GKR-Forum

a_6.jpg a_6.jpg

#1

Greta Thunberg: "Wir werden sie nicht davonkommen lassen"

in Aus der Welt der Wissenschaft 04.03.2019 14:01
von franzpeter | 9.364 Beiträge

Reuters 01.03.2019

Greta Thunberg: "Wir werden sie nicht davonkommen lassen"

<https://www.youtube.com/v/kGbOunhv3tY?version=3&autohide=1>
Video:
https://www.youtube.com/v/kGbOunhv3tY?version=3&autohide=1
<https://www.youtube.com/v/kGbOunhv3tY?version=3&autohide=1>

Die 16-jährige Klimaaktivistin sprach auf der »Fridays for Future«-Demo in
Hamburg vor Tausenden Schülerinnen und Schülern. Ein Ausschnitt aus der Rede

Quelle: Reuters

https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg
https://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 04.03.2019 14:11 | nach oben springen

#2

RE: Greta Thunberg: "Wir werden sie nicht davonkommen lassen"

in Aus der Welt der Wissenschaft 06.03.2019 17:06
von Leoncio | 502 Beiträge

Ich kann mich nicht dem Eindruck erwehren, das,daß gute Kind von andere Mächten etwas ferngesteuert wird. Klimaschutz ist ohne Frage ein wichtiges Anliegen, das absolute Priorität hat. Aber mit einer großen Portion Verstand.

nach oben springen

#3

RE: Greta Thunberg: "Wir werden sie nicht davonkommen lassen"

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.03.2019 16:54
von franzpeter | 9.364 Beiträge

SZ 8. März 2019

Klimaschutz

Und die Erwachsenen ändern nichts

An diesem Freitag demonstrieren Schüler wieder für Klimaschutz. Lehrer, Eltern
und Politiker klatschen Beifall, aber sie halten an ihrem Konsumverhalten fest.
Das ist eine Kapitulationserklärung.


Kommentar von Tomas Avenarius

Foto: Getty Images

Wenn am Freitag wieder Tausende Schüler gegen den Klimawandel protestieren, ist
eines garantiert: der Applaus.
Trotz aller Sympathie erinnert einen die
Begeisterung für die Freitags-für-die-Zukunft-Demos und ihre Leitfigur Greta
Thunberg inzwischen an die Epoche der Kinderkreuzzüge.

Der losen Überlieferung nach sollen hierzulande die Menschen im frühen 13.
Jahrhundert Jungen und Mädchen zugejubelt haben, die sich, einige mit rostigen
Spießen und schartigen Schwertern, vor den Kirchen und Kathedralen versammelten.

Angeblich unter Führung von Figuren wie dem siebenjährigen "Nikolaus von Köln
<https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderkreuzzug> " wollten die
Kinder erreichen, was die Erwachsenen nicht geschafft hatten: den Christen die
Herrschaft über Jerusalem sichern. Dort, im Heiligen Land, hatte Sultan Saladin
die Kreuzritterheere gerade vernichtend geschlagen.


Um Missverständnissen vorzubeugen: Die 16-jährige Greta Thunberg ist kein
moderner Nikolaus von Köln, die demonstrierenden Schüler sind keine
Kreuzzügler. Sie tun das Richtige. Sie machen den Mund auf, üben Druck aus,
treten mit der Forderung nach Schutz der Natur für Anliegen ein, die über ihre
Zukunft entscheiden.

Jugendliche haben sich immer aufgelehnt, bei Demonstrationen gegen den
Vietnamkrieg, im Streit um die Nato-Nachrüstung, auf Ostermärschen,
Kirchentagen.


Der sich rasant beschleunigende Klimawandel ist mindestens so existenzbedrohend
wie die Atomrüstung, deshalb haben die Schüler jedes Recht, Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft zum radikalen Umsteuern aufzufordern. Ob sie in oder
außerhalb der Schulzeit demonstrieren, ist nebensächlich; wenn die
Jugendlichen es ernst meinen, wird es ihnen den ein oder anderen Verweis wert
sein.


