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#1

Auffälliges Schweigen über Schweden

in Aus der Welt der Wissenschaft 30.10.2020 19:49
von franzpeter | 10.678 Beiträge

Auffälliges Schweigen über Schweden. Hier ein Bericht von Henning
Rosenbusch
URL : https://www.nachdenkseiten.de/?p=66378
Verfasst : 30. Oktober 2020 um 15:07
Autor : Redaktion

Obwohl die Erfahrung in Schweden und ein Vergleich der politischen
Corona-Maßnahmen dort und hierzulande wichtig und nützlich für die eigenen
Entscheidungen wäre, wird in Deutschland kaum über die dortige Entwicklung
berichtet. Man muss den Eindruck gewinnen, dass auch die politisch
Verantwortlichen hierzulande die schwedischen Erfahrungen nicht ernsthaft
prüfen.
Im Anhang finden Sie einen Deutschlandfunk-Bericht vom 28. Oktober und
einen Beitrag von Capital vom Juli. Ansonsten wurde hierzulande weitgehend gegen
Schweden polemisiert oder eben verschwiegen. Aus diesem Grund sind wir dankbar
dafür, dass der deutsche Journalist und Fotograf Henning Rosenbusch angeboten
hat, für die NachDenkSeiten aus Schweden zu berichten. Wir beginnen heute mit
einem umfassenden Artikel zur Situation und setzen die Berichterstattung dann
später fort. Redaktion NDS.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=66378#more-66378

Quelle: NachDenkSeiten

Zitat:
Den Vogel schoss aber Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ab: „München ist ein Drittel größer als Stockholm, aber Stockholm hatte 16 Mal so viele Tote auf 100.000 Einwohner“, behauptete er während seiner Regierungserklärung am vergangenen Mittwoch vor dem Landtag. Der Corona-Hardliner stellte damit eine Falschbehauptung auf, denn auf den Faktor 16 kommt er nur, wenn er nicht Stockholm-Stadt, sondern die Region Stockholm mit München vergleicht. Und die hat 2,4 Millionen Einwohner, ist also nicht kleiner, sondern hat eine Million mehr Einwohner als München.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 30.10.2020 20:01 | nach oben springen

#2

Viele Länder haben trotz ihrer Lockdowns weit mehr Tote als Schweden“

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.11.2020 14:48
von franzpeter | 10.678 Beiträge

Am letzten Freitag berichtete
(https://www.nachdenkseiten.de/?p=66378 )
der in Schweden lebende
deutsche Journalist und Fotograf Henning Rosenbusch für die NachDenkSeiten über
das in deutschen Medien meist sehr einseitig kommentierte „schwedische
Modell“ der Corona-Politik, das eher auf Selbstverantwortung und nicht auf
staatliche Zwangsmaßnahmen und Lockdowns setzt. Nun hatte Rosenbusch die
Gelegenheit, den schwedischen Arzt Sebastian Rushworth, der sich nicht nur
medizinisch, sondern auch publizistisch mit Corona beschäftigt, zum schwedischen
Modell zu befragen. Wie kam Schweden durch die Pandemie? Und steht Schweden
wirklich schlechter da als andere Länder, die auf rigorose Maßnahmen und
Lockdowns setzten?
Mehr von diesem Beitrag lesen

https://www.nachdenkseiten.de/?p=66536#more-66536

Quelle: NachDenkSeiten

Zitate:
Wie in fast jedem anderen westlichen Land füttern und fütterten schwedische Medien die Menschen täglich mit kumulierten Fallzahlen oder Todesstatistiken, die sehr selten eingeordnet und in Kontext, etwa zu Grippewellen in anderen Jahren, gebracht werden.

Und während einige andere Regierungen, wahrscheinlich unter dem eigenen medialen und dem externen Druck anderer Länder und internationaler Organisationen, nachgaben, hätte die schwedische Regierung dies wahrscheinlich gar nicht tun können, selbst wenn sie es gewollt hätte.

Die Alternative zu einer Herdenimmunitätsstrategie wäre eine Ausrottungsstrategie, die meines Erachtens kein seriöser Wissenschaftler bei Covid-19 für möglich hält. Bislang ist in der Geschichte der Menschheit nur eine einzige Infektionskrankheit beim Menschen erfolgreich ausgerottet worden, und das sind die Pocken: weil es deutlich sichtbare Symptome und keine asymptomatische Verbreitung gibt.

Die schwedischen Covid-19-Opfer wurden im Median 86 Jahre alt und liegen damit im Bereich der üblichen Lebenserwartung im Land. Das und die fehlende Übersterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren deuten an, dass viele vulnerable Menschen, die 2020 ohnehin verstorben wären, zu diesen Opfern gehören.

