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#1

Großbritannien

in Geschichte 02.12.2012 10:59
von franzpeter | 9.530 Beiträge

Grossbritannien

W.G. (George) Phillips
Das Guppy-Hochzucht-Hobby wurde früher in Großbritannien sehr aktiv betrieben. Dort bestand eine der frühesten Guppy Verbände, die Guppy Breeders Society. Ein nachfolgender Verband, die Fancy Guppy Association of Great Britain, existiert seit den frühen 80ern nicht mehr. Zur Zeit wurde die British Livebearer Association ins Leben gerufen.

Der berühmteste Züchter war W.G. Phillips (* 1883).

Er war wohl der früheste Guppyenthusiast. 1964 hatte er im Alter von 81 noch 20 Becken in seinem Haus und ab und zu bewertete er noch auf Guppyausstellungen.

Englische Züchter waren auf Flossenformen fokussiert. W.G. Phillips erzählte gern davon, wie er den Spaten-Schwanz auf die Welt brachte.


Der Spatenschwanz hat eine ausgeprägte FormDie Kaudale des Spatenschwanzes erhielt ihren Namen von der Tatsache, dass sie sehr der Schaufel der Bergleute aus Süd Wales ähnelte. Während des zweiten Weltkriegs übergab Phillips überzählige Guppys an ein Geschäft in London, wo er wohnte. Einige Monate später kam er zu diesem Geschäft zurück und entdeckte, dass der Geschäftsinhaber seinen Bestand nicht verkauft hatte. Die Guppys hatten sich ungehindert vermehren dürfen. Im Becken sah er einige Männchen mit ungewöhnlichen Formen in den Kaudalen. Er nahm sie mit nach Hause, und im Laufe der nächsten Jahre vervollkommnete er die Spatenschwanzform.

Phillips war ein Guppymeister, der zu den wahrlich bedeutenden Neuerern zählt. Er teilte auch eine Begabung mit Paul Hähnel. Er war ein Meisterholzhandwerker, gut genug das Bugspriet der Königlichen Jacht zu meißeln. Arbeit mit Holz erfordert ein scharfes Auge, lange Praxis und außergewöhnliche Geduld. Es benötigt auch einen starken kreativen Drang, das Verlangen, eine versteckte Form aus einem normalem hölzernen Baumstamm zu bringen. Dieses sind wesentliche Fähigkeiten für den Guppyinnovator.

Aber Phillips war viel mehr als ein Guppyinnovator. Er mag die Organisationsform des Hobbys ins Leben gerufen haben, indem das genetische Guppyerbesicher stellte, das bis zum heutigen Tag lebt.

Phillips hatte offenbar einen ruhelosen Geist und einen ruhelosen Fuß. Er entdeckte das Vergnügungsgeschäft, als er kurze Zeit als junger Mann in New York lebte und arbeitete. Er wurde Manager von Vergnügungsparks und Designer. Er arbeitete am Design der Wembley-Ausstellung und dem Kristall-Palast.

Es war wahrscheinlich sein Interesse am Design und an der öffentlichen Unterhaltung, daß W.G. Phillips zu einen der Designern der modernen Guppys zuzuordnen ist. Er entwickelte den britischen Standard. Dieser wiederum als Vorlage für die anderen modernen Guppystandards gilt.

Es gab auch ein reger Austausch zwischen Großbritannien und US-Züchtern zur damaligen Zeit. Im Official Standard der Britischen Guppy-Züchter-Gesellschaft finden wir die nachfolgende Bewertungsvorschrift "Ein Männchen mit einem hell farbigen Körper, jedoch mit stumpfen oder farblosen Flossen, ist weniger hoch zu bewerten, als eines mit einem farbloseren Körper aber mit hell gefärbten Flossen. Wenn alle Dinge gleich sind, wird ein großes Männchen ein kleines Männchen schlagen." Deutlich finden wir ein Echo dieser Idee von Größe im modernen IFGA Standard, während die anderen größeren Weltstandards oft Muster, Farbe und Flossenvielfalt über Größe stellen.

Das britische Beurteilungssystem vergibt ein Maximum von 50 aus 100 Punkten für Größe und Farbe. Der AGA (Amerikanische Guppy-Vereinigung, die damals existierte) Standard vergab 55 von 100 Punkten für Größe und Farbe. Das AGA-Bewertungssystem war eine Variante des britischen Systems.

Dr. Otto-Michael Stoerzbach gründete die ersten deutschen und europäischen Guppystandards auf den zeitgenössischen (circa 1955) britischen Guppystandards. 1964 porträtierte James Kelly W.G. Phillips in der Zeitschrift Tropical-Fish-Hobbyist und macht diese Aussage: "Von seinem flinken Gehirn und scharfem Interesse für die Bewertungspraxis stammte die ursprüngliche Idee für die jetzt universell benutzte Bewertungs-Methode der 'Fünf Zwanziger', und die meisten der in Großbritannien in den vergangenen zwanzig Jahren erzeugten Guppystandards entstanden auf seinem Reißbrett."

Phillips beschenkte auch die Welt mit seinen Guppydesigns. Er entwickelte und verschickte den englische Leopard-Guppy (der manchmal der englische Filigran-Guppy genannt wird). Der Leopard-Guppy könnte der Ursprung aller heute in der Welt gefundenen Snakeskins sein. Eduard Schmidt Focke war ein Züchter seines Leopard-Stammes und entwickelte den halbschwarzen Guppy daraus.

PhillGeorge Phillips gewann über 500 Preise für seine Guppys, und sein Haus in Kenton, Regal Way, einem Vorort von London, war ein Schrein für Guppyzüchter. Das großzügige Teilen seiner Liebe für Guppys überlebte ihn. Er hortete seine Guppys nicht, sondern gab sie an andere weiter. Wir können viele Erinnerungen an diesen Guppymeister verloren haben, aber seine selbstlose Liebe für den Guppy und Verlangen, seine Leidenschaft lebt zweifellos in Stämmen weiter, die in der ganzen Welt die Becken zieren.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 14.11.2015 13:44 | nach oben springen
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#2

Britannische Geschichte

in Geschichte 02.12.2012 11:04
von franzpeter | 9.530 Beiträge

Britische Geschichte

Die britische Guppyzüchter-Gesellschaft war einmal eine aktive Gruppe, die mit ihrem prominentesten Mitglied, C.W. Phillips aus Kenton, Schwanzstandards wie den Spaten-Schwanz begründete. Es war in den späten Vierzigern und frühen Fünfzigern, als Hobbyzüchter sich an den Laboratoriumswissenschaftlern ein Beispiel nahmen und anfingen, den modernen Hochzucht-Guppy zu entwickeln. Dieser wurde durch Wertungswettkämpfe weiter vorangebracht. Die frühesten Hochzucht-Guppystandards wurden in Großbritannien (Britische Guppyzüchter-Gesellschaft) und Deutschland (Deutschem Guppy Federation) gegründet

Einige von den ersten Guppyphänotypen, die in Heimaquarien vorkamen, schlossen Rundschwänze, Speerschwänze und anderen Körper- und Flossenmutationen ein.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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