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#1

Deutsche Medien zur Ukraine: Angst vor der Wahrheit

in Aus der Welt der Wissenschaft 24.06.2018 23:13
von franzpeter | 9.685 Beiträge

Angst um den Bestand des Lügengebäudes

Ulrich Heyden: "Deutschland ist der mächtigste Staat in Europa. Der ukrainische
Präsident Petro Poroschenko ist häufig bei Angela Merkel zu Gast. Dass die
Kanzlerin die Verfolgung von Andersdenkenden in der Ukraine bei Treffen mit
Poroschenko mit anspricht, darauf braucht man nicht zu hoffen.

Wenn wenigsten die deutschen Medien den Bruch von Menschenrechten und die
Einschüchterung von Journalisten in der Ukraine zu einem Thema machen würden,
wäre das eine große Unterstützung für die Andersdenkenden in der Ukraine.
Doch die Realität lehrt uns, dass wir auch darauf nicht hoffen dürfen.

Die Leitlinie in den deutschen Chefredaktionen lautet anscheinend: Bedingungslose
Solidarität mit der Regierung in Kiew."




NDS 20. Juni 2018

Der Jurist und Autor Wolfgang Bittner zur "Annexion" der Krim. Anmerkungen zu
einem Dauerbrenner.

Weil wir in der aktuellen und wiederkehrenden Debatte des Verhältnisses zwischen
Russland und dem Westen unentwegt dem Schlachtruf „Aber die
völkerrechtswidrige Annexion der Krim! begegnen, sind wir dankbar für Wolfgang
Bittners Text. Albrecht Müller.


Angebliche "Annexion" der Krim als Kampfbegriff

War der Anschluss der Krim an Russland völkerrechtswidrig?

Von Wolfgang Bittner

"Die im März 2014 erfolgte Abspaltung der Krim von der Kiewer Ukraine ist der
vorgeschobene Anlass für die Aggressions- und Sanktionspolitik der westlichen
Allianz unter Führung der USA mit ihrer NATO gegen die Russische Föderation.


"Annexion", wie diese gewaltlose Separation von Politikern und Medien genannt
wird, ist zu einem Kampfbegriff geworden, der gebetsmühlenartig wiederholt wird,
obwohl das falsch ist und auch durch die permanente Wiederholung nicht richtig
wird.

Er dient zur Propaganda gegen Russland, zur Agitation gegen dessen Präsidenten
Wladimir Putin sowie zur Rechtfertigung der mit ungeheurem Aufwand betriebenen
Aufrüstung und Stationierung von Streitkräften an den russischen Grenzen,
insbesondere in Polen und in den baltischen Staaten."


Mehr:https://www.nachdenkseiten.de/?p=44539
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=44539>


telepolis 23. Juni 2018

Deutsche Medien zur Ukraine: Angst vor der Wahrheit

Die deutsche Elite hat aus der Ukraine einen heiligen Ort gemacht, wo es zwar
Fehler gibt, das neue System aber auf dem richtigen Weg ist und nichts wirklich
Demokratie-gefährdendes passiert

Ulrich Heyden <https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Heyden>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Heyden>


Ulrich Heyden. Bild[11]: Die Linke/CC BY-2.0[12]

Immer dann, wenn in der Ukraine ein kritischer Journalist oder Andersdenkender
von Rechtsradikalen oder Ultranationalisten überfallen oder getötet wird, wenn
die Redaktionsräume kritischer Websites wie Strana.ua oder dem Internet-Portal
Timer in Odessa von Geheimdienstbeamten durchsucht werden, wenn ukrainische
Journalisten wegen Landesverrat verhaftet werden, wie am 15. Mai Kirill
Wischinski[1], der Büroleiter der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria
Novosti in Kiew, und vor ihm - im August 2017 - der ukrainische Journalist
Wasili Murawizki , schweigen die großen deutschen Medien oder berichteten nur
am Rande.


