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Oskar Lafontaine - Die Waffengret will nicht am Rande stehen

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.11.2019 22:18
von franzpeter | 9.689 Beiträge

Oskar Lafontaine - 08.11.2019

Die Waffengret will nicht am Rande stehen


Vielleicht ist das ja nur psychologisch zu erklären: "Ein Land unserer Größe
kann nicht am Rande stehen", sagt AKK, die Waffengret im Kriegsministerium. Will
sagen: Eine Politikerin meiner Größe kann nicht am Rande stehen.

Angesichts verheerender Umfragewerte - Infratest dimap sieht Merz, Söder, Spahn
und Laschet vor ihr, wenn es um die Frage geht, wer anstelle von Merkel für die
CDU/CSU ins Kanzleramt einziehen soll - ruft sie Deutschland zu den Waffen,
fordert immer häufiger Militäreinsätze in aller Welt und will den
"Verteidigungsetat" von 50 Milliarden um weitere 35 Milliarden aufzustocken.


Das ganze nennt sie "Verantwortung übernehmen".

Es ist wirklich zum Kotzen: Wenn es um zusätzliche Mittel für die Millionen
Älterer geht, die zu geringe Renten haben, ist der christlichen Partei jede
Milliarde zu viel.


Gleichzeitig fordern Kramp-Karrenbauer, Altmaier und andere, die Steuern um zehn
Milliarden zu senken, indem man den Soli für die oberen Zehntausend abschafft,
und wollen den Unternehmen weitere Milliardengeschenke machen, durch eine Senkung
der Unternehmenssteuern und des Arbeitslosenversicherungs-Beitrages.


Die Bundeswehr ist derzeit nach eigenen Angaben in Afghanistan, dem Irak, Mali,
dem Libanon, am Horn von Afrika, in Somalia, dem Sudan, in der Westsahara, im
Mittelmeer und im Jemen im Einsatz. Das reicht der Waffengret und einer immer
größer werdenden Anhängerschar in Politik und Propaganda-Medien nicht.

Sie pervertieren den Verantwortungsbegriff. Statt Millionen Menschen vor dem Tod
durch Hunger und Krankheit zu bewahren, wollen sie das Geld lieber für
Militäreinsätze ausgeben
. Sie haben aus der Geschichte nichts gelernt.

Frieden, Entspannung, gemeinsame Sicherheit, militärische Zurückhaltung,
Abrüstung, gute Nachbarschaft und Kampf gegen Hunger und Krankheit in der Welt,
bestimmten die Außenpolitik von Brandt, Schmidt, Kohl und Genscher.

Und heute?

Kriegseinsätze, Aufrüstung und - zum Dank für Gorbatschows Ermöglichung der
deutschen Einheit - US-Raketen, große Militärmanöver und Truppenverbände an
der russischen Grenze.


"Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden", sagt
die Bibel. Die Marionetten der US-Oligarchie und der Waffenindustrie hätte der
Namensparton der CDU aus dem Tempel gejagt.


Siehe dazu auch den lesenswerten Beitrag von Jens Berger auf den Nachdenkseiten:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=56209
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=56209>

Quelle:
https://www.facebook.com/oskarlafontaine...?type=3&theater
<https://www.facebook.com/oskarlafontaine/photos/a.198567656871376/2629194400475344/?type=3&theater>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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