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#1

Der Effekt der Fütterung von Guppy Brut (Poecilia reticulata)

in Artikel 13.05.2013 12:35
von franzpeter | 9.650 Beiträge

Abstract
The e¡ects of feeding guppy (Poecilia reticulata) fry a
diet o¡ered as either powder or £akes on their growth
and survivalwere tested over a period of 8 weeks.The
results show that the growth of bothmale and female
¢sh was considerably enhanced when the diet was
presented in the formof a ¢nely ground powder compared
with a £ake form. Final average weights of
¢sh given a diet containing the exact same ingredients
(44.9% protein and 6.1% fat), from the same
batch of raw materials in the powdered form were
280.0  12.1mg compared with 114.6  19.9 mg for
the diet given in the form of £akes. In a diet that had
a higher fat level (45.1% protein and 10.6% fat), the
di¡erence in ¢nal weight attained was even more
dramatic: 303.9  16.7 mg for the powder-fed ¢sh
compared with 92.6  12.5 mg for the £ake-fed ¢sh.
The coe⁄cient of variance in the ¢sh fed a £ake diet
was signi¢cantly higher than that exhibited in the
treatments fed the powder feed. The ability of the
¢sh to consume the food in a rapid manner, preventing
leaching of vital nutrients from the feed before
being engulfed by the ¢sh probably led to the better
growth results exhibited by the ¢sh given the powdered
food.
Keywords: guppy, Poecilea reticulata, feed preparation,
growth


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franzpeter
zuletzt bearbeitet 12.06.2014 17:09 | nach oben springen
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#2

Der Effekt der Fütterung von Guppy Brut

in Artikel 02.03.2014 14:51
von franzpeter | 9.650 Beiträge

Der Effekt der Fütterung von Guppy Brut (Poecilia reticulata)
Diäten in Form von Pulver gegenüber von Flocken


Auszugsweise Übersetzung aus

Effect of feeding guppy fish fry (Poecilia reticulata)
diets in the form of powder versus flakes
Sheenan Harpaz1, Tatiyana Slosman1 & Ran Segev2
1Department of Aquaculture, Agricultural Research Organization,TheVolcani Center, Bet Dagan, Israel
2Yair Experimental Station, Arava R&D, Sapir, Arava, Israel



Zusammenfassung
Die Auswirkungen der Fütterung von Guppy Brut (Poecilia reticulata mit einer
Diät entweder als Pulver oder Flocken bezüglich Wachstum und Überleben wurden über einen Zeitraum über einen Zeitraum von 8 Wochen getestet.
Ergebnisse zeigen, dass das Wachstum sowohl der männlichen als auch der weiblichen
Fische erheblich verbessert wurde, wenn die Diät in Form eines fein gemahlenen Pulvers mit einer Flockenform verglichen wurde.
Das Durchschnittsgewicht der Fische bei einer Diät mit exakt den gleichen Zutaten (44,9 % Protein und 6,1 % Fett) aus dem gleichen Rohstoffgemenge in Pulverform, betrug 280,0 + - 12.1mg, verglichen mit 114,6 + -19,9 mg für die Ernährung in Form von Flocken.
In einer Diät, die einen höherer Fettanteil (45,1 % Protein und 10,6 % Fett) hatte, war der Unterschied im erreichten Endgewicht noch dramatischer: 303,9 + -16,7 mg für die mit Pulver gefütterten Fische verglichen mit 92,6 + - 12,5 mg für mit Flocken gefütterten Fische.
Der Koeffizient der Varianz bei der die Fische mit Flocken gefüttert wurden war signifikant höher als bei der Behandlungen durch Pulverfütterung. Die Fähigkeit der Fische, das Futter schnell aufzunehmen, bevor eine
Auswaschung von lebenswichtigen Nährstoffen stattgefunden hat, führte wahrscheinlich zu einem besseren
Wachstumsergebnis


