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Wie entsteht der Mainstream in den Medien? Woher kommt die Propaganda?

in Aus der Welt der Wissenschaft 25.01.2018 16:05
von franzpeter | 9.685 Beiträge

Aufgrund der Quellenlage herrschen bestimmte Denkstrassen vor, von denen der
einzelne zwar abweichen kann, aber nur ab und zu, nie systematisch. Bei
internationalen Konflikten wie in der Ukraine oder Syrien dominiert die Sicht der
USA. Bei Terroranschlägen dasselbe.




Swiss Propaganda Research - Januar 2018

Wie entsteht der Mainstream in den Medien? Woher kommt die Propaganda? Im
folgenden Beitrag spricht erstmals ein Schweizer Top-Journalist über seine
langjährigen Erfahrungen.

Die Tunnelperspektive der «Mainstream-Medien»: Wie es drinnen wirklich ist

Erfahrungsbericht eines Schweizer Journalisten


Das Geständnis

Ich bin selbst schuldig, Teil des Systems zu sein oder zumindest das Spiel
mitzumachen. Zwar versuche ich seit fast zwanzig Jahren mit allen erdenklichen
Mitteln den Mainstream um alternative Perspektiven und unabhängige Stimmen zu
bereichern. Sie mögen vereinzelt wahrgenommen werden, aber am Ende gehen sie im
Mainstream-Lärm meist unter.

Der Ausstieg aus den Mainstream-Medien war für mich bisher nur eine Option für
den Fall, dass ich es nicht mehr aushalten sollte. Soweit, dass ein
Einzeljournalist nicht mehr publizieren kann, was er für richtig hält, wollte
ich es nicht kommen lassen. Nicht in einer Demokratie.


Meine Strategie war immer, drinnen die subtile Gegenstimme zu sein, immer so weit
zu gehen wie möglich. Als Redaktionsmitglied und Ressortleiter habe ich über
Jahre versucht zu verstehen, wie Entscheide, in diese oder jene Richtung zu
publizieren, zu Stande kamen - und wie ich sie beeinflussen konnte, ohne als zu
konträr oder destruktiv zu gelten.

Natürlich habe ich riskiert, die rote Linie zu überschreiten und habe sie auch
überschritten und dafür gebüsst. Ich habe den Chefredaktoren und anderen
Ressortleitern gesagt, wenn ich ihre Thesen falsch fand, ich habe argumentiert,
gestritten, resigniert. Für die einen galt ich als Gewissen der Redaktion, an
anderen perlte alles ab und weitere versuchten mich zu untergraben. Wenn der
Alltag unerträglich wurde, half meistens ein Redaktionswechsel. So arbeitete
ich bereits für diverse Schweizer Tages- und Wochenzeitungen, das Fernsehen,
Agenturen und weitere Medienformate.


Nun möchte ich möglichst anschaulich darstellen, was mich zu meinen
Schlussfolgerungen führte.


Entscheide ohne Verantwortung

Auf die Frage, wieso die Medien oft voller einseitiger Berichte mit Tunnelblick
sind, gibt es keine einfache Erklärung, aber ein paar fassbare Gründe. Nach
zwei Jahrzehnten auf Redaktionen aller Formate weiss ich, wie Entscheide von
Profilierungsgier, Gruppendynamik und Willkür geprägt sind. Und warum sachliche
Argumente oftmals Floskeln wie "wir haben exklusiv", "die anderen Medien haben",
oder "wir müssen dabei sein" unterliegen.

Die Entscheidungsprozesse, die zum jeweiligen Fokus und zur Gewichtung von
Berichten führen, erscheinen für einzelne Journalisten vielfach beliebig und
oft ist unklar, wie sie zustande kamen. Doch die Entscheide basieren auf einer
klaren Wertehaltung, die viele Perspektiven ausblendet, sowie einer Quellenlage,
die sehr selektiv ist. Verantwortlich für die Entscheide und ihre Konsequenzen
fühlt sich sowieso niemand - der Chefredaktor übernimmt bei Beschwerden oder
Klagen die Verantwortung aufgrund seiner Funktion.

Dieses Fahrlässige, dieses Diffuse und Beliebige habe ich immer als Wursterei
empfunden. Doch die Würste, die herauskamen, waren immer sehr normiert -
konform mit einer Weltanschauung, wo schon immer klar ist, wer der Gute und wer
der Böse ist. Schliesslich stammen die Quellen, wenn man sich das genau
überlegt, vor allem von der "guten" Seite.

Die vorherrschenden Denkmuster sind schwer zu erfassen. Man ist zum Beispiel
nicht treu gegenüber den Regierungsmitgliedern, aber weitgehend gegenüber
ihren wichtigsten Interessen. Journalisten spielen gerne auf den Mann. Mit
Personalisierungen lassen sich Leser erreichen. So wurde der amtierende
Schweizer Wirtschaftsminister massiv angegriffen für das undurchsichtige
Steuergeflecht seiner Firma. Seine Wirtschaftspolitik, zum Beispiel der
Freihandel, wird aber nie so genau auseinandergenommen.

