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Männliches Geschlechtsverhalten

in Entwicklung 02.12.2012 15:26
von franzpeter | 9.152 Beiträge

Männliches Geschlechtsverhalten


Einige Männchen fangen an mit drei Wochen ihre sekundäre Geschlechtsmerkmale zu entwickeln. Die der Produktion der Keimzellen gewidmete Nahrungsenergie hat eine negative Wirkung auf die endgültige Größe des Männchens, und die sich am frühesten entwickelnden Männchen in einem Wurf sind oft die Kleinsten. Um Samenflüssigkeit innerhalb des Körpers des weiblichen Guppys zu bringen, müssen männliche Guppys besondere Art von Flosse entwickeln. Etwa im Alter von drei Wochen fängt die Analflosse der Männchen an, sich zur Form eines Stockes mit einem Haken zu entwickeln. Dieses Organ ist das Gonopodium.

Laut Dick Ainsworth in den Guppy Extracts, (Volume 5, p.2) zeigt eine Studie von Clark und Aronson aus dem Jahr 1951, dass zur Besamung ein Kontakt zwischen Männchen und Weibchen hergestellt sein muß. "Während 22 Observations Zeiträumen hatten die Weibchen 2 - 234 Nicht-Kontakte-Stöße, ohne dass eine kurze oder längere Kopulation stattfand. Keines dieser Weibchen wurden befruchtet. Neun davon wurden 17-20 Tage später geopfert, aber keines enthielt Embryos.

"Kurze Kopulationen dauern 0,8 Sekunden. Im Durchschnitt dauern Kopulationen zwischen 1,3 und 2,4 Sekunden. Während des Balzens schwenkt das Guppymännchen sein Gonopodium vorwärts und zur Seite. Dieses formed eine Röhre zum Transport von Spermienpaketen (Spermatophoren). Das Männchen bringt es in den bei ihrem Trächtigkeitsfleck gelegenen Eileiter. Ein Haken hält das Gonopodium an seinem Platz, damit die Spermapekete längs des Spermaleiters überführt werden können.

Einige Forscher haben vorgeschlagen, dass das Weibchen aktiv an der Paarung teilnimmt, indem sie drückt und das Gonopodium festhält. Die Samenflüssigkeit befruchtet die reifen Eier, die in den Eierstöcken des Weibchenswarten.

Jedes Samenpaket enthält tausende von Spermien. Ungefähr 80% der Samenflüssigkeit eines Männchens wird während einer Paarung übertragen. Bei Stämmen, bei denen die Fruchtbarkeit der Männchen gering ist, ist es besser, zwei oder mehr Männchen einer Anzahl von Weibchen zuzugesellen, um sicherzustellen, dass wenigstens eine befruchtet wird.

Dies ist bei vielen Albinostämmen der Fall. Eine noch bessere Strategie besteht darin, wenn du genug Platz hast, mehrere Zuchttrios zur gleichen Zeit anzusetzen. Dick Ainsworth führt in seinem Artikel fünf Faktoren auf, die die Männchen bei ihren Paarungsversuchen beeinflussen:

Sie werden mehr von großen als von kleinen Weibchen angezogen.
Sie finden Weibchen, die gerade geworfen haben, sehr attraktiv. (Eine nach diesem Artikel erschienene Studie identifizierte Östrogen als Anreiz.)
Vertrautheit zählt nicht. Die Männchen werden von Weibchen angezogen, von denen sie getrennt waren ... und je länger sie getrennt waren, um so heftiger sind die Paarungsversuche.
Männchen scheinen entmutigt werden zu können.
Männchen müssen lernen, wie sie auf positive Antworten des Weibchens zu reagieren haben. (Liley, 1966).
Wenn Männchen getrennt von Weibchen aufgezogen werden, müssen sie lernen geschlechtlich mit Weibchen zu interagieren. Dies wird oft als Argument benutzt, um Männchen und Weibchen während der Entwicklung zusammen zu halten.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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