Was wirklich irritiert, ist das kindliche Verhalten der Erwachsenen. Die ähneln
dem Volk auf den mittelalterlichen Marktplätzen, welches die opferbereiten
Jungen und Mädchen feierte, obwohl es um deren völlige Wehrlosigkeit wusste.


Ähnlich wie diese Gaffer verhalten sich Eltern, Lehrer, Journalisten,
Politiker, ja sogar die Kanzlerin. Alle loben und betwittern die
Kampfbereitschaft von acht- bis 18-Jährigen. Dass die Jungen mit ihrem Protest
nichts ändern werden am Abschmelzen der Gletscher und dem Ansteigen der Meere,
weiß jeder. Es stört aber keinen.


Moralisch sind die Schüler im Recht; wer ihnen lautstark recht gibt, steht daher
moralisch ebenfalls auf festem Grund. Und der fröhliche Happening-Charakter der
Freitagsproteste erweckt den Eindruck, als ob sich politisch etwas bewege,
während sich in Wahrheit nur ein fernsehgerechtes Event abspult. Zumal, wenn
Greta Thunberg mit ihrem roten Anorak und der grauen Wollmütze auftaucht,
Schwedens Jeanne d'Arc des Klimaschutzes.


Die Jugendlichen werden hintergangen von Eltern, Lehrern und Politikern

Wirkungsvoller, aber anstrengender wäre es, wenn die Eltern ihr Konsumverhalten
änderten und selbst auf die Straße gingen gegen einen Klimawandel, den sie mit
der Nutzung von Plastik, SUVs und Urlaubsflügen mit verantworten
.

Demos in der Arbeitszeit, bei vollem Lohnausfall, das wäre politisch eindeutig.

So würde der gesellschaftliche Druck entstehen, den Bürger und Wähler in
einer Demokratie aufbauen können. Daher die unschickliche Frage: Wem dient es,
die Verantwortung für ein umfassendes Versagen auf Heranwachsende abzuwälzen?

Jeder weiß, dass der Klimawandel ein Jahrhundertproblem ist, das die gesamte
Menschheit betrifft. Worauf es ankommt, ist das Verhalten Einzelner, aber noch
mehr das Verhalten von Staaten und Konzernen. Es geht um Wohlstand, Entwicklung,
Gesundheit, Arbeitsplätze, ums nackte Überleben.

Angesichts solcher Komplexitäten ist das Beifallklatschen bequem. Ja, die
Kinder schwänzen Schule, aber das Leben läuft bequem weiter.

Wollte man böse sein, spräche man von Helikoptermüttern und Vorbildvätern,
die ihren Kindern, während diese Umweltparolen rufen, die Pausenbox mit den
Brötchen und Obstschnitten reichen.

Und was die Lehrer angeht, die das Schulschwänzen "solidarisch" unterstützen
und den Protest zum Teil des Curriculums machen: Wollen sie beweisen, dass in
ihrem Unterricht der aufrechte Gang geübt, die Zivilgesellschaft begründet
wird?

Schließlich Angela Merkel. Für die will man sich fast fremdschämen.

Als Kanzlerin sollte sie das Problem benennen, angehen, dem Bürger sagen, dass
der Klimawandel nur noch aufzuhalten ist mit rigiden Gesetzesänderungen in
Deutschland und in jahrelanger, zäher Kärrnerarbeit auf internationalen
Gipfeltreffen.

Aber lieber lobt sie den Umweltstreik als "sehr gute Initiative", die den
"Rückhalt in der Gesellschaft" schafft für die Durchsetzung der
Klimaschutzmaßnahmen - die sie nicht durchsetzen kann.

Der folgenfreie Jubel über die Schülerproteste ist die Kapitulationserklärung
des Politischen, moralisch vorbildlich und doch nur Lückenbüßer für
politisches Handeln.

Zugespitzt gesagt: Die Schüler werden von Politikern, Lehrern und Eltern
hintergangen.