Fehlerhafte Berichterstattung hat zudem selten Konsequenzen - höchstens ein
Korrigendum. Selbst Bundesräte, deren Worte komplett zugespitzt wurden bis hart
an die Grenze des journalistisch Zulässigen, sind nach einer Schmollphase gerne
wieder mit ihren Botschaften in der Publikation präsent.

Das Grundproblem des Mainstream-Journalismus ist nicht, dass er bewusst einer
Ideologie folgt oder bewusst eine Weltanschauung vertritt, sondern vielmehr seine
Beliebigkeit, sein vorauseilender Gehorsam und die Selbstzensur, der wichtige
Fragen und Quellen entgehen. Die Tunnel-Perspektive ist selbstauferlegt.


Medienhäuser: Mehr oder weniger Angst

Zu vergleichen, wo das Korsett am engsten war, wäre dumm. Die Spielräume sind
abhängig von der Art des Mediums (Tages-, Wochenformat) und auch von der
Position des Journalisten. Dennoch hat jeder Verlag seine Charakteristika, die
das Umfeld der Redaktionen prägen.

Nirgends war das Klima der Angst grösser und expliziter als beim grössten
privaten Medienhaus der Schweiz. Die Angst vor der nächsten Sparrunde,
Umstrukturierung, vor dem unerwarteten Seitenhieb in der Blattkritik. Immerhin
gibt es die interne Blattkritik noch, aber sie hat oftmals wenig mit
Qualitätsgarantie zu tun - sie dient eher als Führungsinstrument, um aufzubauen
und abzuschiessen. Die Journalisten sind in, out oder toleriert.

Wer out ist, wird selten entlassen, sondern im Plenum abgekanzelt oder ignoriert
- aber nie so systematisch, dass es offensichtlich ist für die Mehrheit.
Meistens setzt sich niemand für die Attackierten ein. Die meisten sind froh,
dass die nicht selbst an der Reihe sind.

Das zweitgrösste private Medienhaus der Schweiz ist menschlich und auch
finanziell grosszügiger. Es lag lange mehr Individualismus drin, schräge
Vögel waren toleriert, die Redaktion lange weniger homogen als anderswo. Das
förderte auch Extreme - zu denen zählt, dass überehrgeizige News-LeiterInnen
reihenweise PraktikantInnen ins Burnout trieben, selbst aber keinen
vernünftigen Text auf die Reihe brachten. Es gab Redaktorinnen, die
offensichtlich nicht viel arbeiteten, dafür erzählten, sie seien Musen eines
bekannten Kolumnisten.

Bei diesem Medienhaus herrschte weniger Existenzangst, aber umso mehr
Beliebigkeit. Jede neue Chefredaktion scheint für eine Mission ausgewählt
worden zu sein, um das Volk zu erreichen und die Marke vor dem Niedergang zu
retten. Im Ausland- und Politikteil werden die etablierten Meinungen gerne
zugespitzt - Aufmerksamkeit um jeden Preis.

Auch die Unternehmens-Interessenpolitik ist gnadenlos: In der Wirtschaft sind die
Freunde des Konzernchefs publizistisch penetrant begleitet worden.
Hochgeschrieben werden mussten wegen "oben" gewisse Mode- und Uhrenfirmen
befreundeter Unternehmer. Auch einige Banken- und Pharma-Chefs erhielten aus
demselben Grund immer wieder einen prominenten Platz.

In der News-Abteilung des öffentlichen Rundfunks dominiert die Angst der Leiter,
zu "links" oder angreifbar zu sein.
Darum sind die News immer ein Mitschnitt von
allem - nicht mehrheitsfähige Beiträge kommen nicht auf den Sender.

Das Eigenständige in den Magazin-Formaten ist manchmal originell, aber oft
irrelevant, und nie konträr. Eine der am tiefsten recherchierenden Sendungen
brachte sogar den syrischen Präsidenten vor die Kamera, aber dem gängigen
Narrativ konträre Fragen wurden dann doch nicht gestellt.
Die Ausbildung ist
hingegen qualitativ hochstehend. Es lohnt sich die erfahrenen, zumeist
praktizierenden Ausbildner zu fragen, was sie von der Qualität der Berichte
halten.

Nirgends wollen die Redaktoren so bestätigt werden und gefallen wie beim TV.
Was beim verbreiteten Typus Narzisst auch nicht ankommt, das ist Kritik. Es ist
immer sehr aufschlussreich von Kameraleuten und Cuttern zu erfahren, wie sie
teilweise von Redaktoren behandelt werden.
Die TV-Entscheidungsäger und viele
Redaktoren halten ihren Journalismus dem der Printredaktionen für weitaus
überlegen.

