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Sternenfresser

in Aus der Welt der Wissenschaft 06.11.2013 22:50
von franzpeter | 8.079 Beiträge

Mittwoch, 6. November 2013
Sternenfresser: Beobachten wir schon heute außerirdische Super-Zivilisationen, ohne es zu wissen?



Brüssel (Belgien) - In seiner Doktorarbeit hat der Systemtheoretiker und Kosmologie-Philosoph Clément Vidal die Vermutung geäußert, dass wir schon heute hochentwickelte außerirdische Zivilisationen beobachten, ohne dies jedoch bislang bemerkt zu haben. Bei bestimmten vermeintlich astronomischen Binär-Systemen, könnte es sich demnach in Wirklichkeit zum Teil um Konstrukte außerirdischer Super-Zivilisationen handeln, die sich der Energie ihres Zentralgestirns bemächtigen. Gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de" benennt und erläutert Vidal exklusiv auch einige der aussichtsreichsten Kandidaten für die Suche nach derartigen "Sternenfressern".

Wie Clément Vidal von der Vrije Universiteit Brussel in seiner Arbeit erläutert, gibt es einige solcher Binär-Systeme, angesichts derer Astrophysiker große Probleme hätten, sie mit Hilfe konventioneller astrophysikalischer Modelle zu beschreiben.

Bei diesen Systemen handelt es sich u.a. um Doppelsterne, die sich jedoch derart nahe sind, dass die Roche-Grenze unterschritten wird, somit zwischen ihnen noch immer ein Energie-Materieaustausch stattfindet und die zudem einen auffallend unregelmäßigen aber nicht unkontrollierten Energiefluss untereinander aufweisen. "Für diese binären Systeme", so Vidal, "sollten neben astrophysikalischen auch astrobiologische Erklärungsmodelle herangezogen werden."


Der Astro-Philosoph vermutet, dass die Energiemuster durch Zivilisationen erklärt werden könnten, die sich über die innerhalb der sogenannten Kardaschow-Skala als Typ-I-Zivilisation beschrieben Entwicklungsphase hinaus entwickelt haben und nun das gesamte Energiepotential ihres Zentralgestirns oder sogar ihrer Heimatgalaxie nutzen.

Bei der "Kardaschow-Skala" handelt es sich um eine schon 1964 von dem russischen Astronomen Nikolai Kardaschow vorgeschlagene Kategorisierung der Entwicklungsstufen extraterrestrischer Zivilisationen nach deren Energieverbrauch. Unsere eigene Zivilisation befindet sich derzeit noch knapp unterhalb der Grenze zum "Typ I", ab dem eine Zivilisation in der Lage ist, die gesamte auf einem Planeten verfügbare Energie zu nutzen.

Zivilisationen vom "Typ II" sind demnach bereits in der Lage, die Gesamtleistung ihres Zentralsterns zu nutzen - benötigen hierfür jedoch gewaltige künstliche Strukturen wie beispielsweise sogenannte Dysons-Sphären, um diese Energie auch zu ernten (...wir berichteten). Zivilisationen vom "Typ III" sind in der Lage, die Gesamtleistung ihrer gesamten Heimatgalaxie zu nutzen.

Vidal selbst geht davon aus, dass es alleine in unserer Milchstraßen-Galaxie etwa 2.000 solcher Zivilisationen gibt, die er in Anlehnung an den englischen Begriff für Pflanzen- bzw. Fleischfresser (herbivore bzw. carnivore) also "Starivores" - also Sternenfresser - Sternenverzehrer bezeichnet.

Eine Möglichkeit Vidals Theorie zu überprüfen liegt in der Analyse des Energieflusses zwischen den beiden stellaren Körpern besagter Systeme. "Sollte es sich tatsächlich um das Ergebnis einer direkt von ihrem Hauptstern zehrenden Zivilisation handeln, so könnte sich dies durch Muster dieses Energieflusses abzeichnen, die sie durch physikalische Gesetzmäßigkeiten alleine nicht erklärt werden könnten."

Theorien und Bilder siehe unter
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...chon-heute.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 06.11.2013 22:52 | nach oben springen


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