Quelle:
https://www.sueddeutsche.de/politik/klim...chutz-1.4355244
<https://www.sueddeutsche.de/politik/klimawandel-schuelerdemos-klimaschutz-1.435524>

Anmerkung:

Zitat
Wirkungsvoller, aber anstrengender wäre es, wenn die Eltern ihr Konsumverhalten
änderten und selbst auf die Straße gingen gegen einen Klimawandel, den sie mit
der Nutzung von Plastik, SUVs und Urlaubsflügen mit verantworten


Also ich nutze Leinenbeutel.
Und SUVs und Urlaubsflüge kann ich mir nicht leisten.

Zitat
Zugespitzt gesagt: Die Schüler werden von Politikern, Lehrern und Eltern
hintergangen.


Man kann ruhig sagen: verarscht.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 09.03.2019 09:10 | nach oben springen

#4

Greta ist überall

in Aus der Welt der Wissenschaft 12.03.2019 23:17
von franzpeter | 9.364 Beiträge

Freitag für die Zukunft

Hitze, Dürre, Sturmflut: Die Klimakrise bedroht unsere Zukunft. Deshalb streiken
am Freitag Schüler*innen auf der ganzen Welt. Sie fordern von Merkel und Co.
endlich echten Klimaschutz!
Zeigen Sie sich solidarisch: Kommen Sie am Freitag,
gerne mit Ihren Kindern oder Enkel*innen, zu den Schulstreiks.

Hier klicken und Schulstreik in Ihrer Nähe finden
https://www.campact.de/kohleaus/schulstr...nSRPw6K4cK6ficJ

Hallo Peter Schaffarth,

in Tikitiki geht die Sonne als erstes auf: Auf der Nordinsel Neuseelands startet
am 15. März der weltweite Schulstreik. Australien folgt, dann Japan - und immer
weiter: Schüler*innen in mehr als 80 Ländern bleiben am Freitag dem Unterricht
fern. Ihr Ziel: Der größte Schulstreik der Geschichte soll die Regierungen zu
echtem Klimaschutz bewegen.


Von der Schulbank auf die Straße: Auch in Deutschland protestieren
Schüler*innen in mehr als 200 Orten gegen die Klimapolitik von Bundeskanzlerin
Merkel (CDU). Sie fordern echten Klimaschutz - einen schnellen Kohleausstieg und
verschärfte Klimaziele.


Wenn die Schulstreiks immer größer werden, muss Merkel den Klimaschutz endlich
richtig anpacken. Der CDU und CSU ist das Klima bislang egal - doch ihre
zukünftigen Wähler*innen sind wichtig für sie.
Das ist unsere Chance. Und
deshalb bitten wir Sie:

- Ermutigen Sie Ihre Kinder oder Enkelkinder - oder die von Freund*innen und
Bekannten - zum Schulstreik! Klar, Schule ist wichtig. Aber die Klimakrise
bedroht die Zukunft der jungen Menschen - und das wiegt schwerer.


- Kommen Sie am Freitag selbst dazu. Zeigen Sie Ihre Solidarität mit der
#FridaysForFuture-Bewegung.

Klicken Sie hier und finden Sie einen Klimastreik in Ihrer Nähe.

Hier finden Sie alle Termine und Orte
https://www.campact.de/kohleaus/schulstr...nSRPw6K4cK6ficJ


Ganz alleine stand die damals erst 15-jährige Greta Thunberg im August 2018 vor
dem schwedischen Parlament - in der Hand ein Pappschild mit der Aufschrift
"Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik für das Klima).[1] Seitdem hat sie an 29
Freitagen gestreikt: Jugendliche von Neuseeland bis Alaska, von Japan bis
Kolumbien folgen ihrem Beispiel.