Doch am 30. Mai 2018 brach plötzlich Unruhe in den großen deutschen Medien
aus.

In großen Schlagzeilen berichteten sie vom Mord-Anschlag auf den Journalisten
und scharfen Putin-Kritiker Arkadi Babtschenko. Stunden später stellte sich
heraus, dass Babtschenko lebt und der "Mord" eine Inszenierung des ukrainischen
Geheimdienstes war, bei welcher der Journalist mitgespielt hatte (Die
Schockstrategie[2])
.


Woher das plötzliche Interesse an toten Journalisten?

Was steckte hinter dem plötzlichen Interesse deutscher Medien für tote
Journalisten in der Ukraine? War es die Sorge um das Leben kritischer
Journalisten? Ich glaube nicht. Der Hauptgrund war, dass man wieder Russland als
angeblichen heimlichen Drahtzieher in den Fokus stellen konnte.


Diese Wertung mag einigen gewagt erscheinen.

Doch wo waren die Schlagzeilen in den deutschen Medien, als im April 2015 der
Russland-freundliche Journalist Oles Busina in Kiew direkt vor seinem Haus -
vermutlich von Rechtsradikalen - niedergeschossen wurde? Wo waren die
Schlagzeilen in Deutschland als im Juli 2016 der liberale Kiewer Journalist
Pawel Scheremet mit einer Autobombe getötet wurde? Beide Morde wurden bis heute
nicht aufgeklärt.


Warum berichteten die großen deutschen Medien nicht oder nur am Rande, als die
kritischen ukrainischen Fernsehsender NewsOne und Inter 2016 und 2017 von
ukrainischen Ultranationalisten tagelang belagert wurden. Beim
Russland-freundlichen Kanal Inter fackelten die Ultranationalisten sogar einen
kompletten Redaktionsraum ab. Wenn es so etwas in Russland gegeben hätte, dann
hätten die deutschen Medien sicher breit berichtet.


Welche große deutsche Zeitung berichtet über den Fall Kotsaba[4]? Keine
Einzige.

Welches große deutsche Medium berichtete, dass die Massaker auf dem Maidan und
in Odessa 2014 immer noch nicht aufgeklärt und immer noch Niemand verurteilt
wurde?


Welches große deutsche Medium berichtet über meinen Film "Lauffeuer" zu den
Brandangriffen auf das Gewerkschaftshaus von Odessa. Kein einziges. Es ist der
einzige deutschsprachige Film, der die politischen Hintergründe des
Brandanschlages ausleuchtet.


Deutschland hat etwas zu verbergen. Die deutsche Elite ist heimlich verbunden mit
der Regierung in Kiew.
Man will ihr nicht durch negative Berichte schaden. Anders
kann ich mir dieses schon vier Jahren andauernde Schweigen nicht erklären.

Dieses Schweigen hat katastrophale Folgen für die Glaubwürdigkeit der deutschen
Demokratie.
Und eben dieses Schweigen ist einer Gründe, warum die Volksparteien
in Deutschland massiv an Vertrauen verloren haben.

Wenn die deutschen Medien sich an journalistische Standards halten würden, dann
würden sie auch die ukrainischen Regierungskritiker und kritische ukrainische
Journalisten zu Wort kommen lassen
. Diese berichten über die gewalttätigen
Ausschreitungen rechtsradikaler und nationalistischer Kräfte, die Rentner
überfallen, die das russische St. Georgs-Band tragen, sie berichten darüber
wie Ultranationalisten ukrainische Gerichte besetzen, wenn ihnen Richtersprüche
nicht passen, so geschehen im November 2015 in Odessa.

Die kritischen ukrainischen Journalisten berichteten auch darüber, dass das
Stadtparlament in der südukrainischen Stadt Tscherkassk im Januar 2018 von
Ultranationalisten der "Nationalen Bürgerwehr" besetzt wurde. Der Vorfall
erinnerte mich an den Terror der SA und der NDSDAP gegen Sozialdemokraten,
Kommunisten und andere Oppositionelle vor dem Machtantritt Hitlers.