Einführung
Die kommerzielle Produktion von tropischen Zierfischen gewinnt in vielen Regionen der
Welt. an Dynamik. Die lebendgebärenden Guppys (Poecilia reticulata) sind bei Hobbyisten die beliebtesten wegen ihrer leuchtenden Farben und der Tatsache, dass sie leicht zu halten und zu züchten sind. Guppys wurden als Gegenstand für zahlreiche Verhaltensstudien verwandt, für Abwehrmechanismen gegenüber von Raubfischen und evolutionsbezogene Studien (Seghers 1974 a , b; Reznick 1982 Reznick, Bryga &
Endler 1990 Magurran & Seghers 1991 Godin & Briggs 1996; Reznick , Butler & Rodd 2001); für genetische Modelle ( Reznick 1982 Breden , Scott & Michel 1987; Shikano, Chiyokubo, Nakadate & Fujio 2000) und verschiedene Faktoren bezüglich ihres Fortpflanzungsverhalten und ihrer Reproduktionsleistung (Liley 1968; Endler 1980, Dzikowski, Hulata, Karplus & Harpaz 2001).
Im Gegensatz zu der großen Anzahl von Studien über diese Themen, ist die Forschung zu einem besseren Verständnis ihrer ernährungsphysiologischen Bedürfnisse knapp.
Der Guppy P. reticulata wird als Allesfresser angesehen und benötigt rund 40% Nahrungsprotein (Dahlgren 1980).
Die erforderliche Protein-Ebene in der Guppy –Nahrung wurde von Shim und Chua (1986) ausgewertet und ihre Ergebnisse zeigen, dass die Fische, welche 30% und 40 % des Nahrungs-Proteins erhalten die niedrigste Futterverwertung und die höchste Gonaden Entwicklung zeigen. Ähnliche Ergebnisse wurden
bei einem anderen poeciliden Fisch ( Xiphophorus helleri ) gefunden (Chong, Ishak, Osman & Hashim2004). Die meisten Informations-Quellen über unterschiedliche Nahrungsweisen für Guppys liefern Hobby- Zeitschriften, Webseiten und Diskussionsforen von Guppyfreunden (z. B. GuppyLog.com; Guppies.com; Veto fish.com).
Zwar sind die präsentierten Daten sehr hilfreich für die Züchter, aber es sind für gewöhnlich Einzelberichte und es mangelt an wissenschaftlicher Bewertungsmethodik und Dokumentation.
Zusätzlich wurden die Materialaufbereitungsverfahren nicht untersucht. Der Zweck der vorliegenden Studie war es daher, die Differenzen zwischen zwei Methoden der Futtervorbereitung für die Guppybrut darzulegen, welche aus den gleichen Charge von Rohstoffen, pulverförmigem extrudiertem Futter oder getrockneten Flocken bestehen.

Material und Methoden
Das Experiment wurde in einem Innenraum monitorüberwacht durchgeführt:
48 15 l Aquarien, alle getrennt durch undurchsichtige Plastikscheiben mit einem Sprudelstein um den Fischen ausreichenden Sauerstoff zuzuführen.
Alle Becken waren mit einem zentralen Bio-Filter (300 l Einheit) verbunden, durch welche warmes Wasser alle 112 Stunden ersetzt wurde. Die Temperatur wurde bei 27 ° C gehalten und die Tag/Nacht Periode betrug jeweils 12 Stunden während des ganzen Experiments.
Die Temperatur-Level basierten auf Dzikowski und Koll., 2001.

Die Wasserqualitätsparameter wurden regelmäßig dreimal pro Woche überwacht
und wichen nicht von den als günstig betrachteten Bedingungen für diese Fische ab.
Als günstige Bedingungen für diese Fische gilt ein Sauerstoffgehalt von 90 - 100 % Sättigung; Ammoniak
(gemessen als NH4 1) überschritt nicht 0,25 ppm (ppm:Teile pro Million) und der Nitritgehalt nicht mehr als 0,5 ppm. Jeden Morgen wurden die überschüssigen Nahrungsreste sorgfältig abgesaugt.

Alle zwei Wochen wurde beim Wiegen eine gründlichere Reinigung der Aquarien und des Absetzbeckens durchgeführt.
Die Menge des zu ersetzenden Wassers betrug schätzungsweise 25%.
Guppys aus dem gleichen Stamm (rote Cobra ) kamen von einer Fischfarm.
Nach anfänglicher Pflege mit frisch geschlüpften Artemia salina als zusätzlichem Lebendfutter, wurden sie über einen Zeitraum von zehn Tagen an künstliches Futter aus einer Mischung von Flocken und Pulver gewöhnt (welches nicht im nachfolgenden experimentellen Aufbau benutzt wurde).
Es wurden insgesamt 1440 Fische in dem Experiment verwendet und sie wurden willkürlich in den Experiments-Aquarien eingesetzt.
Insgesamt wurden 30 Fische mit einem durchschnittlichen Anfangsgewicht von 20 +- 1,8 mg in jedes der 48 Versuchsaquarien eingesetzt, was einer Dichte von 2 Fischen pro Liter entspricht.
Einmal alle 2 Wochen wurden die Fische in jedem Aquarium gewogen und gezählt.
Dies wurde alle 2 Wochen nach dem Wiegen getan, um das Überleben zu überwachen und die Zufuhr der Futter-Rationen zu aktualisieren, entsprechend der der Wachstumsrate in jedem Becken.

