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Nordamerika

in Geschichte 02.12.2012 10:58
von franzpeter | 9.689 Beiträge

Nordamerika

Der Guppy traf wahrscheinlich von Europa aus in den Vereinigten Staaten ein, nicht von den Inseln vor der nordamerikanischen Küste, oder von Südamerika. Der Guppy wanderte in die Vereinigten Staaten 1911 über New York, den berühmtesten Hafen ein. Es war 1911, als Dr. Emil Bade, eine Autorität und ein Einwanderer aus Deutschland, den Guppy amerikanischen Aquarianern anläßlich einer Goldfischausstellung vorstellte. In Deutschland gezüchtete Guppys, von deutschen Einwanderern importiert, wurden zu einem durch das Jahrhundert führenden Muster.

Ein paar Guppys fielen Richard Dorn von Montclair, New Jersey, in die Hände, einem US-Zollarbeiter und einem Vorkämpfer amerikanischer Aquaristen. Er wurde zuz einer frühen Verteilungsstelle für den domestizierten Guppy. Seine Anstrengungen haben vermutlich das erste große Zeitalter der Guppys in Nordamerika begründet.

Die 1930er waren eine Zeit des Interesses und der konzentrierten Anstrengungen am Guppy und an seiner selektiven Zucht. Können wir dies den Nachrichten über die faszinierende Genetik des Guppys in den wissenschaftlichen Journalen dieser Zeit zuschreiben? Bestimmt war das Interesse an Guppygenetik und dem Blühen des Hobbys eng verbunden. Das vorangegangene Jahrzehnt war eine Zeit, als Genetik Forscher erstmals den Wert des Guppys als eine Modellart für die Genetik entdeckten.

Man findet viele deutsche Namen im US-Hobby zu dieser.

Die Westküste der Vereinigten Staaten hat den Guppy früh als faszinierenden Aquariumbewohner angenommen. Hr. Dorn hatte einen Freund in San Diego, Hrn. Hermann Schroeder. So wanderte n die Guppys zur Westküste.

Carroll Friswold schildert in iherer Haustier Bibliothek "Freude am Hochzuchtguppy", veröffentlicht 1986, ein wenig über den Hintergrund der Guppys in den 1930ern in den Vereinigten Staaten.

Ms. Friswold lernte die Guppys in den 1920ern kennen, als sie Stämme eines Züchters aus St. Paul Minnesota, einem Hrn. Sanford oder Stanford sah. Zu einer Zeit, als der Guppy klein und relativ unscheinbar war, arbeitete dieser an einem dunkelblauen Fisch von "guter Größe und Farbe, und gab sich besondere Mühe, größere Flossen oder Schwänze zu entwickeln. Dieser Mann starb plötzlich an einem Herzanfall und sein Bestand wurde zerstreut..."

Daher liegt die Faszination an Großflossern viele Jahrzehnte zurück, und der Züchter der Langflosser in den 1920ern könnte vielleicht ein Vorgänger von Hähnel und dessen Langflossern sein.

In 1954 wurde die erste internationale Guppy-Ausstellung in Deutschland abgehalten. Es war dort jener Paul Hähnel, der der Welt die Zukunftsrichtung der Guppyzucht vorstellte, seine Fächer-Guppys. Ihm wurde der Titel "Guppy-König der alten und neuen Welt" verliehen.

Die erste internationaleGuppy-Ausstellung war ein Bombenerfolg. Mehr als dreitausend Besucher erschienen und die Zusammenkunft zog Zeitung und TV an. Der Guppy war nun ein internationaler Medien-Star.

Zu einer Zeit, als übertriebene "Flossen" das hintere Ende der amerikanischen Kraftwagen zierten und der letzte Schrei waren, dominierte Hähnels Großflosser den US-Ausstellungszirkel. Die Amerikaner verengten schließlich ihre Beurteilungskategorien zu Delta Schwanz-, Schleierschwanz- und Schwertschwanzvarianten. Die Europäer absorbierten die amerikanische Schwanzmutation in ihre Standards. Die Nadelschwänze, Rundschwänze und andere Schwanzformen wurden den amerikanischen Züchtern fremd.

In den 1950ern wurde der Hochzuchtguppy wurde in nationalen Guppyorganisationen organisiert. Ein Artikel von Art Hopkins geht der Ausbreitung des organisierten Hobbys in den Vereinigten Staaten nach.

Offenbar hatten zwei Schwärmer, Larry Konig und Dr. John Rutkowski, eine Anzeige in der 1957 Ausgabe der Tropical Fish Hobbyist-Zeitschrift veröffentlicht, worin sie jeder Aquariengesellschaft freie Schau-Guppys anboten, die eine Guppyabteilung bilden würde. Vermutlich hat dies zur weiten Verbreitung des Hähnel-inspirierten-Guppys geführt.

In das 1950er nach einem Rückgang des Interesses für den Guppy aufgrund des Zweiten Weltkrieges, sollte der Guppy ein neues Blühen der Interesse in den Vereinigten Staaten erleben. Die neuen Großflosser-Guppys schufen ein enormes, weltweites Interesse an Guppys. Paul Hähnel stellte seinen 60 Beckenzuchtraum auf ein einzelnes Ziel ein: einen großflossigen Guppy zu präsentieren. Seine Entwicklung eines großen dicken Körpers mit langen fließenden Flossen wurde die Schablone für den amerikanischen Guppy und blieb bis zum heutigen Tag relativ unverändert.

In dem Rest der Welt, explodierte der Guppy zu einem Regenbogen und einer Kakophonie von Formen und Mustern. Es war natürlich, dass Hobbyzüchter bald das Verlangen hatten, ihre Schöpfungen auf öffentlichen Ausstellung zu zeigen. Der Guppy-Ausstellungszirkel wurde geboren. Natürlich musste es einen Weg geben, objektiv über das Argument "wessen Fisch ist größer"

In den 1950er wurde die Amerikanische Guppy-Vereinigung gebildet. 1961 entwickelte die Vereinigung ein übliches Punktesystem zur Bewertung von Guppys, im Wesentlichen abgeleitet von der Arbeit C.W. Phillips aus England. Die Amerikanische Guppy-Vereinigung war zum Vorboten der Internationalen Hochzuchtguppy-Vereinigung geworden. Die IFGA wurde 1966 gegründet und hat wörtlich die Standards für die Guppyzucht in den Vereinigten Staaten festgeschrieben. Sie führt jedes Jahr eine Anzahl von sanktionierten Ausstellungen durch, eine Jahresschau und ein Awardbankett.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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