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Blei

in Chemie 02.12.2012 15:43
von franzpeter | 9.594 Beiträge

Blei
Blei (lat. plumbum, von plumbeus: bleiern, stumpf, bleischwer) ist ein chemisches Element. Chemisches Symbol: Pb. Der Name Blei ist indogermanischen Ursprungs und bedeutet soviel wie schimmernd, leuchtend oder glänzend. Im englischen Wort für Klempner ("plumber") steckt noch das Wort Blei. Schließlich wurden früher weltweit alle Wasserrohre aus Blei gefertigt. Auch die Plombe hat den Wortstamm Plumbum.
Blei ist ein Schwermetall mit der Ordnungszahl 82. Die stabilen Bleiisotope Pb 206, Pb 207 und Pb 208, die schwersten stabilen Atomkerne überhaupt, sind die Endprodukte der natürlichen Zerfallsreihen der radioaktiven Elemente. Das Metall lässt sich leicht verformen und kann auch in beliebige Form gegossen werden. Es kommt in chemischen Verbindungen als Bleisulfid (Bleiglanz) vor.
In der frühen Bronzezeit wurde Blei neben Antimon und Arsen verwendet, um Bronzen zu erzeugen, bis sich Zinn weitgehend durchsetzte.
Die berühmten Wasserleitungen im römischen Reich bestanden innerhalb der Häuser im Wesentlichen aus Bleirohren. Da sich durch die Reaktion mit Kohlensäure im Wasser mit der Zeit eine passivierende Schutzschicht aus Bleikarbonat (PbCO3) über die Leitungen legte, war dies eigentlich unbedenklich.
Blei wurde auch zur Herstellung von Rohren verwendet. Aufgrund der Toxizität des Bleis und seiner Verbindungen (Bleivergiftung) kommen Bleirohre aber seit den 1970er Jahren nicht mehr zum Einsatz. Trotz einer gebildeten Kalkschicht in den Rohren löst sich das Blei weiterhin im Trinkwasser. Erfahrungsgemäß wird bereits nach wenigen Metern der Grenzwert Eine der geltenden Trinkwasserverordnung nicht eingehalten.
Bei einmaliger Aufnahme von Blei oder Bleisalzen ist kaum eine Giftwirkung zu bemerken. Jedoch selbst Mengen von einem Milligramm pro Tag, über einen längeren Zeitraum eingenommen, werden im Körper gespeichert und erzeugen eine chronische Vergiftung, die sich in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abmagerung und Defekten der Blutbildung, des Nervensystems und der Muskulatur zeigt.
Möglichkeit, Blei-Ionen in einer chemischen Verbindung nachzuweisen, ist der Nachweis mit Kaliumiodid.

(wikipedia)

Zahlreiche Schwermetalle sind Kapillar- und Enzymgifte. Ihre toxischen Effekte sind nicht auf einen einheitlichen Reaktionsmechanismus zurückzuführen, sondern beruhen auf einer Reihe von Angriffspunkten, die allerdings in ihrer Bedeutung nur unvollständig bekannt sind. Schwermetallionen denaturieren Eiweiß, besitzen eine hohe Affinität zu SH-Gruppen, verdrängen Magnesium-, Calcium-, Zink- oder andere mehrwertige Kationen aus deren Komplexbindung mit Eiweiß und beeinflussen dadurch katalytische Zentren in Enzymen. Außerdem reagieren sie mit anderen funktionellen Gruppen in Biomolekülen. Da sie sich z. T. in verschiedenen Organen, insbesondere im Magen-Darm-Kanal, in der Leber und den Nieren, anreichern, werden diese besonders geschädigt.Blei (letale Dosis 20-50 g) gilt als nierenschädigend; Blei-Ionen gelten als krebserzeugend.
(Mutschler, Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie, 2001)

Blei (Schwermetall) und seine Verbindungen gehören zu den starken Umweltgiften, die z. B. aus Abschwemmungen von Straßen und Dächern in die Gewässer bzw. in die Kläranlagen gelangen. (Lexikon)
Das Trinkwasser in älteren Häusern mit Wasserrohren aus Blei kann erhöhte Bleigehaltewerte aufweisen und dadurch Ihre Gesundheit gefährden.dadurch Dies ist insbesondere der Fall, wenn das Wasser längere Zeit in Bleirohren gestanden hat (z.B. über Nacht). Auch unabhängig von einer möglichen Bleibelastung sollte man nach längerer Standzeit das erste Wasser aus der Leitung nicht für den menschlichen Gebrauch (Ernährung, Waschen) verwenden.(BMVEL: Homepage)
Blei: Blei kann wie das Kupfer aus alten bleihaltigen Wasserleitungen gelöst werden (meist in Altbauten). Blei ist stark fischgiftig. (Aquarienclub Braunschweig)
FAQ: Kann man ein Aquarium überfiltern?

