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Publikation des Gesundheitsministeriums bestätigt rosa Elefanten

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.05.2021 22:13
von franzpeter | 11.620 Beiträge

reitschuster.de - 15.05.2021

CORONA, DEMOKRATIE

Publikation des Gesundheitsministeriums bestätigt rosa Elefanten

Hatte Wodarg Recht mit seiner Warnung?

Ein Gastbeitrag von Thomas Maul

Gesetzt den Fall, es wäre der herrschenden Corona-Politik jemals um Gesundheit
gegangen, die ausgewogene Abwehr einer Gefahr, das heißt einer für die
Bevölkerung oder auch nur vulnerable Gruppen bedrohlichen Infektionskrankheit,
dann hat Wolfgang Wodarg bereits zu Beginn der "Krise" im Frühjahr 2020 eine
ernstzunehmende Warnung ausgesprochen, die zu berücksichtigen eigentlich
geboten gewesen wäre.


Nur: Verstehen wollte und konnte sie kaum einer, weil einerseits bereits Panik
um sich griff, die dem Denkvermögen nie dienlich ist, und das Argument
andererseits philosophisch beziehungsweise meta- oder erkenntnistheoretisch
daherkam, die Gesellschaft aber seit langem "Wissenschaft" nur noch als
positivistische Fachidiotie oder spekulative Szenarien-Modellierung gelten
lässt.

Zum Hintergrund des Arguments: Jedes Jahr haben wir mit unterschiedlich schweren
Grippewellen und virenbedingten Lungenentzündungen zu tun. Man geht davon aus,
dass für die immergleichen oder ähnlichen Symptome etliche Erreger
verantwortlich sind, die einzeln oder auch zusammen und gleichzeitig auftreten,
einander in der schädigenden Wirkung sowohl verstärken als auch neutralisieren
können. Zu den bekanntesten Erregern der kalten Saison (November bis April)
gehören RSV, Influenza-, Para-Influenza-, Corona- und Adenoviren.

Im Rahmen medizinischer Therapie wurde nach Ausschluss von Bakterien
traditionell vergleichsweise wenig getestet, weil es für die symptomatische
Behandlung von erkrankten Patienten nicht darauf ankam, den viralen Erreger zu
identifizieren. (Aus seiner Kenntnis folgte keine spezifische Heilmethode.)


Epidemiologisch, in Hinblick auf die gesundheitspolitische Seuchenbeobachtung,
hat man Atemwegserkrankungen als solche (also erregerunabhängig) registriert und
sich für die Impfstoffentwicklung "wissenschaftlich", genauer: pharmazeutisch,
hauptsächlich auf aktuelle Influenza-Variationen konzentriert, während man die
übrigen Viren eher stiefmütterlich behandelte.



Die Verwechslung von Subjekt und Objekt in der Erkenntnis

Wolfgang Wodargs Warnung lautete nun, dass das Wuhan-Virus lediglich die
Variation eines schon länger unter Menschen kursierenden Corona-Virus sein
könnte, das bis dahin einfach unentdeckt blieb, weil die Erforschung von
Corona-Viren in der Vergangenheit gemessen am Interesse an Influenza marginal
geblieben ist.


Und wenn man nun im Jahr 2020 unter Ausblendung der anderen Viren (insbesondere
Influenzas) zum einen erstmalig nur auf Corona starrt und dies zugleich sogar
noch mikroskopischer, als man es zuvor mit Influenza tat, dann könnte es sein,
dass man die Ergebnisse einer radikalen Veränderung des eigenen Blicks auf eine
ganz gewöhnliche Grippewelle als Beweise für ein neuartiges und besonderes
reales Geschehen fehlinterpretiert. Bevor man daher kostspielige und
rechtswidrige, außergewöhnliche Maßnahmen auch nur in Erwägung zieht, sollte
man Überprüfungs-Kriterien entwickeln, die sicherstellen, dass man subjektive
Veränderungen nicht mit Änderungen des Objekts verwechselt.