Verlassen kann man ein solches Umfeld immer. Viele hielten es schlicht nicht
mehr aus, arbeiten nun in der PR. Andere schreiben was sie wirklich denken für
eines der leserfinanzierten Online-Magazine
. Solange ich im Mainstream immer
wieder in eine eigene Richtung schwimmen kann, bleibe ich.


Journalismus zwischen Chaos und System

Teil eines Systems zu sein - über diese Vorstellung würden viele Journalisten
lachen. Der Alltag auf den Redaktionen ist meistens so unsystematisch, so
beliebig und chaotisch, dass die Vorstellung einer Systematik geradezu absurd
erscheint.

Man kann der breiten Palette der Journalisten und Journalistinnen vieles
vorwerfen. Aber, wenn sie merken würden, dass sie offensichtlich gesteuert
würden oder einem vorgegebenen Narrativ folgen müssten, dann hätten wohl viele
genügend Rückgrat und Know-how, um sich zu widersetzen.

Dass sie bereits Teil eines bestimmten Narrativs sind und gewisse Denkmuster
verinnerlicht haben, dieses Bewusstsein fehlt jedoch weitgehend
.


Das ist besonders auffällig in der Auslandberichterstattung. Dort herrscht die
US-EU dominierte Sicht- und Erklärweise der Weltereignisse vor. Ich fragte mich
über die Jahre oft, mit wem die Korrespondenten vor Ort sprechen und sich
auseinandersetzen.

Nicht die westlich orientierten Eliten, aber die lokalen Intellektuellen haben
gerade in den Ländern Asiens vor dem Hintergrund ihrer eigenen Grosskulturen
ganz andere Lesearten der globalen Entwicklung.

Aber schon die Selektion der Korrespondenten - sie müssen sich meistens auf der
Redaktion bewiesen haben - setzt der Offenheit gegenüber anderen Perspektiven
Grenzen.

Das Hauptproblem der Auslandleiter sind nicht Korrespondenten, die zu "faul"
sind, um ausserhalb des Büros zu recherchieren. Viel einschneidender ist, dass
Auslandressorts zusehends an Bedeutung verlieren und ihre Mittel reduziert
werden. Das bedeutet, dass zwar Artikel aus den Hotspot-Regionen Platz erhalten.
Ein noch so guter Bericht über ein Land, das gerade nicht im Rampenlicht ist,
ist intern schwierig zu verkaufen.

Die Verantwortlichen müssen gegenüber Korrespondenten, von denen immer weniger
ein Fixum haben, unverbindlich bleiben. Alle Stories, die nicht "zwingend" sind
wegen aktuellen Ereignissen, sind Manövriermasse. Die Frage, was "zwingend" ist,
ist ein Thema für sich. Meistens sind Berichte, die an ein Grossereignis
(Anschlag, Wahlen) geknüpft sind, zwingender als Berichte, die inhaltlich oder
journalistisch überragend sind.

Vor diesem Hintergrund haben es Berichte mit eigenständigen Perspektiven oder
solche, die nicht die "zwingenden Erwartungen" erfüllen, schwierig.
Korrespondenten haben entsprechend wenig Anreiz, solche Stories anzupacken.

Auch die Inland/Politik-Ressorts sind voller "zwingender" Ereignisse (Wahlen,
Parlaments- und Bundesratsentscheide, Naturereignisse).
Allerdings wird der News-
und Primeur-Charakter ebenfalls stark gewichtet. Eine Definition dafür, was
"News" und was ein "Primeur" ist, habe ich noch nie gesehen. Es scheint dazu
einen gewissen Konsens zu geben. Oder zumindest reagieren die Redaktionsleiter
auf eine bestimmte Art von News sehr positiv. Berichte oder Interviews
beispielsweise, die von Nachrichtenagenturen und der Konkurrenz nachgezogen, d.h.
übernommen, werden, sind per se gut - weil das Werbung in eigener Sache ist.

Ein Primeur, der einen "Nachzug" generiert, kann ein sehr breit und tief
recherchierter Bericht sein, der etwas wirklich Neues, Relevantes zu Tage
fördert. Das ist es aber leider oft nicht. Es gibt viel einfachere Wege, solche
Primeurs zu schaffen. Am einfachsten ist es, eine neue repräsentative Studie zu
verwerten oder selbst eine solche in Auftrag zu geben.

Oft sind Primeurs auch exklusiv gesteckte Geschichten - durch PR-Berater oder
PR-Abteilungen von Parteien, Politikern, Unternehmen oder Institutionen. Ob es
eine journalistische Leistung ist, wenn Journalisten oder Chefredaktoren der
auflagenstärksten Zeitungen so etwas "gesteckt" erhalten, lasse ich gerne
offen.

