch andere Oppositionskräfte gibt, die wesentlich glaubhaftere
Ansätze für eine echte Entspannungspolitik haben, ist diesen Wählern offenbar
nicht bekannt. Wie auch? In den klassischen Zeitungen wird darüber selten und
wenn dann meist mit negativem Unterton berichtet. Die Süddeutsche macht da
keine Ausnahme.

Und wie sieht es mit dem wohl wichtigsten Thema des Landes aus - der Arbeits-
und Sozialpolitik? Gerade auf diesem Themenfeld gibt es ja große Unterschiede
zwischen der Großen Koalition und der im Bundestag vertretenen Opposition.

Aber auch hier gibt es einen großkoalitionären überbreiten
Meinungsmainstream, dem auch die Süddeutsche angehört. Wie kommt es wohl beim
Wähler an, wenn jeder noch so kleine Gegenentwurf zum neoliberalen Allerlei von
wirtschaftsliberalen Redakteuren wie ihrem Kollegen Marc Beise angegriffen wird?
Tagaus, tagein werden progressive Ansätze von den Medien verteufelt und mit
Hilfe ideologischer Heckenschützen, die dann als "Experten" zitiert werden, als
naiv, unbezahlbar, kontraproduktiv und ruinös dargestellt.

Herr Prantl, wundern Sie sich ernsthaft, dass die Saat, die ihre Kollegen säen,
nun aufgeht? Wundern Sie sich, dass ausgerechnet die neoliberale FDP und in
Teilen sogar noch neoliberalere AfD nun vom Wähler als Alternative gesehen
werden?

Warum ausgerechnet die AfD? Das frage ich mich auch. Mag es daran liegen, dass
sehr viele unserer Mitbürger sich bereits in die geistige Fundamentalopposition
begeben haben und sich einfach auf die Seite schlagen, die von "den Eliten"
zumindest vordergründig am meisten ausgegrenzt wird?

Wir kriegen viele Leserzuschriften - die allermeisten davon sind klug, wenige
sind es nicht unbedingt. Aber gerade aus diesen eher dummen Zuschriften - oft von
AfD-Fans - lassen sich Muster herauslesen.


Die Wut dieser Menschen ist gigantisch und sie sucht ein Ventil. Dieses Ventil
bietet die AfD diesen Menschen und die - natürlich vollkommen nachvollziehbare
- Ablehnung der AfD durch das Establishment wird von diesen Wutbürgern sogar
als Bestätigung aufgenommen. Diese Menschen haben ihr Vertrauen in die Politik,
in die Institutionen und in die Medien doch nicht verloren, weil Linke und
Grüne eine schlechte Performance abgeliefert haben.

Etwas Ähnliches konnten wir doch schon in den USA beobachten, wo die Zahl derer,
die einfach nur einen Schraubenschlüssel ins Getriebe eines Systems schmeißen
wollten, das sie im Kern ablehnen, eine kritische Masse erreichte. Aber auch das
war Ihren Kollegen ja zu komplex und man zauberte "den hackenden Russen" aus dem
Hut.
Nun ja.

Sie fragen nun, wer schuld am Erstarken der Rechtspopulisten ist. Es waren und
sind die Politik, die Institutionen und die Medien selbst, die sich diesen Schuh
anziehen müssen.


Wer beispielsweise berechtigte Kritik an Angela Merkels Flüchtlingspolitik
instinktiv in die
" <http://www.nachdenkseiten.de/?p=32190> braune
Schublade
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=32190> " packt, muss
sich doch nicht wundern, wenn einige der derart schroff Aussortierten sich dann
dort einrichten.

Als beispielsweise Sahra Wagenknecht berechtige Kritik an der
Flüchtlingspolitik der Kanzlerin äußerte, schlugen Ihre Kollegen sich
blitzschnell auf die Seite einiger Heckenschützen in der Linkspartei und
versuchten, kritische linke Stimmen mundtot zu machen
<http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-alle-gegen-sahra-1.3097100>
.
<http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-alle-gegen-sahra-1.3097100>


Und nun wundern Sie sich, dass nur noch die AfD als kritische Stimme auf diesem
Themenfeld wahrgenommen wird.


Es waren Medien wie die Süddeutsche, die durch ihren - sicher im Kern ja gut
gemeinten - Verzicht der Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik selbst zur
fortschreitenden Polarisierung der Gesellschaft beigetragen haben. Und nun macht
man sich einen schlanken Fuß und schiebt die Schuld der politischen Linken in
die Schuhe. Das ist gemein, feige und analytisch unterkomplex, lieber Herr
Prantl.