Mehr als ein Jahr später gab es Berichte von einer Pressemitteilung des
Bundesministeriums für Gesundheit
https://www.bundesgesundheitsministerium...beirat-bmg.html
, für die sich die Massenmedien trotz ihres brisanten Inhalts nicht weiter
interessierten. Am 30. April 2021 heißt es in dieser Pressemittelung:

"Die Analyse der Leistungsdaten aller deutschen Krankenhäuser zeigt, dass [...]
die stationäre Versorgung in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020
flächendeckend gewährleistet werden konnte. Nach einem Rückgang der
Krankenhausfälle im Frühjahr um ca. 30 Prozent, wurden auf Jahressicht im
Bereich der allgemeinen Krankenhäuser 13 Prozent und im Bereich der
psychiatrischen Kliniken 11 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr versorgt. Im
Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit
Corona-Patientinnen und -Patienten belegt. [...] Die Mitglieder des Beirats
betonten, dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an
ihre Grenzen gebracht hat."


In der dazugehörigen, kurz darauf erfolgten Publikation des
Bundesgesundheitsministeriums wird der Wodargs Warnung bestätigende Sachverhalt
noch deutlicher

https://www.bundesgesundheitsministerium...orona-Krise.pdf
.

Darin zeigen Schaubild 10 (als Kurvenverlauf) und Tabelle 5 (als Auflistung) -
Grafik und Tabelle siehe hier

https://1.bp.blogspot.com/-mv_Ldib8gFU/Y...enhaus-BMII.png
-, dass das in seltenen Fällen eine schwere Atemwegserkrankung mit
Lungenentzündung auslösende Sars-CoV-2-Virus dem Vorjahres-Geschehen von 2019
in 2020 nicht hinzugetreten ist, sondern lediglich eine neue Bezeichnung oder
einen neuen Beobachtungsgegenstand innerhalb des jahresüblichen
Grippe-Geschehens bildete.



Seit Mitte April 2020 muss Absicht und Systematik unterstellt werden

Danach ist die Anzahl von Lungenentzündungen ohne Covid-19 vom Jahr 2019 mit
310.051 Fällen auf 233.717 Fälle im Jahr 2020 um 76.334 Fälle gesunken. Mit
den 2020 dazugekommenen 88.502 Covid-19-Lungenentzündungen ist die Gesamtzahl
der Pneumonien gegenüber 2019 zwar angestiegen, aber nur um 12.168 Fälle.

Das verbleibt im normalen Schwankungsbereich der Jahre, zumal 2019 etwa
gegenüber 2018 allgemein als besonders milde Grippesaison gilt.
Interessant
sind auch die hier ebenfalls gelisteten im Krankenhaus behandelten
Atemwegserkrankungen inklusive Lungenentzündungen. 2019 waren dies 665.274,
2020 (ohne Covid-19) 464.123 und (mit Covid-19) 117.462 Fälle, also insgesamt
83.689 Fälle weniger im Jahr 2020 als im Jahr 2019.


Über solche Daten sind Regierung und Bundesgesundheitsministerium
selbstverständlich nicht erst seit Ende April 2021 für das gesamte Jahr 2020
informiert.

Sie verfügen über die Quellen und Ressourcen, um über die je aktuelle Lage und
etwaige Entwicklungstendenzen stets just in time auf dem Laufenden zu sein. Da
die jetzt hochoffiziell veröffentlichten Parameter im März 2020 nicht die
Ausrufung des Notstandes beziehungsweise die Erklärung einer "epidemischen Lage
von nationaler Tragweite" begründet haben können, mag anfangs genau die
fahrlässige Verwechslung vorgelegen haben, vor der Wodarg warnte, während
inzwischen und spätestens seit Mitte April 2020 Absicht und Systematik
unterstellt werden muss.

Nochmal: Schon immer waren Corona- und Influenzaviren an Grippewellen beteiligt.
Bis März 2020 haben ausschließlich Experten mit groben Stichproben
(RKI-Sentinel) vor allem Influenza beobachtet, ohne dass dies die
Öffentlichkeit groß tangiert hätte.

Ab März 2020 haben Medien, Politik, Hofvirologen und die Bevölkerung
tagtäglich 24/7 mittels einer nie dagewesenen PCR-Massentestung auf den
üblichen Corona-Anteil einer Grippewelle gestarrt (wie er auch in den Vorjahren
zu entdecken gewesen wäre) und sich so suggeriert, Zeugen einer
"Jahrhundert-Pandemie" (Spahn) zu sein, die nach einem autoritären Staat
verlange.

Kritische Stimmen wie die Wolfgang Wodargs wurden mittels Hetzkampagnen, welche
die gegen #allesdichtmachen noch in den Schatten stellen, mundtot gemacht - und
die Regierung und ihre Berater vollzogen den größten Angriff auf Freiheits- und
Grundrechte seit 1945.