Greta scheut sich nicht, den Mächtigen der Welt ins Gewissen zu reden. In
Brüssel traf sie auf EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der küsste
ihr zur Begrüßung die Hand. Ihre Antwort: Wenn er und seine Kolleg*innen nicht
endlich handeln, werde man sie als die größten Versager*innen der Geschichte
erinnern.[2]


Mit ihren klaren Worten und ihrer Entschlossenheit politisiert Greta eine ganze
Generation. Doch gerade deshalb überschütten Klimawandel-Leugner*innen und
Internet-Trolle die junge Schwedin mit Hass und Häme.[3] Das dürfen wir nicht
stehen lassen. Bitte zeigen Sie Ihre Solidarität mit Greta und ihren
Mitstreiter*innen in Deutschland.
Kommen Sie am Freitag zum Schulstreik.

Hier klicken und den Streiktermin in Ihrer Nähe finden
https://www.campact.de/kohleaus/schulstr...nSRPw6K4cK6ficJ

Herzliche Grüße
Gerald Neubauer, Campaigner

PS: Die Mächtigen versuchen, die Schulstreiks abzuwerten. Doch die Wissenschaft
ist auf der Seite der Schüler*innen. Tausende Wissenschaftler*innen haben die
Stellungnahme der #Scientists4Future unterzeichnet.[4] Sie sagen: Die Kinder
haben Recht, wir müssen ihre Forderungen unterstützen.
Zeigen auch Sie jetzt
Ihre Solidarität und seien Sie am 15. März dabei.

Hier finden Sie einen Streiktermin in Ihrer Nähe
https://www.campact.de/kohleaus/schulstr...nSRPw6K4cK6ficJ

[1] "Gretas Aufstand", Spiegel Online, 30. November 2018
[2] "Als Greta anfängt zu reden, sieht Juncker nicht mehr glücklich aus", Welt
Online, 21. Februar 2019
[3] "Greta Thunberg und die Trolle", Taz, 4. Februar 2019
[4] Webseite von #Scientists4Future, zuletzt aufgerufen am 12. März 2019

--

Alle Kampagnen von Campact
https://www.campact.de

Mehr Informationen über Campact
https://www.campact.de/campact/

Überstützen Sie Campact mit einer Spende!
https://www.campact.de/campact/unterstuetzen/spenden/

Kontakt
https://www.campact.de/campact/ueber-campact/kontakt/

Klicken Sie hier, um den Newsletter abzubestellen
https://www.campact.de/nl/abbestellen/?e...40schaffarth.de

Campact e.V.
Artilleriestraße 6
27283 Verden


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#5

Weltweiter Klimastreik am Freitag

in Aus der Welt der Wissenschaft 12.03.2019 23:24
von franzpeter | 9.364 Beiträge

dpa 11.03.2019

1.000 Demos in 90 Ländern

Weltweiter Klimastreik am Freitag

Am Freitag wollen Kinder und Jugendliche in hunderten Städten für eine bessere
Klimapolitik demonstrieren. Allein in Deutschland sind mehr als 140 Demos
geplant.

Und jetzt alle: Klimastreik in Basel - Foto: dpa

KOPENHAGEN dpa | Klimaproteste nach dem Vorbild der schwedischen Aktivistin Greta
Thunberg sollen am kommenden Freitag in mehr als 1.000 Städten stattfinden.
Bislang sind Kundgebungen in 1.057 Städten in 89 Ländern geplant
<https://www.fridaysforfuture.org/events/list> , wie am Montag aus
einer Liste des globalen Netzwerks #FridaysForFuture hervorging.

Allein in Deutschland sind demnach rund 140 Proteste angesetzt - so viele wie in
keinem anderen Land an diesem Freitag. Unter den Städten finden sich Metropolen
wie Berlin, Hamburg und München, aber auch kleinere Städte wie Rastede,
Elmshorn und Seligenstadt.

Die Organisatoren von #FridaysForFuture
https://twitter.com/hashtag/fridaysforfuture?src=hash wollen am
Freitag so umfassende internationale Schulstreiks fürs Klima auf die Beine
stellen wie noch nie. Deshalb haben sie einen "Global Strike For Future"
ausgerufen. Die Protestaktionen orientieren sich am Schulstreik von Thunberg, die
im August 2018 damit begonnen hatte, vor dem Parlament in Stockholm für einen
stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Tausende Schüler und Studierende sind ihrem Beispiel seitdem gefolgt. Die
16-Jährige selbst schrieb am Montag auf Twitter
https://twitter.com/GretaThunberg/status/1105000699291672577 :
"89 Länder und 1057 Orte! Schaffen wir bis Freitag hundert?"


