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Neuer Milliardenmarkt für die deutsche Autoindustrie - Umweltmogelpackung der Bundes...

in Aus der Welt der Wissenschaft 19.10.2019 09:22
von franzpeter | 9.685 Beiträge

Neuer Milliardenmarkt für die deutsche Autoindustrie und Energieversorger

Der Film berichtet von der Umweltmogelpackung der Bundesregierung durch
Zerstörung der Lebensgrundlagen in Südamerika und in anderen Orten.


Dazu ein Kommentar zum Film von Andreas Pfleger v. 27.09.2019 - "Die Batterie ist
das größte Problem":

"Lithium ist ein Alkalimetell und liegt nicht in Reinform vor! Für 1 Tonne
Lithium werden 2 Millionen Liter Wasser benötigt. Die Atacama Wüste zählt zu
den trockensten Regionen der Erde. Um dort Lithium zu gewinnen, muss Grund-Wasser
aus der Tiefe herausgepumpt werden. Für eine tägliche Lithiumproduktion werden
21 Millionen Liter Wasser benötigt! Wasser das in der Wüste verdunstet! Das ist
nicht nachhaltig
!


Wenn es um Nachhaltigkeit geht, hat die Brennstoffzelle gegenüber der Batterie
einen beachtlichen Vorteil. Es gibt aber noch weitere riesige Nachteile der
Batterie gegenüber der Brennstoffzelle. Würden 1 Million Elektroautos in
Deutschland zur selben Zeit ans Netz gehen, würden 350 Gigawatt Strom benötigt
werden. Das deutsche Netz liefert aber nur 68,5 Gigawatt! Woher soll der
zusätzlich benötigte Strom kommen?"



Das Erste 03.06.2019

Kann das Elektroauto die Umwelt retten?

Video: https://www.youtube.com/embed/aS_xTJmzdgA
https://www.youtube.com/embed/aS_xTJmzdgA

Film von Florian Schneider und Valentin Thurn

Elektroauto - DPA

Elektro-Autos sollen die Umwelt retten, werden gar als "emissionsfrei"
gepriesen. Für die deutsche Autoindustrie ein Milliardenmarkt. Und
Abgasgeplagte Kommunen hoffen mit Elektroautos drohenden Fahrverboten zu
entgehen.


Doch stimmt das? Sind E-Autos wirklich die Rettung für die Umwelt? "Die Story
im Ersten" macht sich auf Spurensuche.


Klimaschädliche Batterie


Das größte Bauteil eines Elektroautos ist mit mehreren hundert Kilo Gewicht die
Batterie. Und sie ist das klimaschädlichste.



Denn für das hier verwendete Lithium werden fragile Ökosysteme in Südamerika
zerstört und der dort lebenden Bevölkerung Land und Wasser geraubt. Die Autoren
recherchieren vor Ort, zeigen die Auswirkungen des Lithium-Booms: eine
ökologische und menschliche Katastrophe, in Kauf genommen für das
"Null-Emissionen-Auto" in Europa
.

Die Herstellung eines 100-kWh-Akkus, notwendig für einer Reichweite von rund 400
Kilometer, verursacht eine Klimabelastung von 15 bis 20 Tonnen Kohlendioxid. Ein
Wert, für den ein 6-Liter Mittelklassewagen mit Benzin- oder Dieselmotor bis zu
100.000 Kilometer weit fahren kann.
Für die Produktion von Elektroautos werden
sehr viele unterschiedliche Rohstoffe gebraucht.


Hohe Umweltbelastung bei der Herstellung

Forscher des Wuppertal Instituts für Klimaforschung sagen: Der ökologische
Rucksack, also die Summe der Umweltbelastung durch alle bei der Herstellung
verwendeten Materialien, ist bei der E-Mobilität im Vergleich zu
Verbrennungsmotoren doppelt so hoch
.


Unter dem Strich sind E-Autos keineswegs umweltfreundlicher als Benziner oder
Diesel, zumindest nicht, wenn sie eine ähnliche Reichweite haben. Experten sind
sich einig: Der einzige Weg, Mobilität umweltfreundlicher zu gestalten ist, den
Individualverkehr zu reduzieren und den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.



Alternativen zum Auto

Wie das funktionieren kann, zeigt ein Beispiel im litauischen Vilnius. Seit
September 2017 hat Vilnius eine der fortschrittlichsten Mobilitäts-Apps der
Welt, mit der man problemlos ohne privaten Pkw durch die Stadt kommt.
Kernstück
der App ist eine Echtzeitkarte, die die aktuellen Positionen von Bussen, Bahnen
und Taxis auf wenige Meter genau anzeigt. Dazu kommen die Park-Positionen von
Carsharing-Autos und Leihfahrrädern. Das Ganze ist so erfolgreich, dass auch die
Berliner Verkehrsbetriebe die App in diesem Jahr einführen.

Die App ist nur eine von weltweit vielen Ansätzen, um den Menschen eine bequeme
Alternative zum eigenen Auto zu bieten. Und auch wenn das Auto wohl nie ganz aus
unserm Straßenbild verschwinden wird: Es ist an der Zeit, sich Gedanken über
Alternativen zu machen. Und richtig eingesetzt - etwa als Busse, Lieferwagen oder
Kleinwagen mit geringer Reichweite für Pendler - können auch Elektroautos ihren
Beitrag für eine klimafreundlichere Zukunft leisten.



Quelle:
https://www.daserste.de/information/repo...retten-100.html
<https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/kann-das-elektro-auto-die-umwelt-retten-100.html>
Anmerkung:

Zitat
Elektro-Autos sollen die Umwelt retten, werden gar als "emissionsfrei"
gepriesen. Für die deutsche Autoindustrie ein Milliardenmarkt. Und
Abgasgeplagte Kommunen hoffen mit Elektroautos drohenden Fahrverboten zu
entgehen.


Wer hat denn behauptet, dass unsere Politiker rechnen können?
Aber lesen können sie offenbar, nämlich die Vorschläge der Konzerne.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 19.10.2019 11:43 | nach oben springen


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