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#1

Rüstungskonzern ratlos

in Aus der Welt der Wissenschaft 04.11.2017 09:33
von franzpeter | 9.008 Beiträge

Lieber Peter Schaffarth,

Rheinmetall verkündet das Aus für die geplante Panzerfabrik in der Türkei.[1]
Ihr Protest hat gewirkt, unsere Kampagne schaffte es in alle Medien - auch
deshalb gibt der Rüstungskonzern jetzt auf. Hunderttausende unterzeichneten
unseren Appell gegen den Panzer-Deal: Für die neue Bundesregierung ist das
Geschäft mit der Türkei so zum heiklen Thema geworden. Keiner will sich daran
verbrennen. Rheinmetall musste sich eingestehen: Eine Erlaubnis zum Export der
Panzer-Baupläne in die Türkei wird es nicht geben.


Die hartnäckige Arbeit der Rüstungslobby war umsonst. Obwohl die ehemaligen
Minister Franz Josef Jung (CDU) und Dirk Niebel (FDP) mit Posten bei Rheinmetall
geködert wurden, platzte der Deal. Das ist dem Widerstand von über 280.000
Campact-Aktiven zu verdanken - und auch den weiterhin schlechten Beziehungen
zwischen Berlin und Ankara. Präsident Recep Erdogan ist kaum berechenbar: Die
Rheinmetall-Panzer könnte er gegen Protestierende im eigenen Land einsetzen
-
und auch in Krisengebiete exportieren. Vielen Dank, dass Sie mit uns dafür
gestritten haben, diesen Deal zu verhindern!


Die 60.000 Campact-Förder/innen ermöglichen es, dass Campact immer in der Lage
ist, schnell zu recherchieren - und zu handeln. So konnten wir die Chance nutzen,
sobald die ersten Berichte über den geplanten Panzer-Deal erschienen. In Zukunft
wird es uns Bürger/innen noch dringender brauchen. Wenn Rheinmetall eine neue
Schweinerei ausheckt zum Beispiel - die Rüstungslobby ist reich und ausdauernd.
Jede einzelne Förderung macht Campact stärker. Deshalb habe ich eine Bitte:
Werden Sie jetzt Förder/in und stärken Sie uns für weitere Siege gegen
übermächtige Konzerne. Schon mit 5 Euro im Monat helfen Sie enorm.

Klicken Sie hier und fördern Sie Campact regelmäßig
https://www.campact.de/panzerfabrik/appe...2BlAJBPiqLVv5XK

Für mich persönlich war die Panzer-Kampagne eine Herzensangelegenheit. Als ich
erfuhr, dass Rheinmetall eine Fabrik in der Türkei plant, war ich einfach nur
wütend. Ausgerechnet für Präsident Recep Erdogan wollte der Konzern Panzer
bauen. Erdogan, der in seinem Land Richter/innen und Lehrer/innen entlässt und
durch Gefolgsleute ersetzt. Erdogan, der die freie Presse unterdrückt,
Journalist/innen verhaften lässt und sogar in Deutschland Menschen bespitzelt
und drangsaliert.
Ich war mir sicher: Dieser Präsident hätte nicht gezögert,
die Rheinmetall-Panzer auf das eigene Volk schießen zu lassen.

Panzer rollen auf unbewaffnete Menschen zu: Wie bedrohlich, wie furchtbar das in
der Realität aussieht, kann man sich kaum vorstellen. Deswegen haben wir es
gezeigt. Mit einem echten Panzer fuhren wir bei der Rheinmetall-Hauptversammlung
vor. Wir haben Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Kanzleramts-Minister Peter
Altmaier (CDU) auf dem Evangelischen Kirchentag an ihre Verantwortung erinnert.
Das war beiden höchst unangenehm. Dennoch sah es eine Zeit lang so aus als
würde Rheinmetall den Protest aussitzen.

Armin Papperger, der Chef des Rüstungskonzerns, wartete die Wahl ab und musste
danach erkennen: Auch in einer Jamaika-Bundesregierung ist die Panzerfabrik nicht
durchsetzbar. Ihm muss klar sein, dass unser Protest anhält, wenn er es mit der
Exportgenehmigung für die Panzer-Baupläne jetzt weiter versucht. Und die
Grünen achten auf Proteste.

Es spricht sich in der Rüstungsindustrie herum: Unsere Förder/innen versetzen
uns in die Lage, aus dem Stand jederzeit mächtige Kampagnen zu starten. Das gibt
mir Hoffnung. Ihnen auch? Dann machen Sie doch mit und werden Sie Förder/in!
Schon mit 5 Euro monatlich bringen Sie unsere gemeinsamen Ziele voran.

Fördern Sie Campact jetzt regelmäßig
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Herzliche Grüße
Maritta Strasser, Teamleiterin Kampagnen

PS: CDU, CSU und FDP wollen am liebsten mehr Geschäfte mit Waffen zulassen - und
sie wollen viel mehr Geld für Rüstung ausgeben. Es braucht deswegen jetzt eine
besonders starke Bürgerbewegung, die die Öffentlichkeit aufrüttelt.

Ja, ich bin dabei und fördere Campact
https://www.campact.de/panzerfabrik/appe...2BlAJBPiqLVv5XK

Falls Sie einen Brief oder das Fax bevorzugen, drucken Sie einfach unser
Förder-PDF aus und senden Sie es an Campact e.V. Fax: 04231 957 499.
Artilleriestraße 6, 27283 Verden / Aller.
https://blog.campact.de/wp-content/uploa...rn_201711pz.pdf

[1] "Keine Panzer nach Ankara", Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2017

--

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Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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