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#1

Geschlechtererkennung

in Entwicklung 02.12.2012 15:15
von franzpeter | 9.152 Beiträge

Geschlechtererkennung


In seinem Artikel „Frühzeitiges Unterscheiden von beiden Geschlechten beim Guppy „ schildert H.J.Nolte seine relativ wenig bekannte Methode, um die Geschlechter frühzeitig zu unterscheiden.

Er beginnt mit dem Hinweis, dass man in der Literatur immer wieder liest , daß man die Geschlechter rechtzeitig trennen sollten. Als Unterscheidungsmerkmale gibt man immer wieder an: die Form der Afterflosse, den Schwangerschaftsfleck oder, wie bei Petzold in "Der Guppy", die Anzahl der Flossenstrahlverzweigungen in der Schwanz- und Rückenflosse. Dort steht, dass die Weibchen mehr Verzweigungen aufweisen würden als die Männchen. Aber... diese Unterschiede konnte er nicht einmal mit der Lupe erkennen, denn die Fische wollten nicht stehenbleiben. Seine Methode sie mit Äther zu narkotisieren, kann nicht nachvollzogen werden; zu Recht war es ihm am nächsten Tag davon immer schlecht und er bekam Kopfschmerzen. Empfehlenswerter wäre es daher, in Zweifelsfällen die Fische zu fotografieren und die Flossenstrahlen auszuzählen, aber dazu bräuchte man sehr viel Zeit. Der Trächtigkeitsflecken war ihm auch kein sicheres Merkmal. Blieb nur noch die Afterflosse übrig, aber die einmal zum Gonopodium umgewandelt ist, konnte es schon zu spät sein. Die Umwandlung von einer etwas spitzen Afterflosse zu einem Gonopodium geht manchmal blitzschnell. Dazu kommt noch dass, wenn die ersten Jungen ein Gonopodium bilden, die Spätentwicklerr noch kaum erkennbar sind.

Zur Unterscheidung „seiner Methode“ führt er an, dass man irrtümlicher- und unberechtigterweise dieses durchsichtige Fenster im silberfärbigen Eingeweidesack „Trächtigkeitsflecken" genannt hat. Dieses Fenster ist beim Weibchen immer vorhanden, auch wenn es nicht trächtig ist, und dazu auch bei allen sehr jungen Tieren. Also schließt er, muss bei der Entwicklung der Männchen eine sichtbare Änderung in diesem Körperteil stattfinden. Im Allgemeinen entsteht eine Reduzierung dieses Fensters und eine Schliessung der Bauchhaut durch eine normale, reflektierende silberne Schicht des Eingeweidesackes. Es kommt aber immer wieder vor das ein 3 Monate altes Männchen schon ein funktionierendes Gonopodium besitzt und zugleich aber noch einen Trächtigkeitsflecken aufweist. Nolte erkannte schließlich sowohl beim Männchen als auch beim Weibchen ein eigentümliches Merkmal, woran man das Geschlecht mit Bestimmtheit erkennen kann. Auch wenn das Männchen nach vier Monaten noch immer das Aussehen eines Weibchens hat und das Gonopodium noch nicht sichtbar ist. Nolte benutzte einen Glasbehälter mit flachem, durchsichtigen Boden.. Die Fische werden dabei von unten kontrolliert und von oben beleuchtet. Die Lichtquelle wurde mit einem Tuch verhängt, um Blendung zu vermeiden.

Nolte traf bei den Männchen im Allgemeinen gar keinen Trächtigkeitsflecken an oder dieser hatte, wenn er nicht ganz reduziert war, fast immer eine dreieckige Form und ist in jedem Fall mit der Spitze zum Kopf des Fisches gerichtet. Ein Punkt ist aber immer derselbe: man kann ein Männchen immer daran erkennen, dass es kein Analfenster hat, oder dass dieses Fenster noch da ist, die mittlere Spitze aber immer in Richtung des Fischkopfes weist (siehe beigefügte Zeichnung).

Beim Weibchen hat der Trächtigkeitsfleck immer 2 Spitzen, zwischen denen ein Stück Haut des Eingeweidesackes liegt. Auch diese Spitzen weisen Richtung Kopf des Fisches. In extremen Fällen sieht man nur noch eine Reihe Flecken (siehe Zeichnung 3). Die Form erinnert an einen Zahn, wobei die Wurzeln zur Kopfpartie weisen. Nolte schreibt, dass diese Sortierungsmethode, wenn man einmal ein ausgebildetes Auge dafür hat, vollkommen sicher ist.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

Geschlechtliche Entwicklung des Weibchens

in Entwicklung 02.12.2012 15:17
von franzpeter | 9.152 Beiträge

Geschlechtliche Entwicklung des Weibchens

Quelle: Philip Shaddock
Während der Entwicklung wächst das Männchen schneller als das Weibchen. Aber das Weibchen schließt endlich auf und wird größer als das Männchen, und kann das zehnfache des Gewichts des Männchens erlangen. Weibchen erfahren ihren größten Wachstumsschub im ersten Monat, dann spitzt es sich bis zum dritten Monat zu, dann verlangsamen sie wieder bis zum 7. oder 8. Monat, bis wohin das Weibchen 90% ihrer endgültigen Größe erreicht. Sie wachsen dann langsamer, bis sie sterben. Jungfräuliche Weibchen können frühestens mit 6 Wochen und spätestens mit 14 Monaten verpaart werden, abhängig vom Stamm und den umgebenden Bedingungen. Die meisten Züchter empfehlen, die Weibchen zwischen drei bis 6 Monaten zu verpaaren.Wenn du Männchen und Weibchen getrennt aufziehst, werden die Weibchen größer, als wenn du sie zusammen mit Männchen aufziehst. Das Guppyweibchen hat einen kleinen dunklen Fleck, den Trächtigkeitsfleck an der Analflosse, der bei der Geburt sichtbar ist, gibt man es in einen kleinen Glasbehälter und hält diesen gegen ein starkes helles Licht. Der Trächtigkeitsfleck (gravid spot) von jungen Albino Weibchen sind äußerst schwer zu erkennen.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 13.11.2015 22:32 | nach oben springen
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