Vollkommen unverständlich wird diese Analyse jedoch dann, wenn man sieht, wie
sie an anderer Stelle mit der SPD umgehen
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=39547> .
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=39547> Sämtliche Mitschuld der
SPD am Erstarken der AfD scheinen sie komplett auszublenden. Inhaltliche Kritik?
Fehlanzeige.

Stattdessen loben Sie Martin Schulz über den grünen Klee. Das ist "alles
Kappes", wie Albrecht Müller so treffend formulierte
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=39547> . Und kam von Ihnen oder
Ihrem Blatt eigentlich schon mal Kritik an der inflationären Fokussierung der
Medien auf "AfD-Theme"
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=36515> ?
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=36515> Monokausale
Schuldzuschreibungen sind sicher fehl am Platz. Aber der Kreis derer, die für
das Erstarken der AfD verantwortlich sind, ist groß und Medien wie die
Süddeutsche zählen sehr wohl dazu.

Dabei hätten Sie sich doch in ihrem eigenen Blatt Anregungen holen können.

Erst vor wenigen Monaten hat Ihr Blatt doch den französischen Soziologen Didier
Eribon zu Wort kommen lassen
<http://www.sueddeutsche.de/politik/praesidentschaftswahl-in-frankreich-didier-eribon-wer-macron-waehlt-waehlt-le-pen-1.3470851>
.

Doch offenbar ist seine brillante Analyse, die nahezu 1:1 von Frankreich auf
Deutschland übertragbar ist, nicht bis zu Ihnen durchgedrungen. Sie können sich
auch gerne einmal die kurze Rezension
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=34796> von Eribons letztem Buch
<http://www.suhrkamp.de/buecher/rueckkehr_nach_reims-didier_eribon_7252.html>
<http://www.suhrkamp.de/buecher/rueckkehr_nach_reims-didier_eribon_7252.html>
anschauen, die Udo Brandes für die NachDenkSeiten geschrieben hat. Eribon hätte
seine professionelle Freude an ihren Thesen und würde verzweifelt den Kopf
schütteln.


"Demokratie braucht Konkurrenz, und wenn dieses Bedürfnis nicht ausreichend
befriedigt wird, taucht eine neue Partei auf, die das Bedürfnis befriedigt -
derzeit freilich auf gefährliche, nationalistische, chauvinistische und
islamophobe Weise."


- Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung

Ja, Demokratie braucht Konkurrenz und Medien, die diese Konkurrenz auch
zulassen. Sie und Ihre Kollegen können doch nicht jeden Anflug inhaltlicher
Konkurrenz zertrampeln und sich dann lautstark darüber echauffieren, dass die
Demokratie nun vor die Hunde geht. Denken Sie mal darüber nach.




Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=40089#more-40089
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=40089#more-40089>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

Sahra Wagenknecht soll eingemauert und gemobbt werden.

in Aus der Welt der Wissenschaft 13.10.2017 22:33
von franzpeter | 9.008 Beiträge

NDS 13. Oktober 2017

Sahra Wagenknecht soll eingemauert und gemobbt werden.

Riexinger: "Sahra muss gegangen werden und daran arbeiten wir".

Es ist schon seit Tagen erkennbar, dass in der Linkspartei die
Parteivorsitzenden Riexinger/Kipping mit Unterstützung anderer und von außen
versuchen werden, Sahra Wagenknecht und den inhaltlich orientierten Teil der
Linkspartei loszuwerden.
Ohne Rücksicht darauf, was das für die
Aktionsfähigkeit und auch für die Wahlchancen bedeutet. Jetzt sind
Äußerungen des Parteivorsitzenden Riexinger bei einem Treffen in Madrid
bekannt geworden, die das bestätigen. Damit verbunden sind weitere Indizien.

Albrecht Müller


Zunächst zur Bild-Zeitung:

Die Kernsätze der Äußerungen von Riexinger, vermutlich im Suff und damit umso
wahrer, lauten:

"Sahra ist leider nicht aufzuhalten als Fraktionsvorsitzende. Man kann sie nicht
einfach abschießen. Sahra muss gegangen werden und daran arbeiten wir. Wenn wir
sie immer wieder abwatschen und sie merkt, sie kommt mit ihren Positionen nicht
durch, wird sie sicher von alleine gehen."