Angst um den Bestand des Lügengebäudes

Als der Journalist und Putin-Kritiker Arkadi Babtschenko einen Tag nach seinem
offiziell verkündeten Tod quicklebendig vor die Fernsehkameras trat, herrschte
in deutschen Redaktionsstuben Panik.


Vier Jahre lang hatte man treu und brav die Pressemeldungen der ukrainischen
Regierung zitiert und als Meinung der Ukrainer ausgegeben. Und nun hatte die
ukrainische Regierung mit einer für alle Welt durchschaubaren Provokation ihre
Glaubwürdigkeit und auch die Glaubwürdigkeit ihrer Nachbeter im Westen
zunichte gemacht.

Die Verzweiflung der Journalisten in den großen deutschen Medien war deutlich
zu spüren. Und die Verzweiflung wurde wieder in sinnlosen Attacken gegen
Russland gelenkt. Sabine Adler vom Deutschlandfunk beschuldigte[7] die
ukrainische Regierung "russischer Methoden". Wortreich warnten deutsche
Kommentatoren, dass der Fake-Mord in Kiew Moskau nützt.


Das schöne Bild einer Ukraine, die sich nach einer Volksrevolution der
demokratischen Staatengemeinschaft in Europa anschließt, bekommt immer mehr
Risse.

Was 2014 noch unmöglich war, dass der kritische ukrainische Video-Blogger
Anatoli Schari in deutschen Medien ohne Schmäh erwähnt wird, zeigt dass die
blinde Kiew-Hörigkeit in den deutschen Medien zu wackeln beginnt. Schari hatte
aufgedeckt, dass ein Konsul im ukrainischen Konsulat in Hamburg auf seiner
Facebook-Seite über lange Zeit faschistisches Gedankengut propagierte. Kiew sah
sich gezwungen, den Spitzenbeamten abzuberufen.

Doch eine Kursänderung hin zu einem fairen Journalismus in Deutschland, der
beide Seite in der Ukraine zu Wort kommen lässt, Machthaber und Kritiker, ist
nicht in Sicht. Zuviel steht auf dem Spiel.

Die Post-Maidan-Regierung in Kiew mit ihrer anti-russischen Politik ist für
Deutschland nach wie vor ein Wunschpartner. Dass diese Regierung hochgradig
korrupt ist, darüber wird zwar berichtet, aber wenn es darum geht, sich die
gerade erst dem russischen Einflussbereich entrissene Ukraine zu sichern, will
man sich mit Kleinigkeiten nicht aufhalten, so die unausgesprochene Devise der
deutschen politischen Klasse.


Kultur-Vernichtung in der Ukraine

Die deutsche Elite hat aus der Ukraine einen heiligen Ort gemacht, wo es zwar
Fehler gibt, das neue System aber auf dem richtigen Weg ist und nichts wirklich
Demokratie-gefährdendes passiert. Dass die ukrainische Regierung russische
soziale Netzwerke mit Millionen ukrainischen Nutzern abschalten lässt,
Friedensmärsche von russisch-orthodoxen Gläubigen durch Kiew verbietet,
russischen Sängern und Sängerinnen Auftrittsverbot erteilt, die Schriftsteller
Tolstoi und Dostojewski wegen "imperialer Sichtweisen" aus den Schulen verbannt,
dass nach dem neuen ukrainischen Lehrplan in Schulen ab der 4. Klasse nur noch
auf Ukrainisch unterrichtet werden soll - obwohl 40 Prozent der Bevölkerung
russischsprachig sind - ist für die großen deutschen Medien kein Thema.


Man muss schon die österreichische Tageszeitung "Der Standard" lesen, um eine
kritische Gesamtdarstellung[10] über das Verdrängen der russischen Sprache aus
der Ukraine zu lesen.

