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#1

„Wenn das eine Vergiftung gewesen wäre ...“

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.10.2020 10:03
von franzpeter | 10.510 Beiträge

Die Situation um den angeblichen Giftanschlag auf Alexej Nawalny schlägt auch einen Monat später hohe Wellen. Die deutsche Regierung erklärte unter Berufung auf Bundeswehr-Mediziner, Nawalny wäre angeblich mit einer Substanz aus der „Nowitschok“-Gruppe vergiftet worden.

https://de.sputniknews.com/interviews/20...r-nawalny-fall/
https://de.sputniknews.com/wissen/202009...re-nawalny-tot/

Quelle: Sputnik Deutschland

Zitate:

- Was ruft also der „Nowitschok“-Stoff hervor? Den Herzstillstand, den Atemstillstand?

- Das sind Krampfmittel, die den Nervenimpuls unterbrechen und Muskelkrämpfe auslösen, vor allem in den Augen. Die Augenmuskeln zeigen eine Pupillenverengung – die Pupillen lassen sich praktisch gar nicht mehr sehen, selbst wenn die „Nowitschok“-Dosis so gering ist, dass es die Vergiftung praktisch noch gar nicht gibt. Dieses Symptom kommt sofort zutage. Auf Nawalnys Fotos vor dem Flug, an Bord, nach der Landung, im Krankenhaus, auf dem Weg zum zweiten Flugzeug, mit dem er nach Deutschland befördert wurde, gibt es so etwas nicht. Aber wo ist denn die Miosis? Wir Profis wissen doch, dass es sie geben müsste!
[Miosis (altgriechisch μείωσις meiōsis, deutsch ‚Verkleinerung‘) oder Stenokorie (zu altgr. στενός, stenos ‚eng‘ und κόρη, korē ‚Pupille‘) ist die medizinische Bezeichnung für die ein- oder beidseitige Engstellung der Pupille. wikipedia]

Und

Übrigens gab es am Tag der Vergiftung der Skripals einen TV-Bericht über Vergiftung von zwölf Personen mit Fentanyl. Zwei von ihnen waren Russen. Zehn Patienten wurden wegen Überdosis behandelt, und bei zwei weiteren wurde die Phosphorvergiftung festgestellt. Im Grunde ist das dasselbe Kino wie im „Fall Nawalny“, wenn man von „Nawalnys Flasche“ spricht – oder vom „Fläschchen“ in Salisbury. Mein Gott, ein solches Fläschchen würde reichen, um aus dem ganzen Salisbury ein Massengrab zu machen.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 11.10.2020 10:08 | nach oben springen

#2

RE: „Wenn das eine Vergiftung gewesen wäre ...“

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.10.2020 14:02
von franzpeter | 10.510 Beiträge

Wer benutzt Nawalny? Nachdenkliches zu einer widersprüchlichen Figur
15. Oktober 2020 Kai Artikel zur Lage
Hat Wladimir Putin den Befehl gegeben, den Oppositionellen Alexei Nawalny mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok zu töten? Diese Anklage erhebt Nawalny, wieder und wieder, seitdem er aus seinem Koma in der Berliner Charité erwacht ist. Er könne sich nichts anderes vorstellen, erklärte er. Nur Putin habe Zugriff auf das Gift, das gegen ihn eingesetzt worden sei.

Das sind Anschuldigungen, die ein gewaltiges Echo und eine fatale Wirkung im öffentlichen Bewusstsein hinterlassen. Wenn es sich so verhielte, gäbe es nichts zu entschuldigen.

Aber verhält es sich so? Gehen wir mit kühlem Kopf noch einmal die wichtigsten Fragen durch, die sich zu dieser Anklage stellen. Beginnen wir bei Nowitschok:

Laut der Presseerklärung der „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ (OPCW) vom 06.10. 2020, wiesen die in Nawalny´s Körper gefundenen Fremdstoffe „ähnliche strukturelle Merkmale“ auf wie Nowitschok – „ähnliche“! Der Stoff, hieß es in der Erklärung weiter, sei „im Anhang über Chemikalien des Übereinkommens nicht aufgeführt.“ Er gehört also, heißt das, nicht zu den bekannten und durch internationales Abkommen verbotenen Stoffen.[1] Wenn man weiß, dass die OPWC eher westlich als russlandfreundlich orientiert ist, macht dieser Befund unmissverständlich klar: Nowitschok war es nicht.

https://kai-ehlers.de/

Quelle: NachDenkSeiten/https://kai-ehlers.de/
Zitat
Trotz dieser vollkommen offenen Situation, in der x-Personen mit x-Gegenständen in Berührung gekommen sind, die auch Nawalny berührt haben kann, bis hin zu dem Glas, aus dem er getrunken haben könnte, wurde dennoch nicht eine einzige weitere Person kontaminiert. Alle sind putzmunter.

Tatsächlich aber kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Nawalny als Opfer, entgegen seiner Selbstwahrnehmung, für hinter ihm liegende Interessen benutzt wird, wieder als „nützlicher Idiot“, diesmal von der anderen Seite, für den Aufbau einer aggressiven Agenda gegen den Bau der „Nordstream 2“. Die Einstellung des „Nordstream 2“-Projektes zu fordern, was er auch selber in seinen aktuellen Interviews tut, wird ihm allerdings zuhause nicht unbedingt neue Freunde einbringen, eher nicht wenige aus den Kreisen seiner bisherigen Mitstreiter ziemlich befremden und von ihm abrücken lassen.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 16.10.2020 14:10 | nach oben springen


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