GKR-Forum

a_6.jpg a_6.jpg

#1

Die CDU verheddert sich in ihren Lebenslügen

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.02.2020 11:58
von franzpeter | 9.955 Beiträge

NDS 11. Februar 2020

Die CDU verheddert sich in ihren Lebenslügen

Von Oskar Lafontaine - The European 10.02.2020

Das Folgende ist ein sehr informativer Text von Oskar Lafontaine. Wir bringen ihn
auch deshalb, weil viele Leserinnen und Leser heute die Fakten über die
geschichtlichen Hintergründe der CDU/CSU nicht kennen und nicht kennen können,
und falls sie älter sind, diese Hintergründe verdrängen.


Vorwort: Ein solcher Text ist ungemein wichtig, weil es höchste Zeit ist, von
der Existenz einer Staatspartei, als die sich die CDU/CSU immer gesehen hat,
Abschied zu nehmen. Das geht nicht von alleine. Daran muss man arbeiten. Dazu
möchte ich Sie unabhängig von Ihrer Parteipräferenz ermuntern. Es gibt keine
besonderen Parteien in diesem unserem Land. Albrecht Müller


Zur Begründung ihres Rücktritts sagte die CDU-Vorsitzende Annegret
Kramp-Karrenbauer, es gebe "ein ungeklärtes Verhältnis von Teilen der CDU mit
AfD und Linken". Sie sei gegen eine Zusammenarbeit mit beiden Parteien. Unter der
Überschrift "Weder mit der AfD noch mit der Linkspartei" verteidigte

<https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/roland-koch-zu-thueringen-weder-mit-afd-noch-mit-linken-16625285.html>
der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch in der "FAZ" diese
Haltung.


Die gleiche Distanz zu AfD und Linkspartei beruht auf zwei Lebenslügen der
Christdemokraten:


Viele CDU-Mitglieder verschwiegen nach dem Zweiten Weltkrieg ihre frühere
NSDAP-Mitgliedschaft. Nach dem Fall der Mauer fusionierte die CDU mit der
SED-Blockpartei Ost-CDU und kassierte deren Vermögen gleich mit.
Und Angela
Merkel war FDJ-Sekretärin für Propaganda und Agitation, durfte im Ausland
studieren und, anders als die meisten DDR-Bürger, auch in den Westen reisen.

Im Hinblick auf NSDAP und SED wäscht sich die CDU ihre Hände in Unschuld. Ein
Beispiel dieser Heuchelei und Verlogenheit lieferte heute Roland Koch in seinem
Beitrag in der "FAZ"
: "Die CDU wurde als Bollwerk gegen Faschismus und
Kommunismus gegründet. Christen und Nichtchristen, KZ-Überlebende und
Gewerkschafter, sie alle zusammen gründeten die Union, weil sie von den
unausweichlichen Folgen dieser beiden Ideologien überzeugt waren."

Welch unverschämte Lüge!

Konrad Adenauer beschäftigte den Kommentator der Nürnberger Rassengesetze Hans
Globke als Chef des Bundeskanzleramtes; Kurt Georg Kiesinger wurde
Bundeskanzler, obwohl er schon 1933 in die NSDAP eingetreten war; Hans Karl
Filbinger war von 1966 bis 1978 für die CDU Ministerpräsident in
Baden-Württemberg, obwohl er als Marinerichter noch kurz vor Ende des Zweiten
Weltkrieges Deserteure zum Tode verurteilte und dies später noch mit den Worten
verteidigte: "Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein."


Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer weiß: In der ersten CDU-Fraktion im
saarländischen Landtag nach der Saar-Abstimmung 1955 waren mehr als die Hälfte
der CDU-Abgeordneten ehemalige NSDAP-Mitglieder. Noch 1957 wurde Dr. Erwin
Albrecht, als 'Blutrichte' in Prag für 31 Todesurteile gegen Juden
verantwortlich, Vorsitzender der saarländischen CDU-Landtagsfraktion.


Alles vergessen?

