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Lockdown-Metastudie: Mehr Schaden als Nutzen

in Aus der Welt der Wissenschaft 28.04.2021 21:49
von franzpeter | 11.424 Beiträge

cicero.de - 27.04.2021

NEUE LOCKDOWN-STUDIE

Mehr Schaden als Nutzen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzen viele Länder auf strikte
Freiheitsbeschränkungen. Ein kanadischer Ökonom hat 80 Studien zum Nutzen
dieser Lockdown-Politik ausgewertet - und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis.

DANIEL GRÄBER

Ausgangssperren, Kontaktverbote, geschlossene Schulen, Läden und Restaurants:
Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, setzen westliche Regierungen
Freiheitsbeschränkungen durch, wie sie vor Beginn der Pandemie unvorstellbar
schienen.

Der kanadische Ökonom Douglas Allen zählt zu den Kritikern der
Lockdown-Strategie. Er schätzt den Schaden, den diese strikten Maßnahmen
anrichten, deutlich höher ein als deren Nutzen.


80 Studien zu Covid-19 ausgewertet

Zu diesem vernichtenden Ergebnis kommt der Wirtschaftswissenschaftler in einer
aktuellen Studie, die von der Simon Fraser University, an der Allen lehrt,
veröffentlicht <http://www.sfu.ca/~allen/LockdownReport.pdf>
wurde.

"Covid Lockdown Kosten/Nutzen: Eine kritische Bewertung der Literatur" lautet
deren Titel ins Deutsche übersetzt. Es ist eine Meta-Studie. Allen wertet darin
80 andere wissenschaftliche Studien zur Corona-Pandemie aus und kommt zu einem
vernichtenden Ergebnis.



Viele Vorhersagen wurden hinterher widerlegt

Sein Befund: Viele Forschungsarbeiten zu Covid-19 stützten sich auf falsche
Annahmen, mit denen der Nutzen des Lockdowns überschätzt und die Kosten
unterschätzt würden. "Infolgedessen kam die meisten frühen
Kosten-Nutzen-Studien zu Ergebnissen, die durch spätere Daten widerlegt worden
sind
", stellt der Ökonom fest.

"In den vergangenen sechs Monaten durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt,
dass Lockdowns bestenfalls einen geringfügigen Einfluss auf die Anzahl der
Covid-19-Todesfälle hatten."



Modelle übersehen menschliches Verhalten

Warum flächendeckende Freiheitsbeschränkungen bei der Pandemiebekämpfung
ineffektiv seien, begründet Allen mit einem entscheidenden Faktor, der in den
Modellrechnungen von Medizinern, Naturwissenschaftlern oder anderen Ökonomen
übersehen werde: dem menschlichen Verhalten.

Strenge Lockdown-Regeln könnten nicht verhindern, dass einige Menschen sich
nicht daran halten, argumentiert der Wirtschaftswissenschaftler. Umgekehrt
würden viele ihr Verhalten während einer Pandemie freiwillig anpassen, auch
wenn kein Lockdown verordnet worden sei.



"Größter politischer Fehler in Friedenszeiten"

Die geringe Effektivität von Lockdowns erkläre, warum nach einem Jahr kein
Zusammenhang zwischen der Anzahl der Todesfälle und der Strenge der
Corona-Beschränkungen in unterschiedlichen Ländern zu erkennen sei.


In Bezug auf sein Heimatland mahnt Allen: Angesichts der enormen Kosten sei es
möglich, "dass der Lockdown als einer der größten politischen Fehler in
Friedenszeiten" in die Geschichte Kanadas eingehen wird.


Die vollständige Studie in englischer Sprache finden Sie hier
http://www.sfu.ca/~allen/LockdownReport.pdf .



Quelle:
https://www.cicero.de/wirtschaft/neue-lo...aden-als-nutzen
<https://www.cicero.de/wirtschaft/neue-lockdown-studie-mehr-schaden-als-nutzen?fbclid=IwAR2SpgKVKoOpdnC1IzIs_13aIfk8wXdHmgEg0KnbY30ier3W_2hswxA4LlQ>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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