Meistens werden solche Deus-Ex-Machina-News in grossen Redaktionssitzungen auch
nicht präsentiert, geschweige denn zur Diskussion gestellt. Hinterfragen kann
der Einzeljournalist so erhaltene Stories schon, aber gemäss meiner Erfahrung
sind solche "Exklusiv-News" gesetzt, Fragen werden ignoriert.

Es wird immer noch debattiert in den Redaktionssitzungen. Aber die Dauer der
Diskussionen hat abgenommen. Oft geht es um Detailfragen, seltener um
Grundsätzliches. Die Frage, was ist uns für diese Ausgabe wichtig, wird nie
gestellt. Immerhin gibt es ein Bewusstsein, dass Konzerne ihre Interessen
vertreten, und dass Journalisten keine Konzern-PR machen sollen. "Das ist eine
PR-Story", diese Beurteilung gibt es immer wieder.

Doch wo PR anfängt - diese Grenze ist flexibel. Wenn ein schwer erreichbarer
Konzernchef einem Ressortleiter oder Chefredaktor ein Interview geben will, dann
fühlen sich die Auserwählten geadelt. Auf führende Finanzblätter gehen die
Wirtschaftsleader bzw. ihre Sprecher direkt zu - natürlich nur dann, wenn sie
etwas platzieren möchten.
Bei anderen Medien waren es über die Jahre vermehrt
die Verlagschefs, die Interviews vermittelten. Bei manchen Verlagen sitzen die
Vertreter von Banken und Konzernen bereits im Verwaltungsrat.

Es ist nicht so, dass sich die für die Interviews auserwählten Journalisten
zensurieren liessen - sie kämpfen auch für Aussagen, die die
Kommunikationsabteilungen im Nachhinein streichen möchten. Doch es kommt ihnen
gar nicht in den Sinn, gewisse Fragen zu stellen.

Die Steuerung der Journalisten ist so subtil, dass viele den Vorwurf nicht
ernstnehmen könnten, dass sie auf vielen Ebenen manipuliert oder zumindest
eingeschränkt sind.


Woher kommen die Stories und wieso werden sie publiziert

Grob geschätzt sind die Themen bei über Dreiviertel der Berichte in Online- und
Tagespublikationen durch aktuelle, äussere Ereignisse/Mitteilungen initiiert
bzw. beeinflusst worden. Die Nachrichten sind weitgehend reaktiv organisiert. Wenn
also eine Mitteilung, Medien etc. hereinkommt, dann kommt auch ein Bericht raus,
Eigenständiges hat zweite Priorität.

Bei Wochenpublikationen richten sich die Themen etwas weniger (etwa zu
Zweidrittel) nach aktuellen äusseren Ereignissen - und wenn, dann mit dem Ziel,
die Begebenheit eigenständig weiterzudrehen.

Kriterien für die Relevanz eines äusseren Ereignisses und Berichterstattung
darüber sind Nähe, Grösse, Aussergewöhnlichkeit und Folgeeffekte für das
eigene Land: Wahlen in den USA, grossen EU-Staaten oder Iran, Terroranschläge in
Frankreich oder Bundesratsentscheide fallen in diese Kategorie.
In den
klassischen Relevanzkriterien keinen oder wenig Platz finden z.B.
Terroranschläge mit heimischen Opfern in Somalia oder Wahlen in Peru.

Da Ausland-News vor allem von amerikanischen, deutschen, englischen und
französischen Agenturen (AP, Reuters, AFP, DPA und Schweizer Partnerin SDA) in
die Redaktionen und an die Korrespondenten fliessen, ist die Grösse, Nähe etc.
aus der Sicht dieser Staaten definiert.

Auch für kleinere Ereignisse gibt es klare Kriterien, oft werden sie aber nicht
klar ausgesprochen. Bei etlichen Tages- und Wochenzeitungen habe ich zudem
erlebt, dass auf grosse Inserenten Rücksicht genommen wurde, indem man
freundliche Texte verfasste und Kritik blockierte.


Abläufe auf der Redaktion

Die vorbereitenden Redaktionssitzungen sind oft nach grossen aktuellen Metathemen
und den Stories aus den Ressorts aufgebaut. Der Vorgang ist wie auf einem Bazar,
wo die Ressortleiter die einzelnen Ideen auf den Markt werfen. Bevor eine Story
gesetzt ist, fragt der Chefredaktor, was zu den aktuellen Themen vorhanden ist
und was Wichtiges vergessen wurde.

Ein solches Thema, "zu dem wir unbedingt etwas haben müssen", sind aktuelle
Debatten, kürzliche oder erwartete Ereignisse oder eine Story mit
Einschaltquoten, die Konkurrenten angestossen haben. Manchmal ist es auch eine
prominente Person, die noch nichts gesagt hat zu einem Thema - die "wir zuerst
haben wollen".

