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#1

Hamburger Tanker offenbar angegriffen

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.06.2019 12:47
von franzpeter | 9.563 Beiträge

Anm. FS: Jens Berger macht uns an diesem Beispiel - erneut - auf die stets
gründlichen Recherchen der Beiträge unserer öffentlich Rechtlichen aufmerksam.
So wird die Öffentlichkeit still und leise hierzulande auf die
Kriegsvorbereitungen der USA gegen den Iran eingestimmt, der sich bisher strikt
an das internationale Atomabkommen gehalten hat:


"Es ist die Einschätzung der US-Regierung, dass die Islamische Republik Iran
verantwortlich für die Angriffe ist, zu denen es heute im Golf von Oman kam",
sagte US-Außenminister Mike Pompeo in Washington bei einer kurzfristig
anberaumten Pressekonferenz. Bereits vor rund einem Monat hatte es mehrere
Attacken auf Schiffe in der Region gegeben, allerdings nicht mit so
schwerwiegenden Schäden. "Nach ersten Ermittlungen ist für die damaligen
Angriffe wahrscheinlich der Iran und seine Revolutionsgarden verantwortlich."

Die ÖR, zum Verständnis, sind diejenigen Anstalten mit der verfassungsrechtlich
garantierten Einzugsberechtigung von Fernseh- und Rundfunkzwangsgebühren.


Die Gebühren sollen demnächst - analog der 709 Bundestagsabgeordneten,
demnächst bei Neuwahlen werden bis zu 900 und mehr erwartet - automatisch
angepasst werden. Immer nach oben - wo denken Sie denn hin?


NDS 14.06.2019

Hamburger Tanker offenbar angegriffen

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate hat es einen Zwischenfall mit
zwei Tankern gegeben. © IRINN / AFP

Im Golf von Oman sind am Donnerstagmorgen zwei Tanker beschädigt worden. Die
Hamburger Reedereigruppe Bernhard Schulte Shipmanagement teilte in Singapur mit,
ihr Tanker Kokuka Courageous sei nach einem mutmaßlichen Angriff evakuiert
worden. Eines der 21 Besatzungsmitglieder des unter der Flagge Panamas fahrenden
Schiffs sei leicht verletzt worden, erklärte ein Sprecher NDR 90,3
. Bei den
Seeleuten handele es sich ausnahmslos um Philippiner. Deutsche seien nicht an
Bord gewesen, sagte der Sprecher weiter.

Quelle:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/H...angriff100.html
<https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Tanker-offenbar-angegriffen,tankerangriff100.html>



Anmerkung Jens Berger:

Nein, die Kokuka Courageous ist kein Hamburger Tanker. Das Schiff gehört einer
Briefkastenfirma in Panama City und fährt unter der Flagge Panamas, um in
Deutschland weder Steuern noch Abgaben zu zahlen und sämtliche
EU-Arbeitsschutzrichtlinien sowie die Sozialversicherung für die Besatzung zu
umgehen
.

Betrieben wird das Schiff übrigens offiziell von einer Tochter der Hamburger
Schulte-Gruppe, die steueroptimiert in Singapur registriert ist. Was soll an
diesem Tanker also „aus Hamburg sein? Ähnlich verhält es sich beim zweiten
Schiff, das gestern vor der iranischen Küste in Brand geriet.

Die Front Altair ist kein norwegischer Tanker, sondern auf den Marschall Inseln
registriert und wird von der Großreederei Frontline betrieben, die ihren
offiziellen Unternehmenssitz im Steuerhinterziehungsparadies Bermuda hat.
Es ist
unverständlich, dass die Medien die Steuerhinterziehungspraxis, die im
Reedereigewerbe schon Normalität ist, nicht beim Namen nennen. Die beiden
betroffenen Reedereien können sich ja nun an die Regierungen Panamas und der
Marschall Inseln wenden. Viel Spaß.



Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=52517#h01
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=52517#h01>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

Ist der Golf von Oman der Golf von Tonkin des Jahres 2019?

in Aus der Welt der Wissenschaft 17.06.2019 14:44
von franzpeter | 9.563 Beiträge

NDS 17.05.2019

Ist der Golf von Oman der Golf von Tonkin des Jahres 2019?

Am Freitagmorgen wurden zwei Chemikalientanker im Golf von Oman wenige Kilometer
vor der iranischen Küste unter bislang noch ungeklärten Umständen attackiert.
Die US-Regierung gab bereits wenige Stunden später Iran die Schuld und
präsentierte ein verschwommenes "Beweisvideo"

https://www.centcom.mil/MEDIA/VIDEO-AND-...VideoPlayer1276
.

Jens Berger


Beweisen lässt sich mit diesem Video jedoch nichts und Staaten wie Japan und
auch Deutschland haben ihre Skepsis bereits verlautbart. Vieles spricht dafür,
dass das Video selbst eine Fälschung ist.
Dann würden sich jedoch Fragen
stellen, deren Konsequenzen die Weltöffentlichkeit sehr ernstnehmen müsste,
will man einen drohenden Flächenbrand am Persischen Golf verhindern.

