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Neue Ioannidis Studie: Infektionssterblichkeit weltweit etwa 0,15 Prozent

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.04.2021 19:49
von franzpeter | 11.269 Beiträge

"Angesichts dieser Erkenntnisse hat nichts von dem was die Regierungen in Europa
noch an Maßnahmen verfügen eine sachliche Begründung. Ebenso gilt diese für
den Impfpass und die Impfkampagnen."


tkp.at - 29. März 2021

Gesundheit

Neue Ioannidis Studie: Infektionssterblichkeit weltweit etwa 0,15 Prozent

Erste Daten aus China gaben Anfang 2020 ein völlig falsches Bild von der
Infektionssterblichkeit mit dem Coronavirus. Völlig unrealistische Zahlen
flossen in Modellrechnungen ein, die seither für Angst und Panik gesorgt haben.


Seriöse, wissenschaftlich ordentlich durchgeführte Studien und Berechnungen
wurden nicht wirklich zur Kenntnis genommen,
wie die erste Veröffentlichung am
17. März 2020
https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fi...-reliable-data/
https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fi...-reliable-data/
von John Ioannidis, der aus dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond
Princes die Infektionssterblichkeit (IFR) mit 0,125% errechnete, was einer
mittleren bis stärkeren Grippe entspricht.


Das wurde aber immer wieder bestritten und insbesondere in den fast permanent
ausgestrahlten Corona-Talkshows der öffentlich-rechtlichen TV-Sender wurden
immer wieder Phantasiezahlen genannt.


Am 7. Oktober 2020 meldete sich Ioannidis wieder mit einer umfangreichen Studie
https://tkp.at/2020/10/13/top-medizin-wi...-corona-bilanz/
in der er die Gesamtinfektionen bis dahin mit etwa 1 Milliarde abschätzte und
auf eine IFR von 0,15 bis 0,20% kam. Wobei für die unter 70-jährigen der Wert
sogar mit nur 0,05% errechnet wurde.
Anders als Grippe, die auch sehr Junge stark
betrifft und gefährden kann, besteht bei SARS-Cov-2 ein Unterschied zwischen
Jungen und Alten um einen Faktor 1000 oder noch mehr. Die mittlere Alter der
Verstorbenen liegt auch um 1 bis 2 Jahre über der jeweiligen Lebenserwartung pro
Land.


Mit der neuen Studie, die schon auf wesentlich mehr Daten beruht, legt sich
Ioannidis nun mit einer durchschnittlichen IFR von 0,15% auf das untere Ende
seiner Oktober Studie fest.
Seine erste Berechnung aus dem März 2020 war
offenbar schon sehr genau. Er schätzt die weltweiten Infektionen per Ende
Februar 2021 nunmehr auf 1,5 bis 2 Milliarden Menschen. Das entspricht einem
Anteil von etwa 20 bis 25 Prozent der Weltbevölkerung.


Der Stand der bisherigen Erkenntnisse

Ioannidis schreibt in der neuen wieder in der Wiley Online Library erschienenen
Studie https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13554 ,
dass das Ausmaß der weltweiten Ausbreitung der SARS-COV2-Infektionen und die
Infektionssterblichkeitsrate (IFR) von COVID-19 noch immer kontrovers diskutiert
werden. Viele Seroprävalenzstudien haben relevante Schätzungen geliefert. Diese
Schätzungen fließen in Prognosen ein, die die Entscheidungsfindung
beeinflussen. Einzelne Studien sorgen für Verwirrung, da sie große
Unsicherheiten und unklare Verallgemeinerbarkeit über Länder, Orte,
Einstellungen und Zeitpunkte hinweg hinterlassen. Einige übergreifende
Auswertungen haben aber systematisch Daten aus mehreren Studien und Ländern
integriert.


Mit der neuen Studie untersucht Ioannidis, was typische Schätzungen von
Verbreitung der Infektionen mit dem Coronavirus und der Infektionssterblichkeit
IFR sind, wie heterogen sie sind und welche Faktoren die Heterogenität
erklären.
Ein Überblick über diese systematischen Auswertungen, der ihre
Methoden, Verzerrungen und Schlussfolgerungen vergleicht, kann dabei helfen, ihre
Ergebnisse zu diesen wichtigen Parametern der COVID-19-Pandemie in Einklang zu
bringen.

