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Faktoren für Guppygrösse

in Pflege 02.12.2012 12:31
von franzpeter | 9.654 Beiträge

Faktoren für Guppygrösse

Es gibt einigen hormonalen Einfluss beim Wuchs der Guppys. Bei im Alter von vier Wochen von den Weibchen getrennte Männchen werden größer als Männchen, die bei den Weibchen belassen wurden. Dies mag bis zu einem gewissen Ausmaß auf der Tatsache beruhen, dass Männchen mit Weibchen mehr Zeit damit verbringen, den Weibchen nachzustellen, und weniger Zeit dem Fressen zu widmen. Aber es ist auch bekannt, dass Männchen in einem gemischten Becken die ersten sind, die sexuell reifen, jedoch später oft die kleinsten Männchen im Leben sind. Männchen, die unfruchtbar sind, werden oft beachtlich größer als ihre fruchtbaren Geschwister. Während der männlichen sexuellen Entwicklung wird Nahrungsenergie zu sexueller Entwicklung (Gonadenentwicklung und Keimzellenproduktion) umgeleitet.

Wuchs beruht auch auf genetischen Faktoren. Eine kürzliche Studie hat Muskelgewebewuchs als einen Schlüssel identifiziert. Andere Faktoren schließen die Fähigkeit des Guppy ein, Nahrung umzusetzen.

Guppyzüchter werden oft große Würfe auf mehrere Becken aufteilen, weil das Drängeln und die Nahrungskonkurrenz den Wuchs der Guppys dämpfen können. Oft wachsen die Jungen in zwei Becken in verschiedenen Raten. Neben der Wirkung der sexuellen Entwicklung auf den Wuchs, gibt es eine Anzahl von anderen Faktoren, die Wuchs und Fortpflanzung beeinflussen.

Obenan unter jenen Faktoren stehen die Umweltbedingungen, unter denen die Guppys gezüchtet werden. Wenn die Guppys Chemikalien, physischen oder anderen Arten von Belastungen ausgesetzt werden, wird die Nahrungsenergie des Guppys damit verbraucht, die Belastungen zu kompensieren. Es kann gesagt werden, dass ein froher Guppy ein großer Guppy werden wird, vorausgesetzt, alle anderen Faktoren sind gleich.

Früher in dieser Folge zitierten wir eine Studie,welche besagte, dass drei Wochen Fütterung und dann drei Wochen Fasten keinen negativen Einfluß auf Größe und Gewicht eines erwachsenen Guppys haben.

Die zwei Hauptfaktoren, die den Guppywuchs beeinflussen, sind Temperatur und Fütterungsrationen (Menge und Häufigkeit). Studien beim Lachses zeigen, dass der Lachszüchter eine ideale Temperatur und einen Fütterungsplan finden muss, um maximalen Wuchs und maximale Gesundheit bei dem Lachsbestand zu erreichen. (Smith beschreibt auf Seite 140 der Einführung in die Fisch-Physiologie, eine Temperatur von 11.5 C und Rationen von 4% Körpergewicht pro Tag.) Lachse wachsen gut bei einer großen Auswahl an Temperaturen. Aber sie besitzen eine bessere Nahrungsumsetzung in Energie bei niedrigeren Temperaturen. Sie sind am wenigsten bei der Nahrungsumwandlung effizient, wenn sie über ihrer Anforderungen hinaus gefüttert werden.

Diese Forschung ist nicht schwierig auf Guppys zu extrapolieren. Bei hohen Temperaturen (über 80F oder 27C) nimmt die fundamentale metabolische Rate bis zu dem Punkt zu, an dem der Guppy die meiste Nahrungsenergie für grundlegende Körpererhaltung nutzt. Da verbleibt wenig Energie für Wuchs und Fortpflanzung. Es gibt auch einen Rückgang beim Appetit der Guppys bei höheren Temperaturen.

Wir können auch ein Prinzip für Guppyfütterung extrapolieren. Den Guppy mehr zu füttern, als er für eine grundlegende Aufrechterhaltung für Wuchs und Fortpflanzung verlangt, ist verschwenderisch. Das wird keinen größeren Guppy produzieren. In der Tat, das Überfüttern endet oft mit mehr Abfall, ungünstigen Wasserverhältnissen und Stress der Beckenbewohner. Belastung hat eine riesige Wirkung auf Nahrungsumwandlung und nimmt Energie weg von Wuchs und Fortpflanzung. In der geschlossenen Umgebung des Beckens besitzt Überfütterung den entgegengesetzten Effekt, als ihn der eifrige Züchter anstrebt.

Erfahrene Züchter von großen Guppys werden dir sagen, dass der erste Monat im Leben eines Guppys der Wichtigste in Hinsicht auf seine künftige Größe ist. Wuchshormone toben in dieser Periode. Du kannst nicht erwarten große Guppys zu züchten, wenn du ihre Fütterung vernachlässigst. Die Temperatur zu senken ist Selbstbetrug, der nur wenig erfolgreich sein wird.


Jeder Stamm hat ein anderes Nahrungsumwandlungsverhältnis. Sorgfältige Beobachtung des Beckens, in dem dein Stamm haust, ist wichtig. Wenn der neu in deinen Zuchtraum verbrachte Stamm Futter auf dem Boden des Beckens übrig läßt, mußt du die Menge pro Fütterung verringern. Smith zufolge treiben Wachstumshormone den Wuchs der Guppys, ganz unabhängig von der Temperatur, an. Wuchs geschieht in Sprüngen, entsprechend dem Steigen und Fallen der Wachstumshormonraten. Beim Guppy kommt die maximale Wachstumsrate im ersten Monat seines Lebens vor. Sogar während dieses Monats fängt die Wachstumsrate schon an zurückzugehen. Mit dem siebten Monat verlangsamt sich die Wachstumsrate des Guppys zu einem Kriechen. Guppy wachsen weiter bis zu ihrem Tod. Wie auch immer, die Wachstumsrate deines Stammes variiert.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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