Quelle:
http://www.taz.de/Weltweiter-Klimastreik...eitag/!5579802/
<http://www.taz.de/Weltweiter-Klimastreik-am-Freitag/!5579802/>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#6

Danke, liebe "Schulschwänzer" - Ihr seid großartig!

in Aus der Welt der Wissenschaft 18.03.2019 16:04
von franzpeter | 9.364 Beiträge

tageschau.de/WDR 15.03.2019

"Fridays for Future"-Proteste

"Schulschwänzer" - Ihr seid großartig!

Die Botschaft von "Fridays for Future" ist klar: Tut mehr fürs Klima! Und je
länger die Proteste anhalten, desto schwerer wird es, Hunderttausende Stimmen
weltweit zu überhören.

Ein Kommentar von Jürgen Döschner

Danke, liebe "Schulschwänzer" - Ihr seid großartig! Ihr habt mit "Fridays for
future" die größte internationale, friedliche Bürgerbewegung geschaffen, die
es je gegeben hat. Noch nie sind so viele Menschen in so vielen Ländern der
Welt an einem Tag für eine so wichtige Sache auf die Straße gegangen.


"Alle Fakten auf eurer Seite"

Ihr habt das wichtige Thema Klimaschutz durch eure wöchentlichen Aktionen auf
die Straße, in die Schlagzeilen, in die Familien und in den Unterricht geholt.
Ihr habt keine Partei, keine zentrale Organisation, kein Programm - und doch
habt Ihr alles richtig gemacht.

Denn Euer Programm wurde längst geschrieben, zuletzt durch das Pariser
Klimaschutzabkommen. Auch die wissenschaftlichen Studien und Belege dafür liegen
seit Jahren auf dem Tisch - einschließlich der Vorschläge, wie effektiver
Klimaschutz aussehen muss. Ihr habt alle Fakten auf eurer Seite. Ihr seid
friedlich. Ihr seid hartnäckig.


Nun ist es an der Politik, endlich zu reagieren. Und zwar nicht mit
gebetsmühlenartig wiederholten Verweisen auf die Schulpflicht oder tatenlosem
Beifallklatschen. Was ist schon Schulschwänzen am Freitag gegen das tägliche
Klimaschwänzen der Regierenden?
Ihr habt es verdient, ernst genommen zu werden
und dass man sich inhaltlich mit Euch und Euren Forderungen auseinandersetzt.


Warnzeichen werden ignoriert

Doch bislang haben die Regierenden Euch ignoriert - so, wie sie steigende
Meeresspiegel, schmelzendes Eis in der Arktis, Stürme, Dürre, Fluten und
andere Extremwetter ignorieren. So, wie sie die Warnungen der Wissenschaft und
selbst ihre eigenen Beschlüsse wie das Pariser Klimaschutzabkommen ignorieren.


Bitte, liebe "Klimaschwänzer" in Berlin: Nehmt die Sorgen und Ängste eurer
Kinder und Enkel ernst. Dieser "Freitag für die Zukunft" war ein Höhepunkt,
aber gewiss kein Schlusspunkt
. Die Schülerinnen und Schüler werden lauter sein
als Wirbelstürme, hartnäckiger als Dürre oder Dauerregen.


Lauter als jeder Wirbelsturm

Sie werden Euch mit ihren Aktionen solange Feuer unterm Hintern machen, bis Ihr
spürt, was Erderhitzung bedeutet,
bis Ihr mit ihnen redet, bis Ihr die
Warnungen und Empfehlungen der Wissenschaftler ernst nehmt und wirksame
Maßnahmen gegen die Klimakrise beschließt.