Darüber, was Schwerpunktthemen sein können, herrscht weitgehend Konsens. Bei
der Gewichtung ist Relevanz, Einschaltquote (Promis, Kontroverse, Ausland ist
meistens zu weit weg von den Leuten) ausschlaggebend, weniger die Ausgewogenheit
der Story. Es kommt regelmässig vor, dass Stories während der Recherche von
Konkurrenten "abgetischt" werden, und deshalb gekippt werden.

Das Gefühl der Beliebigkeit entsteht, wenn am Morgen (Tageszeitung) oder
Dienstag (Sonntags"Die Themen" zu stehen scheinen, sie aber bis am Abend oder
Freitag vom Tisch sind. Manchmal ist das berechtigt wegen neuen Entwicklungen,
oder wegen Recherchen, die im Sande verlaufen. Oft wechseln die Prioritäten
jedoch, weil der Chefredaktor plötzlich etwas anderes wichtiger findet.
Beispielsweise eine Story, auf die er selbst gekommen ist. Transparenz über
solche Entscheide oder klare Kriterien gibt es nicht.


Im Sinne der freien Presse sind die einzelnen Journalisten selten in der Lage,
verbindliche Zusagen darüber zu machen, dass erhaltene Infos auch erscheinen
werden
. Das ist eigentlich ein Zeichen für die journalistische Unabhängigkeit.
Aber oft ist Unverbindlichkeit auch notwendig, weil die Führung chaotisch und
konzeptlos ist. Die Situation, dass ein Journalist jemanden kurzfristig
aufbietet für ein Interview, dieses dann aber nicht erscheint, ist normal.

Im Gegenzug ist aber auch der Fall häufig, dass eine Story oder ein Interview
gesetzt ist, egal was. Alles was mit hiesigen IS-Anhängern zu tun hatte, war
die letzten Jahre gefragt - egal wie lau und ob "more of the same." Die
Begründung für eine Story ist oft nicht nachvollziehbar, wer nachfragt, wird
abgewiegelt
. Dass sich ein Ressort zusammen für eine Story stark macht, kommt
selten vor. Als Kompromiss lässt sich eine Story immer auf 60 Zeilen
zusammenkürzen.

Die Stories der sogenannten Recherche-Desks, Investigativteams und Autorenpools
müssen selten um Platz oder Zeit kämpfen. Sie sind auch selten an die
Aktualität gebunden. Seit einigen Jahren sind diese Teams Prestigeprojekte der
Verleger
.
Sie erhalten mehr Mittel und Datenspezialisten. Dadurch, dass diese
Teams zumeist international vernetzt sind, z.B. mit Lena (Europäische
Medienallianz), kommen sie auch an Recherchen von internationalen Journalisten.

Die Förderung und die internationale Kräftekonzentration von
Investigativ-Journalismus wäre eigentlich ein guter Ansatz zur
Qualitätssteigerung. Leider führen die Produkte auch zu einer internationalen
Gleichschaltung der Stories. Als ob es nicht bereits ausreichen würde, dass die
nationalen Berichte oftmals sehr ähnlich bis deckungsgleich sind.

Es wäre überdies interessant zu untersuchen, wessen Interessen die
international koordinierten Recherche-Stories dienen, und was die "Bösen"
dieser Stories gemeinsam haben oder was nicht.

Für den einzelnen Zeitungsjournalisten gilt: Wer eine zündende Idee mit
Rechercheresultat und guten Zitaten hat, bringt seine Story durch. Mindestens
die Hälfte der Redaktoren ist aber zu stark damit beschäfdie aktuellen Musts
oder Abklärungen zu erledigen, um selbst eine Story entwickeln zu können.

Es gibt verschiedene Strategien: Journalisten, die wenig selbst entwickeln, aber
Ideen/Inputs der Chefs ausführen, können am ehesten mit prominenter
Platzierung rechnen - Absatzgarantie. Was in der eigenen Kompetenz der
Journalisten ist, und was vorgegeben ist, ist also sehr individuell.

Deutlich weniger gefragt als bei den Printmedien sind eigene Ideen beim
Fernsehen
: Das hat einerseits mit dem Filmaufwand und den vielen
Produktionsschritten zu tun, wo Teamarbeit Sinn macht. In den TV-Newsabteilungen
werden Story-Ideen auch von Inputern eingebracht, die quasi den Überblick über
die News-Lage haben. Es handelt sich dabei um erfahrene Journalisten, deren
Kernkompetenz nicht das TV-Handwerk ist.

Andererseits sind bei der Entwicklung der Story sehr viele Leute beteiligt
(Inputer, Ressortleiter, Produzent und Chefredaktor der Sendung), die auch noch
mitreden und sich quasi im Ergebnis sehen wollen.