Am Ende des Versuchs wurden alle Fische in den Becken nach Männchen und Weibchen getrennt und einzeln gewogen. Dies wurde getan, um die Ergebnisse der Behandlungen auf das Wachstum und das Überleben ebenso wie den Koeffizient der Varianz bei dem Fischwachstum für beide Geschlechter zu vergleichen.


In einigen der Behandlungen war es äußerst schwierig
das Geschlecht der Fische aufgrund ihrer geringen Größe präzise zu bestimmen wurde die Gesamtgewichtszunahme in den Aquarien genommen und das Geschlecht wurde nicht bestimmt.
Die getesteten Futtermittel waren handelsübliche und experimentelle Angebote von Guppynahrungsherstellern.

Unsere Hauptziel war es, die Futterzubereitungsverfahren zu vergleichen (d. h. Flocken gegenüber Pulver) und daher glichen wir nicht (und konnten es auch nicht) die Protein- und
Fettwerte der Diäten ab. Der Vergleich zwischen den Futtermitteln schloss eine Flockendiät mit einem hohen Proteinlevel ein, die als ausgezeichnete Wachstumsunterstüztung angesehen wurde, eine Pulverdiät mit einem weitaus geringerem Proteingehalt und zwei Diäten, die die gleichen Inhaltsstoffe enthielten, aber mit zwei unterschiedlichen Methoden hergestellt waren: getrocknet oder extrudiert und gesiebt, um die entsprechende Größe zu erreichen.

Die sechs Diäten wurden wie folgt getestet:
A. Flocken Futtermittel, Tetramin, hergestellt von der Tetra
Company (Melle, Deutschland).
48,4 % Protein, 10,1% Fett, 8,7 % Asche

B. Flockenfutter, experimentelle Ernährung hergestellt von
Maabarot Company (Maabarot Kibbutz, Israel) .
45,2 % Protein, 5,9 % Fett, 6,4 % Asche

C. Flockenfutter, experimentelle Diät 2 hergestellt von
Maabarot Company.
44,9 % Protein, 10,4 % Fett , 7,4 % Asche

D. Pulverfutter (exakt die gleichen Inhaltsstoffe wie in B)
hergestellt von Maabarot Company.
44,9 % Protein, 6,1% Fett, 6,8 % Asche

E. Pulverfutter (exakt die gleichen Inhaltsstoffe wie in C) hergestellt
von Maabarot Company.
45,1 % Protein, 10,6 % Fett , 7,5 % Asche
(exakt die gleichen Inhaltsstoffe wie in C)

F, Pulverfutter, experimentelles Futtermitteln hergestellt
IOLR (Eilat, Israel).
38,5 % Protein, 8,6 % Fett, 8,2% Asche
Zwei Sätze der Futtermittel (B & D und C & E) hatten die gleichen
Bestandteile aus der gleichen Charge in zwei geteilten
Zubereitungsmethoden.



Aber unsere folgende Analyse bezüglich dieser Futtermittel für diese hergestellten Diäten zeigten nur geringe Differenzen.
Wahrscheinlich beruht dies auf Unterschieden bei den Messbereichen und nicht auf tatsächlichen Unterschieden bei ihnen. Jede der oben genannten Behandlungen wurde in acht Wiederholungen getestet.