Bis Ihr zum Beispiel eine CO2-Steuer einführt, Verbrennungsmotoren verbietet,
Subventionen für Öl, Gas und Kohle, für Diesel und dicke Dienstwagen
streicht, den Ausbau der Erneuerbaren beschleunigt, den Weg für einen
kompletten Kohleausstieg bis 2030 frei macht.


Kurzum: Den Verpflichtungen nachkommt, die Ihr mit der Unterschrift unter das
Pariser Klimaschutzabkommen eingegangen seid.


Dieser 15. März 2019 ist eine Wende in der Klimaschutzdebatte. Die Jugend, die
Betroffenen haben auf beeindruckende Weise das Wort ergriffen. Und ihre klare
Ansage lautet: Wir werden die Untätigkeit der Verantwortlichen nicht länger
hinnehmen. Wir streiken so lange, bis Ihr handelt. In Deutschland und weltweit.
Diese Botschaft kann man nicht ernst genug nehmen.



Quelle:
http://www.tagesschau.de/kommentar/klima...future-101.html
<http://www.tagesschau.de/kommentar/klima-proteste-fridaysforfuture-101.html>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#7

Der Greta-Effekt

in Aus der Welt der Wissenschaft 23.03.2019 00:04
von franzpeter | 9.364 Beiträge

Studie zu Schülerstreiks
:
Der Greta-Effekt
Von Jakob Gutmann
-Aktualisiert am 22.03.2019-18:43


Von Greta inspiriert: „Fridays For Future“-Proteste in Düsseldorf.
Forscher haben untersucht, welche Motive Schüler zur Teilnahme an den „Fridays For Future“-Protesten bewegen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Demonstranten offenbar idealistischer sind, als ihre Kritiker annehmen.


Unter dem Motto „Fridays For Future“ streiken jeden Freitag weltweit Tausende Schüler, um sich für mehr Klimaschutz einzusetzen. Neben viel Ermunterung und Zustimmung wurde den Schülern als Reaktion auch heftige Kritik zuteil – gerade weil sie wegen der Proteste dem Schulunterricht fernbleiben. So sagte Christian Linder (FDP), man dürfe Schulschwänzen nicht „heiligsprechen“. Auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sagte, sie hätte ihren Kindern keine Entschuldigung für die verpasste Zeit in der Schule geschrieben.
Forscher von der Universität Konstanz nahmen diese Stimmen zum Anlass, um zu untersuchen, wie wichtig den Demonstranten das Schulschwänzen wirklich ist. Gemeinsam besuchte ein Team aus Wissenschaftlern, Studenten und Schülern einen Streik der „Fridays For Future“-Bewegung in Konstanz und befragte dort 145 Teilnehmer.

Ihre Studie zeigt, dass die Schüler vor allem auf die Straße gehen, damit sie ihren politischen Forderungen Nachdruck verleihen können. Lediglich zehn Prozent der Befragten gab an, die Streiks als gute Gelegenheit zu sehen, um nicht in die Schule gehen zu müssen. 95 Prozent der Schüler nannten dagegen als wichtigste Motivation den Glauben, mit ihrem Engagement etwas verändern zu können. Die überwiegende Mehrheit der Demonstranten (83 Prozent) ist sogar bereit, wegen des Protests Sanktionen durch ihre Schule, wie etwa Nachsitzen, hinzunehmen.

Der Soziologe und Organisationsforscher Sebastian Koos, der die Kurzstudie verantwortet, erklärt sich diesen Befund mit dem Grundinteresse der Schüler: „Das Fundament ist da: Schüler sind heute gut informiert, an Nachhaltigkeitsthemen interessiert und über den Zustand der Welt empört.“

Für eine große Bewegung wie „Fridays For Future“ benötige es dann nur noch ein Vorbild wie die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. Sie zeige, dass „das eigene Engagement etwas bewirken kann.“ Dieses Phänomen nennt der Forscher den „Greta-Effekt“.

Quelle: faz


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 11 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: otto5
Forum Statistiken
Das Forum hat 2582 Themen und 13166 Beiträge.

Heute waren 4 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 71 Benutzer (12.03.2015 19:47).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de