Nicht genug damit, dass die Christdemokraten ohne Skrupel Nationalsozialismus
und SED gleichsetzen. Viele CDU-Politiker, wie Kramp-Karrenbauer und Koch,
leugnen bis zum heutigen Tage die Verstrickung der CDU in den
Nationalsozialismus.


Bei dieser fehlenden Aufarbeitung der Vergangenheit ist es wenig überraschend,
dass die Bereitschaft in der Ost-CDU für eine Zusammenarbeit mit den
"Kameraden der AfD zunimmt.
Selbst Björn Höcke, den man laut
Gerichtsbeschluss einen Faschisten nennen darf, steht da nicht mehr im Wege.


Quellen:

https://www.theeuropean.de/admin/nach-de...ristdemokraten/
<https://www.theeuropean.de/admin/nach-dem-ruecktritt-von-annegret-kramp-karrenbauer-die-lebensluegen-der-christdemokraten/>



https://www.nachdenkseiten.de/?p=58373
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=58373>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 11.02.2020 12:09 | nach oben springen

#2

"Hufeisentheorie" - und andere Lügen

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.02.2020 22:18
von franzpeter | 9.955 Beiträge

M O M E N T U M

11.02.2020

"Hufeisentheorie" - und andere Lügen

Sascha Distel stolpert über die "Äquidistanz" der Christenunion

Die Extremismustheorie besagt, Links- und Rechts-Außen berührten einander an
den Enden der politischen Skala. - Michael Steele/Images

Welch schmalllippiges, aber ehrliches Machtwort aus berufenem Munde, mit dem
sich Annegret Kramp-Karrenbauer - Jahrgang 1962 - geschichtsvergessen aus ihrem
Amt als CDU-Vorsitzende verabschiedet: es gäbe "ein ungeklärtes Verhältnis
von Teilen der CDU mit AfD und Linken", sie aber sei "gegen jegliche
Zusammenarbeit mit beiden Parteien".


"Äquidistanz" heisst jene Zauberformel, hinter der sich eine Hufeisentheorie
verbirgt, die der Staatsschutz erfunden hat, um das politische Spektrum einer
Gesellschaft zu erklären:


In der Mitte drängen sich die "Parteien der Mitte" und ihre Anhänger, während
sich die "radikale Linke" - Linke sind in der Terminologie des Staatsschutzes
seltsamerweise immer "radikal" - und die "extreme Rechte" - zur vereinfachten
Arbeitsweise der Staatsschützer sind Rechte immer "extrem" - an den Rändern des
Hufeisens verorten und - mit dem administrativen Etikett "Verfassungsfeinde"
versehen - je nach Bedarf geprüft, beobachtet oder verfolgt werden. Diese dem
einfachen Denken der Staatsschützer geschuldete Theorie erlaubt den Erfindern
"links" und "rechts" als wesensverwandt extremistisch gleich zu behandeln.
Und mit diesen rechten und linken Unwesen hat natürlich eine christliche "Partei
der Mitte" nichts am Hut, meint unsere scheidende Vorsitzende locker dank der
Gnade ihrer späten Geburt.
Denn ihre Partei hat den Lack als "Bollwerk gegen
Faschismus und Kommunismus" (Roland Koch) längst verloren und lebt im "Irrgarten
ihrer Lebenslügen" (Oskar Lafontaine).
Sie streckt ihre Fühler auf dem Hufeisen
weit aus und steckt mit ihren Wurzeln tief in beiden Lagern: Faschismus und
Kommunismus.


Hans Globke, Chef des Kanzleramtes unter dem CDU Bundeskanzler Konrad Adenauer
(1953 - 1963), war Kommentator der Nürnberger Rassegesetze und verantwortlich
für die judenfeindliche Namensänderungsverordnung; Konrad Adenauer hatte als
Kanzler keine Skrupel, NSDAP-Mitglieder in sein Kabinett zu berufen wie Theodor
Oberländer; Kurt-Georg Kiesinger war CDU-Ministerpräsident in Baden
Württemberg (1958 - 1966) und CDU-Bundeskanzler der ersten Grossen Koalition
(1966 - 1969), obwohl er seit 1933 schon Mitglied der NSDAP war; Hans Karl
Filbinger war CDU-Ministerpräsident in Baden-Württemberg (1966 1978), obwohl er
noch 1943 - 1945 als NSDAP-Marinerichter vier Todesurteile beantragt oder
gefällt hatte und sich nicht scheute, seine Haltung mit den Worten zu
verteidigen: "Was gestern rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein". Als
Saarländerin hat AKK auch schon vergessen, dass im Saarländischen Landtag 1955
mehr als die Hälfte der CDU-Abgeordneten Mitglieder der NSDAP waren.