Deutschland sieht sich gerne als Land, dass seine eigene diktatorische
Vergangenheit aufgearbeitet hat und stolz ist auf seine großen kulturellen
Leistungen. Das Schweigen zu der Unterdrückung der russischen Kultur in der
Ukraine passt da so gar nicht ins Bild.
Es weckt böse Erinnerungen an das
Deutsche Reich, dass nach dem Ersten Weltkrieg schon einmal erfolglos versuchte,
die Ukraine dem russischen Einflussbereich zu entreißen.

Das Verhalten Deutschlands gegenüber der Ukraine ist betrügerisch. Erst hat
man der ukrainischen Bevölkerung mit einem Rieseneinsatz von Politikern und
Medien Hoffnungen auf eine Verbesserung des Lebens gemacht, wenn sich die
Ukraine der EU anschließt. Als sich dann nach dem Maidan zeigte, dass sich die
Lebenssituation für die Menschen verschlechterte und nationalistische Horden
auf den Straßen jeden Protest gewaltsam unterdrückten, haben die deutschen
Medien einfach nicht darüber berichtet und so getan, als ob es das alles nicht
gibt. Im Zweifel war es "die russische Propaganda".
Die Aussicht auf einen
baldigen EU-Beitritt, zogen führende westliche Politiker schon kurz nach dem
Maidan zurück.


Antisemitismus, Roma-Verfolgung und "Rassenkunde"

Deutschland ist der mächtigste Staat in Europa. Der ukrainische Präsident
Petro Poroschenko ist häufig bei Angela Merkel zu Gast. Dass die Kanzlerin die
Verfolgung von Andersdenkenden in der Ukraine bei Treffen mit Poroschenko mit
anspricht, darauf braucht man nicht zu hoffen.

Wenn wenigsten die deutschen Medien den Bruch von Menschenrechten und die
Einschüchterung von Journalisten in der Ukraine zu einem Thema machen würden,
wäre das eine große Unterstützung für die Andersdenkenden in der Ukraine.
Doch die Realität lehrt uns, dass wir auch darauf nicht hoffen dürfen. Die
Leitlinie in den deutschen Chefredaktionen lautet anscheinend: Bedingungslose
Solidarität mit der Regierung in Kiew.


Während deutsche Medien und Politiker gegen deutsche Kritiker der ukrainischen
Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus schnell bei der Hand sind, ist für
die großen deutschen Medien der wachsende Antisemitismus in der Ukraine kein
Thema.

Warum schwiegen die deutschen Medien, als im April 2017 in Kiew das direkt neben
der Synagoge gelegene Theater Bel'etage das Stück "Holocaust Cabaret" auf die
Bühne brachte? In dem Schauspiel geht es um den ukrainischen KZ-Wächter John
Demjanjuk, der angeblich unter fragwürdigen Anschuldigungen verurteilt wurde.
Der Oberste Rabbi der Ukraine, Mosche Asman, protestierte. Die deutschen Medien
schwiegen auch als am diesjährigen Hitler-Geburtstag eine Roma-Siedlung in einem
Kiewer Park von Rechtsradikalen abgebrannt wurde.

Im November 2016 erklärte der ukrainische Kultusminister Jewgeni Nischuk in
einer Fernseh-Talkshow, bestimmte Gebiete in der Zentral- und Ost-Ukraine seien
"genetisch unrein". Gemeint waren die Gebiete mit einem hohen Anteil
russischsprachiger Bevölkerung. Nach Protesten entschuldigte sich Nischuk. Er
sei falsch verstanden worden. Kein deutsches Medium berichtete darüber.