Das "Präventionsparadox" zieht nicht

Damit konfrontiert, verweisen die Verteidiger der Maßnahmen als ihren letzten
Halt aufs Präventionsparadox:


Eben gerade wegen der Effektivität der Maßnahmen sei das Erkrankungsgeschehen
2020 gegenüber 2019 unauffällig geblieben.
Dagegen bringen Kritiker der
Maßnahmen eine parabolische Erzählung in unterschiedlichen Variationen in
Stellung: "Warum klatschst du? - Ich klatsche, um die rosa Elefanten zu
vertreiben. - Es gibt doch keine rosa Elefanten. - Klar, weil ich klatsche."


Ich möchte diese entlarvende Parabel um fünf weitere gewichtige Argumente
ergänzen, die zeigen, weshalb die Behauptung eines Präventionsparadoxes nicht
zur Rechtfertigung der seit über einem Jahr herrschenden Corona-Politik taugt:

1. Das ursprüngliche Corona-Narrativ lautete durchgehend, dass es bereits
schlimm sei und wir uns akut im Notstand befänden, ohne Maßnahmen alles noch
viel schlimmer wäre. Der ausgegebene Zweck des Ausnahmezustandes und der
befristeten Bürgerrechtsverletzungen war nie, die Public Health Parameter auf
dem Niveau von 2019 zu halten.


2. Selbst wenn, ist es nicht plausibel, dass das beständig veränderte
„Bündel verschiedener Maßnahmen des Jahres 2020 aller offensichtlichen
Chaotik und Absurdität zum Trotz (etwa erst keine Masken, dann Alltagsmasken,
dann medizinische Masken) im Ergebnis genauso austariert gewesen sein soll, dass
zu jeder Zeit fast exakt die gesundheitsstatistischen Werte von 2019 bewirkt
wurden.


3. Im Gegenteil belegen mittlerweile nicht erst eine zunehmende Anzahl von
Studien, sondern auch ein simpler Länderabgleich Deutschlands mit Schweden oder
der Vergleich der beiden Dakotas in den USA, dass man mittels Lockdown,
Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen keinen relevanten Einfluss aufs
Infektions- und Sterbegeschehen, auf die Auslastung von Krankenhäusern nehmen
kann.
In Deutschland war die erste Welle offiziellen Zahlen nach - seit 15. April
2020 bekannt - bereits am Abklingen, bevor man die ersten Maßnahmen ergriff und
der Notstand ausgerufen wurde.


4. Ohnehin liegt die Beweislast dafür, dass die Maßnahmen überhaupt
erforderlich und dann auch zweckdienlich und verhältnismäßig sind, beim Staat.
Ein entsprechender Nachweis wurde von den Regierungen bis heute nicht vorgelegt.
Was parallel zu panikschürenden Behauptungen und Modellierungen an
tatsächlichem empirischem Material von den Behörden publiziert wird, spricht
gegen das Corona-Regime.

5. Und zuletzt einmal unterstellt: man könnte mit dem Schließen von Kneipen und
dem Verbot kultureller Veranstaltungen sowie anderen Einschränkungen von Grund-
und Freiheitsrechten von November bis Mai und nervtötend neurotischen
Hygienekonzepten während sommerlicher "Lockerungen" die Anzahl von
Atemwegserkrankungen inkl. Lungenentzündungen signifikant senken, dann wäre
immer noch die Frage, ob man oder wer in alle Zukunft wirklich so leben will.


Letzteres verweist auf eine politische Lagerbildung oder gesellschaftliche
Spaltung, bei der es zunehmend jenseits von Wahrheit und Lüge in der
herrschenden Pandemie-Kommunikation ums Eingemachte des bürgerlichen
Selbstverständnisses geht.


An der Frage, ob man eigentlich unveräußerliche und bedingungslose
Freiheitsrechte sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allein durch die
Gegenleistung einer "freiwilligen" Impfung zurückerlangen kann (nach dem Motto:
"Impfen macht frei"), spitzt sich das zu - und zwar schon unabhängig davon,
dass die Impfstoffe hinsichtlich Wirksamkeit sowie Risiken und Nebenwirkungen in
der Breite und auf Dauer nicht abschließend erforscht und daher nur "bedingt"
zugelassen sind.



Quelle:
https://reitschuster.de/post/publikation...rosa-elefanten/
<https://reitschuster.de/post/publikation-des-gesundheitsministeriums-bestaetigt-rosa-elefanten/>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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