Und als CDU (DDR) war sie nach ihrer Gründung in der Sowjetischen Besatzungszone
am 26.06.1945 neben der Kommunistischen Partei, der Sozialdemokratischen Partei
(DDR) und der Liberal Demokratischen Partei (DDR) Teil des
"antifaschistischen-demokratischen Blocks", die seit den 1950er Jahren nach der
Pfeife der SED tanzten.


Vollzogen wurde diese Politik nicht zuletzt durch jene Organisationen, in denen
unsere CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel als FDJ-Parteisekretärin für
Propaganda und Aufklärung zuständig war, sich aber schlecht erinnert.


Dies zu leugnen, legt die Vermutung nahe, dass Angela Merkels Leben in der DDR
nachträglich mit der Erwartungshaltung der christlich-demokratischen
Anhängerschaft in Einklang gebracht werden soll; das vergisst AKK, uns zum
Abschied zu sagen.

quelle: Momentum


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#3

So viel SED steckt in der CDU

in Aus der Welt der Wissenschaft 12.02.2020 13:17
von franzpeter | 9.955 Beiträge

Ein Lügenhaus errodiert

"Dass die CDU die Linkspartei immer wieder auf ihre SED-Vergangenheit reduziert,
wie zuletzt JU-Chef Tilman Kuban, und ihre eigenen Verbindungen unerwähnt
lässt, sei "eine christdemokratische Lebenslüge", bemerkt Parteienforscher
Lühmann. Die CDU brauche sie, um sich vor der eigenen Vergangenheit zu
schützen."


Darauf haben Oskar Lafontaine und Sascha Distel bereits ausdrücklich und detailliert hingewiesen.

Es ist schon interessant zu erfahren, wie die CDU insbesondere ihre
westdeutschen Wähler nach Strich und Faden belogen hat. Eine Lebenslüge - so
die Parteienforscher. Aber die Parteioberen der CDU haben es dem Parteivolk
ständig "vorgebetet", wahrlich "christlich", und diese haben es bis heute so
übernommen, das nennt man auch "glauben":


Keiner verlangt schließlich von der CDU mit den Linken politisch
zusammenzuarbeiten, aber über 30 Jahre Lügen verbreiten?

FS


GMX 11. Februar 2020

So viel SED steckt in der CDU

Die CDU stemmt sich vehement gegen eine Kooperation mit der Linkspartei. Vor
allem wegen der DDR-Vergangenheit wollen die Christdemokraten nichts mit der
SED-Nachfolgepartei zu tun haben. Dabei ist die ostdeutsche CDU selbst alles
andere als unbelastet.


Von Marco Fieber

(...) Ein kurzer Rückblick. Große Teile der heutigen ostdeutschen CDU sind aus
der DDR-Blockpartei Christlich-Demokratische Union Deutschlands (kurz Ost-CDU)
hervorgegangen. Zur Wende hatte die Partei etwa 135.000 Mitglieder, so viele wie
keine andere Blockpartei.


(...) Im letzten, einzig frei gewählten DDR-Parlament waren 1990 laut "Taz" von
163 CDU-Abgeordneten 35 inoffizielle Stasi-Mitarbeiter. Damit lag der Anteil
höher als bei der SED-Nachfolgepartei PDS, die 2007 mit der Wahlalternative
Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG) zur Linkspartei fusionierte.