Die Entwicklung eines TV-Beitrags ist ein langer Prozess, bei dem der Redaktor
seine Idee verfeinern kann, oder sie aber verwässert wird. Beim TV gibt es mehr
handwerkliche Gründe als anderswo, wieso sich erste Story-Ideen nicht umsetzen
lassen (z.B. visuell unattraktiv). Der eigene Gestaltungsspielraum der
TV-Journalisten ist deutlich geringer als bei den Print-Journalisten.


Deutungsmuster

Die Einordnung von Ereignissen und Entwicklungen geschieht in den Massenmedien
nicht mit einem verbindlichen Deutungsmuster - weil es ohne verbindliche Haltung
(siehe oben) auch kein Deutungsgeben kann.

Nichtsdestotrotz herrschen aufgrund der Quellenlage bestimmte Denkstrassen vor,
von denen der einzelne zwar abweichen kann, aber nur ab und zu, nie
systematisch. Bei internationalen Konflikten wie in der Ukraine oder Syrien
dominiert die Sicht der USA. Bei Terroranschlägen dasselbe.


Woher Propaganda kommt

Es besteht keinerlei Bereitschaft/Anlass, die bestehenden Feindbilder zu
hinterfragen. Aufgrund der Verarbeitung der Informationsflut, vor allem aus dem
Ausland (Agenturen), bleibt keine Zeit für Grundsätzliches.
Für
Auslandressortleiter ist das Briefing und Updating der Korrespondenten teilweise
sehr aufwändig. Ein langjähriger US-Korrespondent z.B. brauchte stundenlanges
Zureden, damit er das Büro verliess, um in der Realität zu recherchieren.

Während der Ukrainekrise waren zwar Interviews und Artikel aus russischer Sicht
erlaubt, sie gingen aber in der Konsensmeinung unter. Und sowieso glaubt man die
Sicht der anderen Seite immer schon zu kennen, da muss man nicht noch tiefer
gehen. Der Propaganda wird nur die "böse" Seite bezichtigt.


Zur Gleichschaltung bei den Quellen und Perspektiven tragen auch die neuen
internationalen Netzwerke bei. So druckte das grösste Schweizer Medienhaus
unter anderem Auslandberichte der Welt/Welt am Sonntag ab, heute werden
vornehmlich Berichte aus der Süddeutschen in der Schweiz zweitverwertet.
Geliefert wurde z.B. eine Reportage darüber, wie die Putin-Jugend in Camps
nationalistisch gedrillt wird - das bedient alle Klischees von Russlands
Propaganda-Krieg.


Über legitime Quellen herrscht weitgehend Konsens

Neben den handelsüblichen Quellen, den Agenturen und nationalen
Konkurrenzmedien/-portalen, gehen Journalisten Auskunftsquellen auch direkt an.
Es zählt: Wer bringt News und Klicks (Prominenz, knackige Aussagen). Bei den
Experten: Wer macht nicht zu viel Aufwand, wer war nicht schon überall zum
jeweils aktuellen Thema. Beim TV geht es auch darum, wer kameratauglich ist und
etwas sagt, das wir brauchen können.

Die Wahl weniger bekannter Quellen muss begründet werden. Öfters basieren
Stories auf anonymen Quellen. Diese werden aber im Normalfall sauber geprüft,
bei heiklen Aussagen gibt es Doppelchecks.

Bei den sozialen Medien ist Twitter als Quelle sehr verbreitet. Allerdings ist
der Twitter-Kreis, dem einzelne Journalisten in Mainstreammedien folgen, ziemlich
eng - man folgt den anderen in der Branche und den Twitter-Kanälen von
Mainstreammedien. Zum Teil sind die Gefolgten deckungsgleich - Journalisten mit
originellen Twitter-Quellen sind rar. Twitter wird auch zum Werben für die
eigenen Publikationen genutzt. Man folgt, wer einem folgt - de facto ist das ein
geschlossener Kreis.

Der öffentliche Rundfunk ist sehr akribisch mit der Zeit, die einzelnen
Partei-Quellen gewährt wird, besonders vor Abstimmungen. Die Zeitungen versuchen
ebenfalls alle Seiten zu Wort kommen zu lassen. Am Ende erhalten aber nur jene
Politiker Platz, die etwas Spannendes oder Kontroverses zu sagen haben.

Die eigenen Korrespondenten-Netzwerke der Zeitungen sind die letzten Jahre
massiv geschrumpft - eine versiegende Quelle. Die Korrespondenten-Artikel gelten
oft als Manövriermasse, wenn es ums Sparen geht. «Wir können auch die Agentur
nehmen...», heisst es dann. Korrespondenten, die Publikationen oder Aufträge
der Redaktion hinterfragen, sind rar - wer sägt schon am dünnen Ast, auf dem
er sitzt.


In der Auslands- bzw. Wirtschaftsberichterstattung werden Spiegel-Online, Die
Welt, Die Süddeutsche, die Financial Times, der Economist, der Guardian, die New
York Times, und das Wall Street Journal konsultiert. Systematisch bearbeitet
werden diese internationalen Medien in erster Linie von Chefredaktoren und
Ressortleitern. Da geht es nicht nur um das Informieren, sondern auch um das
Inspirieren bzw. Kopieren.


