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Einsammeln des Nachwuchses

in Entwicklung 02.12.2012 15:10
von franzpeter | 9.008 Beiträge

Einsammeln des Nachwuchses

Verschiedene Guppystämme haben eine Unterschiedliche Tendenz zum Kannibalismus. Hungrige Guppys, oder Guppys im Futterrausch können ihre Jungen fehlerhaft als Futter ansehen. Einige mögen überleben, wenn es Verstecke gibt, wie etwa treibende Pflanzen.

Der amerikanische Züchter Stan Shubel läßt die Weibchen ohne Schutz im Becken werfen. Weibchen, die ihre eigenen Jungen fressen werden ausgesondert. Wenn die Weibchen gut gefüttert werden, fressen sie nie ihren Nachwuchs.

Obschon es so aussieht, als ob die meisten Stämme einen natürlichen Widerwillen besitzen ihre Jungen zu fressen, ist es wahrscheinlich klüger für neugeborenen Nachwuchs Möglichkeiten zum Entkommen oder Schutz vorzusehen. Einige Stämme bekommen Nachwuchs der bei der Geburt sehr schwach ist. Diese Jungen neigen dazu, sich am Beckenboden aufzuhalten und dort unauffällig zu liegen. Albino Nachwuchs fällt sicher in diese Kategorie. Andere Stämme erzeugen Nachwuchs, der sich an der Oberfläche sammelt, besonders, wenn sich dort Deckung befindet. Das Schutzsuchen an der Oberfläche des Aquariums mag mit dem Licht zusammenhängen, dem Phänomen des positiven Phototropismus.

Hier folgen einige Möglichkeiten um den Nachwuchs zu schützen:

Pflanzendeckung: treibende Pflanzen oder Javamoos. Der Nachteil von Pflanzen besteht darin, dass sich zwischen ihnen Krankheitskeime aufhalten können, und sie viel Licht und Pflege verlangen.
Ablaichkästen: Hersteller haben eine Anzahl von Designs entwickelt. Der übliche in Zooläden erhältliche Typ schwimmt in Gemeinschaftsbecken, oder wird an deren Seiten befestigt. Deren Böden können mit einem (Lucite?) oder Plexiglasmesser ausgeschnitten werden, so dass die Jungen in das Becken fallen, in dem sie aufwachsen werden. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass die Weibchen oftmals gestresst sind, wenn sie das erste Mal in einen Laichkasten kommen und manchmal ihre Jungen verlieren. Ob die Jungen, oft mit noch unverbrauchtem Dottersack, überleben hängt davon ab, wie weit sie entwickelt sind. Die meisten (Ablaichkästen) sind zu klein, und sie sind für eine längere Ablaichdauer der Weibchen unpraktisch.
Plastiktopfschrubber: Diese werden in einigen Gegenden "Revuetänzerinnen" genannt. Das ist eine preiswerte und einfache Art, um die Jungen zu schützen. Topfschrubber werden auf den Boden eines Laichbehälters platziert. Sobald die Jungen geboren sind, werden sie in ein Aufzuchtbecken getan. Oder man läßt die Topfschrubber in einem 20l Becken treiben. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass man das Weibchen lange vor der Geburt in ein Becken geben und mit einer reichen Diät füttern kann. Die Topfschrubber sollten entwirrt und geschreddert sein. Manchmal kann sich ein Weibchen in den Maschen verfangen.
Kasten-Netze: Das sind in Zooläden erhältliche Netze, die um einen Plastikrahmen gespannt sind, und die in Das Elternbecken gehängt werden. Man kann Pflanzen oder Topfschrubber hinein tun. Bei dieser Methode erhebt sich das Problem von Krankheiten, da die Jungen allen im Wasser lauernden Krankheiten ausgesetzt sind. Es ist auch schwierig, die Jungen mit ihrem vorgesehenen Futter zu versehen, da das Futter ins Aquarium entweicht. Das Netz ist schwierig sauber zu halten. Eine ungeprüfte Theorie ist auch, dass die Eltern eine wachstumshemmende Chemikalie absondern.
Ablaich-Netze: Plastiknetze aus Gemischtwaren-Läden trennen die Mutter von ihrem Nachwuchs


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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