Die unmittelbaren Analysen von Futterinhalten (Eiweiß, Fett und Asche) wurden in unserem Labor durchgeführt. Der Proteingehalt wurde gemäß dem Kjeldahl- Verfahren und dem 2000 -Aufschlusssystem
(Tekator , Stockholm, Schweden) betimmt. Das Fett wurde unter Verwendung eines Soxhelt Extraktor mit 95 % Ethanol ermittelt. Die Asche Level wurden mit einem BIFATherm C-36 Ofen
(BIFA , Ramat Gan, Israel) bei 600 1C bestimmt.
Die Fische wurden zweimal pro Tag mit der Hand gefüttert, 7 Tage pro Woche mit einem Verhältnis von 20% entsprechend ihres Körpergewichts in den ersten zwei Wochen und danach täglich mit 10 %
ihres Körpergewichts. Während der Fütterungszeit wurde
die Belüftung wurde gestoppt, um übermäßige Bewegung der Wasseroberfläche zu verhindern
Das Futter wurde in Form von feinem Pulver (0,1 bis 0,3 mm Durchmesser) oder dünnen Flocken (ungefähr 0,5 bis 1,5 cm² verabreicht
Nach der Hälfte der Versuchszeit wurde zu gröberem Pulver oder größeren Flocken gewechselt, je nach Änderung der Fischgröße.
Der Übergang fand in einem Zeitraum von einigen Tagen statt, während dem eine Mischung der Partikelgrößen gegeben wurde.
Beobachtungen über die Futteraufnahme und die Flotation der
Futterpartikel erfolgten einmal pro Woche während der Morgenfütterung.
Die statistische Analyse erfolgte mit JMP X Statistik. Darauf folgte eine Ein-und -Zwei -Wege- ANOVA und ein Tukey - Kramer HSD Test, ein Po0.01 wurde
durchgeführt.

Ergebnisse
Lebensmittel Floating und Verbrauchsrate
Die bezüglich der Beobachtungen der Position des Futters in der Wassersäule zeigten, dass sich das pulverförmige Futter
gleichmäßig auf der obersten Schicht des
Wassers verteilte und nach durchschnittlich 5 Minuten, langsam zu sinken begann, oder wenn die Oberfläche stark bewegt wurde.
Es stellte sich heraus, dass auch die Flocken auf der obersten Wasserschicht verblieben, sie blieben intakt und sanken erst nach einer relativ langen Zeitspanne (420 Minuten) langsam zu Boden.
Die Rate, in welcher das Futter aufgenommen wurde. war im Fall des Pulvers sehr viel schneller als bei den Flocken (zwei- bis dreimal schneller).

Wachstum und Überleben
Das Wachstum der Fische, welche die Pulvernahrung erhielten, war signifikant besser als das der Fische, die Flocken erhielten. Das Wachstum der Fische welche Futter nach D und E (Pulverform) erhielten war bei weitem besser, als bei den Fischen die Flocken (B und C) erhielten. Bei dem in Flocken verabreichten Futter zeigte das Tetra Futter die besten Resultate, während bei der Pulvernahrung das experimentale Futter, das einen relativ geringeren Proteingehalt enthielt, wie erwartet eine geringere Wachstumsrate erzielte.
Jedoch war das erreichte Wachstum vergleichbar mit dem des Tetra Futters.
Das durchschnittliche Schlussgewicht der Fische, welche eine Diät mit dem genau gleichen Inhalt (44.9% Protein und 6,1 % Fett) in Pulverform erhielten, betrug 280.0 +- 12.1 mg verglichen mit 114.6 +- 19.9 mg der Diät in der Flockenform.
In einer Diät, welche einen höheren Fettanteil (45.1% Protein und 10.6% Fett) enthielt, war die Differenz beim erreichten Schlussgewicht sogar dramatischer: 303.9 +- 16.7 mg für die mit Pulver gefütterten Fische im Vergleich zu 92.6 +- 12.5 mg für die mit Flocken gefütterten Fische.
Die Überlebensrate war hoch (sie rangierte durchschnittlich von 86 zu 93 %), ohne deutliche Unterschiede zwischen den Behandlungen. Der CV Wert (Koeffiezient der Varianz) in jedem Becken war hoch bei den Flocken (Durchschnittswerte reichten von 40.5 bis 49.7), während die Pulverdiät-Werte mit 24.2 bis 37.8 je Behandlung deutlich niedriger lagen.