Für US-Außenminister Mike Pompeo ist die Sache glasklar. Er habe "keinen
Zweifel"

https://www.npr.org/2019/06/16/733228551...ked-two-tankers
daran, dass Iran den Angriff auf die zwei Tanker begangen hat. Es gäbe "viele
Beweise", die von den Geheimdiensten gesammelt wurden und die Weltöffentlichkeit
werde viele davon auch noch zu Gesicht bekommen. Man darf gespannt sein. Der
erste angebliche Beweis sollte das vom U.S. Central Command veröffentlichte
Video sein, das jedoch selbst bei wohlwollender Betrachtung schwerlich mehr als
ein schwaches Indiz für eine unterstellte iranische Täterschaft sein kann.


Warum ist das Video, das immerhin gute 12 Stunden nach dem ersten Anschlag
aufgenommen wurde, eigentlich von derart schlechter Qualität? Man sollte doch
annehmen, dass die modernste und hochgerüstetste Armee der Welt in der wohl
weltweit am besten überwachten Seestraße zwölf Stunden nach einem derartigen
Vorfall im Stande sein sollte, ein scharfes Video zu drehen.


Aber das ist nur eine Frage am Rande. Die eigentlichen Zweifel am Video und
damit der US-Version sind gravierend.


Die US-Version ist unwahrscheinlich

Im Video soll gezeigt werden, dass ein zehnköpfiges Team der Revolutionären
Garden auf einem Patrouillenboot an der mittlerweile manövrierunfähigen und
evakuierten Kokuka Courageous anlegt und eine nicht explodierte magnetische
Haftmine entfernt.
Zwei weitere Haftminen sind demnach in den Morgenstunden
explodiert und haben das Schiff schwer beschädigt.

Dies widerspricht jedoch den Aussagen der Besatzung und auch die japanische
Reederei widersprach

https://www3.nhk.or.jp/nhkworld/en/news/20190614_36/ der
US-Erklärung im japanischen Staatsfernsehen massiv. Demnach habe die Crew kurz
vor den Explosionen anfliegende Objekte gesehen. Dies könnten Raketen oder aber
- was wahrscheinlicher ist - eine Drohne gewesen sein
.


Quelle: NHK

Ein weiterer interessanter Punkt sind die Einschlagsstellen. Die sind bei beiden
Schiffen oberhalb der Wasserlinie an der Steuerbordseite. Dies lässt
zuallererst die anfangs vermeldete Variante ausscheiden, die Schiffe seien von
Torpedos getroffen worden. Torpedos treffen Schiffe unterhalb der Wasserlinie
und nicht oberhalb.


Aber auch Haftminen werden in der Regel unterhalb der Wasserlinie angebracht. Nur
dort verrichten sie größtmöglichen Schaden und nur dort können sie durch
Taucher unbemerkt angebracht werden
. Selbst in der Nacht ist es schon sehr
schwer, sich unbemerkt mit einem Schlauchboot an einen fahrenden Tanker
heranzuschleichen und eine über 40 Kilo schwere Magnetmine an der Außenwand
anzubringen, um dann dem Schiff zwar schweren Schaden zuzufügen, es aber nicht
zu versenken.

In Frage käme auch eine ballistische Rakete. Doch die hätte das Schiff dann -
sofern sie vom Iran abgeschossen wurde - nicht auf der Steuerbord -, sondern auf
der Backbordseite treffen müssen. Doch die Schiffe wurden steuerbords getroffen.
Ein möglicher Beschuss hätte also aus dem von den USA lückenlos überwachten
Gebiet inmitten der dicht befahrenen Fahrtrinne zur Straße von Hormus abgefeuert
werden müssen. Doch das ist unwahrscheinlich.


Bei Betrachtung der Indizien ist demnach unter Berücksichtigung der
Zeugenaussagen ein Beschuss durch eine Drohne die wahrscheinlichste Erklärung.
Dies schließt wohlgemerkt keinen der Verdächtigen aus. Sowohl Iran als auch
Saudi Arabien, die Emirate oder die USA selbst verfügen über derartige
Drohnen.



Was wäre, wenn die US-Version doch stimmen würde?

Die US-Version eines Anschlags mit Haftminen wirft indes eine ganz andere Frage
auf. Denn selbst wenn man einmal annehmen würde, dass die Aussagen der Crew
nicht korrekt sind und der Anschlag tatsächlich mit Haftminen ausgeführt wurde,
wäre dies kein "rauchender Colt" aus Richtung Iran.

Viel wahrscheinlicher wäre bei einem solchen Szenario, dass die Haftminen von
Spezialkräften in den Häfen oberhalb der Wasserlinie angebracht wurden. Die
Courageous kam aus dem saudischen Hafen al-Dschubail. Die Front Altair kam aus
Ruwais, einem Hafen der Vereinigten Emirate. Beide Tanker kamen also aus Häfen
der Länder, die in den vergangenen Monaten am stärksten auf einen
Militärschlag gegen Iran gedrängt haben
.


Wäre die US-Version mit den Haftminen stimmig, kämen also vor allem Saudi
Arabien und die Emirate als Täter in Frage.
Dies würde sich dann aber nicht
mit dem Video des U.S. Central Commands vertragen, was zu der spannenden Frage
führt, woher dieses Video wirklich stammt.