Es wurden systematische Auswertungen von Seroprävalenzstudien identifiziert, die
keine länderspezifischen Einschränkungen aufwiesen und die entweder die
Gesamtzahl der Infizierten und/oder die Gesamt-IFR schätzten.
Es wurden
Informationen extrahiert und verglichen zu Zulassungskriterien, Recherchen,
Umfang der eingeschlossenen Evidenz, Korrekturen/Anpassungen der Seroprävalenz-
und Todesfallzahlen, quantitative Synthesen und Umgang mit Heterogenität,
Hauptschätzungen und globale Repräsentativität.


Ergebnisse

Sechs systematische Auswertungen wurden von Ioannidis einbezogen. Jede
kombinierte Daten aus 10-338 Studien (aus 9-50 Ländern), da die
Auswahlkriterien unterschiedlich waren.
Zwei Auswertungen wiesen offensichtliche
Datenmängel, Verstöße gegen die angegebenen Eignungskriterien und
voreingenommene Eignungskriterien (z. B. Ausschluss von Studien mit wenigen
Todesfällen) auf, die die IFR-Schätzungen konsequent aufblähten. Die
Durchsicht der quantitativen Synthesemethoden wies ebenfalls einige
Herausforderungen und Verzerrungen auf.

Die globale Repräsentativität war mit 78-100% der Evidenz aus Europa oder
Amerika gering; die beiden problematischsten Auswertungen berücksichtigten nur 1
Studie aus anderen Kontinenten. Unter Berücksichtigung dieser Vorbehalte
stimmten 4 Auswertungen in ihren endgültigen Abschätzungen für die globale
Ausbreitung der Pandemie weitgehend überein, und die beiden anderen Auswertungen
würden nach Korrektur der offensichtlichen Fehler und Verzerrungen ebenfalls
übereinstimmen.



Schlussfolgerungen

Alle systematischen Auswertungen der Seroprävalenzdaten stimmen darin überein,
dass die SARS-CoV-2-Infektion global weit verbreitet ist. Unter
Berücksichtigung verbleibender Unsicherheiten deuten die verfügbaren Daten auf
eine durchschnittliche globale IFR von ~0,15 % und ~1,5-2,0 Milliarden
Infektionen bis Februar 2021 hin, wobei es erhebliche Unterschiede in der IFR
und in der Infektionsausbreitung zwischen den Kontinenten, Ländern und Orten
gibt.



Die Highlights der Studie:

- Sechs systematische Auswertungen haben Seroprävalenzstudien ohne
länderspezifische Einschränkungen ausgewertet und entweder die Gesamtzahl der
Infizierten und/oder die aggregierten Infektionssterberaten für SARS-CoV-2
geschätzt.

- Diese systematischen Auswertungen haben jeweils Daten aus 10-338 Studien (9-50
Länder) mit sich teilweise überschneidenden Evidenzsyntheseansätzen
kombiniert.


- Einige Entscheidungen bezüglich der Eignung, des Designs und der Datensynthese
sind voreingenommen, während andere abweichende Entscheidungen vertretbar sind.

- Der Großteil der Evidenz (78-100%) stammt aus Europa oder Amerika.

- Alle systematischen Auswertungen der Seroprävalenzdaten stimmen darin
überein, dass die SARS-CoV-2-Infektion global sehr weit verbreitet ist.


- Die globale Infektionssterblichkeitsrate beträgt ca. 0,15 % bei 1,5-2,0
Milliarden Infektionen (Stand: Februar 2021).



[b] Angesichts dieser Erkenntnisse hat nichts von dem was die Regierungen in Europa
noch an Maßnahmen verfügen eine sachliche Begründung. Ebenso gilt diese für
den Impfpass und die Impfkampagnen.[b/]


Quelle:
https://tkp.at/2021/03/29/neue-ioannidis...wa-015-prozent/
<https://tkp.at/2021/03/29/neue-ioannidis-studie-infektionssterblichkeit-weltweit-etwa-015-prozent/>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 05.04.2021 19:52 | nach oben springen


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