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Ajatollah Chamenei lehnt Verhandlungen mit Trump ab

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.07.2018 08:37
von franzpeter | 9.685 Beiträge

US-Ausstieg aus Iranabkommen
Ajatollah Chamenei lehnt Verhandlungen mit Trump ab
Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen will Irans Staatsoberhaupt auf keinen Fall mit dem US-Präsidenten verhandeln. Den Amerikanern "kann und darf man nicht trauen", sagte Ajatollah Chamenei.

Samstag, 21.07.2018 21:50 Uhr

Ajatollah Chamenei, Irans oberster Führer, hat Forderungen im eigenen Land nach Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. "Es wäre ein riesengroßer Fehler zu glauben, dass wir über Verhandlungen mit den USA die Probleme lösen könnten", sagte Chamenei. Den Amerikanern könne und dürfe man nicht trauen. Der Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 zeige, dass nicht mal ihre Unterschrift etwas wert sei.


US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen mit Iran als eine der schlechtesten Vereinbarungen überhaupt kritisiert und die Beteiligung seines Landes daran aufgekündigt. Damit greifen neue Strafmaßnahmen gegen Iran. Iran hat die USA dafür vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verklagt.

Die anderen Unterzeichnerstaaten, zu denen auch Deutschland gehört, wollen an den Vereinbarungen festhalten. Sie sehen eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vor. Trump hat kritisiert, dass die Beschränkung nur befristet gilt und nicht das Raketenprogramm erfasst.
Ruhani droht, Ölexporte der gesamten Region zu blockieren
Ajatollah Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat, begrüßte die Äußerungen von Präsident Hassan Ruhani während seines Besuchs Anfang des Monats in der Schweiz und Österreich.

Wenn Iran wegen der amerikanischen Sanktionen kein Öl mehr exportierten könnte, hatte Ruhani dort gesagt, dann könnten die anderen Länder in der Region dies auch nicht mehr tun. Das wurde in Teheran so interpretiert, dass Iran in dem Fall die Straße von Hormus am Persischen Golf schließen und damit den gesamten Ölexport der Region blockieren würde.

Der Kontakt zur EU sollte laut Chamenei allerdings weiterhin bestehen bleiben. Aber auf die EU alleine sollte sich Iran bei der Bewältigung der Probleme wegen der jüngsten US-Sanktionen nicht verlassen. Das Land sollte die Angelegenheiten und dementsprechend auch ihre Lösungen in die eigene Hand nehmen, so Chamenei in einem Treffen mit Diplomaten des Außenministeriums.

ans/dpa/Reuters
Quelle: spiegel online


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franzpeter
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