Wenn die Mitglieder der Linkspartei und die Parteitags-Delegierten einigermaßen
auf Draht wären und ihre Verantwortung begreifen würden, dann würden sie
diesen Vorsitzenden wegen parteischädigendem Verhalten sofort abwählen
. Aber
etwas Derartiges wird vermutlich nicht geschehen. Eher das Gegenteil.

Sahra Wagenknecht soll eingemauert werden. Dafür soll die Geschäftsordnung der
Linken-Fraktion geändert werden

Im Anhang sind vier Anträge zur Änderung der Geschäftsordnung zusammengestellt
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=40566> .
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=40566>

Danach würden die Parteivorsitzenden gleichberechtigtes Rederecht mit den
Fraktionsvorsitzenden im Parlament haben, und zum Beispiel könnte Sahra
Wagenknecht das Rederecht im Bundestag mit Verweis darauf, dass sie "von der
Mehrheitsmeinung" abweichende Positionen vertrete, sogar ganz genommen werd
en.

Da kann man Sahra Wagenknecht nur empfehlen, nicht mehr zu kandidieren.
Offensichtlich ist die Führung der Linkspartei - namentlich Riexinger und
Kipping
- so von sich überzeugt, dass sie dieses Mobbing ohne Rücksicht auf
Verluste betreiben.


Mehr: http://www.nachdenkseiten.de/?p=40566
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=40566>



huffingtonpost.de 13.10.2017

"Bild" behauptet: Mit diesem Plan wollte der Linken-Chef Sahra Wagenknecht aus
der Partei mobben

- Der Linken-Chef Riexinger soll laut "Bild" versuchen, Wagenknecht aus der
Partei zu mobben

- Riexinger streitet das ab


Neuer Zoff in der Linkspartei?

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung
<http://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/sahra-wagenknecht/wird-sahra-wagenknecht-in-der-linkspartei-gemobbt-53512806,view=conversionToLogin.bild.html>
soll Parteichef Bernd Riexinger versucht haben, die Fraktionsvorsitzende Sahra
Wagenknecht aus der Partei zu mobben. Wagenknecht gilt schon lange als strittige
Personalie innerhalb der Linken.

Riexinger bestritt auf Anfrage der Boulevardzeitung alle dahingehenden
Ambitionen und die von der "Bild" zitierten Aussagen.

Die Zeitung bezog sich jedoch auf Aussagen eines Zeugen, der per
eidesstattlicher Erklärung
versicherte, Riexinger habe auf einer Sommer-Tagung
der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Oktober seinen Plan gegen Wagenknecht vor rund 80
Nachwuchspolitikern erläutert.

Die "Bild" zitiert Riexinger: "Sahra ist leider nicht aufzuhalten als
Fraktionsvorsitzende. Man kann sie nicht einfach abschießen. Sahra muss
gegangen werden und daran arbeiten wir. Wenn wir sie immer wieder abwatschen und
sie merkt, sie kommt mit ihren Positionen nicht durch, wird sie sicher von
alleine gehen."


Riexinger laut "Bild": "Lafontaine, dieses Arschloch"

Wagenknechts Mann Oskar Lafontaine habe der Linken-Chef laut "Bild" ein
"Arschloch" genannt - Lafontaine habe ihn "verraten". Ob hinter den
Anschuldigungen tatsächlich ein Komplett gegen Wagenknecht steckt, ist unklar.

Dass ausgerechnet der eher besonnene Linken-Chef Bernd Riexinger auf einer
Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und vor anwesenden Jugendpolitikern
eine solch heikle Aussage trifft, wirkt zunächst unwahrscheinlich.

Doch in der Linkspartei rumpelt es schon länger. Linken-Bundesgeschäftsführer
Matthias Höhn erklärte zuletzt gar demnächst zurücktreten zu wollen. Er habe
sich laut "Tagesspiegel" mit Riexinger und Co-Chefin Katja Kipping überworfen.

Lafontaine sprach von "latent innerparteilichen Konflikten". Kipping und
Riexinger hätten sich "mit der Entscheidung für die Spitzenkandidatur für
Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch während des ganzen Bundestags-Wahlkampfes
nicht abfinden können".



Quelle:
http://www.huffingtonpost.de/2017/10/13/...n_18254002.html
<http://www.huffingtonpost.de/2017/10/13/bild-wagenknecht-linke_n_18254002.html>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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