Ich werde häufig gefragt, ob überfiltern überhaupt möglich ist, gehen doch die Hersteller von käuflichen Filtern immer mehr zur Produktion noch schnellerer Filter über. Das erinnert mich immer an die Waschmittelwerbung, wo jedes neue Pülverchen die Wäsche noch weißer machen soll als das alte Pulver.

Tatsächlich ist die Abbauleistung effektiv abhängig von der Geschwindigkeit, mit der das Wasser durch das Filtermaterial gezogen wird, d.h. je schneller der Filter, desto größere Mengen an Stoffwechselprodukten kann ein solcher Filter verarbeiten. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass er entsprechende Mengen auch fordert! Da liegt das Problem. Werden sie jedoch nicht bereitgestellt, beginnen die Bakterien die Nährstoffe aus anderen Quellen zu beziehen, die im Aquarium allerdings erhalten bleiben sollen. Zu nennen sind vor allem Chelatoren, deren Aufgabe es sein soll, Mineralien und Schwermetalle zu binden (Wasseraufbereiter) oder gebundene Mineralien in Lösung zu halten, um sie den Pflanzen verfügbar zu machen (Düngemittel für Aquarienpflanzen). Die dabei frei werdenden Mineralien werden entweder wieder im Wasser gelöst und könnten dann für Vergiftungserscheinungen bei den Fischen sorgen (z.B. Blei) oder sie werden im Filter angelagert oder im, dann auch sehr reaktionsfreudigen Aquariumwasser, aufoxidiert und fallen aus (Beispiel: Eisen, Mangan). Die braune Farbe des Filterschlammes stammt von diesem ausgefällten Eisen. (Aquaristikhilfe)

UND noch etwas: Ein Bund Pflanzen wird meistens von einem Blei-Streifen zusammengehalten, der natürlich entfernt werden muss, bevor man die Pflanze in den Boden setzt. Sonst droht eine Bleivergiftung der Fische. (Tipps fürs Aquarium)

Und das Umwickeln von Pflanzen mit Blei für den endgültigen Pflanzort ist ebenfalls Unsinn. Auch Blei gehört nicht ins Aquarium. (Leserkommentar zu Pflanzen im Süßwasser-Aquarium)
Bleistreifen
Im Handel werden die Pflanzen mit einem Bleistreifen als Beschwerung verkauft. Bitte entfernen sie diese Bleistreifen, bevor sie die Pflanzen ins Becken bringen. Immer wieder hört man, dies sei nicht so schlimm, oder es habe keine Wirkung oder zeige nur langfristig eine Wirkung. Ich kann solche Aussagen nicht nachvollziehen, wenn sich die Befürworter dieser These mal Gedanken über ihre Aussage machen - und reflektieren, warum Blei bzw. bleihaltige Materialien verboten worden oder heute keine Verwendung finden, dem müsste bewusst werden wie verantwortungslos eine so dahingesagte Aussage für die Fische, die später in diesem Giftsud schimmen müssen, eigentlich ist. Darauf gehe ich jedoch später im Kapitel Krankheiten näher ein. Bleirohre dürfen nicht mehr in Haushalten und Neubauten verwendet werden. Bleizusätze mussten aus dem Kraftstoff entfernt werden etc.. Und plötzlich soll angeblich dieses Schwermetallion im Aquarium nicht mehr gefährlich oder gesundheitsschädlich für unsere Fische sein ??? Tun sie Ihren Fischen was Gutes --- raus mit dem Blei !!! (Pflanzen)

Auf der sicheren Seite ist man mit dem Carbonitfilter von Zaja (etwa 140 €) Und der NFP Patrone Clario oder Puro (71 €), beide filtern bis 0,15 µm; Premium kostet nur 33 €, filtert aber nur bis 0,45 µm.

Conclusion
No lead in the aquarium, so it may be practical.

On the safe side you are with the Carbonitfilter by Zajac (around 140 €?) And the NFP Clario cartridge or Puro (71 €), both filtered to 0.15 micron; premium costs only 33 €, but only filters to 0.45 microns.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 01.08.2015 14:04 | nach oben springen
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