Dass eigene Themen oder spannende Thesen, die die New York Times publiziert hat,
zwei bis drei Wochen später 1:1 in einer Planungssitzung vorgeschlagen werden,
kommt oft vor. Chefredaktoren zeigen sich meistens begeistert und machen nicht
den Anschein, dass sie das schon gelesen haben. Wer darauf hinweist, dass das
eine Kopie ist, macht sich entsprechend unbeliebt.

Ob das eine bewusste Orientierung an solchen Leitmedien ist, ist fraglich. Es ist
wohl eher eine unbewusste Orientierung verbunden mit mangelndem Ehrgeiz und Zeit,
etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Aber es ist wahrscheinlicher, dass sich
die leitenden Redaktoren zu wenig über Auslandmedien informieren, als dass sie
sich zu stark davon beeinflussen liessen.

Um die Jahrtausendwende waren Redaktionen ein Paradies mit verschiedensten
Publikationen, in denen man rumschmökern konnte. Inzwischen bestellen die
Redaktionen immer mehr Publikationen ab - die oftmals nicht mit einem
Online-Zugang ersetzt werden.


Um manche Quellen müssen sich Journalisten nicht selber bemühen, sie kommen
von selbst.

Bei wirtschaftlichen Ereignissen kommt es öfters vor, dass PR-Agenturen der
jeweiligen Akteure die Medien füttern.
Ihre eigenen Interessen vertreten auch
Verwaltungsräte, die off-the-record Informationen an Journalisten weitergeben.
Beliebte Infoquellen sind auch manche Politiker. Mit deren „exklusiven"
Informationen über geplante politische Vorstösse lassen sich ganze
Sonntagsfüllen.

Für internationale Berichte kommen auch Nichtregierungsorganisationen (NGO) vor
Ort zu Wort, allerdings oft nur mit Ergänzungen von Beispielen und Schicksalen.

Die politischen Ansichten der NGO werden meist nicht transportiert. Wenn ein
Auslandbericht etwas tiefer geht, dann wird oft personifiziert - Schicksale
lassen sich relativ apolitisch abhandeln.


Welche Quellen tabu sind

Eine rote Linie bei den Quellen gibt es nicht explizit. Vielmehr ist Selbstzensur
üblich, indem man nicht die Quellen fragt, die total gegen den Strom schwimmen.
Oft sind Quellen auch nur "die üblichen Verdächtigen" - man klappert diejenigen
ab, die man schon immer abgeklappert hat. Daher gleichen sich die Berichte
zwischen den Medien auch sehr.
Eine Art rote Linie gibt es für den Platz, den
man einräumt. Den meisten Platz erhalten nicht die Systemkritiker, sondern jene,
die die Allgemeinmeinung nicht zu fest angreifen.


Klare Hierarchien trotz Kumpelhaftigkeit

Die Hierarchien spielen auf manchen Redaktionen eine sehr starke Rolle. Auch
wenn sich die Vorgesetzten sehr offen geben: Entscheide von Ressortleitern,
geschweige denn von Chefredaktoren werden kaum hinterfragt.
In allen Medien
machen Blattmacher, Art Directors und Ressortleiter mitunter die meiste
Vorarbeit, können konträre Ansichten aber nicht gegen den Chefredaktor und
seine ein bis zwei loyalen Mitarbeiter (z.B. Stellvertreter) durchsetzen -
sofern sie nicht sowieso nur den Chefredaktor bestätigen.

Oft setzen die unteren Kaderstufen die Wünsche ihrer Chefs härter durch als
ihre Vorgesetzten es selbst würden (vorauseilender Gehorsam, absolute
Loyalität in der Hierarchie).
Ein echtes internes Korrektiv ist inzwischen die
Ausnahme.

In die Mainstreammedien geht man nicht, um viel Geld zu verdienen. Die Löhne
sind vergleichsweise tief. Nur in wenigen Kaderposten sind sie lukrativ. Wer
sich die sich stets verschlechternden Arbeitsbedingungen (schrumpfende
Lohnnebenleistungen, immer längere Arbeitszeiten) antut, macht dies am ehestens
aus Überzeugung oder aber aus Profilierungslust.

Journalist kann sich jeder nennen, und so manche Leute denken, das Metier
könnten sie auch. Tatsache ist aber, dass die Qualität der Ausbildung durch
neue Studiengänge in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Die heutigen
Journalismus-Lehrgänge sind sehr umfassend: von Recht, Ethik, Multimedia,
Genres, bis zu Stil etc. wird sehr vieles vermittelt.