Im April 2017 erklärte Oleg Skripka, Sänger der bekannten ukrainischen
Rock-Gruppe Wopli Widopljasowa, man müsse alle Menschen, die wegen "einem
niedrigeren Intelligenz-Quotienten" kein Ukrainisch lernen können, "in ein
Ghetto sperren", denn diese Menschen seien "sozial gefährlich"
. Nach Protesten
entschuldigte sich der Sänger. Seine Äußerung sei "ironisch" gemeint gewesen.
Wieder schwiegen die deutschen Medien.


Einreiseverbote für westliche Journalisten

Nicht nur russische Journalisten sind von Ausweisungen aus der Ukraine
betroffen, auch Journalisten aus der EU. Keine einzige Regierung in der EU
protestierte gegen diese offensichtliche Zensur. Auch Brüssel schwieg.

Ich selbst bekam am 30. April 2016 im Flughafen von Odessa ein fünfjähriges
Einreiseverbot. Ich hätte Donezk von Russland aus besucht, hieß es zur
Begründung.


Der Berliner Journalist und ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift "Europa
Express" Saadi Isakow bekam im April 2016 auf dem Flughafen von Odessa ein
fünfjähriges Einreiseverbot. Isakow hatte weder Donezk noch die Krim besucht.
Er hatte allerdings kritische Artikel über den Machtwechsel in der Ukraine und
das Massaker in Odessa geschrieben. Das deutsche Außenministerium weigerte sich
trotz mehrmaliger Bitte von Isakow, sich für ihn einzusetzen.

Die einzige "Hilfe" bestand darin, dass das deutsche Außenamt dem Journalisten
eine Liste mit Kiewer Rechtsanwälten schickte, an die er sich ja wenden könne.

Durch die Solidarität von Journalisten-Verbänden konnte die Aufhebung des
gegen die spanischen Journalisten Antonio Pampliega und Angel Sastre am 24.
August 2017 auf dem Kiewer Flughafen Borispol verhängte dreijährige
Einreiseverbot erreicht werden
. Der ukrainische Geheimdienst erklärte, die
beiden Journalisten würden "falsche Geschichten" schreiben und behaupten, "die
ukrainische Armee schieße auf friedliche ukrainische Städte und Dörfer". Die
beiden Journalisten sind in Spanien bekannt, weil sie sich ein Jahr lang in der
Gefangenschaft der Terroristen von der Al-Nusra-Front befanden.

Am 1. Mai 2018 bekamen auf den Flughäfen von Odessa und Kiew-Borispol gleich
zwei Journalisten eine fünfjährige Einreisesperre: der mit internationalen
Preisen ausgezeichnete italienische Fotojournalist Giorgio Bianchi, der im
Donbass Fotoreportagen gemacht hatte, und der tschechische Journalist Jan
Richetski, der kritisch aus Lugansk, Odessa und Transkarpatien berichtet hatte.


Richetski schrieb mir: "Es ist lustig, dass die Ukraine Mitglied der EU werden
will. Ukrainer brauchen heute kein Visum für die EU, aber ich kann nicht in die
Ukraine. So fühle ich mich wie ein Bürger der EU zweiter Klasse. Und warum?
Weil ich meine Arbeite mache."


Deutschland steht abseits

Das wichtigste Massenmedium - der Film - ist in Deutschland besonders von der
stillschweigenden Informationsblockade über die Ukraine betroffen. Kritische
Filme über das Massaker von Odessa und die 100 Toten, die von Scharfschützen
auf dem Maidan erschossen wurden, werden weder im deutschen Fernsehen noch in
deutschen Kinos gezeigt.

Dabei gibt es Werke von namhaften Regisseuren. In den USA gibt es den Film von
Oliver Stone "Ukraine on Fire"[13], der zumindest einen Platz im deutschen
Fernseh-Nachtprogramm verdient hätte.

In Italien zeigte Canale 5 den Film "Guerra in Ucraina"[14], in dem mutmaßliche
Scharfschützen aus Georgien über ihren Einsatz auf dem Maidan berichten.