Diskussion
Sowohl das Pulver als auch die Flocken wurden durch die Oberflächenspannung in der
oberen Schicht des Wassers gehalten. Es wird vorausgesetzt, dass der schnellere Verbrauch des Pulver - Futters durch die Fische zu einem besseren Futternutzen für das Wachstum führt.
Da die Flocken zu groß für die Mundöffnungen der Fische sind, müssen sie an den Flocken knabbern.
Dieser Prozess benötigt
einen signifikanten Zeitaufwand (zwei- bis dreimal länger als bei Pulverfutter) und während dieser Zeit werden lebenswichtige Nährstoffe schneller aus der Nahrung ausgelaugt. Goldblatt , Conklin und Brown (1979) haben nachgewiesen, dass pelletierte Futtermitteln einen bemerkenswerten
Verlust an lebenswichtigen Nährstoffen, wie wasserlösliche Vitamine
und Aminosäuren, bereits nach kurzer Einwirkungszeit
von Wasser aufweisen. Ihre Ergebnisse zeigen, dass nur 35 bis 65%
des vitalen, wasserlöslichen Vitamins C nach 20 Minuten der Einwirkung von Wasser in den
Pellets verbleiben und von Cholin nur 15 bis 35 % nach dem gleichen Zeitraum. Ein anderer Weg, um das Auslaugen zu reduzieren würde darin bestehen, de- kapsulierte Artemia- Zysten oder Lebendfutter Organismen als " lebende Kapseln " zu verwenden, da sich diese Methode günstig für das Wachstum und das Überleben
einer Reihe von Ziereischen, einschließlich Guppys, gezeigt hat (Lim, Dhert & Sorgeloos 2003). Die für diese Methode genutzte Herstellung von Diäten Walzentrocknung im Gegensatz zur pelletierten Extrusion, hatte wahrscheinlich auch einen Effekt auf die bessere Futterverwertung durch die Fische, die das extrudierte pulverisierte Futter bekamen.

Krüger , Sales und Britz (2001) zogen junge Schwertträger ( Xiphophorus helleri), was gleichfalls poecilide Fische sind, mittels drei Proteinlevel (30% , 38 % und 45 %) und
drei unterschiedlichen Nahrungslipidkonzentrationen (6 %, 8%
und 12%) auf. Ihre Ergebnisse zeigten, dass eine Ernährung von mindestens 45%
Protein mit 6% Lipidkonzentration für die beste spezifische Wachstumsrate und Futterverwertung in diesem Jugendstadium erforderlich ist.
Die Ergebnisse unserer Studie mit Guppys zeigten ein ähnliches Wachstum
wenn der Fettgehalt in der Nahrung von 6,1% auf 10,6%, bei 45% Protein, erhöht wurde.
Der CV Wert bei den mit Flocken gefütterten Fischen war signifikant höher als der in den Behandlungen mit Pulverfutter gezeigt. Dieses höhere Level an Variabilität in der Größe der Fische beruht wahrscheinlich auf der Tatsache, dass die mit Flocken bedeckte Fläche eher klein ist und die dominanten Fische der Population gegenüber den weniger dominanten Fische besseren Zugriff auf das Futter besitzen. So entstehen die Größen-Unterschiede in der Population.
Dieser Hierarchie-Aufbau in Guppy Populationen wurde im Detail von Warren
(1973) beschrieben, der auch gezeigt hat, dass der Grad der Aggressivität
in Fisch-Populationen mit der Dichte und den Becken-Bedingungen (transparente oder undurchsichtige Aquariums-Wände) variierte. Das Experiment wurde nach acht Wochen beendet, da einige der Fische in den Behandlungen mit den besten Wachstumsraten die volle
Geschlechtsreife erreicht hatten. Es wurde befürchtet, dass die Energie sich zu diesem Zeitpunkt in eine reproduktive Aktivität wandeln würde, die das Wachstum behindern und die Effekte der Experimente verschleiert würden.


Das bessere Wachstum, das mit der gleichen Diät in einer Pulverform, gegenüber dem Flocken Form, erreicht wurde, kann, zusätzlich zu einer besseren Futterverwertung,
Auswirkungen auf die Vermarktung haben.
Das Gesamtwachstum kann irreführend sein, da die Weibchen
schneller und zu einer größeren Größe heranwachsen. Bei der Trennung
und dem individuellen Wiegen von Männchen und Weibchen wurde gefunden, dass ein größerer Prozentsatz der Männchen (die im Handel begehrter sind), die mit Pulvernahrung gefüttert wurden, eine größere (Handels-) Größe erreichten.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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