Jungjournalisten müssen sich meistens abverdienen mit mühsamen Umfragen und
Zudienen, bevor sie etwas Eigenes machen können. Immer öfters steigen
Praktikanten nicht mehr mit Feuer und Flamme in den Journalismus ein. Weil viele
von ihnen Journalismus zusammen mit PR studiert haben, ist es typisch, dass sie
offen lassen, ob sie sich mit ihren Kommunikationsfähigkeiten im Journalismus
oder in der PR weiterentwickeln möchten.


Die Selektion von Jungen ist leistungsorientiert, aber auch immer abhängig von
der Zusammensetzung der Teams. Wer ein Journalismus-Studium und
Journalismus-Praktika ausweist, hat gute Chancen. In der Praxis wird schnell
klar, wen man "brauchen" kann. Wer einmal im Journalismus "gelandet ist", braucht
ein gutes Netzwerk und einen guten Ruf. Die Leistung ist nicht mehr so wichtig,
mehr zählt, "wer passt".
Chefredaktoren stellen viele ihrer Ex-Kollegen an - der
Kuchen der erfahrenen Journalisten ist relativ klein.

Kaderpositionen gehen nicht unbedingt an die besten Schreiber, sondern an jene,
die zwar gut sind, aber wenig polarisieren.
Wer den Ressortleitern und
Chefredaktoren inhaltlich zu stark widerspricht, fördert seine Aufstiegschancen
nicht. Wer "gefällt" hat es einfacher aufzusteigen. Chefredaktoren machen in
der Blattkritik und in Sitzungen etwas "verpackt" klar, was sie mochten und was
nicht.


Endzeitstimmung

Der Arbeitsdruck und die Angst vor Jobverlust auf den Redaktionen sind
überragend. Es handelt sich um eine Branche, in der die meisten davon ausgehen,
dass sie nur noch schrumpft und weniger befriedigender zum Arbeiten wird.
Die
Vorgabe, mehr zu sparen, ist bei den führenden Schweizer Medienhäusern seit
zwei Jahrzehnten omnipräsent. Manche Redaktionen sind bereits sehr ausgedünnt.
Zehn- bis zwölfstündige Arbeitstage gelten als normal. Die Überzeit
aufschreiben können Journalisten in den Printmedien selten.

Das Sparen hat Folgen: Selbst Chefredaktoren und Ressortleiter, die Mehrwert
liefern wollen, müssen sich mit dem reinen Abfüllen von Seiten mit Agenturen
oder second class Stories zufrieden geben. Erfahrene Journalisten versuchen
first class stories mit möglichst wenig Aufwand vorzuschlagen. Man weiss, was
zieht - wieso vom Bewährten abrücken?


Die meisten seilen sich bevor sie 50 werden in die PR ab. Das Angebot von
gutbezahlten PR-Jobs ist für erfahrene Journalisten gross. Der Spruch: «jetzt
gehe ich dann in die PR, weil das was ich hier mache ist nicht viel anders,
einfach schlechter bezahlt», ist nicht unüblich.

Wer die Überzeugung hat, mit Journalismus etwas bewirken zu können, ist sehr
jung, oder wird ausgelacht von der Mehrheit.

Vordergründig herrscht in den Mainstreammedien kompletter Meinungspluralismus -
abgesehen von Einzelfällen tun sich Journalisten kaum mit festen Überzeugungen
hervor: Man ist für alles offen, suspekt ist, wer eine Haltung hat und
konsequent aus dieser Haltung berichtet. Die Journalisten mit einer konsequenten
Weltanschauung sind rar.
So wie man persönlich bei niemandem anecken will, zeigt
man auch journalistisch keine Kanten, womit man polarisieren könnte.

Hinter den Kulissen verstehen die Verlage ihre öffentlichen Medien immer noch
als «vierte Gewalt» im Staat.
Aber sie wissen wohl selbst, dass sie diese
Schritt um Schritt entmachten - mit ihren Sparstrategien, dem Abbau der Vielfalt
etwa durch vereinheitlichte Mantelredaktionen und ihrer Orientierungslosigkeit.

Es ist nicht so, dass es vor 20 bis 30 Jahren auf den Redaktionsstuben keine
Selbstzensur, Gleichvorauseilenden Gehorsam und Tunnelblick gegeben hätte. Doch
die Rahmen in den heutigen "Redaktionen der Mainstream-Medien fördern geradezu den
ideologielosen, opportunistischen, Klick-orientierten Journalismus, dem die
wichtigen Fragen entgleiten.

Es ist leider ein Journalismus, der durch die Röhre guckt. Eine geförderte,
aber dennoch freiwillige Beschränkung der Perspektive bedroht die
Unabhängigkeit der vierten Gewalt mehr denn je.

***

Der Autor ist Schweizer Journalist. Er ist nicht Mitglied der Forschungsgruppe
SPR.



Quelle: https://swprs.org/bericht-eines-journalisten/
<https://swprs.org/bericht-eines-journalisten/>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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