Covid-19 ist momentan nur für 1,2% der Todesfälle in Schweden verantwortlich, erhält aber wahrscheinlich 99% der Aufmerksamkeit. Wir müssen eine gewisse Perspektive wahren, Zahlen in Relation setzen, um Gefahren richtig einschätzen zu können.

Dr. Scott Atlas, Chef der Neuroradiologie an der Universität Stanford, nannte Lockdowns kürzlich in Bezug auf verlorene Lebensjahre der Gesamtbevölkerung eine völlig destruktive Politik.

Ich denke, es wird ziemlich deutlich, dass SARS-CoV-2 ein saisonales Virus ist, genau wie die vier “Schnupfen”-Coronaviren. Es wäre seltsam, wenn dem nicht so wäre, wenn man bedenkt, wie ähnlich es ihnen biologisch ist. Und ich denke, dass wir, genau wie bei allen anderen saisonalen Atemwegsviren, in den Sommermonaten einen Rückgang zu verzeichnen hatten und jetzt sehen wir einen Anstieg gegenüber dem Herbst.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

Viele Länder haben trotz ihrer Lockdowns weit mehr Tote als Schweden“

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.11.2020 14:48
von franzpeter | 10.678 Beiträge

Am letzten Freitag berichtete
(https://www.nachdenkseiten.de/?p=66378 )
der in Schweden lebende
deutsche Journalist und Fotograf Henning Rosenbusch für die NachDenkSeiten über
das in deutschen Medien meist sehr einseitig kommentierte „schwedische
Modell“ der Corona-Politik, das eher auf Selbstverantwortung und nicht auf
staatliche Zwangsmaßnahmen und Lockdowns setzt. Nun hatte Rosenbusch die
Gelegenheit, den schwedischen Arzt Sebastian Rushworth, der sich nicht nur
medizinisch, sondern auch publizistisch mit Corona beschäftigt, zum schwedischen
Modell zu befragen. Wie kam Schweden durch die Pandemie? Und steht Schweden
wirklich schlechter da als andere Länder, die auf rigorose Maßnahmen und
Lockdowns setzten?
Mehr von diesem Beitrag lesen

https://www.nachdenkseiten.de/?p=66536#more-66536

Quelle: NachDenkSeiten

Zitate:
Wie in fast jedem anderen westlichen Land füttern und fütterten schwedische Medien die Menschen täglich mit kumulierten Fallzahlen oder Todesstatistiken, die sehr selten eingeordnet und in Kontext, etwa zu Grippewellen in anderen Jahren, gebracht werden.

Und während einige andere Regierungen, wahrscheinlich unter dem eigenen medialen und dem externen Druck anderer Länder und internationaler Organisationen, nachgaben, hätte die schwedische Regierung dies wahrscheinlich gar nicht tun können, selbst wenn sie es gewollt hätte.

Die Alternative zu einer Herdenimmunitätsstrategie wäre eine Ausrottungsstrategie, die meines Erachtens kein seriöser Wissenschaftler bei Covid-19 für möglich hält. Bislang ist in der Geschichte der Menschheit nur eine einzige Infektionskrankheit beim Menschen erfolgreich ausgerottet worden, und das sind die Pocken: weil es deutlich sichtbare Symptome und keine asymptomatische Verbreitung gibt.

Die schwedischen Covid-19-Opfer wurden im Median 86 Jahre alt und liegen damit im Bereich der üblichen Lebenserwartung im Land. Das und die fehlende Übersterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren deuten an, dass viele vulnerable Menschen, die 2020 ohnehin verstorben wären, zu diesen Opfern gehören.

Covid-19 ist momentan nur für 1,2% der Todesfälle in Schweden verantwortlich, erhält aber wahrscheinlich 99% der Aufmerksamkeit. Wir müssen eine gewisse Perspektive wahren, Zahlen in Relation setzen, um Gefahren richtig einschätzen zu können.

Dr. Scott Atlas, Chef der Neuroradiologie an der Universität Stanford, nannte Lockdowns kürzlich in Bezug auf verlorene Lebensjahre der Gesamtbevölkerung eine völlig destruktive Politik.

Ich denke, es wird ziemlich deutlich, dass SARS-CoV-2 ein saisonales Virus ist, genau wie die vier “Schnupfen”-Coronaviren. Es wäre seltsam, wenn dem nicht so wäre, wenn man bedenkt, wie ähnlich es ihnen biologisch ist. Und ich denke, dass wir, genau wie bei allen anderen saisonalen Atemwegsviren, in den Sommermonaten einen Rückgang zu verzeichnen hatten und jetzt sehen wir einen Anstieg gegenüber dem Herbst.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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