Die entscheidende Frage wird nicht gestellt

Wenn man die derzeit sehr unwahrscheinliche Variante herauslässt, dass die
Seeleute und die Reedereien - aus welchen Gründen auch immer - die Unwahrheit
sagen und iranische Spezialkräfte mitten auf einer der am dichtesten befahrenen
Seestraßen der Welt in einer Nacht- und Nebelaktion zwei Tankern bei voller
Fahrt über der Wasserlinie Haftminen verpasst haben, stellt sich die sehr
interessante Frage, von wem das "Beweisvideo" des U.S. Central Command eigentlich
stammt.


Als Akteure kommen hier natürlich nicht nur die Regierungen, sondern auch
zahlreiche andere Akteure aus den Militärs und Geheimdiensten in Frage. Es ist
keineswegs auszuschließen, dass die Falken im Weißen Haus einen
"Golf-von-Tonkin-Zwischenfall" inszenieren wollen, um Präsident Trump in einen
Krieg zu ziehen.


Das Video beweist wohl schlussendlich nur, dass es zur Zeit Kräfte gibt, die
Interesse daran haben, die USA in einen Krieg mit Iran zu ziehen. Und das ist in
höchstem Grade alarmierend und sollte auch die Bundesregierung dazu veranlassen,
eine offizielle unabhängige Untersuchung der Ereignisse zu fordern.

Der Zwischenfall im Golf von Oman steht anscheinend in einer langen Reihe, die
vom Tonkin-Zwischenfall

https://de.wikipedia.org/wiki/Tonkin-Zwischenfall
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tonkin-Zwischenfall über die
Brutkastenlüge

https://de.wikipedia.org/wiki/Brutkastenl%C3%BCge , den
<https://de.wikipedia.org/wiki/Brutkastenl%C3%BCge> Hufeisenplan
https://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg bis zu Saddams
Massenvernichtungswaffen

https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BCndung_des_Irakkriegs
<https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BCndung_des_Irakkriegs>
geht.

Die USA haben alle(!) ihre Kriege seit Vietnam mit einer inszenierten Lüge
begründet! Dies sollte die Weltöffentlichkeit nie vergessen
.



Die "Besitzverhältnisse" von Schiffen sind heutzutage nicht so einfach zu
ermitteln. Die Kokuka Courageous gehört einer Briefkastenfirma aus Panama City,
fährt unter der Flagge Panamas, wird im Auftrag der japanischen Reederei Kokuka
Sangyo von einem deutschen Schiffsmanagement-Dienstleister über seine Tochter
aus Singapur betrieben. Die Front Altair gehört einer Briefkastenfirma aus
Liberia, die wiederum einer Holding aus Zypern gehört, an der der norwegische
"Tankerkönig" Fredriksen 51% der Anteile hält. Betrieben wird die Altair von
Frederiksens Reederei Frontline, die ihren Sitz auf den Bermudas hat, und fährt
unter der Flagge der Marschallinseln.


Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=52594
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=52594>



Jürgen Todenhöfer - 13. Juni

Irankrise: WIRD AB MORGEN "ZURÜCKGESCHOSSEN" ?

Es ist der älteste und mieseste Trick aller Kriegstreiber: Sie arrangieren
über Mittelsmänner, dass sie oder ihre Verbündeten "beschossen" werden. Oder
sie täuschen eine solche Beschießung vor. Um endlich "zurückschießen" zu
können und das als "Verteidigung" darstellen zu können.

Ich hoffe, die Bundesregierung wird alles tun, damit die Welt nicht wieder in
einen Krieg hineingelogen wird.

Wenn es doch dazu kommt, hat sie die Pflicht, den gesamten deutschen Luftraum
für alle US-Militäroperationen zu sperren. Das Grundgesetz verbietet auch die
indirekte Teilnahme an verdeckten Angriffskriegen.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur indirekten Beteiligung Deutschlands
am völkerrechtswidrigen US-Krieg gegen den Irak ist in dieser Frage an Klarheit
nicht zu übertreffen.

Es gibt leider mehrere Länder, die an einem Irankrieg großes Interesse haben.
Der Iran gehört nicht dazu.

Euer JT

Quelle: https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/
<https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/photos/a.10150173554135838/10156435991675838/?type=3&theater>



Dazu:

Der Tagesspiegel 14.06.2019

Die USA und der Nahe Osten

Als mich ein Lügner überzeugte

Ich bin misstrauisch, wenn jemand Beweise präsentiert. Denn ich habe an mir
selbst erfahren, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen. Eine Erinnerung.
Von Malte Lehming


Mehr:https://www.tagesspiegel.de/politik/die-...e/24457118.html
<https://www.tagesspiegel.de/politik/die-usa-und-der-nahe-osten-als-mich-ein-luegner-ueberzeugte/24457118.html>



Dazu:

No 416

Quelle: https://www.maskenfall.de/?p=13579
<https://www.maskenfall.de/?p=13579>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 17.06.2019 14:52 | nach oben springen


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