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Prof DDr Martin Haditsch – Wie gefährlich ist Covid 19? Wie aussagekräftig sind PCR-Tests?

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.10.2020 20:29
von franzpeter | 10.510 Beiträge

Prof DDr Martin Haditsch – Wie gefährlich ist Covid 19? Wie aussagekräftig sind PCR-Tests?
Prof. Haditsch gibt im Rahmen einer Expertengruppe ein persönliches Statement. Dieses wurde dankenswerterweise von Fr. Dr. Patricia Josefine Marchart und Hr. Georg Sabransky von Schutzfilm zum Upload zur Verfügung gestellt.
Ausschnitt aus der Pressekonferenz vom 7.Oktober 2020, den kompletten Livestream finden Sie bei der “ICI – Initiative Corona Info”.
Viele hochrangige Ärztinnen und Ärzte wollen nicht mehr schweigen und legen Fakten vor. In der PK gehen sie u.a. auf folgende Fragen ein: Wie aussagekräftig sind die PCR-Tests? Was bringt der MNS? Wie besorgniserregend sind die steigenden positiven Testergebnisse wirklich? Droht eine Überforderung des Gesundheitssystems? Und wie gefährlich kann die Angst vor Covid-19 werden?

https://www.nachdenkseiten.de/?p=65859#h03

https://www.youtube.com/watch?v=_sWnrAQa...NT_4j_7&index=4


Prof. DDr. Martin HADITSCH, FA für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin. Ärztlicher Leiter TravelMedCenter Leonding und Ärztlicher Leiter Labor Hannover MVZ GmbH
Univ.-Prof. Dr. Andreas SÖNNICHSEN, Abteilung für Allgemeinmedizin, Zentrum für Public Health, MedUni Wien
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. Sc. Christian SCHUBERT, Univ.-Klinik für Medizinische Psychologie, Medizinische Universität Innsbruck
DDr. Christian FIALA (FA für Gynäkologie, Wissenschafter)
Webseite Initiative Corona Info.
Quelle: Martin Haditsch, 10.10.2020


Prof. Martin Haditsch: “Mein Kernthema hier ist die Fragestellung der Testsysteme, die angewandt werden und hier vor allem der sogenannte PCR-Test. Mittlerweile kennt das wahrscheinlich schon jeder Österreicher […]. PCR steht für polymerase chain reaction, also für eine Polymerase-Kettenreaktion, die im Prinzip darauf beruht, dass man versucht, einen oder mehrere signifikante Teile von Erbsubstanz durch künstliche, beschleunigte Vermehrung so hoch zu multiplizieren, dass es sichtbar gemacht werden kann. Das ist das Prinzip. Ein positiver PCR-Test heißt nichts anderes, als dass ich ein bestimmtes Gensegment oder zwei bestimmte Gensegmente multiplizieren konnte. Natürlich besteht der Versuch, diese Gensegmente so zu konstruieren, dass sie möglichst exakt den Erreger nachweisen können, aber es ist kein Beweis dafür, dass ich hier ein vermehrungsfähiges Virus habe, sondern nur, dass diese Gensegmente nachweisbar sind. Auch hier gibt es natürlich nahe Verwandte zu SARS-CoV-2, also im Bereich der sogenannten Sarbecoviren gibt es ja auch Viren, die den Menschen jedes Jahr betreffen, in Form von Verkühlungen und so weiter. Es werden oft die sogenannten Primer, also die Moleküle, die verwendet werden, um diesen Prozess der Vermehrung der Gensegmente am Laufen zu halten, nicht bekannt gegeben. Es muss dazu gesagt werden, dass es unter diesen PCR-Reaktionen mittlerweile weltweit mehr als 400 gibt, die angewendet werden, also es gibt nicht ‘den’ PCR-Test, und dass ein Gutteil der verwendeten PCR-Tests nicht zertifiziert sind. Das heißt, es hat keine externe Prüfung dieser Methodik stattgefunden, die es gestatten würde, diesen PCR-Test offiziell auf den Markt zu bringen. […] Keiner der derzeit verwendeten PCR-Tests ist für die Untersuchung an gesunden Personen zugelassen. Ich meine damit, es gibt das Phänomen der Vortest-Wahrscheinlichkeit, ich kann in der Diskussion dann gern darauf eingehen. […] Als Faustregel: Je seltener ein Phänomen in einem untersuchten Kollektiv ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Testergebnis fälschlicherweise positiv ausfällt. Je häufiger etwas ist, umso häufiger ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Testergebnis falsch-negativ ist. Ich darf es Ihnen vielleicht nur an einem Beispiel erklären, nämlich mit dem Extrem: In Österreich gibt es die Krankheit Gelbfieber nicht, das heißt, wenn ich einen Menschen in Österreich positiv auf Gelbfieber teste, dann ist jedes positive Testergebnis falsch, weil es die Krankheit bei uns nicht gibt. Sie wissen andererseits, das männliche Geschlecht ist definiert durch das Y-Chromosom. Wenn Sie Männer testen und einmal ist dieser Test negativ, dann ist er falsch, weil es kann nicht sein. Das heißt, hier habe ich eine 100 prozentige Wahrscheinlichkeit, das heißt, die negativen Testergebnisse sind dann diejenigen, die falsch verlaufen können. […] Die Aussagekraft des PCR-Tests nimmt sprunghaft zu, wenn ich nicht gesunde Leute untersuche, sondern wenn ich die kranke Population mit den typischen klinischen Zeichen untersuche, und dort ist die PCR-Untersuchung derzeit das Beste, was wir haben, also man muss auch das differenziert sehen. Alle anderen Testsysteme, die ebenfalls verwendet werden, wie Antikörper- oder Antigentests sind numerisch schlechter als der PCR-Test und nicht so aussagekräftig.”

Quelle: NachDenkSeiten


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 14.10.2020 20:39 | nach oben springen


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