Dazu kommt: Das Barvermögen der Ost-CDU - umgerechnet und nach heutiger
Kaufkraft insgesamt über 20 Millionen Euro - wurde nach dem Mauerfall unter
anderem auf die fünf neuen Landesverbände übertragen und dort auch "für die
Modernisierung der Ausstattung der übernommenen Geschäftsstellen verwendet"
wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung 2015 in einer Handreichung bemerkte.,


Die Kreisverbände bunkerten ebenso mehrere Millionen, der größte Betrag (rund
12 Millionen Euro) aber "wanderte auf ein Extrakonto der Bonner CDU", wie "Der
Spiegel2 1993 berichtete. Die Partei erhielt damit Geldmittel und Infrastruktur
für ihre Wahlkämpfe.


(... Langjährige Mitglieder der Ost-CDU waren unter anderem die ehemaligen
Thüringer CDU-Ministerpräsidenten Josef Duchac, Dieter Althaus und Christine
Lieberknecht. Auch Sachsens Ex-Regierungschef Stanislaw Tillich und der aktuelle
sachsen-anhaltische Ministerpräsident Reiner Haseloff gehörten der
DDR-Blockpartei an. Die aktuell einzige Thüringer CDU-Europaabgeordnete Marion
Walsmann saß für die Ost-CDU sogar von 1986 bis 1990 in der Volkskammer, dem
DDR-Parlament.


Dazu kommen CDU-Abgeordnete, die selbst Mitglied in der SED waren: Henry Worm war
von 1982 bis 1989 Teil der DDR-Einheitspartei und ist heute Vizepräsident des
Thüringer Landtags. Svend-Gunnar Kirmes war gar von 1971 bis 1989 in der SED und
ist derzeit CDU-Abgeordneter und Alterspräsident in Sachsen.


(...) Dass die CDU die Linkspartei immer wieder auf ihre SED-Vergangenheit
reduziert, wie zuletzt JU-Chef Tilman Kuban, und ihre eigenen Verbindungen
unerwähnt lässt, sei eine christdemokratische Lebenslüge, bemerkt
Parteienforscher Lühmann
.


Die CDU brauche sie, um sich vor der eigenen Vergangenheit zu schützen.


Quelle:
https://www.gmx.net/magazine/politik/sed...nigung-34419032
<https://www.gmx.net/magazine/politik/sed-steckt-cdu-mitglieder-wiedervereinigung-34419032>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#4

So viel SED steckt in der CDU (2)

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.02.2020 12:59
von franzpeter | 9.955 Beiträge

Eine notwendige Ergänzung


Oskar Lafontain weist für die Aufarbeiterung der "Lebenslügen der CDU" auf die
Verstrickung der CDU im "SED-Unrechtsstaat" hin: auf den taz-Artikel vom
01.10.1990: "Die CDU führt die Stasi-Liste an".

https://taz.de/!1750009/?goMobile2=1570752000000
<https://taz.de/!1750009/?goMobile2=1570752000000>

Oskar Lafontaine: "Unbekannt war mir eine Untersuchung in der Volkskammer nach
dem Fall der Mauer, auf die mich ein Leser aufmerksam gemacht hat. Darin heißt
es:


"Unter den Abgeordneten der Volkskammer, die vom entsprechenden
Prüfungsausschuss als inoffizielle Mitarbeiter der Stasi aufgespürt wurden,
liegt die ehemalige Blockpartei CDU in einsamer Führung. 35 CDU, 11 FDP, 11 PDS
und zwei von der Grünen Partei.


Da ist man sprachlos. Und man kann davon ausgehen, dass es noch einige Frauen
und Männer in der CDU gibt, die froh sind, dass die Stasi rechtzeitig Akten
vernichtet hat. Es bestätigt sich die bekannte Volksweisheit: Die schärfsten
Kritiker der (Stasi-)Elche waren früher selber welche."