In Frankreich zeigte der Canale+ den Film "Les masques de la révolution"[15].
Thema des Films ist die Rolle von Nazis und Ultranationalisten auf dem Maidan und
beim Brand im Gewerkschaftshaus von Odessa.

Nur in Deutschland, das sich nach dem Wahlsieg von Donald Trump, zum
Fackelträger von Demokratie und Freiheit weltweit erklärte, wollen die
Fernsehsender partout keine Filme zum Scharfschützen-Einsatz auf dem Maidan und
zum Massaker in Odessa zeigen.


Die Rolle der alternativen Medien

Der Film "Lauffeuer"[16] , den ich 2015 zusammen mit dem Berliner Video-Kollektiv
"Leftvision" machte, wurde von den großen deutschen Medien zwar totgeschwiegen.


Der Film wurde aber auf vielen kleinen Veranstaltungen in Deutschland, Russland
und anderen Staaten Europas gezeigt. Im Internet hatte der mit Spenden
finanzierte Film, den wir in vier Sprachen übersetzten, sehr gute
Zugriffszahlen.

Je stärker die Regierung in Kiew die kritischen Medien im eigenen Land
unterdrückt, desto stärker muss die kritische Öffentlichkeit in Europa
alternative Informationsportale, kritische Filmprojekte sowie Journalisten und
Andersdenkende in der Ukraine unterstützen.


Quelle dieses Artikels: http://www.heise.de/-4080012
<http://www.heise.de/-4080012>

Links in diesem Artikel:

[1]
https://www.heise.de/tp/features/Informa...or-4050000.html
<https://www.heise.de/tp/features/Informationskrieg-Ukraine-wirft-Leiter-von-Ria-Novosti-Ukraine-Landesverrat-vor-4050000.html>

[2]
https://www.heise.de/tp/features/Medien-...ie-4062116.html
<https://www.heise.de/tp/features/Medien-in-der-Ukraine-Die-Schock-Strategie-4062116.html>

[3]
https://www.linksfraktion.de/themen/nach...in-der-ukraine/
<https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/im-kriegszustand-medien-und-menschenrechte-in-der-ukraine/>

[4]
https://www.heise.de/tp/features/Ukraine...nd-3959149.html
<https://www.heise.de/tp/features/Ukraine-Journalisten-fliehen-ins-Ausland-3959149.html>

[5]
https://www.flickr.com/photos/linksfrakt...57697332507854/
<https://www.flickr.com/photos/linksfraktion/28863678358/in/album-72157697332507854/>

[6] https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
<https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/>
[7]
http://www.deutschlandfunk.de/31-05-2018...ticle_id=419219
<http://www.deutschlandfunk.de/31-05-2018-die-sendung-zum-nachhoeren-der-fall-babtschenko.2907.de.html?dram:article_id=419219>

[8]
https://www.flickr.com/photos/linksfrakt...57697332507854/
<https://www.flickr.com/photos/linksfraktion/42688407002/in/album-72157697332507854/>

[9] https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
<https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/>
[10]
https://derstandard.at/2000065947266/Rus...-in-der-Ukraine
<https://derstandard.at/2000065947266/Russisch-als-Minderheitensprache-in-der-Ukraine>

[11]
https://www.flickr.com/photos/linksfrakt...57697332507854/
<https://www.flickr.com/photos/linksfraktion/40927435600/in/album-72157697332507854/>

[12] https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
<https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/>
[13] https://vimeo.com/250899571
<https://vimeo.com/250899571>
[14]
http://www.video.mediaset.it/video/matri...ste_776854.html
<http://www.video.mediaset.it/video/matrix/servizi/esclusivo-guerra-in-ucraina-le-verita-nascoste_776854.html>

[15] https://www.youtube.com/watch?v=PwVQIU53Uyw
<https://www.youtube.com/watch?v=PwVQIU53Uyw>
[16] http://www.lauffeuer-film.de
<http://www.lauffeuer-film.de>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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