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Lutino

in Guppy-Stämme 29.11.2012 00:17
von franzpeter | 9.530 Beiträge

Lutino


Quelle: Peter Schaffarth



Quelle: Peter Schaffarth

Synonyme • Wine red eyed albino
• WREA
• Falb

Geschichte
Aus der amerikanischen Literatur war zu entnehmen, dass in den USA auch eine albinotische Guppyform aufgetaucht war. Sie ist gekennzeichnet durch das Fehlen der Augenpigmente, so dass die Augen nicht schwarz aussehen, sondern bei Lichteinfall rot aufleuchten. Sonst ähnelt sie dem Goldguppy. Gordon berichtet, dass die ersten vereinzelten Guppys im Jahre 1940 bei ihm aufgetreten seien, und zwar in einem grauen Superbastamm, dessen Elterntiere ihm Dr. Abbs überlassen hatte. Dr. Schmidt berichtetwe im Rundbrief der DGG Nr. 3/1956: Albinotische Guppys traten zuerst in Amerika auf (eine Mutation), und ich glaube, dass diese Tiere wegen ihrer auffallend goldenen Farbe viele Anhänger finden werden.' (Kotsch, Guppybrief)
Michaelm Kempkes schlug vor, die bisher als Albinos bezeichneten Zuchtformen auch weiterhin so zu benennen und die Wine-red-eye-Guppys als Lutinos zu bezeichnen. (Von Albinos und Lutinos, 90 DGLZ 00, Heft 4/98)
Hans Großmann vertritt im Guppybrief 2/2002 die Ansicht, dass nur dem dreifach rezessiven aabbrr-Guppy die Bezeichnung Albino zusteht. Der aa-Guppy und alle anderen Kreuzungstypen seien lediglich "Inos".
Lutinos kamen um das Jahr 1993 aus Japan nach Europa.
Ömer Gülmez und Claus Osche fanden durch Testkreuzungen heraus, dass es sich bei den Fischen nicht um Albinos handelte. Der Name Lutino wurde von Michael Kempkes vorgeschlagen. Bis dahin wurde der Name allein von den Vogelzüchtern benutzt (Lutino- und Falb-Wellensittich).

Merkmale
Lutinos sind dunkler (gelb) gefärbt als Albinos oder Blonde. Sie besitzen vor allem in den Augenpartien mehr Melanophoren, so dass die Augen fast schwarz erscheinen. Seitlich betrachtet erscheinen sie allerdings dunkelrot. Im obigen Bild hat der Fotoblitz die Augen hellrot gefärbt.
Diese Albino-Form wird WREA (Wine Red Eye Albino) genannt, oder Rubinauge. Die Guppys haben leicht dunkle Augen und etwas blasses Grau auf dem Körper.
Lutinos sind besonders (wie auch Albinos und Blonde) für rote Deckfarben geeignet.

Genetik
Lutino ist eine rezessive Grundfarbe. Der gemeinsame Nenner der rezessiven Grundfarben besteht darin, dass in ihrem Farbsyntheseweg eine Änderung eingetreten ist (oft als Mangelmutation bezeichnet).
Das/die Lutino Gen/e werden mit ll bezeichnet.

Kommentare

Peter Schaffarth
Mein Stamm (siehe obige Bilder) rührt von gelben Nachkommen aus einem Spaten Grau Galaxy-Becken (aus einem größeren Wurf), die mir von Beginn an auffielen. Als ich sie mir anschaute, hatten sie dunkle Augen. Wenn ich sie von der Seite betrachtete, hatten sie dunkelrote Augen. Und die Kamera zeigte, dass die Augen rötlich sind! Also Lutinos? Woher? In diesem Becken waren Galaxynachkommen aus dem Bertram-Spaten-Grau-Stamm, und dadrin Weibchen aus der Linie Tri Gold Jp Blue Wild von Claus Osche. Claus sagte dazu: "Lutino ist nicht auszuschliessen, da im "Ur-Stamm" der Japan blue, die im Frühjahr 1998 von mir aus Japan mitkamen, das Lutino-Gen enthalten war. Ich hatte das große Glück, dass ich vor wenigen Wochen den Original JB-Urstamm, wie ich ihn im Frühjahr 1998 von Fujiwara aus Osaka erhielt, von einem älteren DGLZ-Mitglied, der seine Anlage auflöste, erhielt. Vor einiger Zeit entdeckte ich in einem der zwei Zuchtbecken ein Lutino-Baby! Also das Gen ist und war da wirklich drin!" Rezessive Merkmale können sich über etliche Generationen im Genpool verstecken, bis durch Zufall wieder die richtigen Gene aufeinandertreffen.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 22.11.2015 22:16 | nach oben springen
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