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Verschwörungsleugner: Aggressive Naivität oder gezielte Propaganda

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.07.2021 19:35
von franzpeter | 11.795 Beiträge

Mit Corona hat sich der Begriff „Verschwörungstheorie“ endgültig als
Totschlagsargument etabliert. Politische Verschwörungen sind verschwiegene
Absprachen mächtiger Akteure zum eigenen Vorteil. Es prinzipiell zu leugnen,
dass es solche Absprachen geben kann, bedeutet entweder eine wenig glaubwürdige
Naivität oder eine böswillige Irreführung. Es wäre Zeit, den moralischen
Spieß bei diesem Thema umzudrehen.
Von Tobias Riegel.
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https://www.nachdenkseiten.de/?p=74357#more-74357

Quelle: NahDenkSeiten

Zitate
Wenn sich Akteure westlicher Staaten mit zum Teil rechtsradikalen Strömungen in der Ukraine verbünden, mit dem Ziel, die Regierung Janukowitsch mit einem militanten Umsturz zu vertreiben, dann ist das eine handfeste Verschwörung. Auch diese Verschwörung wäre ohne die Unterstützung durch viele deutsche Journalisten und deren Diffamierung der Kritiker als „Verschwörungstheoretiker“ nicht möglich gewesen.

Auch europäische Länder sind Ziel von Verschwörungen. Gut dokumentiert ist das etwa im Falle Italiens mit den Aspekten Strategie der Spannung, GLADIO und P2 und den belegten Verschwörungen zwischen US-Geheimdiensten, Teilen des (tiefen) italienischen Staates, Medien, Terroristen und Mafiosi.

Dazu kommen aktuelle Absprachen mächtiger Akteure im Sinne einer bis zu Corona unvorstellbaren Massenkontrolle, die über das Vehikel der erzeugten Virus-Panik eingeführt werden könnte: Diese etwa vom Journalisten Norbert Häring dokumentierten und aktuell umgesetzten Pläne finden sich übrigens zum Teil auch in den offiziellen Texten des WEF oder der EU. Diese Pläne werden nicht versteckt, sondern ganz offen beschrieben – man muss es nur lesen und thematisieren, wie etwa Häring und manche Alternativmedien das im Gegensatz zu den meisten großen Medien tun.

Die Verschwörungsleugner lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Da gibt es einerseits Jene, die sich durch Naivität, Mangel an politischer Fantasie und Mangel an politischem Wissen eher „unschuldig“ in dieser Position der pauschalen Abwehr gegen die Existenz vertraulicher Absprachen befinden. Und es gibt andererseits Jene, die im vollen Bewusstsein des absurden Charakters dieser Abwehr-These politische Verschwörungen dennoch pauschal als abwegig bezeichnen – das Ziel dieser Gruppe ist es, ganz bewusste Propaganda wider besseres Wissen zu betreiben und Kritiker zu diffamieren. Motiviert werden sie durch ein Heischen nach Applaus aus den großen Medien und nach anderen gesellschaftlichen Vorteilen.

Natürlich gibt es politische Spinner, abwegige politische Behauptungen und antisemitische Agitatoren – denen sollte man mit Nichtbeachtung begegnen oder im Falle justiziabler Äußerungen mit der Härte des Strafgesetzbuchs. Die mittlerweile in „sozialen Medien“ eingeführten halb-privaten Zensur-Praktiken, die unabhängig von konkreten Gesetzen (Volksverhetzung, Beleidigung etc.) wirken, sind strikt abzulehnen. Die Absprache zu dieser Privat-Zensur kann, wie gesagt, ebenfalls als Verschwörung gegen die Meinungsvielfalt bezeichnet werden.

Der Weg der Verschwörungsleugner ist gepflastert mit Heuchelei: Sobald bei dem Thema der eigene politische Kulturkreis und eine bestimmte Größenordnung angesprochen wird, findet die sattsam bekannte aggressive Abwehr statt. Ganz anders sieht es aber aus, wenn über konkurrierende Staaten oder Systeme gesprochen wird – da ist dann plötzlich die staatliche Beteiligung an Terroranschlägen gar nicht mehr abwegig, etwa wenn es um Russland geht. Hier soll übrigens nicht behauptet werden, politische Verschwörungen seien eine Spezialität des Westens: Mutmaßlich gibt es vonseiten Russlands oder Chinas ähnliche Bestrebungen, mit diesem Mittel die eigenen Vorteile zu stärken. Die deutschen Bürger sind bislang aber vor allem den mutmaßlichen Verschwörungen von westlicher Seite ausgeliefert.

Und auch die, die „nur das Beste für alle“ wollen, können brandgefährlich sein. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist auch die dominante Heuchelei von superreichen „Philanthropen“ eine einzige Anmaßung.

Dieses aggressive „Selbstbewusstsein“ der Lockdown-Verteidiger gerät auch dann nicht ins Wanken, wenn zahlreiche Säulen der organisierten Corona-Panik ins Wanken geraten: etwa die unseriöse Zählweise der „an oder mit dem Virus Verstorbenen“ oder die fragwürdigen Aussagen der PCR-Tests oder die unbegründete Angst vor der vernichteten Lebenserwartung oder die unbegründete Angst vor zu wenig Intensivbetten oder die (ausbleibende) Übersterblichkeit.

Der „Off-Guardian“ hat sich kürzlich in einem Artikel mit der „Psychologie der Verschwörungs-Leugner“ befasst. Da er auf Englisch ist, sollen hier einige Stellen zitiert werden. Man muss die im Text vorgestellten Ausführungen zur Psychologie des Kindes nicht umfänglich teilen, um andere Teile des Textes interessant zu finden. Wichtig ist der Hinweis auf angebliche „Irrtümer und Versehen“, die sich oft als Strategie entpuppen. Der Artikel leistet auch einen Beitrag zu einem überfälligen, hier schon thematisierten Schritt: dem Schritt, die moralische Defensive zu verlassen und jene in die Pflicht zu nehmen, die aus Naivität, aus Wissensvermeidung oder als gewiefte Propagandisten mit dem Totschlagargument „Verschwörungstheorie“ eine destruktive Politik möglich machen und sie von Kritik abschirmen


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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