Quelle:
https://www.facebook.com/oskarlafontaine...?type=3&theater


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#5

RE: So viel SED steckt in der CDU (2)

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.03.2020 21:47
von franzpeter | 9.955 Beiträge

In der CDU steckt eine Menge SED
08. März 2020 um 13:45
Ein Artikel von Gerhard Rein | Verantwortlicher: Redaktion

Wenn es um eine mögliche Kooperation mit Bodo Ramelow und dessen Linkspartei geht, verweist die CDU vor allem auf die DDR- Vergangenheit der SED-Nachfolgepartei, auf Diktatur, Mauer-Toten und Unrechtsstaat. Daher sei der Unvereinbarkeitsbeschluss des CDU-Parteitags völlig berechtigt. Von Äquidistanz ist die Rede. Weder mit der AfD noch mit der Linken dürfe man zusammenarbeiten, geschweige denn, Verabredungen treffen. Von Gerhard Rein.

Norbert Röttgen wirft der Links- Partei eine gewisse Mitverantwortung für Putins Überfall und Annektion der Krim vor. Friedrich Merz behauptet, Bodo Ramelow sei nicht vom Himmel gefallen, sondern vom Westen nach Thüringen gekommen und der Linken beigetreten.
Mögliche künftige CDU- Vorsitzende übertreffen sich mit dunklen, merkwürdigen Andeutungen, aus denen aber eindeutig hervor gehen soll, dass die CDU ohne jede Schuld, die Anderen aber viel davon im Gepäck haben und bis heute mit sich herumschleppen.
Viel Geschichtsvergessenheit, viel Verdrängung und auch Verlogenheit kommt damit ans Licht. Denn: Die ostdeutsche CDU ist alles andere als unbelastet. Auch in ihr steckt eine Menge SED. In der „Thüringer Allgemeinen“ konnte man kürzlich nachlesen, was der Parteienforscher Michael Lühmann festgestellt hatte: „Personell ist die CDU ein ganzes Stück weit Nachfolgepartei nicht nur der Ost-CDU, sondern auch der SED“.
Dass die CDU ihre eigene Verwobenheit im DDR- System unerwähnt lässt, die Linkspartei aber stets an ihre SED- Vergangenheit erinnert, sei „eine christdemokratische Lebenslüge“ meint Michael Lühmann.
Auch dieses Zitat aus der „Thüringer Allgemeinen“. Wer als CDU- Mitglied diesen Erkenntnissen nicht folgen mag und mit einem erneuerten „Auf sie mit Gebrüll“ auf Bodo Ramelow und die Linkspartei in Thüringen eindrischt, dem sei eine andere Lektüre dringend empfohlen:
Im Jahr 2015 beauftragte die Konrad Adenauer Stiftung eine Kommission, die überwiegend aus Historikern bestand, über die CDU als Blockpartei in der DDR zu forschen. Im Jahr 2018 wurde ihre Arbeit veröffentlicht. Daraus zitiere ich einige Sätze, im Wortlaut:
„Die CDU diente dazu, den diktatorischen Charakter des Systems zu verschleiern…
Die CDU war integrativer Bestandteil des politischen Systems und hat damit zum Erhalt der Diktatur beigetragen….
Die Parteiführung solidarisierte sich nicht mit ihren Mitgliedern, wenn diese in Konflikt mit der Staatsmacht gerieten. Ausreisewillige wurden zum Beispiel umgehend aus der Partei ausgeschlossen….
Die CDU blieb eine staatsloyale Partei bis zum Ende der SED- Herrschaft“


Soweit Sätze aus der Studie der Konrad- Adenauer- Stiftung von 2018. Wenn sie von Menschen zu Kenntnis genommen würden, die sich in der Nähe von CDU-Positionen wähnen, könnten sie vielleicht dazu beitragen, von weiteren Polarisierungen abzulassen, Schluss zu machen mit eigenen selbstgerechten Formeln, nach denen sie sich selbst als die Richtigen und die Anderen als die Falschen empfinden. Das könnte ihre Glaubwürdigkeitskrise beenden und möglicherweise am kommenden Mittwoch bei der nächsten Abstimmung im Thüringer Landtag den Weg freimachen für eine parlamentarische Lösung, die dem Land Thüringen aus der Krise hilft.
Quelle: NachDenkSeiten


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: rineo
Forum Statistiken
Das Forum hat 1757 Themen und 12593 Beiträge.

Heute waren 2 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 71 Benutzer (12.03.2015 19:47).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de